Dartmouth Castle, Devon

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    • Dartmouth Castle, Devon





      Dartmouth Castle liegt an der Mündung des River Dart und ist die älteste erhalten gebliebene englische Küstenfestung, die für Kanonen gebaut wurde. Seit 1388 gibt es hier eine Burg die zusammen mit dem Kingswear Castle die Einfahrt in den River Dart schützt und somit dessen Hinterland. Das Castle wird von English Heritage verwaltet.



      Der Parkplatz vom Dartmouth Castle ist winzig und gebührenpflichtig da er nicht zur Burg gehört, dennoch parkt man quasi in der Burg.


      Auch diese Kirche, St Petroc's Church, gehört/gehörte auch einst zur Burg.

      Nun Burg ist etwas übertrieben, es ist ein Küstenfort, welches 1388 unter John Hawley errichtet wurde. Dartmouth wurde während des Hundertjähriger Kriegeszweimal überrascht und geplündert, daher errichtete Hawley ein Fort mit einer Plattform für Katapulte, Steinschleudern. Nachts wurde dann zusätzlich von hier aus eine Kette über die Flussmündung gespannt. Da sah das ganze dann wohl so aus:


      Zugänglich war das Castle damals nur auf dem Seewege, das ursprüngliche „Seetor“ kann man auf dem folgenden Suchbild sehen,


      die dunkle Öffnung hinter dem Segelboot in der Bildmitte.



      Der heutige Kanonenturm ist die älteste verbliebende Küstenverteidigung Englands die spezielle für Kanonen gebaut wurde. Zwischen 1481 und 1495 errichtete man auf beiden Seiten der Flussmündung zwei Kanonentürme, Dartmouth Castle auf der einen Seite, Kingswear Castle auf der anderen Seite.


      Warum gleich zwei? Nun die damaligen Kanonen konnten noch nicht so weit ballern, daher brauchte man auf beiden Seiten Kanonen um die Flussmündung abdecken zu können.

      Unter Henry VIII wurden dann noch Openair Geschützplattformen hinzugefügt und im 18. Jhd. wurde das ganze wieder auf den Stand der Technik der damaligen Zeit gebracht.

      Und klar im englischen Bürgerkrieg wurde das Castle einen Monat von den Royalisten belagert und dann eingenommen. Man ergänzte dann die Befestigungen auf der Landseite, damit die Parlamentarier den Royalisten nicht genauso fix das Castle wieder abnehmen können. Das ging immerhin drei Jahre lang gut bis 1646, da wurde es dann von Sir Thomas Fairfax für die Parlamentarier eingenommen.

      Im Gegensatz zu den anderen von uns besuchten Burgen wurde es nicht nach der Einnahme geschleift, man brauchte es ja weiterhin zur Küstenverteidigung. Die Geschützstellung wurde im 19. Jhd. dann nochmals in die heutige Form aufgehübscht und diente so der englischen Armee bis zum 2. Weltkrieg.

      Im ehemaligen Feuerleitstand der Batterie ist das heutige Kassenhäuschen mit Bookstore untergebracht. Man erklärt uns gleich den Weg zum mittelalterlichen Teil. Ich schließe daraus, das, das Interesse deutscher Besucher für die Geschützstellung gegen Null tendiert. Wir bringen vor allem Interesse für das Eis mit, das essen wir heute mal als erstes und nicht erst beim Verlassen.

      Danach wenden wir uns dann als erstes der „moderne“ Batterie zu.





      So sah das aus, oben drei Kanonen, und unten drei. Dort waren dann auch die Magazine. Schön mit Bum Bum Geräuschkulisse untermalt und Pulverdampf.





      An St Petroc's Church vorbei kommt man zum mittelalterlichen Teil der Anlage mit dem Kanonenturm.




      Durch ein kleines Türchen an der rechten Kirchenseite geht es zum Turm und zum ursprünglichen Tor hinab,



      vorbei an den Openair Geschützplattformen,


      die heute nur noch friedliche Fotomotive abgeben. Später und woanders fragt der Sohnemann seinen Papa: Sind das Kinderkanonen?






      Durch ein weiteres Tor gelangt man zum ehemaligen Seetor, bis zum Wasser darf man allerdings nicht.





      Merkwürdiges Häuschen auf der anderen Seite des Dart.



      Vom alten Turm hat man ein herrlichen Blick über die Flussmündung. Man kommt sowohl in den Keller, als auch auf die ganz kleine Plattform oben auf dem Turm.Von Dartmouth führen auch „Hafenrundfahrten“ bis hier her.
















      Ok, gesehen. Wer sich nach dem Besuch vom kühlen Nass angelockt fühlt, ein kurzer Coast Path führt zur Sugary Bay, einer kleine Badebucht mit Sandstrand gleich nebenan.







      Der Path ist zwar schön, aber recht kurz. Wem das zu wenig ist, der kann auf der Castle Road oberhalb des Parkplatzes, wo man auf dem Seitenstreifen auch parken kann und darf, weitergehen und an der nächsten Abzweigung abbiegen zum SW Coast Path. Der ist dann ein wenig länger.

      Gruß
      Ulrich

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