Old Wardour Castle, Wiltshire

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    • Old Wardour Castle, Wiltshire

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      Old Wardour Castle ist eine Burgruine aus dem 14. Jahrhundert in Whiltshire.Im englischen Bürgerkrieg teilweise zerstört und heute von English Heritage verwaltet.



      Wir waren die ersten auf dem Parkplatz und überhaupt die Ersten. Um 10Uhr wird geöffnet, um 9:58 Uhr erbaten wir Einlas. :gg:



      Old Wardour Castle ist einzigartig in England. Während des 100 jährigen Krieges gegen Frankreich (der 118 Jahre dauerte und England finanziell ruinierte) war John, der 5. Baron Lovell schwer begeistert von sechseckigen Burgen, die er in Frankreich gesehen hatte und dort der letzte Schrei waren. Als Lovell nach dem Tod von Sir Lawrence de St Martin 1385 das Lehen für das Land erhielt, auf dem heute die Burg steht, erbat er beim König die Genehmigung eine Burg darauf zu errichten. Und noch etwas war ungewöhnlich, es gab abgeschlossene Gemächer für Gäste.

      Erbaut wurde dieses burgähnlich befestigte Landhaus aus Grünem Sandstein. (Sandstein mit grünem Schimmer)



      1461 fielen die Lovells beim König in Ungnade, somit der Kasten einkassiert und an diverse Herren weitergereicht wurde bis Wardour 1544 schließlich von Sir Thomas Arundell of Lanherne gekauft wurde. Die Arundells waren eine alte kornische Familie mit Besitz im Wiltshire. Nicht verwechseln mit Arundel Castle in Susexx, welches dem Duke von Norfolk gehört. Als Sir Thomas wegen Hochverrats hingerichtet wurde, wurde der Kasten wieder konfisziert, aber später an seinem Sohn zurück gegeben. Im englischen Bürgerkrieg waren die Arundells auf der Seite der Royalisten. Als Thomas, der 2. Baron of Arundell (of Wardour) 1643 im Auftrag des Königs andernorts metzelte tätig war, wurde Wardour, nur besetzt mir seiner Frau Blanche und einer Garnison von 25 Mann, von einem 1300 Mann starken Heer der Parlamentarier belagert. Man begann die Wände des Castles zu unterminieren, aber nach 5 Tage ergab sich Lady Blanche, als man ihr drohte den ganzen Kasten in die Luft zu jagen. Ihr Gatte starb in der Schlacht von Lansdowne aber ihr Sohn Henry der Dritte belagerte nun sein eigenes Castle. Die Minen waren wohl nicht entfernt worden und als die eigene Burg in die Luft flog, ergaben sich die Parlamentarier 1644. Dumm gelaufen.

      Old Wardour wurde nicht wieder aufgebaut, man erbaute New Wardour.


      Kein Castle mehr, sondern ein Herrenhaus im Stil der damaligen Zeit. Im 17 Jhd. wurden Burgruinen wild romantisch und so wurde Old Wardour Teil des Landschaftsparks, eine künstliche Grotte wurde errichtet. Ruinen waren grausam In, wer keine hatte baute sich eine. Nicht nur in England, auch gegenüber von Sanssouci ist z.B. eine, der Ruinenberg. Ruinen waren Chick.

      In Robin Hood, König der Diebe, war Old Wardour Castle das Schloß von Robin. Hier fand er seinen Vater tod in den Ruinen hängen und begrub ihn vor der künstlichen Grotte auf der Rasenfläche.

      Wir zeigen unseren Ausweiß vor und laufen erst einmal außen einmal um die Burg herum,






      und wenden uns der Burgkapelle am See zu.



      Dann ersten erkunden wir die Burg und betreten sie durch den eingestürzten Westteil und erreichen den Innenhof.












      Das folgende sind keine Türen, das sind Kaminruinen, interessante Schlotführung.






      Shadows on the Wall.













      Die Große Halle, die es in jedem größeren Haus und Burg gab. Im Ursprung wurde hier gemeinsam mit allen Bewohner des Hauses das Mal eingenommen und geschlafen, in beiden Bedeutungen des Wortes. Sie liegt nie im Erdgeschoss, sondern mindestens im ersten Stock. Darunter waren die Vorratsräume, darüber später die Wohnräume der Eigentümer. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das anders, hier war es nur noch der Repräsentationsraum für die Herrschaften bzw. hier kam man nur noch zu besonderen Anlässen zusammen. Noch heute existieren die Treppenschächte in den Wänden für die dienstbaren Geister.


      Nicht nur die Große Halle hatte diese großen Fenster, auch die Küche, auf der gleichen Ebene, war lichtdurchflutet, wenn auch nur vom Innenhof her und nicht wie die Halle, auch von der Außenseite.



      Und hier die beiden großen Kamine.


      Im Rasen eingezeichnet, der Ort der einstigen Westwand.


      Einer der zahlreichen Kamine.



      Einige Treppen sind noch zugänglich, so steigen wir langsam höher. Beeindruckend, das es trotz Sprengung schon seit 700 Jahren steht und davon über 350 Jahre unbewohnt.




      Und wieder so ein Vollpfosten der ins Bild läuft. :wut1:


      Im Hintergrund noch einmal New Wardour.


      Sieht Old Wardour von außen recht unspektakulär aus, macht es doch großen Spaß darin herum zu klettern, zudem die Sonne für schöne Schattenwürfe sorgt.



      Als weitere Besucher kamen, verlassen wir Old Wardour und fahren über Nebenstraßen nach Nunney.



      Gruß
      Ulrich

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