Die ganz heiße Tour... von Colorado Springs, über San Juan National Forest, New Mexico, Arizona nach Kalifornien

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    • TAG 18 - LAZY DAY


      Das Frühstücksangebot des DoubleTree Club ist durchschnittlich. Eine gute Auswahl an frischem Obst - und kein Dosenzeugs. Das ist schon mal positiv. Auch meinen Lieblingstee, den Earl Grey von Biggelow gibt es hier. Fast perfekt, wenn es da nicht zusätzliche Kosten für frisch zubereitete Eierspeisen geben würde. Und es geht hier nicht um zwei oder drei Dollar. Die Preise starten bei zehn Dollar. Na ja.
      Der Frühstücksraum mit seinen dunklen Farben wirkt eher kalt. Und die hochgeregelte Klimaanlage sorgt dafür, dass es auch saukalt ist. Doch dem entgehen wir. Draußen ist eine tolle Terrasse. Mit Blick auf den künstlich angelegten See.





      Elf Uhr starten wir. Ganz entspannt.
      Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann wir hier 35°C und stahlblauen Himmel erlebt haben. Meist müssen wir uns, gerade aus dem Desert kommend, an Temperaturen um die 20°C gewöhnen. Nicht so in diesem Juli 2018.
      Einen echten Plan haben wir nicht.
      Wir fahren unser Lieblingsziele an. Das sind immer die Gleichen:
      Window-Shopping im South Coast Plaza und Fashion Island, etwas Cruisen auf der Bristol Street, mit der Fähre von Balboa Island auf die Balboa Peninsula und natürlich Faulenzen und Baden an unserem Lieblingsstrand. Dem Balboa Beach.
      So viel schaffen wir heute natürlich nicht.

      # Fashion Island in Newport Beach





      Unser erstes Ziel ist das Fashion Island in Newport Beach. Dabei ist Newport Beach der Ortsname in Orange County und nicht die Bezeichnung eines Strandes.
      Den Weg dahin findet Rainer ohne überhaupt auf die Karte schauen zu müssen. So oft waren wir in dieser Gegend.
      Das Shoppingcenter mögen wir nicht wegen der besonderen Boutiquen, die es dort gibt, nein, es ist das wunderbare Open-Air-Konzept. Es gibt zwar viele Geschäfte aber auch sehr viele weitläufige Freiflächen zum Verweilen.
      Am Koi-fish Pond:





      Vom Südwesten gesehen, also vom Pazifik, liegt das Areal auf einem Berg. Umgekehrt kann man von dort oben bis zum Pazifik schauen. Sehr schön gemacht.
      Und am Ende eines jeden Aufenthaltes, sitzen wir in der Lounge Area vor Macy's. So auch dieses Mal.
      Während Rainer uns ein Kaffeegetränk und ein Küchelchen holt, spricht mich ein älterer Herr an, der augenscheinlich das Ambiente genießt.
      Nach dem ersten Blabla erzählt er mir, dass er Novelist, also ein Romanschriftsteller ist. Als Rainer zu uns stößt, erzählt er weiter und ausführlicher. Über alles Mögliche. Smalltalk eben. Das beherrschen die Amerikaner richtig gut. Und es macht auch Spaß. Dabei erwähnt er auch interessante Aspekte. So zum Beispiel, wem das Gelände hier mit dem Fashion Island gehört. Oder wem gehört das South Coast Plaza? Wer sind diese Menschen? Es fallen Namen, die wir noch nie gehört haben. Aber auch Namen wie Seegerstrom oder Irvine. Ach das sind alles Familiennamen?
      Wir haben weder jemals darüber nachgedacht, noch wären wir jemals auf die Idee gekommen, darüber zu recherchieren.
      Er überreicht uns seine Visitenkarte und verabschiedet sich, da er noch einen Termin hat. So bleiben wir mit vielen offenen Fragen sitzen und nehmen uns ganz fest vor, zu Hause in aller Ruhe nachzulesen, was er uns erzählt hat.Einen Blog über ein Shoppingcenter zu schreiben? Wäre mir vor kurzem nie in den Sinn gekommen.
      Doch das Gespräch hat mich angestupst und ich bin auf eine interessante Geschichte gestoßen: Fashion Island kommt da auch vor.





      # Balboa Island





      Balboa Island, ursprünglich ein vom Sumpfgebiet umgebenes Watt, ist heute eine Oase, eine kleine Insel mit einem ganz sonderbaren Flair. Die Häuser suggerieren irgendwo an der Nordostküste der USA zu sein. Die Straßen sind eigentlich Gassen. Auf der Hauptstraße ist es immer eng, weil flanierende Besucher auf den engen Bürgersteigen keinen Platz mehr finden. Die Geschäfte wirken teuer. Trotzdem scheinen sie gut besucht zu sein.
      Die Insel ist vom Norden nur über eine Straße zu erreichen, über die Marine Avenue, die am südlichen Ende von der Jamboree Road abzweigt.








      Mit der noch weiter südlichen Halbinsel, der Balboa Peninsula, ist Balboa Island nur mit einer Fähre verbunden. Die Fahrt mit dieser Fähre gehört zu jedem unserer Besuche.
      Der Weg zur Fährstation ist sehr gut ausgeschildert.
      Die Balboa Island Car Ferry operiert täglich von 6.30am bis 12am wochentags und bis 2am am Wochenende. Meist muss man mit einer Schlange anstehender Autos rechnen. Und obwohl die Fähre nur drei Autos pro Fahrt mitnimmt, hält sich die Wartezeit in Grenzen. Denn es sind immer drei Fähren auf dem Wasser unterwegs.
      Die Überfahrt kostet 2USD pro Auto und Fahrer. Jede weitere Person zahlt 1USD. Ein bezahlbarer Fun mit schönem Blick auf die Bucht.






      # Balboa Peninsula - Balboa Beach




      "Unser" Strand befindet sich auf der Halbinsel.
      Groß und Klein findet hier genügend Platz. Großfamilien verbringen hier ihren Tag. Eine betonierte Fläche lädt zum Basketball ein oder auch zum Skaten oder Radfahren. Eingegrenzt vom Newport Beach Pier und dem Balboa Pier ist der Strand zwar gut besucht, doch jeder bekommt hier seine erste Reihe!
      Einzig die Wellen machen mir hier manchmal Sorgen.
      Meist geht es steil rein und das Wasser neigt dazu einen nicht mehr rauszulassen
      Also nix für Vorsichtige wie mich. Dennoch liebe ich diesen Ort. Hier bin ich so mittendrin und doch für mich allein.
      Rainer dagegen liebt es, mit den Wellen zu catchen.
      Und nicht selten - ich will jetzt nicht schreiben: jedes Mal - kommen hier Delfine vorbei. Ziemlich nahe dem Ufer. Und gut erkennbar.



      Nach Sonnenuntergang geht es zu Yoshinoya. Wer hätte es gedacht, auch dies gehört zu unseren Ritualen. Bei Yoshinoya gibt es für uns ein déjà vu mit Japan.
      Bis zum Harbour Boulevard, da wo es eine Yoshinoya Filiale gibt, sind es knapp sechs Meilen.
      Die Adresse ist schnell gefunden. Nur wurde der Yoshi ausgetauscht. Irgendeine Burgerkette hat nun hier ihren Platz.
      Hm. Was für eine Enttäuschung!
      Internet sei Dank ist eine andere Filiale schnell ausgemacht. Auf nach Tustin - noch nie von diesem Ort gehört. Liegt zwischen Irvine und Santa Ana.
      Egal. Jetzt wollen wir unsere Beef Bowl. Und die schmeckt köstlich!




      Gefahrene Strecke: 31.6 km


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von muhtsch ()

    • Der Tag ist relaxed, klingt aber spannend für mich, da ich nichts davon kenne :app:
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      ... und nun hat meine Liste für die letzten beiden Urlaubstage im April noch weitere Ziele hinzu bekommen ... hmmm - gibt Schlimmeres ;)
      Liebe Grüße
      Anne

      ... nach der Reise ist vor der Reise ;)



    • WeiZen schrieb:

      born4travel schrieb:

      Heutzutage ist das Glockenspiel leider stillgelegt.
      X( wer mach denn so etwas?
      Ich denke es wollte keiner mehr pflegen oder so.
      Ich habe etwas im Netz nach den Ursachen gesucht. Habe aber nix diesbezüglich gefunden.
      Das muss irre geklungen haben. Und 60db sind erträglich!


      Anne05 schrieb:

      ... und nun hat meine Liste für die letzten beiden Urlaubstage im April noch weitere Ziele hinzu bekommen ... hmmm - gibt Schlimmeres
      Nun. Noch mehr Neues.
      Bin gespannt ob Du dies kennst.
      Für uns war es neu: Die Gegend zwischen Corona Del Mar und Dana Point:
      Hier geht es zum Bericht







      ->TAG 19

      Entlang der CA 1 gen Süden
      Elf Uhr verlassen wir heute den Parkplatz.
      Das Wetter ist wieder genial und es sind angenehme 30°C.
      Zuerst statten wir dem Japan-Laden einen Besuch ab. Zum Ramen oder Bento essen ist es noch zu früh. Macht nichts.
      Mitsuwa ist die größte japanische Supermarktkette in den USA. Filialen sind allover USA zu finden. Allerdings sind sie in Kalifornien am weitesten verbreitet. Hier kann man fast alles kaufen, was das japanische Herz begehrt. Nun wir wohnen im Hotel und können Lebensmittel nicht brauchen. Aber wir mögen es ein wenig durch den Markt zu laufen und ein wenig japanisches Flair aufzusaugen. Und eine Flasche "very artificial" Calpico - White Peach bedient den Geschmackssinn.


      Der heutige Plan:
      Wir fahren einfach mal ein paar Meilen den CA-1, den Highway Number One gen Süden. Streng genommen bis zum südlichen Ende. Denn in Dana Point endet der CA-1. Und bis dort führt unsere heutige Strecke.
      Wir waren schon sehr oft in Orange County, sind aber erst genau zwei Mal diesen Abschnitt gefahren. Und immer in Eile. Und nie haben wir uns für die Schönheit Zeit genommen. Das soll dieses Mal anders werden.

      # Corona del Mar
      Erste Station ist Corona del Mar, ein Stadtteil von Newport Beach. Der Zugang zum Stand ist nicht mehr ebenerdig, denn die befahrbare und bewohnbare Ebene liegt auf einer Klippe.
      Sehr malerisch.
      Die Häuser hier sehen fantastisch aus. Vermutlich ist es auch eine fantastisch teure Gegend. Die erste Reihe hat einen unverstellten Blick auf das Meer.
      Einen Parkplatz finden wir auf Anhieb. Was für ein Glück.
      Ein paar Schritte weiter befindet sich eine Parkanlage. Hochgelegen - Klippe eben. Die Rundumsicht ist von diesem Punkt genial. Neben den Badebuchten beziehungsweisen dem um die Ecke liegenden Strand beobachten wir das Treiben im Channel. Hier herrscht ein reger Schiffsverkehr, denn es ist die Verbindung des offenen Meeres mit der Bucht, in der auch Balboa Island liegt. Tolle Boote. Manche wirken größer als ein Einfamilienhaus!
      Es ist auch die Fahrrinne für Fähren, die Avalon, Hafenstadt auf Santa Catalina Island, mit dem Festland verbinden.




      Nach etwa einer halben Stunde des Guckens und Staunens geht es weiter.
      Ich habe mir gestern Abend eine kleine Liste zusammengestellt mit besonders empfehlenswerten Stränden oder außergewöhnlich schönen Küstenabschnitten.
      Laguna Beach ist der nächste Ort, den wir durchqueren. Sehr langsam, denn es ist ziemlich voll. Eine Autoschlange bewegt sich nach Süden. Rechterhand bietet sich immer mal ein ganz kurzer Blick Richtung Meer.
      So richtig begeistert bin ich nicht. Haufenweise Touristen, Boutiquen und Restaurants. Alles das strahlt nicht das aus, was ich mir unter bezaubernden Örtchen am Meer vorstelle. Das habe ich mir irgendwie kleiner, intimer und kuschliger vorgestellt.

      Im südlichen Drittel der Ortschaft Laguna Beach befindet sich unser nächstes Ziel. La Tour - The Tower of Laguna Beach. Besser bekannt als Pirat Tower.
      # Pirate Tower - Victoria Beach
      Der Zugang ist wesentlich einfacher gefunden als das im Netz prophezeit wird.
      Man biegt rechterhand entweder in den Victoria Drive oder - wenn man ihn verpasst hat - in die Sunset Terrace. Hier befindet sich wieder rechterhand, ist ja auch logisch, denn das ist die Strandseite, zwischen den Häusern ein steiler Treppenabgang.
      Jetzt kommt die wirkliche Herausforderung: einen nahe gelegenen Parkplatz zu finden.
      Das ist nicht ganz so einfach, denn es gibt keinen offiziellen Parkplatz und wir befinden uns mitten in einem Wohngebiet. Entweder uns schaut ein Schild an mit der Aufschrift NEVER STOP oder da stehen schon andere. Doch wieder sind wir Glückspilze. Nur eine Runde ist nötig, bevor wir einen Parkplatz finden. Also genauer gesagt, wir sind unsicher, ob der Platz wirklich auch von uns eingenommen werden kann. Aber ein eindeutiges Verbotsschild finden wir auch nicht. Also nehmen wir den.
      Das Schöne ist auch: Unser Auto steht hier im Schatten.

      85 Stufen später haben wir den Victoria Beach erreicht.
      "Clevererweise" habe ich keine FlipFlops mitgenommen, sondern bin gleich mit Sandalen runter. Mit den möchte und kann ich nicht durch den tiefen Sand laufen. Also geht es barfuß weiter. Wäre ja nicht so dramatisch, wenn der Sand nicht so höllisch heiß wäre!
      Es sind nur etwa 50 oder etwas mehr Meter. Aber meine Fußsohlen sind zu Glühkohlen verwandelt.
      Den Turm kann man erst sehen, wenn man die riesige Klippe umrundet hat.
      Und tatsächlich. Da steht der nun.
      Wer lehnt an wem?
      Der Turm an der Klippe oder die Klippe am Turm?

      Mehr interessante Infos zu diesem Turm gibt in einem gesonderten Blogbeitrag unter Pirat Tower - Victoria Beach.



      Sehr beeindruckend.
      Leider haben wir so gar keine Badesachen hier unten.
      Das Wasser sieht echt einladend aus. Und die Wellen sind nicht ganz so hoch wie an unserem Strand, dem Balboa Beach.
      Und was mir noch auffällt, sind die Farben des Wassers. Wenn ich nicht genau wüsste, dass ich mich momentan in Kalifornien befinde, könnte so ein Strand mit den aus dem Wasser ragenden stark zerklüfteten Steinen auch auf Hawaii's Big Island sein.
      Einfach wunderschön!

      Nun soll es an den Aliso Beach gehen. Da soll es eine Grotte geben.
      Der Zugang über den Treasure Island Park ist schnell gefunden. Auch gibt es hier Parkplätze. Beziehungsweise ein Parkhaus. Leider sind wir hier nicht so erfolgreich, wie an den beiden anderen Plätzen. Egal. Zum Warten bis etwas frei wird, haben wir keine Lust.
      Es gibt ein paar Alibi-Bilder von oben und dann geht es weiter gen Süden.

      Es ist früher Nachmittag und der Koffein-spiegel ist stark gefallen. Ein schönes Café, vielleicht mit Blick aufs Meer wäre noch eine gute Geschäftsidee. Weit und breit nix zu sehen.
      So nehmen wir, was es gibt. In einem Starbucks finden wir das, was wir wollen, bevor es direkt in den letzten Ort unserer heutigen Highway Number 1 - Reise geht.
      Nach Dana Point.
      Auch Dana Point liegt direkt am Pazifik.
      Ein Küstenort mit Flair. Jedenfalls wirkt es gediegener als die anderen Orte. Vielleicht auch, weil es doch weiter entfernt von LA ist.
      Wie auch immer.
      # Dana Point Preserve Trail
      Bevor wir den Hafen erreichen, fahren wir in die Street of the Green Lantern. Sie ist als eine Scenic Route ausgewiesen. Und das ist sie tatsächlich. Von der Straße hier oben kann man auf den Hafen sehen. Wirklich schön!
      Am Ende der Straße befindet sich das Dana Point Nature Interpretive Centre, eine Bildungseinrichtung mit Informationen über die lokale Flora und Fauna an Land und im Meer. Die Lage ist genial. Es befindet sich auf dem Dana Point Headland.
      Es gibt einen Parkplatz. Und auch freie Plätze. Wie schön.
      Ich denke zu der jetzigen Jahreszeit ist diese Location auch weniger attraktiv. Sicherlich sieht es von November bis April ganz anders aus. Denn dann sind die Vistapoints auf den Wanderwegen beliebter denn je. Zu dieser Zeit ist Whale Watching Saison.
      Rainer geht erst alleine los. Ich bin gerade mal etwas kraftlos und brauche eine kleine Mittagspause. Eine Viertelstunde reicht mir, dann gehe auch ich die Runde.
      Von den vielen Pflanzen, die teilweise endemisch sind, kann man nicht viel sehen. Vielleicht ist es zu heiß. Einzig eingezäunte Minipflanzen sind zu erkennen. Aber meist von flachem Buschwerk umgeben.
      Trotzdem ist der etwa eine Meile lange Spazierweg sehr gut und angenehm zu laufen. Der Weitblick aufs Meer ist die Entlohnung.
      Übrigens sind Hunde und Fahrräder auf dem Gelände nicht erlaubt und das Wandern nur auf dem ausgezeichneten Weg erlaubt.




      Auf dem weiteren Weg Richtung Marina bleiben wir am Straßenrand der Scenic Road stehen und verschaffen uns einen Überblick über die gesamte Marina. Wir sind jedoch nicht die einzigen die das machen

      # Dana Point Harbor

      Der Dana Point Harbor, wie es ihn heute gibt, wurde erst in den 1970er Jahren gebaut. Fertiggestellt und ein geweiht am 31. Juli 1971.
      Zum Leidwesen der Surfer wurden durch den Bau der Felsstege, die als Wellenbrecher dienen, die bei der Surferwelt beliebten, meterhohen Killerwellen namens Killer Dana und Doheny zerstört. Dabei war Dana Point einst ein beliebter Treffpunkt für Surfer. Hier wurde 1954 Kaliforniens erster Surfshop eröffnet.
      Das zu Historie.
      Heute bietet der Hafen Liegeplätze für mehr als 2.500 Boote.
      Auf dem Gelände gibt es etwa 50 Fachgeschäfte und jede Menge Restaurants.
      Außerdem hat hier das Ocean Institut, ein ozeanografisches Forschungszentrum seinen Sitz.

      Wir spazieren etwas umher und schauen uns am Hafen um.
      Ganz schön riskant hier vor so einer monumentalen Steilwand.
      Da oben, ganz an der Kante steht ein Wohnhaus.
      Also da möchte ich nicht wohnen!

      Während wir noch weiter die "Kante" der Steilküste betrachten, sehe ich da oben zwei Personen. Die müssen einen tollen Ausblick von da oben haben.
      Ein Check bei GoogleMaps zeigt, dass das öffentliches Land ist. Und so entscheiden wir, auch dorthin zu fahren.

      # Bluff Top Trail
      Der Bluff Top Trail führt ganz nahe der Klippe entlang mit fantastischem Ausblick aufs Meer. Zu erreichen ist er ganz easy entweder über die Street of the Violet Lantern oder Street of the Amber Lantern. Der zu laufende Abschnitt ist einen knappen Kilometer lang und bei bestem Wetter gibt es kaum etwas Schöneres als hier spazieren zu gehen.


      Mehr interessante Infos zu diesem Trail gibt in einem gesonderten Blogbeitrag unter Bluff Top Trail - Dana Point







      Nun geht es zurück.
      Doch ich möchte nicht den gleichen Weg zurückfahren sondern über das Hinterland.
      Ok. Es ist ein Umweg. Aber wir haben ja Urlaub und sind unterwegs um Neuentdeckungen zu machen. Auf der Website OC-Parks finde ich sehr ansprechende Aufnahmen schroffer, roter Felsen im Limestone Canyon Regional Park. Das wäre ein wunderbarer Kontrast zu dem vielen Pazifik am heutigen Tag.
      Die Fahrt dorthin beginnt vielversprechend.
      Die Straße führt durch eine mittel hohe Berglandschaft. Hier ist kein Haus und keine Zivilisation. Doch die erste Straße oder Weg führt ins Nichts. Die nächste Straße ist auch eine Sackgasse. Mehrere Anläufe ganz ohne Erfolg. Eine spätere Abfahrt von der Hauptstraße führt uns in ein Dorf voller - sorry so muss ich das nennen - voller Laubenpieper. Aussteiger. Oder was auch immer.
      Weit und breit nichts was nur annähernd dem gleicht, was ich auf der Website gesehen habe.
      Die Black Star Canyon Road ist dann der erste weitläufige Weg. Doch auch der endet an einem Tor: Privat Property.
      Wie enttäuschend.







      Auch der Zugang zum Irvine Lake bleibt uns versperrt.
      Schade. So ist das im Netz nicht ausgewiesen.

      Wir fahren zurück.
      Halb sieben stehen wir an "unserem Strand".
      Auf den Sonnenuntergang ist Verlass.

    • muhtsch schrieb:

      Das habe ich mir irgendwie kleiner, intimer und kuschliger vorgestellt.
      Da hättest Du vor 25-30 Jahren dort seien müssen.
      Da Du ja heir kein Foto vom Dana Point Hafen hattest, musste ich im Blog spieken, oh man wie hat sich das zum Nachteil verändert. 2003 waren da oben noch kaum Häuser.

    • Neu

      WeiZen schrieb:

      Da hättest Du vor 25-30 Jahren dort seien müssen.
      Da Du ja heir kein Foto vom Dana Point Hafen hattest, musste ich im Blog spieken, oh man wie hat sich das zum Nachteil verändert. 2003 waren da oben noch kaum Häuser.
      Wir sind 1993 da vorbeigefahren.
      Ich habe so gar keine Erinnerung mehr daran. Und Fotos gibt es auch nicht.
      Wir hatten aber auch auf dem Weg von San Diego ausgerechnet an dem Tag sehr bescheidenes Wetter.

      Aber so richtig wahrgenommen habe ich den Ort nicht.


      MacClaus schrieb:

      Wie immer schöne Bilder.......
      Vielen Dank.

      Wie gesagt, ich stelle nicht alle Fotos hier ins Forum rein.
      Auf meiner Website ist das volle Repertoire ;)


      WeiZen schrieb:

      musste ich im Blog spieken,
      Ich bestehe auf WEBSITE!!! ;)
      Reine Bloggs widern mich an. Da steht nur Blabla meist sogar ohne Mehrwert ;;NiCKi;:
    • Neu

      WeiZen schrieb:


      muhtsch schrieb:

      Einen Blog über ein Shoppingcenter zu schreiben? Wäre mir vor kurzem nie in den Sinn gekommen.
      :nw: :gg:
      Mein Blog ist eher ein Raustrennen der für mich interessanten Sachen/Aspekte oder Kurztrails.
      Da kommt noch einer über Seegerstroms Schätzchen. Also wieder ein Shoppingcenter. Allerdings haben wir dieses Jahr durch die extremen Temperaturen seine Kulturecke nicht besucht. Wenn ich nächstes Jahr zurück bin, will ich das zusammenfassen.

      Weißt Du was ich mit Blog eigentlich meine?
      Die millionenfachen Beiträge wo man zwar schön schreibt aber ich hinterher nichts an Infos bekommt.
      Ich bin gerade auf der Suche nach Reiseberichten über Ladakh. Das ist gar nicht so einfach.
      Erst einmal mag ich Reiseberichte, weil ich mir vorstellen kann, was die Leute so an einem Tag absolvieren. Das ist für die Planung ganz nett.
      Aber diese: die zehn Sachen, die Du unbedingt in Asien gesehen haben musst...oder Packliste ...oder die 5 Sachen die Du unbedingt in NYC gesehen haben musst.
      Dann gucke ich rein und denke: Hilfe. Wo sind die Tipps?

      UND: Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel ;)
    • Neu

      Die letzten zwei Urlaubstage laufen unter dem Motto: Achtsamkeit ;)

      Wir erkunden unseren kleinen Pond vor dem Hotel, nehmen uns Zeit für die Parkanlage der Kunstliebhaber Seegerstrom-Family - denen ganz zufällig das Costa Mesa Shopping Center gehört und genießen immer wieder Balboa als Insel und Halbinsel.

      Und so sahen die letzten zwei Urlaubstage aus


      Tag 20 & 21 oder Tage wie diese...

      Kaum zu glauben, aber wahr:
      Für die zwei folgenden Tage gibt es kein Programm.
      Disneyland? Ach nö. Da waren wir schon so oft.
      Oder vielleicht Griffith Park. Hm.
      Wir tun einfach nichts Besonderes. Sondern folgen dem Achtsamkeits-Trend der gerade in aller Munde ist. Zwei ganze Tage lang wird entspannt gelebt und geurlaubt.
      Das DoubleTree Club Orange County ist eingebettet in das Hutton Centre. Ein kleines Areal umrundet von lauter modernen Business- und Wohn-Towern. Und mittendrin ein künstlich angelegter und wunderbar gepflegter See, namens Hutton Lake.
      Frühstück macht hier also doppelt viel Spaß.
      Heute ist Donnerstag. Es sind kaum Touristen hier.



      Und bevor wir es ganz vergessen, schauen wir uns den kleinen aber feinen Outdoor-Wellness-Bereich des Hotels an.
      Es gibt einen Pool und einen Whirlpool. Liebevoll drapiert warten Pooltücher auf Gäste. Doch niemand ist im Anmarsch.
      Und auch wir werden hier nicht bleiben. Schade eigentlich.


      # Hutton Centre

      Mittelpunkt des Centers bildet der Hutton Lake. Wirklich traumhaft angelegt. Mit kleinen Inselchen auf denen Palmen wachsen. Zwei Springbrunnen, Entenfamilien, Schwäne und sogar Schildkröten haben hier ihr zuhause.
      Vermutlich nutzen Angestellte der Bürohäuser den See zum Entspannen. Manche spazieren da nur und andere joggen eine Runde.
      Wir entscheiden uns für die einfachere Variante und umrunden den Hutton Lake.










      # South Coast Plaza & Park

      Das South Coast Plaza ist bekannt. Und zwar weit über die Grenzen Südkaliforniens hinaus. Es ist nicht nur das größte Shoppingcenter Kaliforniens - es steht auf der Rangliste der größten Malls der USA auf Platz vier. Und auf Platz 31 weltweit. 280 Läden auf einer unvorstellbaren Fläche von etwa 250 Tausend Quadratmetern.
      Da kommt man schon auf allerhand Schritte, wenn man sich nur einen kurzen Überblick verschaffen will.
      Meine Lieblingsläden sind die Einrichtungstempel. Die befinden sich fast alle in dem erst im Jahr 2000 eröffneten Anbau, der über eine Brücke mit dem Haupttrack verbunden ist. Erst wenn hier alles visualisiert erfasst ist, durchstreifen wir auf der kürzesten Diagonale das faszinierende Center mit den auffällig gestalteten Gimmicks wie Deckengestaltungen, Springbrunnen und Karussells.




      Unser eigentliches Ziel ist der östlich vom Shopping Center gelegene Park. Den zu besuchen war ein gut gemeinter Tipp von Mr.Les Barry, den wir im Fashion Island, einem weiteren Shopping Center in Orange County, bei einem Kaffeeschwatz kennengelernt haben.
      Über die Unity Bridge erreicht man den Park, wo es mir besonders die eine Skulptur angetan hat. Zusammen mit dem dunkelblauen Himmel ist dieses Objekt ein wunderbares Fotomotiv.









      Und es wäre nicht die USA, wenn sich nicht neben einem außergewöhnlich großen Shopping Center ein weiteres seiner Art befinden würde. Nur wenige Schritte entfernt erwartet uns das Metro Pointe.
      Zugegeben. Es ist nicht so stylisch und auch nicht so groß. Aber hier befinden sich die Outletstores, wie Best Buy, Nordstrom Rack, Marshalls, Saks Fifth Avenue, OFF 5TH und Ähnliche. Es ist ein offenes Bauprinzip.

      Nach dem wir einen halben Tag dem Shopping gewidmet haben, ist dann auch irgendwann Schluss. Gesättigt vom Kommerz benötigen wir etwas Entspannung für die geflashten Sinne.
      Die Restaurantkette Cheesecake Factory besuchen wir am vorletzten Abend unseres Urlaubs. Davon gibt es hier in OC nur eine Filiale. Nämlich im Fashion Island.
      Das Restaurant ist extrem gut besucht. Doch wir haben Glück und müssen nicht warten. Leider führt man in dieser Filiale nicht meine Lieblingsspeise, den Kobe Burger.
      Dafür gibt es den leckeren Artischocken-Spinat-Dipp. Einfach nur lecker!


      Mit der Autofähre geht es zum Ende des Tages zum Balboa Beach. Da kommt man schon bei der kurzweiligen Fahrt so richtig schön in den Entspannungs-Modus




      Am Ende des Tages verabschieden wir uns vom Strand und damit vom USA-Urlaub 2018.
      Die zwei Standstühle lassen wir hier stehen.
      Vielleicht findet jemand anderer Gefallen an ihnen und ihr Dasein landet nicht im Mülleimer.




















      Am Abend packen wir unsere Sachen.
      Ein Paar Turnschuhe für jeden und zwei, drei Shirts sind zu unserem mitgebrachten Gepäck dazugekommen. Noch etwas von meinem Lieblingstee und zwei Dressings.
      Sonst noch etwas? Nö.
      Trotzdem ist es irgendwie voluminöser geworden.
      Das Gepäck wird erweitert. BC gibt es her: Jeder darf zwei Gepäckstücke aufgeben. Die werden dann nur locker gepackt. Das freut vor allem die, die Koffer vom Gepäckband zum Flieger und wieder zurück wuchten müssen.
      Gefahrene Strecke: 56km
    • Neu

      Super Bericht, bin in einem Zuge durchgelesen!
      Ich klaue mir da einiges vom anfang raus, wir wollen nächstes Jahr in Denver Richtung Süden starten und da gibt's doch noch das eine und andere, wo wir noch nicht kennen!
      2008: USA: Los Angeles - Las Vegas - Chicago
      2013: USA: Südwestrundreise - 2014: Jordanien
      2015: USA : Las Vegas - Yellowstone - Moab - Lake Powell Hausboot - Antelope - Las Vegas
      2015/2016: USA Dezember - Januar; San Francisco Umgebung
      2016: Chicago - Badlands - Black Hills - Moab - Torrey - Escalante - Bryce - Zion - Las Vegas
      2017: Seattle - Oregon - Lake Powell Hausboot - Torrey - Las Vegas
      2018: Seattle - Yellowstone - Las Vegas
    • Neu

      Verena1 schrieb:

      Ich klaue mir da einiges vom anfang raus,
      Das mit dem Klauen geht klar.
      Ging mir im Frühjahr diesen Jahres auch so.
      Kennst Du die Gegend im Südwesten von Denver? Da waren wir 2012. Da war ich auch angenehm überrascht, Früher dachte ich bei Denver fast nur an den Estes Park.
    • Neu

      muhtsch schrieb:

      Verena1 schrieb:

      Ich klaue mir da einiges vom anfang raus,
      Das mit dem Klauen geht klar.Ging mir im Frühjahr diesen Jahres auch so.
      Kennst Du die Gegend im Südwesten von Denver? Da waren wir 2012. Da war ich auch angenehm überrascht, Früher dachte ich bei Denver fast nur an den Estes Park.
      Was meinst du mit Südwesten?
      2008: USA: Los Angeles - Las Vegas - Chicago
      2013: USA: Südwestrundreise - 2014: Jordanien
      2015: USA : Las Vegas - Yellowstone - Moab - Lake Powell Hausboot - Antelope - Las Vegas
      2015/2016: USA Dezember - Januar; San Francisco Umgebung
      2016: Chicago - Badlands - Black Hills - Moab - Torrey - Escalante - Bryce - Zion - Las Vegas
      2017: Seattle - Oregon - Lake Powell Hausboot - Torrey - Las Vegas
      2018: Seattle - Yellowstone - Las Vegas
    • Neu

      muhtsch schrieb:

      Loveland Pass, Leadville, Blue Mesa...West Elk Loop Byway
      Wir haben es nicht 2012 sondern 2013 bereist
      Danke!
      Black Canyon waren wir schon dieses Jahr, wunderschön!
      2008: USA: Los Angeles - Las Vegas - Chicago
      2013: USA: Südwestrundreise - 2014: Jordanien
      2015: USA : Las Vegas - Yellowstone - Moab - Lake Powell Hausboot - Antelope - Las Vegas
      2015/2016: USA Dezember - Januar; San Francisco Umgebung
      2016: Chicago - Badlands - Black Hills - Moab - Torrey - Escalante - Bryce - Zion - Las Vegas
      2017: Seattle - Oregon - Lake Powell Hausboot - Torrey - Las Vegas
      2018: Seattle - Yellowstone - Las Vegas
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      MacClaus schrieb:

      Die gelb/orange Skulptur ist toll fotografiert.... sehr gutes Auge!!! Gefällt mir.....
      Nach dem ich Deine Fotos sehen durfte, ist DAS von Dir zu hören ist ja ein echtes Kompliment
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