Pura Vida 2018 - kreuz und quer durch Costa Rica

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    • Neu

      usaletsgo schrieb:

      zumal wir kein einziges Gepäckstück im Wagen lassen.
      Bester Diebstahlschutz überhaupt :!!

      usaletsgo schrieb:

      Die Leute vor und hinter uns zahlen das Gleiche.
      Klingt auch fair :!!

      usaletsgo schrieb:

      Nichts Aufdringliches, nichts Anbiederndes, die Einheimischen sind auch hier freundlich und dabei kein bisschen nervig.
      Traumhaft..... ;,cOOlMan;:

      usaletsgo schrieb:

      Der Himmel wird allmählich blau.
      So lange nicht ihr..... ;)

      usaletsgo schrieb:

      Und dann ist es endlich soweit: unser erstes Faultier
      ;;PiPpIla;; ;;PiPpIla;;

      und klar habe ich auf Spider Woman geklickt :gg: :gg:

      usaletsgo schrieb:

      und desto schöner wird der Strand.
      Ich höre etwas....

      usaletsgo schrieb:

      Ein herrlicher Fleck.
      :!! :!!

      usaletsgo schrieb:

      und machen unterwegs noch ein paar Aufnahmen vom Strand.
      ich glaube, der ruft mich :schaem:

      usaletsgo schrieb:

      Macht Spaß, ein wenig rumzuplanschen.
      Das würde mir jetzt auch Spaß machen ;;PiPpIla;; ;;PiPpIla;;

      usaletsgo schrieb:

      Egal, wie er heißt, schön ist er auf jeden Fall.
      Aber so was von schön :clab: :clab:

      Und draußen ist die Brandung, ein Riff gar? :nw:
      Alf

      Leave nothing but footprints
      take nothing but Pictures
      kill nothing but time
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      alf99 schrieb:

      Bester Diebstahlschutz überhaupt
      Ja, bei Rundreisen leider nicht immer durchzuhalten.

      WeiZen schrieb:

      Nachaktiv?
      Irgendwie nie-aktiv.

      Die sind offiziell sowohl nacht- als auch tagaktiv. Bloß sieht man davon wenig. Dass man sie so sieht wie auf dem Foto ist auch sehr selten. Meistens kann man nur irgendwo oben in einer Baumkrone ein Fellknäuel entdecken, dann haben sie den Kopf in ihrem Zottelfell versteckt. Außerdem braucht man lange Brennweiten. Auf dem Foto oben knapp 500mm.
      Viele Grüße

      Dirk
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      Ich mache mal weiter mit dem nächsten Tagesbericht, damit ich vor meinem Österreichurlaub noch fertig werde. Wäre blöd, wenn dann erst mal zwei Wochen Pause entstehen.

      Man kann ja ggf. alles nachlesen, aber ich freue mich natürlich sehr über eure Kommentare.

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      3. Tag: 28.03.2018

      Die Frühstücksspezialität des Tages sind heute hashed browns, dazu gibt es wie üblich Rührei, Obst und Toast. Es ist schon frühmorgens schön sonnig - ein herrlicher Tag bahnt sich an.

      Heute müssen wir die Südkaribik verlassen. Eigentlich schade, denn es hat uns sehr gut gefallen. Allerdings wartet das nächste Highlight in Form des Tortuguero Nationalparks, der zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten im Lande zählt. Damit wir die 13:00 Uhr Fähre erwischen, müssen wir uns ein wenig sputen, also checken wir schnell aus und verabschieden uns von unseren Gastgebern.

      Etwas nördlich von Cahuita geraten wir in eine Polizeikontrolle. Die Beamten suchen nach illegalen Einwanderern aus Belize, aber wir sind da eher nicht verdächtig. Der Polizist spricht mich auf Spanisch an, aber da ich kein Spanisch verstehe und er kein Englisch, wendet er sich an seine Kollegin. Die ist aber auch schnell mit ihrem Latein am Ende und lacht sich kaputt. Also wünscht er uns eine gute Reise: "No Spanish? Then you can go!". Aha, na fein, so kann man Probleme auch lösen. Sehr sympathisch.

      In Puerto Limón liegen wieder massenhaft Container rum, die mit Bananen bepackt nach Europa geschifft werden.



      Ein paar Eindrücke von der Fahrt auf der #32 Richtung Westen. Gut, dass der Verkehr heute längst nicht so schlimm ist wie auf der Hinfahrt. Wir hatten schon schlimme Befürchtungen.



      Dann folgen wir einem Wegweiser zum Tortuguero Nationalpark, erkennen aber recht schnell, dass wir falsch sind und die Straße zu einer ganz anderen Sektion des Parks geht. Also schnell umdrehen. Gut, dass wir das gemerkt haben, sonst wären wir 45 km one way in die falsche Richtung gefahren.

      In Santa Clara biegen wir rechts, also nach Norden, ab. Nach einer Weile kommen wir nach Cariari, eine der größeren Ansiedlungen kurz bevor es zum Tortuguero Nationalpark geht.



      Bananenplantagen ohne Ende begleiten uns. Wer soll die alle essen? - Na wir!



      Die letzten 15 km sind nicht asphaltiert. Knüppelhartes gravel-washboard schüttelt uns und unseren Jimny ordentlich durch. Zwei Millionen riesige Schlaglöcher sind auch dabei.



      Wir sind froh, als wir in La Pavona am Ende der Piste sind. Hier, am kleinen Fährhafen, erwarten uns zwei Jugendliche, die perfekt Englisch sprechen und uns freundlich abfertigen. Der eine kassiert den Parkplatz, der andere die Fähre. Der Parkplatz kostet 5500 Colones (ob da wohl schon ein 500 Colones-Tringeld enthalten ist?) und die Fähre 5000, also jeweils umgerechnet ungefähr 7,50 Euro.

      Wir werden gefragt, ob wir eine Tour buchen möchten, aber da wir sagen, dass wir das über unsere Pension in Tortuguero machen und auch schon angemeldet haben, kommt das nicht in Frage. Wird auch wieder einmal völlig unaufdringlich akzeptiert. Pura Vida, dann eben nicht. Kein Problem. Uns gefällt diese Mentalität.

      Wir stellen den Wagen ab, schnappen uns unser Gepäck und setzen uns noch eine Viertelstunde in die schön schattige und luftige Wartehalle. Die Temperaturen gehen eigentlich, so um die 30° C, und es ist nur mäßig schwül. Angenehmes Sommerwetter.

      Dann werden wir herangewunken und schleppen unser Gepäck zum Flussufer, wo ein tellerflaches, einbaumähnliches (aber motorisiertes) Gefährt auf uns und andere Passagiere wartet. Das Teil ist eine bessere Nussschale und sieht nur bedingt seefest aus. Aber egal. Das Gepäck wird auf einen mehr oder weniger chaotisch aussehenden Haufen geworfen, man sitzt in Zweierreihen links und rechts und zwar ziemlich genau zehn Zentimeter höher als die Wasseroberfläche. Eigentlich sitzt man fast im Wasser.

      Und dann geht es los - interessanterweise nicht planmäßig um 13:00 Uhr, sondern schon um 12:40. Entschuldigung, was ist mit den Leuten, die etwas später ... - ach, lassen wir das.

      Wir sausen durch die braunen Wassermassen, die wenig einladend zur Abkühlung aussehen. Diese kommt sowieso in Form von spritzendem Wasser, dass man so weit vorne wie wir sitzen unweigerlich abbekommt. Wie kleine Nadeln piksen die Tropfen, denn das Boot rast mit einem Affenzahn durch die sich in unzähligen Kurven windenden Wasserwege.

      Links und rechts ist Urwald, ziemlich undurchdringlich, würde ich sagen.







      Aussteigen und spazierengehen sollte man sich sowieso verkneifen - was ist eigentlich, wenn man mal muss?

      Ab und zu machen wir Bekanntschaft mit ein paar ganz speziellen Freunden: Kaimane. Sollen tendenziell harmlos sein, so ähnlich wie die Gators in Florida, aber ich würde es nicht unbedingt testen wollen.



      Die Fahrt dauer ca. eine Stunde, denn kurz vor unserem Ziel werden noch ein paar Leute an einer der sauteuren Lodges abgeladen, die sich etwas außerhalb des Ortes Tortuguero befinden.

      Tortuguero selbst ist die Endstation. Ein deutscher Reiseführer (Bernardo bzw. Bernhard) spricht uns an, preist seine Tour an und erzählt uns sonst noch ein paar Dinge, die ich vergessen habe. Wir hören uns das alles halbwegs interessiert an, lassen uns auch eine Karte in die Hand drücken, aber das war es auch schon.

      Dann ziehen wir unsere Koffer die "Hauptstraße" entlang zu unserem B&B: Casa Marbella. Das Haus sieht freundlich aus, ebenso werden wir begrüßt und bekommen ein Zimmer im Obergeschoss mit Blick auf die Laguna Tortuguero.



      Das Zimmer #7 ist einfach, wie das ganze Haus, hat auch keine richtige Klimaanlage (nur einen Standventilator), aber es ist für unsere Zwecke ok und obendrein war es spottbillig. Wifi funktioniert auch - alles gut.

      Wir halten uns nicht lange auf, sondern gehen raus an den Strand. Unterwegs kommen wir an einem schönen Grafitti mit dem Lebensmotto der Ticos vorbei.



      Der Strand ist wunderschön, die Brandung aber so hoch, dass nur ganz wenige Mutige ins Wasser gehen. Abgesehen davon, dass wegen gefährlicher Strömungen ausdrücklich abgeraten wird zu baden, haben wir auch gar keine Schwimmsachen dabei, so dass wir gar nicht erst in Versuchung geraten. Muss auch nicht sein, ist ja auch nicht zu warm und der Wind kühlt sowieso ab.





      Wenn wir schon nicht schwimmen gehen können, wollen wir wenigstens die Drohne in die Lüfte schicken. Gesagt, getan, und es kommen herrliche Aufnahmen dabei heraus. Klasse!

      Dann wird es Zeit zurückzugehen. Aber nicht zum Hotel, sondern in die andere Richtung, zum Nationalparkeingang, wo sich das Visitor Center befindet.

      Gleich im Eingangsbereich hängt dieser Knabe rum.

      Achtung: Spinnen-Bild

      Abends, kurz vor der Dämmerung, machen wir noch einen Drohnenflug über die Laguna Tortuguero, was wieder einmal niemanden zu stören scheint. Wir gehen damit sensibel um, achten auch darauf, ob sich Leute merklich unwohl fühlen, aber nichts dergleichen. Manche gucken interessiert, andere bekommen es gar nicht mit, den meisten scheint es komplett egal zu sein.

      Ich mache "normale" Kamera-Aufnahmen, die auch schön werden.





      Noch ein paar Eindrücke, kurz bevor das Licht schwindet. Eine sagenhafte, harmonische Stimmung liegt über dem Wasser. Ich genieße das.









      Fürs Abendessen haben wir "Donde Richard" auserkoren - Tripadvisor sei Dank. Der Laden ist ganz einfach - kleine Tische, insgesamt wenig Plätze - und ziemlich auf Reggae und Karibik-Feeling gemacht, und es läuft Bob Marley rauf und runter. Aber das Essen - hmmmm - superlecker. Alleine die Vorspeise: Tortillas aus Maismehl mit Essig-Möhren-Dip, Guacamole und Bohnenmus.



      Ralf hat ein Hühnchengericht mit Kokos-Sauce und Kochbananen, und mein Hauptgericht ist auch nicht von schlechten Eltern (irgendetwas mit Hühnchen, Avocado und Pico de Gallo).



      Die Bedienung, ein junger Mann, spricht uns plötzlich auf Deutsch an. Und zwar in ziemlich gutem, fast akzentfreiem Deutsch. Wie sich herausstellt, hat er acht Monate in Hamburg gelebt und ein Praktikum in einem Kindergarten absolviert. Wir freuen uns über die Unterhaltung und genießen das Essen.

      Ein toller Abschluss eines tollen Tages.

      Unterkunft: Casa Marbella
      Viele Grüße

      Dirk
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