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    • Im Second Valley

      Die Goblin Valley besteht genau genommen aus drei: First Valley, Second Valley und Third Valley. Das erste Goblin Tal ist größtenteils das Territorium unterhalb des Observation Points. Auf den offenen Flächen befindet sich vereinzelten „Kobolde“. Das Second Valley befindet sich in einem kleinen Seitencanyon. Wir haben hier einige interessante Formationen entdeckt. Die Figuren sind auch meist etwas höher. Das Third Valley haben wir wohl nicht gesehen. Das soll eine Kombination der beiden sein. Die Info -Broschüre hat eine grobe Karte. Außerdem findet man auf dem Synnatschke – Blog Unterwegs in der Heimat der Kobolde die GPS Koordinaten der „Übergänge“.

      Die Grenze zwischen dem Ersten und dem Zweiten Tal ist natürlich nicht markiert :- ) Auf einmal wanderten wir in den Seiten Canyon des Second Valle. Das heißt, ich halte die dafür. Wenn ich mir das Foto auf stateparks.utah.gov anschaue, bin ich mir es nicht ganz sicher.






      Ich bin es eigentlich gewöhnt, dass alle markanten Felsen Namen tragen. Vielleicht geht es bei der Anzahl der Figuren im Park nicht so einfach mit der Benennung. Synnatschke vergibt einige einzelnen Kobolden, aber ich glaube, sie (er/beide) haben die einfach erfunden. Dann würde ich die folgende Gruppe als die „Piraten von Goblin Valley“ nennen.








      Ist das nicht der Davy Jones vom „Dead Man's Chest“?!

    • In der Mitte gibt es ein etwas höheres Hügel, das einen 360-Grad View bietet. Die Wild Horse Butte und das Parking bei Observation Point.






      Weiter – das Third Valley.



      Dahin sind wird nicht mehr gegangen. Wir hatten gar keine Zeit mehr. In Goblin Valley habe ich bei der Planung uns eine Stunde Zeit gelassen. Wir haben hier 2,5 – 3 Stunden verbracht. Es war einfach zu funny hier, und man wollte gar nicht weg. Heute musste deswegen der Little Wild Horse Canyon dran glauben. Ich habe es eigentlich fast erwartet. In solchen Gegenden verlieren wir unseren Zeitplan aus den Augen. Ich habe eine typische Fotoreihe hierzu entdeckt. Ich versuche nicht zu viel „Familien- Schnappschüsse“ zu posten, aber ich bringe mal jetzt zwei Fotos.





      Das sind eigentlich Canyon Wände mit ordentlicher Höhe.





      Noch ein Kobold zum Abschied





      Molly’s Castle - noch ein „Wahrzeichen“ des Goblin Valley.
      Leider sind meine Fotos, vor allem von Three Judges und dem Castle, fast schon schrecklich. Wir kamen hier um 9 Uhr und das war schon viel zu spät. Ich habe auch einiges falsch gemacht. Wie üblich, dann gibt es ein Foto in Schwarz- Weiß …

    • Moonscape Overlook, UT-24

      Wenn die SR-24 bis jetzt nicht unbedingt beindruckte, wurde es nach Hanksville schön. Für die Mars Desert Research Station hatten wir keine Zeit. Die ist wohl weniger „fotogen“, und auf dem seit MDRS bitten sie, die Wissenschaftler nicht zu stören.
      Viele aber sagen, ein der schönsten Viewpoints entlang SR-24 außerhalb des Capitol Reef National Parks ist der Moonscape Overlook, der andere Name – Skyline View.

      Die Anfahrt zu Moonscape Overlook ist im Forum im entsprechenden Thread beschrieben. Ich glaube, da gibt es auch ein GPX Track zum Overlook. Die andere bekannte Info Seite wäre die capitolreef.org. Früher gab es da auch eine gute Karte capitolreef.org/trails/moon-map.pdf. Die capitolreef.org erkenne ich jetzt nicht wieder. Offensichtlich funktioniert die Seite nach irgendwelchen Umbauten nicht mehr. Für einige Links bekomme ich „Page Not Found“, und das seit Wochen. Ich habe mal den Screenshot aus der Karte hier hochgeladen.


      Theoretisch könnten wir aus der Goblin Valley SP über die Goblin Valley Road direkt zu Moonscape Overlook fahren. Die schöne Straße vorbei an den typischen Betonite Hills hätte ich mir gerne angeschaut. Die Furt über Muddy Creek zu nehmen war mir zu riskant. Ich weiß, dass die für viele kein Problem ist, ich hatte aber keine Lust drauf. Zumal in sehr knapper Zeit, mit dem ganzen Gepäck und wohl Regen am Vortag. Übrigens, worauf könnte die Warnung basieren “die Coal Mine Rd in der Nähe von Muddy Creek ist nicht einmal für 4х4 empfohlen, auf den Ufern sollte man nur vorsichtig mit ATV fahren, und den Fluss zu überqueren ist wegen den Quicksand Abschnitten besonders gefährlich“?

      Wir sind also von der Goblin Valley zurück auf UT-24, und dann über CR- 6650 und CR– 9131 gefahren.

      Vollständigkeitshalber auch meine eigene Wegbeschreibung:

      Etwa 10 Minuten nach Hanksvile kommen von beiden Seiten der UT-24 merkwürdige Hügel der Caineville Mesas in Sicht. Man biegt rechts auf die CR – 6650 vor der North Caineville Mesa. Hier ist eine große Schrotten Piste, die auf der capitolreef.org Karte die Factory Butte Staging Area heißt. Die BLM Karte nennt die martialisch Swing Army City. Am Anfang der CR- 6650 steht ein Infostand mit einer detaillierten Karte.



      Diese Karte rund um den Overlook:



      Eigentlich ist die Karte auch auf blm.gov als PDF zu finden: Freemont River Map.

      Wir sind die CR -6650 weitergefahren, vorbei an der berühmten Factory Butte, und dann auf die CR – 9131 abgebogen.
      • Die Abfahrt UT-24 auf CR- 6650 aka „Coal Mine Road“: 38°22'01.4"N 110°53'32.1"W
      • Die Abfahrt Coal Mine Road auf CR– 9131: 38°26'54.5"N 110°52'57.5"W
      Eine andere Route führte über die CR-0913 ака Skyline View Road.

      Eine Anmerkung dazu. Es scheint, dass die Straßen auf verschiedenen Ressourcen unterschiedlich heißen. Der CapitolReef.org nennt die zwei Hauptstraßen die Factory Butte Road und die Goblin Valley Road. Auf americansouthwest heißt die CR – 0091 die Factory Bench Rd. Oft trifft man auf einen andren Namen – die Coal Mine Road. So heißt die z.B. auf Google Map. Die Goblin Valley Road ist die County Road CR-1013 wird da als Wild Horse geführt. Wo anders heiß sie die Little Wild Horse Road. Sie geht in die Clay Hills Road über, und nach der Muddy Creek trifft sich mit Coal Mine Road. Ich vermute, dass verschiedene Abschnitte dieser CRs einfach unterschiedlich heißen.


      Die CR- 6650 „Coal Mine Road“ war eine gravel road von der hervorragenden Qualität. Viel besser als der Anfang der Holle In the Rock Road und kein Vergleich mit der Cathedral Valley Rd. Es gab überhaupt kein „Waschbrett“ . Aber diese CR – 9131 erkennt man kaum. Die Straße – bloß zwei Fahrrinnen. Ich habe nicht geglaubt, dass das eine richtige Straße ist, und wir sind zuerst vorbeigefahren. Die CR – 9131 war etwas sandig, aber sonst auch sehr gut. Ich hätte gesagt, die Strecke ist auch ohne SUV befahrbar.


      Die Twin Rocks auf UT-24



      Ein Aussichtpunkt auf UT-24 über die Henry Mountain, Boulder Mountain, Factory Butte... etc.



      Factory Butte



      Nach der Abfahrt zu Coal Mine Road.

      Factory Butte





      Interessant fand die ganz schwarzen Felsen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von afrland () aus folgendem Grund: Grammatik

    • Dann kamen wir am Moonscape Overlook an.

      Unter dem Moonscape Overlook liegt die Blue Valley mit den bleichen grau-blau Badlands, die einen tatsächlich an eine Luna Landschaft erinnern dürfen. Danach beginnen die farbenfrohen roten Betoniten, die von den weiß – rosa Felsen San Rafael Swell umrandet sind. Wir sind hier um die denkbar schlechte Zeit gewesen, wenn die helle Mittagssonne alle Farben ausbrannte. Die Aussichten waren trotzdem einmalig. Was soll ich noch sagen?! Wie capitolreef.org schreibt: sometimes you come across a view that just blows your mind – dem ist nichts hinzuzufügen.
























      Wir haben an dem Viewpoint etwa eine Stunde verbracht, und wollte auch gar nicht weg. Leider müssten wir bald von Luna auf die Erde zurückkehren. So zwischen 3 und 4 sind wir in unser Hotel Rodeway Inn Capitol Reef in Caineville gefahren. Abends wollten ich ja in Cathderal Valley, und am nächsten Tag in Capitol Reef NP. Torrey wäre40 Minuten auf UT-24 hinter dem Park, so habe ich für Nacht die Wahl zwischen Hanksville und Caineville gehabt. Der letzte war naher an die Cathderal Valley.

      Rodeway Inn Capitol Reef sieht genau wie auf den Fotos e.g. auf Booking aus. Er befindet sich direkt auf UT-24, und in diesem Caineville habe ich außer dem Motel überhaupt nichts gesehen. Von UT-24 zweigt sich eine Schrotten Straße ab, man sieht ein paar irgendwelche Holzbauten, sonst aber nichts. Rodeway Inn ist ein typisches zweistöckiges Motel, saubere Zimmern mit einem kleinen Kühlschrank und ziemlich spartanischen Frühstuck. Sara, die mit uns sowohl Check-In und Check-Out gemacht hat, war super freundlich. Ich wollte wissen, wie die aktuelle Straßenlage in Cathedral Valley ist, und sie hat für mich im BLM Office angerufen.
    • Tag 12, Cathedral Valley, National Park Capitol Reef

      Nach einer kurzen technischen Pause sind wir zu Cathedral Valley, den nördlichen Teil des Capitol Reef National Parks.

      Für den vollen Cathedral Valley Loop über die Caineville Rd + Hartnet Road hatten wir keine 6 Stunden. Ich mochte auch die Fuhrt über die Freemont River nicht besonders :-) Es sollte also bei dem „halben“ Loop bleiben. Natürlich wollte ich die Monolithen Temple of Moon und Temple of Sun sehen, bis zu Gypsum Sinkhole fahren, und dann wahrscheinlich zurück.




      Betonite Hills der Wood Bench



      Die befinden sich etwa in 38.375495,-111.030858, aber GPS braucht man nicht. Die unglaublichen farbigen Hügel befinden sich in 100 – 200 Metern von der Straße.


      Von UT-24 bis zum Cathedral Valley sind es 26 mi. Die Straße war schon unvergleichbar schlechter als die Coal Mine Rd heute mittags: „Waschbrett“ und Steine. Ich bin die trotzdem recht zügig gefahren, vielleicht 30-40 mi/h. Man muss da allerdings aufmerksam bleiben, da auf der Straße solche Löcher gibt.



      Solche Fotos habe ich auch in anderen Berichten gesehen.

      Ich hatte einen Grund zu Eile. Zunächst waren wir etwas zu langsam. Dann ist mir der schwarze Himmel aufgefallen. Die dunkeln Wolken sollte man auch auf dem letzten Foto sehen können. Nach anfänglichem Besorgnis, die würden uns den schönen Sonnenuntergang vermasseln, kamen später ganz andere Gedanken. Als wir das Cathedral Valley erreichten, war die Sonne in vielen Teilen des Himmels nicht mehr zu sehen. Dunkle Wolken hingen über den Felsen am Rande des Tals, und weiter sah es noch düsterer aus. Über der Factory Butte sammelt sich scheinbar ein richtiges Gewitter zusammen. Ich habe fest damit gerechnet, dass es bald wie gestern bei Delikate Arch heftig regnet. Ehrlich gesagt, ich hatte etwas Panik. Ich weiß nicht, was in Cathedral Valley beim Regen genau passiert, und wie schnell der Clay der Caineville Wash Road das Wasser aufnimmt. Vielleicht wäre uns nichts passiert. Bestimmt haben viele damit persönliche Erfahrungen. Auf die hätte ich aber gerne verzichtet. Die Sara, als ich ihr am nächsten Tag die Geschichte erzählte, rief allerdings an der Stelle aus: "Oh, you know what you are doing!"

      Die Monolithen des Cathderal Valley:

      Temple of the Sun und Temple of the Moon






      Temple of the Moon und der viel größere Temple of the Sun



      Und nochmals mit etwas mehr Sonne:




      Glass Mountain




      John Fremont war eine der ersten „Weißen“, die Capitol Reef gesehen haben. Auf seiner fünften und letzten Expedition im Winter 1853-54 ist er bis zu nördlicher Grenze des Parks vorgedrungen. Fremont war auch der erste Fotograf hier. Er verstand sehr früh die Bedeutung der Bilder und nahm auf seine letzte Expedition eine professionelle Unterstützung mit. Solomon Nunes Carvalho war ein Expert in der ersten praktischen Methode der Fotografie des 19-n Jahrhunderts - daguerreotype. Seine in 1857 veröffentliche Memoiren “Incidents of Travel and Adventure in the Far” wurden sofort zu einem Bestseller, und machten ihn „über Nacht“ berühmt. Aus den 300 aufgenommen Fotos sind die meisten nicht erhalten. Aber das erste in Cathedral Valley gemachte Foto, die Formation "Mom, Pop, and Henry" kann man auf der Seite der NPS sehen. Das Foto ist auch der Beweis, dass Fremont in Cathedral Valley gewesen ist.

      Die Cathderal Valley wurde so in 1945 von den Frank Beckwith und Charles Kelly, dem Ersten Superintendent des Capitol Reefs, bennant. Die Gegend rundherum hieß damals einfach Middle Desert, aber das „Tal“ hatte keinen eigenen Namen. Die merkwürdigen Monolithen würden kurz davor entdeckt. In 1944 war irgendwo zwischen Bryce Canyon und Price ein Militärflugzeug verunglückten. Erst ein Jahr später hat man es zufällig in der Nähe der Factory Butte entdeckt. Die Arme schickte für die Bergung Soldaten mit einigen Jeeps. Worthen Jackson aus Freemont begleitet der Expedition als lokaler Guide. Zusammen mit Dr. A.L. Inglesby aus Fruitia kehrte er später in die Gegend zurück, und sie haben aus der Distanz die merkwürdige Felsen gesichtet. Frank Beckwith und Charles Kelly kamen im September 1945 hierher, um die Objekte aus der Nähe zu erkunden. Die pinke Wände der Upper Valley mit seinen zahlreichen „Säulen“ und „Spitzen“ erinnerten sie an tausende Griechische Tempeln. Frank Beckwith meinte, das kleine Felsen würde wie Canterburry und das größere wie Notre Dame aussehen. Also beschlossen sie, den Ort Cathedral Valley zu nennen.

      Wie es später zu „Sun“ und „Moon“ kam, weiß ich nicht. Interessant, dass die Temples of the Sun und The Moon die zwei sehr wichtige Pyramiden in Teotihuacan (in Trujillo), Peru sind. Ich weiß nicht, ob ein direkter Zusammenhang besteht.

      Das sind diese Wolken. Zu Gypsum Sinkhole sind wir nicht mehr gefahren und haben im Valley leider nicht viel sehen können.

    • Etwa um 7 Uhr waren wir zurück auf die UT-24. An der Kreuzung mit der Caineville Rd. waren wir um 16:15. Der Sonnenuntergang war um 8:14. Allerdings war bereits bei der Factory Butte schon ziemlich dunkel. Die Sonne ging schon runter.


      North Caineville Mesa




      Luna Mesa und Factory Butte




      Factory Butte








      Unser Abendessen hatten wir in Hanksville. Im Hotel gab es kein Restaurant, und sonst war ja in Caineville nichts zu sehen. Der Slickrock Grill war der erste Laden auf der Straße, es sah gemütlich aus, und das Essen war durchaus gut.



      Lokales Beer "Polygamy Porter" aus Park City, UT. Ist es ein Seitenhieb auf die Mormonen?!

    • Neu

      Tag 13, Capitol Reef National Park




      Der Frühstuck im Hotel ist erst ab 7 Uhr, aber unsere „Vorräte“ sind aufgebraucht. Also haben wir gepackt, die Sachen ins Auto gebracht, und bis 7 gewartet. Zum Frühstück gab es aber nur zwei Sorten einfacher Müsli, Milch, Toastbrot und abgepacktes Marmelade. Wohl das, was die Sara alleine so morgens stemmen kann. Unsere Route heute beginnt in Caineville. Dann fahren wir den Scenic Drive в Capitol Reef National Park (Frutia District).Danach biegen wir von UT-24 auf UT-12 ab, bekanntlich eine der schönsten Straßen im Süd-Westen. Nachmittags fahren wir den asphaltierten Teil vom Burr Trail und übernachten in Escalante.

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