Von Boston nach Seattle über Chicago, Las Vegas und 12 US Staaten

    • White House Overlook, 5.6 mi

      Wie gesagt, wir sind zuerst zum Hotel gefahren und zum White House danach zurückgekehrt. Das hat mir wenig gefallen wegen den Meldungen, dass am Canyon de Chelly die Scheiben eingeschlagen und aus Autos geklaut wurde. Ähnliche Fälle werden sehr häufig aus San Francisco gemeldet. Ich weiß nicht, ob es sich bei de Chelly lediglich um ein vorübergehendes Problem handelte. Ich glaube, es gibt aber auch Warnschilder mit der Bitte, keine Wertsachen im Auto zu lassen.

      Canyon de Chelly ist NM ist eine bedeutende archäologische Quelle für Ancestral Puebloans. Der Begriff Anasazi ist politisch inkorrekt. Ich hatte mal gelesen, die 5-6 Canyons hier erstrecken sich auf die Fläche von 130 Meilen und zählen über 800 bedeutenden archäologischen Stätten. Man vergleicht es mit Nildelta im Ägypten. Von mehreren Outlooks des South Rim Drives kann man diese Ruinen ihr alter Häuser sehen. Von dem North Rim Drive im Canyon del Muerto natürlich auch.

      White House vom oben vom Overlook:





      Man beachte die schwarzen Nachbildungen an der Canyon Wand.

      Dann folgten wir dem White House Trail nach unten.





      Der Trail – eine Reihe switchbacks. Am Anfang ist der ein breiter Pfad. Danach verläuft der enge Weg dicht am Felsen. Zum White House muss man auch ein Stück am Canyon Boden gehen.




      Der Mann auf dem Foto wohnt unten, und läuft jeden Morgen hoch und runter. Während wir vielleicht ein Drittel unseres Abstieges absolvierten, ist er munter hochgelaufen, hat einige Übungen gemacht (wie haben dann mit ihm kurz gesprochen), und hat uns danach auf dem Weg nach unten überholt.







      Es gibt eine geologische Beschreibung, welche Switchbacks welche Formation darstellen (Chinle, De Chelly Sandstone etc.).





      Der zweite Tunnel kurz bevor man ganz nach unten kommt.



      Jetzt ist muss man nur noch kurz bis zum White House hinlaufen.







      Das ist das White House. Also, die Ruine zwei Bauten.



      Das Weiße Haus hat seinen Namen von dem weißen Putz, mit dem die lange Rückwand in der oberen Wohnung beschichtet wurde. Navajo nannten das Haus deswegen „Kinii' ni gai“. Die Ruinen werden natürlich von einem Zaun geschützt. Die Rückwand kann man gerade noch in der Mitte sehen. Die Dimensionen des Gebäudes sind nicht mehr klar. Das Weiße Haus ist eigentlich ein ganzes kleines Dorf. Das untere Haus hatte 4 -5 Etagen und zwischen 45 - 60 (oder sogar 80) Zimmern. Das Haus In der Nische oben hatte um 20 Zimmern, und wurde über die Treppen erreicht, die auf dem Dach des unteren Hauses standen. Im „Haus“ wohnten um 100 Leute.

      Was mir weniger gefallen hat, waren die zahlreicher Navajo – Souvenirverkäufer unten. Auch einige Autos da, z.B. die, die den Touristen bei den bezahlten Touren hierher kutschieren.

      Wir haben das Haus angeschaut und uns zügig auf den Rückweg gemacht. Ich habe erst später gelesen, in der Nähe des White House runter den Flusses gibt es auch interessante Felsen mit „strong patterns“.
    • Junction Overlook, 3.5 mi

      Die Kreuzung von Canyon del Muerto und Canyon De Chelly. In der Mitter der Felsen, Dog Rock. Wie ein Hund sieht es allerdings mehr von der anderen Seite. Vom South Rim aus kann man das nur erahnen.

      Hier gibt es euch zwei Pueblo Ruine: die First Ruins links und Junction Ruins rechts. Die ersten sieht man in einem Alkoven noch links vom Dog Rock. Die Junction Ruins befinden sich im Schatten ganz am Fotorande.






      Tsegi Overlook, 2.2 mi

      TSEGI (ausgesprochen etwa wie tuh SAY gee) kommt vom Navajo Word tseyi', was etwas wie „deep in the rock“ oder „inside the rock“ bedeutet (aus tse - "rock" und -yi "inside"). Der Overlook wird auch oft als „Tseyi Overlook“ bezeichnet. Die Spanier haben den Navajo Namen etwa als "day SHAY-yee" vernommen. Auf den ersten Karten in 1778 war die Gegend als „Sierra de Chegui“ gezeichnet. Auf English hat man danach angefangen es etwa als "d'shay" auszusprechen, also als „de Chelly“. De Chelly ist, im Gründe genommen, die Transkription vom „Tsegi“ in Englisch.

      Wenn ich schon bei Namen bin …

      Del Muerto“ bedeutet auf Spanisch „of the Dead“. Der Canyon wurde in 1882 von der Smithsonian Institution Expedition unter der Leitung von James Stevenson untersucht. Dabei entdeckte man die Ruinen prähistorischen Indian Bestattungen (e.g. Mummy Cave). Danach wurde der als Canon del Trigo oder Wheat Canyon bekannte Canyon in Del Muerto umbenannt. Eine andere Version aus einem renommierten Buch Traveling Indian Arizona besagt, der Name kommt zurück auf Geschehnisse im Januar 1805, als beim spanischen Vergeltungskrieg unter der Führung von Lieutenant Antonio Narbona mehr als 120 (vorwiegend) Frauen und Kinder der Navajo im Massacre Cave getötet wurden. Der Name wäre allerdings auch ein passend wegen den Toten am Fortress Rock, die an das Konto von Truppen von Kit Carson in 1864 während der Navajo Kriege geht. Die Schlacht im Canyon de Chelly war die letzte große Episode des Kriegs.

      Chinle ist ein anderes Navajo Wort ch'inli' (“chin LEE”), und bedeutet “fließt nach draußen” aus chi "draußen" und nili "fließt".


      Von Rio de Chelly sah man unten überhaupt keine Spuren mehr. Tsegi Overlook wird auch für Sonnenaufgang empfohlen.




      Navajos haben hier selbstgemachte Kostbarkeiten verkauft. Der Mann, den wir am White House Trail trafen, war auch ein Juwelier. Die Werke waren echt schön und hochwertig, aber auch entsprechend sehr teuer.







      Tunnel Overlook, 1.8 mi

      Der letzte View Point. Also, der erste von Chinle aus.




      Danach haben wir beim Visitor Center vorbeigeschaut.




      Ich hatte mal Meinungen gelesen, dass man für die Aussichtpunkte am South Drive etwa 2 Stunden braucht. So auch die NPS Seite. Mit dem White House Trail rechnete ich mit 3 Stunden Zeitaufwand. Alles viel zu optimistisch, eigentlich sehr naive. Für dem White House Trail haben wir 1,5-2 Stunden hin und zurück gebraucht. Auch ohne White House hätten mir die 2 Stunden für South Drive nicht gereicht. Heute haben wir etwa 4-5 Stunden an den Outlooks im Canyon de Chelly verbracht. Wie erwartet, die Zeit hat für Canyon del Muerto nicht gereicht.
    • afrland schrieb:

      n den Felsen sehe ich immer irgendwelche Gesichter.
      Ich sehe immer nur Felsen :schaem:
      Aber interessante, schöne Felsen :gg:

      afrland schrieb:

      Ähnliche Fälle werden sehr häufig aus San Francisco gemeldet.
      Und vom Bryce Canyon und Grand Canyon usw..... :ohje:

      Am ehesten glaube ich noch die Meldungen aus den Städten. ;,cOOlMan;:

      Danke, obwohl ich das alles bereits gesehen habe, war ir einiges nicht bekannt :!!
      Alf

      Leave nothing but footprints
      take nothing but Pictures
      kill nothing but time
    • Ina schrieb:

      Schöner Canyon de Chelly Trip, uns hat es dort auch sehr gut gefallen ;;NiCKi;:

      Ja! Es war schön da. Ich wünsche, wir hätten Zeit für Canyon Del Muerto oder eine Navajo – Führung. Aber daran bin ich natürlich selber schuld.


      alf99 schrieb:

      Am ehesten glaube ich noch die Meldungen aus den Städten. ;,cOOlMan;:

      Nun ja, “es wird berichtet” ist vielleicht nicht ganz akkurat. Das ist leider auch meine eigene Erfahrung (San Francsico, 2015).



      Ich ließ den Wagen neben Fisherman's auch noch abends für ein paar Stunden stehen. Wir sind relative billig davongekommen. Aber bei Bekannten wurde in 2016 in San Francisco ihr gesamten Gepäck geklaut. Ich habe gerade in Raum San Francsico viele Freunde. Ich erinnere mich an die Bemerkung zum Thema, „morgens auf einigen Parkplätzen, da, wo Autos parkten, liegen ganze Reihen von Glasscherben". Touristen sollten schon einige Sehenswürdigkeiten meiden. Böse Zungen behaupten, die Gesetzänderung California Proposition 47 ist an ganzem nicht unschuldig. Danach sind die Einbrüche lediglich „geringfügige Vergehen“. Noch ein Artikel zum Thema: Why Can't San Francisco Stop Its Epidemic of Window Smashing?


      Ich hoffe sehr, Bryce und Grand Canyon sind noch relative sicher. Aber gerade am Canyon de Chelly haben Bekannten mal Autos mit eigeschlagenen Scheiben gesehen. Bei erhöhter Diebstahl - Wahrscheinlichkeit nutze ich nach San-Francisco einige simple technischen Gegen - Mitteln.



      Das hatte ich auch mit, aber nicht für notwendig gehalten. Für Härtefälle gibt es noch Pacsafe Travelsafe. Aber das Ding ist nicht wirklich klein, und ich bin immer doch zu faul den einzusetzen. (Nein, ich bin nicht wirklich paranoid :-)
    • afrland schrieb:

      Das ist leider auch meine eigene Erfahrung (San Francsico, 2015).
      So eine Sch.... :ohje:

      afrland schrieb:

      Bei erhöhter Diebstahl - Wahrscheinlichkeit nutze ich nach San-Francisco einige simple technischen Gegen - Mitteln.
      Wahrscheinlich bin ich zu naiv, aber an den Orten, wo ich mich herum treibe, habe ich sehr wenig Bedenken.
      Ganz ehrlich gesagt (und das haben andere hier auch schon erlebt) habe ich auch schon mal ein Fenster offen gelassen. Oder den Kofferraum. Und ich will es nicht verschreien, aber bei den 22 Reisen in die Usa, aber auch in EU, ist mir noch nie etwas passiert. Die Kleidung wäre mir ja egal. Nur das technische Equipment wäre fatal. Und die Menge an Ärger!

      Unser technisches Hilfswerk ist eine billige Walmart Decke. Die werfe ich über die Rückbank oder Kofferraum.
      Alf

      Leave nothing but footprints
      take nothing but Pictures
      kill nothing but time
    • alf99 schrieb:

      Wahrscheinlich bin ich zu naiv, aber an den Orten, wo ich mich herum treibe, habe ich sehr wenig Bedenken.
      Nun, ich hatte bis dahin auch wenig Bedenken, und meine „technische Mittel“ nicht benutzt. Glücklicher weise sind solche Vorfälle zwar nicht wirklich Einzelfälle mehr, aber noch kein keine Regel. Ich lasse mich dadurch auch nicht verrückt machen, aber wenn ich den Wagen irgendwo in „unsicheren“ Gegenden abstellen muss, sichere ich das Gepäck ab. Auf jeden Fall würde ich abraten in San Francisco abends/nachts auf der Straße zu parken.

      Statt einer Decke nutzte ich eine Art „Alufolie“, entweder große dünne Camping – Unterlage oder eine dieser Rettungsfolien. Die kostete um 5EUR und hatte sehr geringes Pack Maß. Ich habe die von Deutschlang mitgenommen und damit hinten das Gepäck verdeckt. Die Scheiben waren auch getönt, bei den Bekannten ebenfalls. Das hilft in dem Fall nicht. :(
    • Tag – 8 Valley of Gods und Moab

      Von Chinle nach Moab sind wir über die SR-191 gefahren. Bis zum Ziel sind es 198 mi oder 3,5 Stunden im Auto. Ich denke, ohne die Aussichtpunkte am Canyon del Muerto könnten wir fast genauso schnell aber schöner über die North Drive - SR-64, Tsaile und Lukachukai fahren.



      Ein paar interessanten Felsen auf dem 191.

      Round Rock Mesa



      Weiß jemand, wie der Rock heißt?

    • Valley of Gods

      An der Kreuzung von 191 und 163 biegen wir nach links zu Valley of Gods. Wir sind in der Gegend schon gewesen, ich dachte mir aber früher, die Götter wären weniger interessant als die Monumente. Mit der Vermutung lag ich völlig falsch. Die Valley of Gods fand ich klasse. Die Felsen sind sehr eindrucksvoll, und im Unterschied zu dem sehr bekannten und populären Navajo Park waren nur vereinzelten Autos hier.

      Die Valley of Gods liegt zwischen US 163, der Cedar Mesa und US 261. Das Territorium ist größtenteils das öffentliche Land, etwa 10% gehört Uta, und einige wenige hundert Acres sind in privaten Händen. Das erklärt vermutlich, warum Valley of Gods bloß ein BLM (Bureau of Land Management) – Land und kein State Park ist. Ich habe mich immer darüber gewundert. BLM erstellt ihre „Resource Management Plans“ auf Basis von verschiedenen Klassifizierungen. In den alten BLM Dokumenten aus 1987, die stellen ja alle ihre RPMs online, fand man die Valley of Gods noch nicht als „würdig“ genug. Seit 2008 ist die immerhin eine ACEC – Areas of Critical Environmental Concern.


      Der Edward Abbey schreibt in der Novell The Monkey Wrench Gang, der Name Valley of Gods ist eine Erfindung von der Chamber of Commerce der San Juan County. Seine Geschichte, die Fantasie mit der Sprengung von Glen Canyon Dam am Anfang, kann ich irgendwie teilen.


      Die Felsen des Tals der Götter tragen coole Namen: Seven Sailors Butte, Setting Hen Butte, Franklin Butte, Rooster Butte, Battleship Rock, Castle Rock, Lady in a Tub, Balanced Rock, The Hand of Puttima, Tommyknocker und Tom-Tom Tower, Eagle Plume Tower. Meine Favoriten sind die „de Gaulle and His Troops“ und „Rudolph and Santa Claus“, was wohl auch „Putterman in the Bathtub“ + “Putterman on the Throne” heist. Auf Valley of Gods der Karte auf bluffutah.org und natürlich auf americansouthwest.net sind einige eingezeichnet. Ich fand auch einige Namen und Bilder in dem Buch "Rock Climbing Desert Rock IV: The Colorado Plateau Backcountry: Utah" (by Eric Bjornstad). Ich habe versucht, ein paar der Felsen mit einer passenden Überschrift versehen, dann wurde mir aber zu bunt.


      Die 17- Meilen der graded gravel Road durch die Valley, die die 163 und 261 Highway verbindet, waren im sehr guten Zustand. Sogar viel besser, als ich die Scenic Drive im Monument Valley in Erinnerung hatte. Wir trafen hier sogar auf ein alten VW Bus, den legendären Hippie - T1. Mit seinem Low Clearance sah der hier schon sehr merkwürdig aus.

      Das Panorama an der 163 bei der Einfahrt in den „Tal“.





      Rooster Rock






      Setting Hen Butte


















      Castle Rock



      Die Monument Valley in der Ferne …



      Die Valley of Gods Road sind wir nicht ganz zu Ende abfahren. Meine ehrgeizigen Pläne, bei der Gelegenheit auch über die Moki Dugway zu fahren, konnte ich auch nicht verwirklichen.
    • afrland schrieb:

      Die Valley of Gods Road sind wir nicht ganz zu Ende abfahren. Meine ehrgeizigen Pläne, bei der Gelegenheit auch über die Moki Dugway zu fahren, konnte ich auch nicht verwirklichen.
      das ist schade, der Moki Dugway ist echt sehr schön.

      Aber ihr hattet ja schon genug tolle Landschaft, ich liebe diese Ecke ;dherz; ;dherz; ;dherz; ;dherz;
      liebe Grüße

      Ina

    • afrland schrieb:

      Meine ehrgeizigen Pläne, bei der Gelegenheit auch über die Moki Dugway zu fahren, konnte ich auch nicht verwirklichen
      Schon wieder sooo lange her :traen:

      Warum konntest du das nicht verwirklichen? :nw:
      Alf

      Leave nothing but footprints
      take nothing but Pictures
      kill nothing but time
    • Ina schrieb:

      das ist schade, der Moki Dugway ist echt sehr schön.

      Ich sparte mir ihn für ein anderes Mal auf. Denn ...

      alf99 schrieb:

      Warum konntest du das nicht verwirklichen? :nw:

      Ich hatte keine Zeit für. :nw:
      Bis nach Moab waren noch 2 Stunden ohne Stopps zu fahren. Der ehrgeizige Plan war bei der Gelegenheit noch zu Mule Point zu kommen. Aber auch ohne den Overlook, hätte die Fahrt + Fotos Zeit gekostet. Wir kämen so bestimmt wieder ziemlich spät in Moab an.
    • Am Bluff Fort sind wir vorbeigefahren, stoppten aber kurz beim bekannten Twin Rocks Cafe bzw. Twin Rocks Trading Post. Die hatte aber nichts für den schnellen Hunger, und wir sind weitergefahren.



      Die Church Rock auf der Kreuzung US-191 und SR-211, ungefähr 7 Meilen nördlich von Monticello.




      Die offizielle Version (Wikipedia) lautet, der Name kommt auf die von Marie Ogdens und ihre Home of the Truth zurück. Mit einer kleinen Gruppe von Anhängern zog Ogdens Gruppe 1933 auf ein Stück unfruchtbares Land in Dry Valley nicht weit der Route 211, und gründete eine seltsame „utopische Gemeinschaft“. Diese Geschichte des Namensursprungs wird oft zitiert, auch in mehreren Büchern, aber wohl historisch nicht bewiesen. Die Wikipedia behauptet, dass „Nicht weit von ihrer Farm entfernt, begann die Gruppe mit dem großen Plan, um das gesamte Zentrum des Felsens (von Hand) auszuhöhlen, um eine Kirche zu bauen.“. Der Rock hat tatsächlich da eine kleine Höhle. Aber der Church Rock steht auf dem Privaten Land, und die Nachfahren vom damaligen Landbesitzer Claud Young behaupten, er hat die in 1940er Jahren mit Dynamit gesprengt, so dass er da Futter und Salzlecken für sein Vieh speichern konnte.

      Und nachdem ich alles recherchierte und fast zusammenschrieb, ich verlasse mich niemals auf Wikipedia, fand ich zum Schluss die Geschichte ausführlich vom hatchcanyon erzählt. Auch dass ganz in der Nähe hier war 1961 ein B-52 abgestürzt, den Gerüchten nach mit Nuklearen Waffen am Bord.


      Jetzt sind wir schon nah an Moab. Man sieht schon die Piken der La Sal Mountains.




    • Willson Arch

      An der Hole N" The Rock fahren wir vorbei; Die war schon zu. Unser nächste Halt - die Wilson Arch. Die trägt den Namen von Joe Willson, oder den Little Joe Willson.




      In August 1880 Joe Willson und sein Bruder Ervin passten auf die Rinder irgendwo bei LaSal Mountains auf, etwa 20 mi südlich in vom Moab. Eines Tages, während Ervin gerade abwesend war, wurden ihr Lager von Indianer überfallen. Joe wurde angeschossen. Die schwere, maulkorbförmige Kugel hob fast "den halben Fuß" ab. Joe konnte nicht mehr laufen zu verlor viel Blut. Er versuchte sich zu verstecken und tot zu stellen. In der Annahme, dass der Junge Opossum spielte, schoss ihm ein Indianer aus nächster Nähe ins Gesicht. Die Kugel fuhr durch seine Nase, er nahm sein Jochbein und ein Auge heraus. Er hätte in den nächsten Stunden sterben sollen, überlebte und wurde nach Moab gebracht. Unglaublich, der Junge erholte sich in der Zeit ohne die Krankenhäuser, Antibiotika oder plastischen Chirurgen. Aber er humpelte schlecht für den Rest seines Lebens und sein Gesicht war entstellt. Er lebte von da an einsam fern von anderen Leuten auf seinem Rancho unweit der Arch.


      Die Geschichte ist hier nachzulesen. Die dramatischen Details kommen teilweise aus dem Buch Cowpokes to Bike Spokes: The Story of Moab, Utah. Die Story da scheint ein wenig „frei erfunden“ zu sein.


      In Moab

      In Moab war es schon fast dunkel. Deswegen sind wir lediglich zum Einkaufen in den City Market gefahren.




      An der Theke haben wir uns unser Abendessen geholt. Mir gefehlt es in City Market sehr. Die verschiedenen Salate schmecken da sehr gut. Sie haben den besten Coleslaw, die ich je in USA in einem Supermarkt hatte. Leider war der abends meistens bereits ausverkauft. Auch die Beilagen, die Kartoffelecken oder McCheese sind in Ordnung.





      In Moab hatten wir wieder mal ein Apartment, Purple Sage, 338 East 100 S. Eine schöne und komfortable Wohnung für $283 für zwei Nächte. Ich hatte die Position als POI in Navi, aber gefunden haben wir die nicht sofort. Das Schild sah man schlecht von der Straße, und es war bereits schon dunkel. Wenn man Apartments im Moab mietet, muss man wissen, dass es in der Regel keine „Rezeptzion“ gibt. Die Türen haben „Zahlenschlösser“. Man bekommt die Kombination nach/bei der Reservierung per E-Mail mitgeteilt.

    • Neu

      Tag - 11, Arches National Park, Moab

      An der Einfahrt in den Park sind wir so ungefähr um 8 Uhr gewesen. Ich hatte heute einen ziemlich einfachen Plan für den Tag.
      • Morgens gehen wir noch einmal in den Devils Garden. Da gefällt es mir am meisten.
      • Irgendwann zu Mittag wollte ich ein Stück auf dem U-128 - Upper Colorado River Scenic Byway entlang fahren.
      • Abends gehen wir zu Delicate Arch.



      Leider war die geführte Fiery Furnace – Tour für den Morgen bereits seit einigen Monaten ausgebucht. Das heißt, bereits vor ein paar Monaten vor der Abreise gab es keine vier Plätzte mehr für die morgendliche Führung an dem Tag. Für die 16 - Uhr Tour müssten wir die Tickets am Vortag im Visitor Center abholen. Das hätte auch bestimmt nicht funktioniert.


      Moab Fault und der Visitor Center



      Ich denke, der Visitor Center in Arches NP ist einen der weniger, den wir nie von ihnen gesehen. Für den Visitor Center in Arches hatten wir nie Zeit.

      Noch auf den ersten Minuten auf dem Scenic Drive überkam mich der Gedanke, die Arches sind für mich der eindrucksvollste unter den Parks des Südwestens. Diese unglaublichen roten Felsen … Die Felsen, die ich auf dem Weg von Chinle nach Moab auf dem 191 fotografierte, würden hier schon niemanden mehr interessieren. So stark sind die Hauptakteure hier.


      Park Avenue , Der erste Teil.

      Kurze Stopp bei Park Avenue am Courthouse Towers Viewpoint.

      Three Gossips



      Courthouse Towers Viewpoint



      Tower of Babel



      Sheep Rock
      Den Schafen erkenne ich zwar, finde aber, das Gesamtbild sieht eher nach einem Monkey aus.





      Panorama Point

      Der Panorama Point mit der Aussicht auf die Fiery Furnace.




      Vor den Fiery Furnace beginnt eine Area, die man Salt Valley nennt.

      Unter dem Talboden liegt eine dicke Salzschicht. Gebildet durch die Verdunstung der prähistorischen Ozeane, wurde das Salz Tausende von Fuß tief. In den nächsten 290 Millionen Jahren wurde dieses Salz von Sand, Schlamm und anderen Partikeln begraben. Unter dem Druck stieg dieses Salz, das weniger dicht war, nach oben und formte eine Kuppel. Es löste teilweise auf, und brach dann zusammen. So entstand die Salt Valley. Die Salzschicht wurde wieder vom Wind und Wasser hergebrachten Sedimente begruben. Das Gewicht des darüber liegenden Materials zwang das Salz wie ein Gletscher entlang seines Steinbeckens zu fließen. Da, wo das Salz auf eine Bruchlinie stieß, wölbte es sich nach oben und bildete einen Salzstock. Der über dem Salzt liegende Stein brach dadurch. Durch die entstandenen Risse dring Wasser in das Salz ein, und löste die oberen Schichten auf. Ohne die Unterstützung kollabierte das überlagernde Gestein und schuf so das Salt Valley.





      Wie man weißt, spielte das Salz eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Arches. Ich versuche aber, diese meine Off-Topics etwas zu begrenzen. Die Geologie des Moab Regions kann man z.B. bei NPS nachlesen. Ich fand diese Sache mit dem Paradox Basin im The Geologic History of Moab Artikel sehr einfach und anschaulich erklärt.

      Skyline Arch

      Ein kurzer Stopp bei der Skyline Arch. Die sieht man ja fast von der Straße. Die klassische Sicht soll zwar von der anderen Seite sein, aber jetzt morgens wäre die wegen der Sonne ungünstig.




    • Neu

      Landscape Arch und Devils Garden

      Der Hike zur Landscape Arch und weiter in den Devils Garden. Die Beschreibung auf Devils Garden Trail Guide

      Meine Hoffnung war, heute können wir den gesamten Pfad inclusive der Primitive Loop (oder Fin Canyon Trail) Strecke laufen. Das wären dann 7.2 mi. Am Devil‘s Garden Trailhead war morgens um 9 Uhr noch reichlich Parkplätze. Der erste Stück bis zum Landscape Arch.












      Landscape Arch

      Etwa in 20 Minuten – halber Stunde sind wir bei der Landscape Arch angekommen. Die gilt als die längste Arch der Welt. Nachdem in September 1991 mehrere große Steinblöcke runterfielen, darf man sie nur aus einiger Entfernung bewundern. Die Landscape Arch steht hinter einem Zaun. Vielleicht kam der aber erst nach 1995, nachdem am 5 und 31 Juni 1995 noch weitere drei Steinblöcke abgefallen sind. Der Vorfall in 1991 soll zufällig von einem Schweizer auf Video aufgenommen worden. Man sagt, den Film hat NPS und den gibt es auch auf Youtube. Ich konnte lediglich den auf Youtube in relative schlechter Qualität finden.






      Den Namen „Landscape Arch“ soll Frank Beckwith, der Leiter der Arches National Monument Scientific Expedition, vergeben haben. Die Expedition wurde in 19933-34 Jahren durchgeführt, nachdem in 1929 der Arches National Monument von Präsidenten Herbert Hoover gegründet wurde. Der National Park war ja erst in 1971 errichtet. Hartnäckig halten sich Gerüchte, die Namen der Landscape und Delicate Arch wurden von den Kartographen verwechselt. Diese werden aber von NPS und den Historikern stets zurückgewiesen. Bei den Recherchen stieß ich auf eine interessante Story: der Name Devil‘s Garden soll aber tatsächlich falsch sein. D.h., so hätte die Gegend von heutigen Klondike Bluffs heißen sollen. Der Namen „Devil‘s Garden“ ist eine Erfindung vom Alexander Ringhoffer. Er war ein lokaler Bergarbeiter und Prospektor, und hat in den 20-en Jahren auch maßgeblich zu der Entscheidung beigetragen, Arches zum National Monument zu erklären. Alexander war ein lokaler Und Alexander Ringhoffer soll damit eigentlich die Klondike Bluffs gemeint haben. Sie haben ihn in 1922 so begeistert, dass er nicht locker ließ, bis die Offiziellen der D&RGW Railways einverstanden waren, die merkwürdigen Felsen in Moab Valley zu besichtigen. Das war damals der erste Schritt zum National Park. Ringhoffer wird auch als einer der Parkgründer aufgelistet.
    • Neu

      … Noch eine Meile bis zum Devils Garden …



      Der Anfang von Hike zu der Double „O“ Arch. Ab jetzt ist es laut der NPS Broschüre ein Difficult Trail. D.h. der Anfang war unten. Auf dem nächsten Foto haben wir den ziemlich beeindruckenden Anstiegst hinter uns. Letztes Jahr waren auch meine Kinder beim Anblick dieses Felsbolzens begeistert. Wir wollten schon nach der Landscape Arch die geplante Fortsetzung zu Double „O“ aus diversen Gründen abbrechen (e.g. Erfahrungen in Valley of Fire bei +41), konnten aber nicht widerstehen, und sind weiter gegangen.








      Navajo Arch



      Gleich danach zweigt sich von Hauptpfad der kurze Trail zu den Navajo und Partition Archen. 0.3 Meilen bis zu ersten, und noch 0.2 bis zu zweiten.









      Die Navajo Arch sieht eher wie ein Hölleneingang aus.






      Ein paar Fotos, wenn man weiter in diese „Hölle“ reingeht.





    Das Nordamerikaforum mit Herz und Verstand
    Mbo Forum Discover America 2005-2018