Von Boston nach Seattle über Chicago, Las Vegas und 12 US Staaten

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    • Partition Arch

      Die Arch ist ein „Fenster“ mit schönen Aussichten auf die Salt Valley Wall und die Mesas der Moab Valley, mit Blick auf die La Sal Mountains auf dem Horizont. Es gibt zwei solche Fenster. Die Partition Arch ist das größte von beiden. Unten sieht man den Trail zur Landscape Arch.







      Weiß jemand, was ist das für Felsen auf dem Bild? Es sieht wie eine Arch aus.



      Dann sind wir zum „Hauptpfad“ zurückgekehrt und weiter zu Double O Arch gelaufen.
    • Der „Rückgrat“ vorbei an den Fins im Devil‘s Garden. Der Pfad geht über eine „Brücke“ aus Steinblöcken ein – zwei Meter breit.



      Die Aussichten auf den Fins Canyon.



      Black Arch auf dem Primitive Loop aus der Ferne.



      Weiter auf der „Brücke“ zur Double „O“ Arch.



      Double O Arch

      Das ist sie nun. Die klassische Sicht ist auf der anderen Seite hinter der Arch. Obwohl man von hier den doppelten „O“ nicht sieht, gefällt es mir aber hier besser. Diese Bühne bietet meiner Fantasie ein Bild wie aus dem (Stein)Märchen an. Ich sehe hier einen versteinerten Wolf, sein aufgerissenes Maul ist in der Mitte, links steht eindeutig eine Troll Gestalt.



      Das ist die „richtige“ Seite



      Im Schatten vor der Double „O“ Arch haben wir eine Pause gemacht.



      Da musste ich leider feststellen, dass wir schon wieder viel zu viel Zeit vertrödelten. Der Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich entweder die Fahrt über UT-128 aufgeben muss, oder wir haben keine Zeit für die Primitive Loop. Das jetzt zum zweiten Mal :-( Ich bin eher „Fotogetrieben“, aber in den Arches verliere ich fast das Zeitgefühl. Es ist einfach zu cool hier. Mein Sohn lässt keine Gelegenheit aus zu bouldern und ich kann ihn in Orten wie Devli’s Garden nur mit Mühe zurückhalten. Ich habe ja meinen Spaß auch. Also verlieren wir uns hier. Ich beschloss denselben, etwas kürzeren Weg zurückgehen. Dass die Entscheidung richtig war, bin ich jetzt gar nicht so überzeugt. Vermutlich hätten wir besser die eine Sache zu Ende bringen sollen, und den ganzen Loop einmal gelaufen. Die Zeitdifferenz wäre ja nicht so groß. Ich hatte aber etwas Angst, dass wir im Devil’s Garden erst recht viel Zeit verplempern.
    • Dark Angel

      Wir sind allerdings noch zum Dark Angel gegangen.

      Die Double „O“ Arch vom Dark Angel Trail.





      Über den Namen „Dark Angel“ habe ich mich immer gewundert. Aus der Ferne sieht der „Pinnacle“ zwar merkwürdig aus, aber wo ist hier bitte schön „der Angel“?! Es kommt auf den richtigen Blinkwinkel drauf an.

      Das ist der, der Dark Angel





      Dann haben wir leider doch Kehrt gemacht :-( Nur ein paar Fotos des bizarren Felsformation am Rande des Devil‘s Gardens.






      Zum Parkplatz sind wir so um 3 Uhr zurückgekommen. Das macht 6 Stunden zum Dark Angel und zurück! Wo wir so viel Zeit verschwendeten, verstehe ich nicht. Letztes Jahr brauchten wir bis zur Doube „O“ Arch nur 3 Stunden.

      Wie gesagt, wie hätten wohl besser über Primitive Loop zurückkommen sollen, aber ich wollte ja auf die UT-128 – Colorado River Scenic Byway und abends noch zu Delicate Arch. Ich hielt an meinen Plänen fest.
    • afrland schrieb:

      ch hatte heute einen ziemlich einfachen Plan für den Tag.
      Das sind eigentlich die besten Pläne :!!

      afrland schrieb:

      Ich hielt an meinen Plänen fest.
      Wie kann man so stur sein :ohje: ;)

      Im Arches kann man ausgezeichnet viel Zeit vertrödeln. Wobei ich diese Zeit nie als "vertrödelt" bezeichnen würde.

      Tolle Bilder (as usual) :clab:
      Alf

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    • Genial, danke für den YouTube Link!
      2008: USA: Los Angeles - Las Vegas - Chicago
      2013: USA: Südwestrundreise - 2014: Jordanien
      2015: USA : Las Vegas - Yellowstone - Moab - Lake Powell Hausboot - Antelope - Las Vegas
      2015/2016: USA Dezember - Januar; San Francisco Umgebung
      2016: Chicago - Badlands - Black Hills - Moab - Torrey - Escalante - Bryce - Zion - Las Vegas
      2017: Seattle - Oregon - Lake Powell Hausboot - Torrey - Las Vegas
      2018: Seattle - Yellowstone - Las Vegas
    • Salt Valley Viewpoint

      Der Begriff Salt Valley ist ja bereits geklärt. Ich stehe jetzt sozusagen gegenüber dem Panorama Point nah an Fiery Furnace. Diesen Aussichtpunkt verstehe ich allerdings nicht ganz. Der Großteil der Salt Valley liegt doch auf der anderen Seite vom Scenic Drive?! Von hier sieht man einen Stück der Windows und die La Sal Mountains.




      Petrified Dunes Viewpoint




      Ancient Sand Dunes: This vast area was once covered by extensive sand dunes. Some 200 million years ago, winds from the northwest carried tons of fine-grained sand into this area, creating an immense desert. Over time, the sand drifts were covered by other layers of sediment, compressed and cemented by quartz and calcite into Navajo Sandstone.


      La Sal Mountains Viewpoint

      Sorry, hier habe ich statt die La Sal Mountains mehr auf der anderen Seite fotografiert.
      Three Gossips, Sheep Rock, und etwas von Tower of Babel. Die wird fast vom The Organ verdeckt.





      Park Avenue Viewpoint und Trailhead

      Die Windows Section thront etwa 90-120 Meter über der Valley auf. Die Courthouse Towers Section, oder wie der offizielle Name lautet, die Park Avenue, liegt dagegen unter dem Tal. Man erzählt zu seinem Namen, dass die unglaublichen Monolithen hier sehr den Wolkenkratzer der Park Ave in New York ähneln.

      Morgens stoppten wir beim Courthouse Towers Viewpoint. Jetzt sind wir auf dem anderen Ende der Park Ave, bei unseren letzten, oder eigentlich dem ersten Viewpoint im Park zwei Meilen von dem Parkeingang. Hier sind wir schon gewandert, aber man kann das ja gar nicht auslassen.






      Queen Nefertiti , The Popsicle und Sausage Rock

      Dieser „Balanced Rock“, der Nefertiti, versetzt mich nach wie vor in ein „Oh“ – Zustand. Die Ähnlichkeit mit den Ägyptischen Skulpturen ist unbestritten.

    • Upper Colorado River Scenic Byway oder UT -128

      Wir haben leider nicht viel von UT-128 gesehen. Ich schätzte in dem Moment, wir hatten nur eine Stunde für die. Also sind wir nur die ersten 15 mi gefahren, bis kurz vor der Castle Creek Bridge. Ich wollte eigentlich bis zu den Fisher Towers fahren, aber der Tag habe ich wohl viel zu optimistisch geplant.

      Aber auch diese ersten 15 Meilen der Straße waren sehr sehr schön.







    • Das Gewitter bei Delicate Arch

      Ich möchte hier eine Geschichte erzählen und ändere etwas die Erzählweise. Ich entschuldige mich schon im Voraus für die etwas zu detaillierten und zu literarische Darstellungen.

      Die Delicate Arch haben wir bis jetzt lediglich vom gleichnamigen Viewpoint aus gesehen, Wir sind damals schon bis zum Felsenrand gegangen, und ich fand die Aussicht von da abends gar nicht so schlecht.



      Aber noch besser ist mir sogar die Umgebung gefallen, die Valley mit dem heranrückenden Gewittersturm.





      Aber klar müssten wir aber dieses Mal unseren Sonnenuntergang bei der Delicate Arch verabschieden.

      Ich hatte mir überlegt, unser Nachmittag auf der UT -128 zu verbringen, um so ein Stündchen um die Mittaghitze im klimatisierten Auto zu verbringen. Obwohl wir (ich) es eigentlich nicht wirklich brauchen, wäre es sicher nicht schlecht. Hitze können wir gut ab, und benötigen meist keine langen Erholungspausen. Im Devil’s Garden haben wir uns auch nicht wirklich überangestrengt oder so. Ich versuche aber schon auf die Pausen zu achten und wollte meine Frau etwas schonen. Devil’s Garden und Delicate Arch am einem Tag könnte für sie etwas zu viel werden. Also überredete ich sie spontan, den Abend im Apartment in Moab zu verbringen. Die Tochter ist in meinen Augen noch „meine Kleine“, ihr wisst schon. Sie brauchte das nicht unbedingt, aber ihre Kräfte hätte ich auch gerne geschont. Mit dem Argument, der Mama wäre alleine doch langweilig und so, gelang mir sie schließlich auch zu Hause zurück zu lassen. Damit es keine Diskussion gibt „ihr Männer dürft das, wir Frauen nicht“, überredete ich den Sohn, den Damen Gesellschaft zu leisten. Das war nicht einfach, man wollte mich nicht alleine ziehen lassen. Aber wie es sich später zeigt, das war schon ganz gut so.
    • Am Parkplatz bei Wolfe Ranch, dem Anfang des Delicate Arch Trail, kam ich, schätze ich, etwa um halb sieben an. Der Sonnenuntergang war heute um 20:10 angesetzt, Zwielicht Anfang um 20:38. Der große Parkplatzt war schon ganz gut gefüllt, aber es gab noch einige freie Plätzte.



      Die Hütte Wolfe's Ranch. John Wesley Wolfe soll der erste „weiße“ Bewohner des Tals sein, und hat hier etwa zwischen 1898 und 1910 gewohnt.



      Der Parkplatzt mit den vielen Autos und die Hängebrücke "suspension bridge" über Salt Creek.



      Die Petroglyphen der „Rock Art Panel“ habe ich mir nicht angeschaut.

      Auf der anderen Seite vom Hügel erblickte ich zum ersten Mal “mit eigen Augen”, wie der Anstieg zu Delicate Arch aussieht. Oh Mann! Die Fotos vom Trail habe ich natürlich gesehen, aber die Aufmaße wohl nicht ganz verstanden. Bis jetzt war es ein sehr einfacher Pfad. Das riesige Plateau aus slickrock, wo auf den Steinen, man sah von hier überhaupt keinen Pfad, jetzt die winzigen Figuren hoch wanderten, flößt Respekt ein. Wenn man aber vergießt, dass ich da jetzt auch hochmuss, ist die Aussicht herrlich.



      Ich gehe weiter. Schon nach ein paar Schritten fallen die ersten Wassertropfen vom Himmel. Zwei junge Mädel bleiben vor mir auf dem Pfad stehen. August ist die Mussons - Zeit im Südwesten. Wir haben bis jetzt Glück mit dem Wetter.
      - „Ein wenig Regen schadet nicht“, dachte ich mir. „Dafür wird es angehen Kühl. Man muss jetzt weiter, meine Damen“
      ,denke ich mit Blick auf die beiden Unentschlossen. Aber ich sage das natürlich nicht laut. Ich marschiere weiter. Der Regen wird aber stärker. Jetzt mache mir schon sorgen um meine Fototechnik. Und über den offensichtlich vermasselten Sonnenuntergang. Und dass ich heute wahrscheinlich überhaupt keine Fotos schießen kann … Einige wie ich bleiben noch tapfer auf dem Trail. Die meisten Leute gehen schon bereits in die entgegensetze Richtung. Eine Frau, die mir entgegenkommt, warnt mich:
      - „The rocks are very slipery“
      - "Oh, thanks!"
      Sie hat natürlich recht. Aber was kann ich denn machen. Ich gehe weiter.



      Dann habe die scheinbar unendliche Steigung hinter mir. Der Trail gewinnt noch an Höhe, aber ist nicht mehr steil. Der Pfad verläuft zwischen felsigen Hügel. Hier gibt es sogar etwas Grünes: Gebüsch, niedrige Bäume. Der Slickrock wechselt sich mit Erde ab. Der letzte Abschnitt sieht etwa wie im Devil’S Garden aus. Der schmale, etwa halber – ein Meter breiter Pfad ist am Hang angelegt. Ich sehe schon das von den vielen Fotos bekannte „Fenster“ in der Felsenwand. Die Delicate Arch sollte schon hinter der nächsten Ecke sein. Bis dahin sind es vielleicht 300 – 400 Metern.



      In diesen Moment bricht ein mächtiges Gewitter los, ein richtiger Orkan. An der Stelle leichten warmen Regens kommen kräftige Regenschauer. Ich gehe weiter, versuche Schutz zu finden vor dem starken kalten Wind, der sich ungestört zwischen den Canyon Wänden entfaltet. Das Wasser fließt frei in vielen Rinnsalen am Felsenhang, sammelt sich zusammen. Das sind keine Pfützen mehr. Der Pfad hat sich schnell in einen Bach verwandelt. Interessant. Ich werde Zeuge der Naturprozesse, die in Millionen von Jahren diese Landschaft geprägt haben.

      Ich gehe sehr vorschichtig weiter, und komme auf einigermaßen breiten Plätzchen unter diesen „Fenster“. Delicate Arch ist irgendwo auf der anderen Seite von der Felswand. Hier auf der „Karniese“ stehen einige Leute, vielleicht 8-12. Eine Vertiefung im Fels bietet einigermaßen Schutz vor dem Wind. Ich frage einen Mann, mit dem sind wir etwa gleichzeitig vom Parkplatz losgelaufen:
      -“Warum steht ihr denn hier? Warum geht ihr nicht weiter zum Arch?“
      -“Versucht doch mal. Versucht mal hinter den Eck rauszuschauen. Da ist so ein Wind. Das ist absolute unmöglich. What is like hell!“

      Ich schaue mir den letzten Wegabschnitt an. Der Pfad verläuft über die steinerne Karniese einige Metern über dem „Canyon - Boden“, immer noch etwas nach oben, und steht unter Wasser. Es fließt in Strömen von oben nach unten, vorbei an unseren Platz, und weiter den Hang herunter. Das ist mir zu riskant. Da kann man auch ohne die Windböen leicht abrutschten. Und offene „Amphitheater“ vor der Delicate Arch ist bestimmt jetzt nicht der beste Platz. Ich bleibe mit allen hier warten. Eigentlich komme ich zu Sicherheit ein paar Schritte runter vom blanken Stein auf etwas mit der Erde bedeckten Fleckchen. Hier hockt halbkniend ein Mann mit zwei kleinen Töchtern etwa 6-7 Jahre alt. Die Mädchen weinen, der Vater umarmt sie, versucht vergeblich sie vor Wind und Regen zu schützen. Ich helfe einer Asiatin. Sie hat irgendwelche absurden Sandaletten an und rutscht mit denen im Wasser den Hang herunter. “Let me help you“, ich greife ihr unter den Arm, sie nickt nur dankend, und ich helfe ihr den Boden sicher zu erreichen.

      Der Regen hört nicht auf. Es regnet in Strömen, und der Wind peitsch nur so. Mir wird ziemlich kalt. Die Kleidung ist bereits komplett durchnässt. Auch die Schuhe, diese sind nämlich gar nicht wasserdicht. Ich muss auch noch was weiß ich wie lang zum Auto zurück. Aber jetzt zu gehen, ohne die Delicate Arch zu sehen, die vielleicht nur 100 Metern entfernt ist, wäre sehr sehr schade.

      Jetzt irgendwohin zu laufen könnte auch gefährlich sein. Der Pfad zurück hat sich in einen richtigen Bergbach verwandelt. Die asiatische Frau versucht mehrfach weg, aber ich rate ihr es ab: „Right now it is too dangerous.“ Langsam wird es sehr unangenehm. Ich bin nur unendlich froh, dass ich meine Familie im Moab zurückgelassen habe.

      So ging vielleicht 10 – 15 Minuten lang. Dann endet das Gewitter plötzlich. Es regnet nicht mehr stark und der Wind legte sich. Von der Delicate Arch strömt eine Kette nasser frierenden und irgendwie verängstigten Menschen. Sie eilen dicht hintereinander den Pfad herunter, der immer noch unter Wasser steht. Auch unsere Gruppe, der Mann, den ich gesprochen habe, der Vater mit zwei Töchtern, überhaupt sind erstaunlich viele Kindern dabei, die asiatische Frau … sie alle wollen nur noch weg. Ich warte ab, bis sie vorbeigehen. Ich kann ja die Gelegenheit nicht verstreichen lassen. Es ist klar, wo ich jetzt hinmuss.

      Und so komme ich doch zu Delicate Arch. Und die habe ich für mich alleine!





      Das bin ich.



      Der Junge ist kein Geist. Und hat mit mir nichts zu tun!

      Na gut, bei der Delicate Arch war ich doch nicht ganz allein. In unserer „Gruppe“ war noch eine Familie: ein großgewachsener blonder Mann mit drei Söhnen. Der älteste vielleicht 11- 12 Jahre alt. Der kleinste ist auf dem Bild. Als ich abwartete, bis der Weg nach oben frei wird, sind die auch zu Arch gegangen. Barfuß! Als ich dazukam, hat der Mann gerade versucht, ein Selfi mit den Kindern und mit der Delicate Arch im Hintergrund zu machen.
      - Man, you are crazy! Mit den kleinen Jungen hier. Nee, Du bist verrückt. Erzähl das bloß deiner Frau nicht :-) Gib mir dein Telefon. Lass mich euch fotografieren
      - Erzähle ich nicht!
      Versprach er mir lachend, und hat mich auch fotografiert. Sein Sohn wollte nicht aufstehen, und ich hatte kein Problem damit. Jetzt, wenn ich mir es recht überlege, hätte ich das Foto schon lieber nur mit mir :-)
    • Lange bin ich bei der Delicate Arch nicht geblieben. Der Regen wollte nicht aufhören. Ich hatte Angst um meine Kamera und hatte nur noch mit dem Telefon fotografiert. Meine Fotoausbeute vom Abend ist leider sehr bescheiden.

      Auf dem Rückweg müsste ich ganze „Bäche“ überqueren oder auch mal durch Wasser waten.










      Das Plateau sah trotz des schlechten Wetters sehr schön aus.



      Ein richtiger Wasserfall bildete sich.



      Auf dem Rückweg hörte der Regen auf. Aber der Himmel war noch in dunklen Wolken, den ab und zu die gewaltigen Blitze aufhellten. Und danach kam krachend der Donner. Einfach herrlich. Diese Blitze zu fotografieren ist mir nicht gelungen. Ich blieb mit der Kamera stehen, wartete einige Minuten … nichts passierte. Ich ging weiter – wieder diese enormen Lichtverzierungen. Ich habe aber ein Video davon. Und ja, es war vielleicht auch nicht ungefährlich.




      Es wurde fast dunkel. Den Pfad konnte ich noch sehen, aber ich hatte bereits die Taschenlampe parat. Ich kam vom Plateau herunter, etwa bis zur Stelle am Hügel, wo der Regen angefangen hat. Da treffe ich auf ein junges Paar, ein Junge und ein Mädchen, nicht viel älter als 17-18 Jahre. Unterwegs sind mir doch ein Paar Leute begegnet. Einige wie ich kamen später zu Delicate Arch. Kurz davor kam mir ein sehr interessanter Man entgegen. Mit einem großen Stativ, im langen Regenmantel wie aus Militärbestanden und höhnen Stiefeln, fast wie die man aus den alten Kriegsfilmen kennt, sah er überhaupt nicht wie ein Tourist aus. Diese beiden haben kurze Shorts und weiße Turnschuhe an. An die erinnere ich mich sehr gut. Die Leute schauen mich fragend an.
      - “Ist es noch weit bis zu der Arch?”
      -„Bis zu Delicate Arch?! Meint ihr das?“
      - „Ja, ist die weit? Wir dachten, wir sind fast da. Wie lange braucht man noch bis zu der?“
      - „Leute, ihr seid eigentlich noch gar nicht da… Es wird schon dunkel…. Habt ihr ein Licht mit?“
      - „Du meinst, eine Taschenlampe? Ich habe ein iPhone“
      Ich überlege ein paar Augenblicke, was ich dazu sagen kann.
      -„Sieht ihr den Hügel da? Ihr müsstet den Hang hochlaufen. Von da ist es nicht mehr weit, vielleicht 10 Minuten oder so. Allerdings ist es fast schon dunkel. Nach dem Gewitter ist auf dem Pfad viel Wasser. Der Weg ist etwas schwieriger, wenn man trockenen Fußes dahin gelangen will. Der Pfad ist auch etwas muddy. Ich weiß nicht was ich euch sagen soll. Ich bin selber etwas crazy. Ich selber würde Delicate Arch auch unbedingt sehen wollen. Aber ich würde jetzt dahin an eurer Stelle nicht mehr hinlaufen.“

      Sie haben sich bedankt und ich bin weitergegangen. Als ich den Parkplatzt erreichte, war schon dunkel. Meine Taschenlampe war sehr praktisch. Ich versuchte, meine Familie anzurufen um zu sagen, dass es mir geht. Aber mit meinen T-Mobile hatte ich natürlich kein Empfang da. Die Netzt Abdeckung Charts lügen doch nicht. Mit T-Mobile scheint es überhaupt nur in Großstädten zu funktionieren. Seit Las Vegas hatten wir nur sporadisch Empfang. AT&T war nach meinen Erfahrungen allerdings auch nicht wirklich besser. Nächstes Mal probiere ich es mit Verizon. Also habe ich im Auto die Gebläse auf warm und Maximum aufgedreht, und bin zurückgefahren. Beim Regen wird die Scenic Drive bei Wolf Ranch gerne überflutet. Ich erinnre mich aber nicht mehr an die Straßenverhältnisse damals. Jedenfalls war das kein Problem für meinen SUV.

      Ich komme nachhause. Da ist es warm und gemütlich. Alle beschäftigen sich seelenruhig mit verschiedenen „elektrischen Geräten“.
      -“Ich bin wieder da. Habt ihr keine Sorgen um mich gemacht? Habt ihr den Regen nicht gehört?“
      -“Wie, es hat geregnet?! Das waren also die Geräusche!“

      Na, dann ist alles gut. An die Delicate Arch erinnere ich mich bestimmt noch lange. Das war heute einfach toll.
    • WalkingMan schrieb:

      Wenn die Amis behaupten irgendetwas ist das größte, längste oder höchste stimmt das nur selten. ;-) klick

      Erwischt, ich danke Dir für den Hinweis. Das war ein Zitat aus americansouthwest. Eventuell basiert es auf der Arbeit von Stevens selbst. Er vergleicht Landscape Arch nur mit der Kolob Arch. Die offizielle NPS.gov sagt aber schon richtig:

      NPS.gov schrieb:

      With a light opening measured at 306 feet (93.3 meters), Landscape Arch has the longest span of any arch in North America. (Four arches in China now outrank Landscape in the claim for largest arch in the world.)
      Eigentlich kannte auch die naturalarches.org (ehrlich), habe es aber nicht weiter beachtet. Mir fehlt es schwer, Landscape Arch mit den massiven Konstruktionen aus China zu vergleichen, dazu noch meist Bridges.


      Dieses Geschäft mit den „Größten und Höchsten …“ tendiert generell zu Übertreibungen. Wenn wir nach Deutschland schauen, dann sind die Röthbachfälle mit 470 m die Höchsten. Das hindert nicht zahlreiche Webseiten die Triberger Wasserfälle zu höchsten zu erklären. Z.B. Deutschlands höchste Wasserfälle oder Die Triberger Wasserfälle - die höchsten Wasserfälle Deutschlands. Interessant, dass nach der Meinung derselben schwarzwald-tourismus.info die Todtnauer Wasserfall sei Deutschlands höchster Naturwasserfall.



      alf99 schrieb:

      Tolle Bilder (as usual) :clab:

      Danke, das höre ich immer gerne.
    • afrland schrieb:



      Erwischt, ich danke Dir für den Hinweis. Das war ein Zitat aus americansouthwest. Eventuell basiert es auf der Arbeit von Stevens selbst. Er vergleicht Landscape Arch nur mit der Kolob Arch. Die offizielle NPS.gov sagt aber schon richtig:

      NPS.gov schrieb:

      With a light opening measured at 306 feet (93.3 meters), Landscape Arch has the longest span of any arch in North America. (Four arches in China now outrank Landscape in the claim for largest arch in the world.)

      Wobei da auch offizielle Stellen in den USA manchmal ziemlichen Blösinn von sich geben. Wo Du Wasserfälle erwähnst, da habe ich ein Faible für. Aber was da zum Teil auf Schildern des Forest Service direkt am Wasserfall für ein hanebüchener Unsinn steht.

      alf99 schrieb:

      Tolle Bilder (as usual) :clab:
      Danke, das höre ich immer gerne.
      Das hatte ich übrigens noch vergessen: mir gefallen die Bilder und auch die interessanten Texte sehr gut!
    • afrland schrieb:

      Das bin ich.
      Freut mich, dich kennen zu lernen ;ws108;

      afrland schrieb:

      -“Wie, es hat geregnet?! Das waren also die Geräusche!“
      :ohje: So viel zum "Sorge" machen :gg:

      Mit dem Wetter ist im Südwesten nicht zu spaßen. ;,cOOlMan;:
      Alf

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    • Whoa, was für ein Erlebnis! Kann mir vorstellen, dass du den Delicate Arch nicht mehr vergisst!
      2008: USA: Los Angeles - Las Vegas - Chicago
      2013: USA: Südwestrundreise - 2014: Jordanien
      2015: USA : Las Vegas - Yellowstone - Moab - Lake Powell Hausboot - Antelope - Las Vegas
      2015/2016: USA Dezember - Januar; San Francisco Umgebung
      2016: Chicago - Badlands - Black Hills - Moab - Torrey - Escalante - Bryce - Zion - Las Vegas
      2017: Seattle - Oregon - Lake Powell Hausboot - Torrey - Las Vegas
      2018: Seattle - Yellowstone - Las Vegas
    • WalkingMan schrieb:

      Wobei da auch offizielle Stellen in den USA manchmal ziemlichen Blösinn von sich geben. Wo Du Wasserfälle erwähnst, da habe ich ein Faible für. Aber was da zum Teil auf Schildern des Forest Service direkt am Wasserfall für ein hanebüchener Unsinn steht.
      Das glaube ich Dir. Manchmal wird sogar in den Büchern die eine und dieselbe Falschinformationen erzählt. Manches sieht aus wie copy&pasted.

      WalkingMan schrieb:

      Das hatte ich übrigens noch vergessen: mir gefallen die Bilder und auch die interessanten Texte sehr gut!
      Vielen Dank!

      alf99 schrieb:

      Mit dem Wetter ist im Südwesten nicht zu spaßen. ;,cOOlMan;:
      Ich hoffte nur „im Hinterkopf“, sollte es wirklich schlimm werden, würde man so viele Touristen nicht einfach inmitten der Arches untergehen lassen. Danach war ich gegenüber dem Wetter viel vorsichtiger und beäugte die Wolken sehr misstrauisch.

      Verena1 schrieb:

      Whoa, was für ein Erlebnis! Kann mir vorstellen, dass du den Delicate Arch nicht mehr vergisst!
      Bestimm nicht! Die Erfahrung dürfte bei mir für bleibende Eindrücke gesorgt haben. Wobei Delikate Arch vergisst man auch so nicht. Für mich ist der Arch einer der schönsten und außergewöhnlichen Formation weltweit.
    • Videos Scenic Drive Arches National Park

      Wir filmen sehr viel aus dem Auto, fast immer in den Parks, aber auch immer wieder so auf den Straßen. Alles ist ziemlich primitive mit einfachsten Action Cam durch die Windschutzscheibe, und mit den Videos bin ich immer im Verzug (wegen Hintergrundmusik) . Ich habe jetzt drei Filme aus dem Arches National Park und von U-128 auf Youtube hochgeladen. Ich überlege noch, ob ich etwas Brauchbares in Sedona, Valley of Gods oder Canyon de Chelly habe.
      • Scenic Drive road in the Arches National Park, Moab Part 1: from the Visitor Center to the Balanced Rock



      • Scenic Drive road in the Arches National Park, Moab Part 2: from the Balanced Rock to the Devil’s Garden



      • Scenic Drive road in the Arches National Park, Moab Part 3, Park Avenue



      • 15 miles on the Upper Colorado River Scenic Byway (U-128), Moab Part 1





      Dann bei der Gelegenheit auch mal Island of the Sky aus dem letzten Jahr.
      • Scenic Drive Island in the Sky Part 1



      • Scenic Drive Island in the Sky Part 2


    • Tag 12, Goblin Valley State Park, Moonscape Overlook und Cathedral Valley im Capitol Reef NP

      Unser Apartment „Purple Sage“ in Moab.



      Letztes Jahr wohnten wir Rim Village etwas außerhalb Moabs in einem sehr schicken 3 – Zimmer Haus (mit zwei Badezimmer und Garage :- ) Das war allerdings sehr teuer - $657 für 4 Nächte. Die $289 für Purple Sage waren im Vergleich schon preiswert. Der Preise war etwas runtergesetzt, weil ich lediglich 4 Wochen davor, also 2 Wochen vor Abreise, reservierte.

      Wen trifft man nicht alles morgens im Moab.





      Unser heutiger Tag hat sogar drei Gänge
      • Morgens Goblin Valley State Park
      • Moonscape Overlook zur Mittag
      • Abends Cathedral Valley.






      Um 7 Uhr fahren auf dem 191- n Highway in Richtung Crescent Junction. Bei Green River biegen wir auf die UT-24. Der kleine Town trägt natürlich den Namen des Flusses, und zum letzten habe ich eine kuriose Geschichte gelesen. Green River beginnt in Wind River Mountains im entfernten Wyoming, und nach 730 Meilen fließt dem Colorado River zu. Der Colorado River, die ja früher Grand River hieß, wurde vom Juan de Onate in 1606 entdeckt. Der Green River wurde bereits in 1686 auf den Karten als die Grenze zwischen Utaj und dem Territorium der Comanche eingezeichnet. Dass die beiden Flüsse sich treffen wusste man bis 1859 nicht (bis der Macomb Expedition of U.S. Topographical Engineers). Das Problem dabei, die Colorado River fließt zu dem Confluence Point im Canyonlands lediglich einige 430 Meilen von ihrer Quelle in Colorado Rockies. Bei der Geographischer Konvention müsste man Green River zum Hauptfluss der beiden erklären. Dann gäbe es kein Grand River sondern Green. Folglich müsste der Grand Canyon richtigerweise Green Canyon heißen.

      Dann geht es über die Temple Mountain Road nach Goblin Valley State Park...
    • Goblin Valley State Park



      Das Wikipedia Artikel erzählt einiges über die Geschichte der Goblin Valley.
      Als Erste fanden das abgeschiedene Goblin Valley sicherlich die Cowboys, die die Gegend auf der Suche nach Rindern bereisten.In den späten 1920er Jahren kamen zufällig Arthur Chaffin, der spätere Betreiber der Hite Ferry, und zwei Begleiter hierher. Auf der Suche nach einer alternativen Route zwischen Green River und Caineville kamen sie etwa 1,6 Kilometer westlich vom Goblin Valley zu einem Aussichtspunkt und waren von dem Panorama beeindruckt: fünf Buttes und ein Tal von seltsamen, koboldartigen Sandsteinskulpturen, umgeben von einer Mauer aus erodierten Klippen.Im Jahr 1949 kehrte Chaffin in das Gebiet zurück, das er Mushroom Valley nannte. Er verbrachte mehrere Tage damit, das mysteriöse Tal zu erkunden und die vielen kunstvoll erodierten Felsen zu fotografieren. Trotz der abgelegten Lage zogen die merkwürdige Felsen viele Besucher ins Tal. Im Jahr 1954 wurde vorgeschlagen, das Goblin Valley vor Vandalismus zu schützen. Der Staat von Utah erwarb später das Eigentum und gründete Goblin Valley State Reserve. Am 24. August 1964 wurde er offiziell zum Staatspark erklärt.

      Man muss unbedingt aber das englische Original lesen. Auf der deutschen Seite fällt mir z.B. der Hinweis, dass Arthur Chaffin der Besitzer der bekannten Hite Ferry war. Die Fähre und Chaffin‘s Ranch neben der heutigen Hite Crossing Bridge auf dem UT-95 (Bicentennial Highway) verschwanden in 1964, als der Glen Canyon geflutet wurde, und Lake Powel entstand.

      Der ausgeschilderte Abzweig von der SR 24 befindet sich 24 mi südlich von I-70 (bzw. 20 mi nördlich von Hanksville (GPS 38°37'50.6"N 110°33'59.7"W). Man biegt auf die Temple Mt Rd und dann noch einmal in die Goblin Valley Rd.

      Die Wild Horse Butte auf dem Weg in den Park.






      Der kleine Visitor Center in Goblin Valley State Park.



      Ich fragte den Ranger, ob ich ihn mal fotografieren darf, und er lächelte mir freundlich in die Kamera.




      Wir fuhren bis zum Ende der Goblin Valley Rd, vorbei am Campground, bis zum Observation Point. Die Three Judges – “das Wahrzeichen” der Goblin Valley, befindet sich aber gar nicht in der selbst, sondern nah zu der Straße, vielleicht 500 m Metern vom Parkplatzt bei Observation Point.

      Three Judges




      Der Observation Point ist der „Hauptaussichtspunkt“. Die Straße endet hier. Mich hat die Anzahl die überdachten Picknicktische überrascht. Der Viewpoint liegt auf einer Anhöhe über dem Goblin Tal.

      Die Info – Tafel am Observation Point über die Geologie des Goblin Valley.



      Wenn ich als nicht – Geologe nichts zu schlimm durch einander bringe …
      Vor 140 – 170 Millionen Jahren lag das Gebiet, wo sich das Park befindet, am Range eines flachen inneren Meeres. Als das Klima trockener wurde, musste das Meer zurückweichen, hinterließ aber die üblichen Gezeitenablagerungen wie Sand, Schlamm und Lehm. Mit der Zeit wurden diese Sand-, Schluff- und Lehmschichten tief vergraben und verwandelten sich unter dem Druck in Millionen von Jahren in Stein: in Sandstein, Schluffstein und Schiefergestein der Entrada Sandstone Formation. Diese existiert sowohl hier als auch in vielen Gebieten in Süd – Utah, z.b. Arches national Park. Da ist allerdings das Gestein härter.

      Als in den letzten 5 bis 10 Millionen Jahren die tektonische Hebung des gesamten Colorado-Plateaus stattfand, beschleunigte sich die Erosion. Schließlich wurden die tief vergrabenen Felsenschichten frei gelegt, und die Erosionskräfte von Wasser, Wind und Frost schufen die merkwürdigen Sandskulpturen. Das Gebiet der Goblin Valley war ein Wattenmeer. Die Area in dem Arches National Park war ein trockenes Sanddünen Gebiet. Das Gemisch von überlappenden Schichten von hartem Sandstein und weichen Siltstein führte zu Entstehung der Goblins hier, weil aus dem harten Sandstein der Antiken Sanddünen die viele Fins und die Bogen im Arches NP entstanden.


      Über die Geologe der Goblins ist mehr in der Buch von Mark Milligan The Geology of Goblin Valley State Park erklärt. Ich habe den Text etwas daraus angereichert. Noch ein paar Anmerkungen aus verschiedener Literatur.

      Beim Versuch, die in den Felsen verborgenen Mysterien zu entwirren, finden die Geologen es nützlich Gestein „Einheiten“ zu erkennen und zu benennen. Diese basieren auf Merkmalen, die unterscheiden sie von überlagernden, darunterliegenden und benachbarten Gesteinseinheiten. Diese grundlegenden elementaren Einheiten werden Formationen genannt. Im Goblin Valley sind die folgenden vier Felsformationen zu beobachten: Die tiefste und älteste exponierte Formation ist die Entrada - Sandstein. Über Entrada liegt die Curtis Formation, die von der Summerville überlagert wird. Darüber liegt die Morrison Formation. Auf der Seite 7 sieht man die am Beispiel der Wild Horse Butte abgebildet. Diese Formationen sind in Jurassic entstanden und gehören zu der so g.n. San Rafael Group. Die Curtis und Entrada sind Meer Ablagerungen, aber die Morrison wurde in Bächen, in Überschwemmungsgebieten und in Seen abgelagert. Die ist auch für viele gefundenen Dinos berühmt. „Morrison“ wurde nach Stadt Morrison in Jefferson County benannt, wo man Gestein in 1894 fand. Der Name Entrada kommt vom Entrada Point in San Rafael Swell. Sie wurde da in 1928 zuerst entdeckt und beschrieben. Entrada Formation in Goblin Valley besteht eigentlich aus drei Stein „Sorten“: Sandstein (sandstone), Schluffstein (silt) und Schiefergestein (shale). Der Name „Sandstone“ ist somit ein „Sammelbegriff“. Entrada der Goblin Valley hat typischerweise die Farben rötlichorange oder rötlichbraun.

      Die Goblins bilden sich nur in der Entrada- Sandstone Formation. Sie bestehen also aus allen drei Steinschichten. Diese besitzen allerdings unterschiedliche Härte. Schluffstein und Schiefergestein sind nämlich weicher, als der Sandstein, und so empfindlicher zu den Wettereinflüssen. Deswegen wurden die Schichten aus Schluffstein und Schiefergestein wurden schneller abgetragen. Die „gewölbte“ Teil an den Goblins ist Sandstein. Die „Vertiefungen“ sind Schluffstein und Schiefergestein.

      Bis jetzt waren das die Erklärungen, die man mehr oder weniger in jedem Artikel über Goblin Valley findet. Meiner Meinung nach erklärt das noch nicht wirklich, warum es solche Kobolde hier gibt (aber nicht e.g.in Arches). Die Erosion Prozesse sind komplizierter, man muss die chemischen Prozesse betrachten und in Details gehen. Aber darüber, dass die „abgerundeten“ Goblins das Resultat von der so genannten „spheroidal Weathering“ Erosion sind, solle ich mich, denke ich, nicht weiter auslassen.
    • Die drei verschiedenen Trails im Goblin Valley, Carmel Canyon Trail, Entrada Canyon und Curtis Bench Trail haben mich weniger interessiert. Lediglich den Viewpoint über dem Valley am Ende des Curtis Bench Trails (etwa in 38.571807, -110.709379) hätte ich gerne gesehen. Ich folgte auch dem Rat von Laurent Martres. Er meint, das Valley ist sehenswerter. Also haben wir geparkt und sind gleich vom Observation Point runter in das Tal gegangen.


      Observation Point von unten.



      Wir gingen zuerst grob in die linke Ecke, die dem Observation Point näherlag. Leider stand die Sonne morgens für den Besuch ziemlich ungünstig. Die Fotos gegen Canyon – Wände waren gegen die Sonne. Auf 800x verkleinert sehen die besonders übel aus.



      Und die vielen vielen Goblins … Das war aber ein Spaß!







      Zwei Fotos gegen die Sonne, aber irgendwie zu lustig, um rauzuschmeißen.







      Auf dem Parkplatzt standen viele Autos, Trailers, einige Lastwagen, Ausrüstung, seltsame Leute nicht-Touristen. Das sah alles eindeutig nach einem Dreh aus. Ich fragte, was ist hier los. Ja wohl, man dreht hier gerade „einen kleinen Western“. Ich notierte mir seinen Namen „Damsel“. Am Observation Point haben wir nichts Verdächtiges im Tal gesehen. Aber später haben wir im First Valley das Drehteam erblickt. Wir schlichen etwas naher heran und dem Treiben Zeitlang zugeschaut.







      Wir schauen uns den Film.




      Ich hoffe, ich darf für das eine Foto den Paparazzi Status in Anspruch nehmen.



      Zuhause habe ich diesen “Damsel” gegoogelt und war sehr überrascht. In diesem „kleinen Western“ besetzten die Hauptrollen der Robert Pattinson (Twilight) und Mia Wasikowska (Alice in Wonderland)! Robert Pattinson könnte der Cowboy mit dem Hut, in den weißen Hosen und schwarze Weste sein. Um sicher zu sein fehlte mir aber ein langes Tele. Der Man mit der schwarzen Sonnenbrille auf dem letzten Foto ist der Direktor David Zellner. Der ist auch kein Unbekannter. Das ist Hollywood 1a. Wenn der Damsel in 2018 rauskommt, schaue ich mir den unbedingt an.
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