A Royal New Year - England Silvester 2016/17

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    • A Royal New Year - England Silvester 2016/17

      Between the years ...

      Das Jahr 2016 neigte sich langsam dem Ende und ich stellte mir wieder einmal die Frage, ob ich den Jahreswechsel zu Hause verbringen sollte oder nicht. Ziemlich schnell war klar, dass ich endlich mal wieder woanders Silvester feiern wollte als in Berlin, wo ich die letzten 5 Jahre gewesen war. Zuvor hatte ich den Jahreswechsel mehrere Male in der Karibik, Mexiko und den USA verbracht. Doch für eine Fernreise fehlte mir einfach die Zeit. So kam ich auf die Idee, nach London zu fliegen.


      Die Idee war also recht schnell geboren, doch die Umsetzung erforderte etwas mehr Planung. Ich wollte nicht nur in der Stadt bleiben, denn die kenne ich schon von diversen Besuchen. So musste also nicht nur ein Mietwagen her, sondern auch ein passendes Hotel, denn eine klassische Rundreise sollte es trotzdem nicht werden. Noch viel schwieriger war es allerdings, entsprechende Ziele zusammenzustellen. Erstens wusste ich nicht wie das Wetter wird und zweitens ist nicht alles im Winter geöffnet, was mich interessiert. Was ich jedoch auf jeden Fall sehen wollte, waren jede Menge weihnachtliche Dekorationen und hier wurden meine Erwartungen mehr als übertroffen.

      Inhalt:
      Tag 1 - Mittwoch, 28. Dezember 2016: London Calling - Ein traumhafter Start
      Tag 2 - Donnerstag, 29. Dezember 2016: Down South - Große Rundfahrt
      Tag 3 - Freitag, 30. Dezember 2016: Mystical - Auf das Wetter ist Verlass oder nicht?
      Tag 4 - Samstag, 31. Dezember 2016: What are you doing New Years Eve? - Ohne Plan
      Tag 5 - Sonntag, 01. Januar 2017: City Lights - Neujahrstag einmal ganz anders
      Tag 6 - Montag, 02. Januar 2017: A Dream comes true - Ein wirklich traumhafter Wintertag
      Tag 7 - Dienstag, 03. Januar 2017: The second Time around - Doppelt hält besser
      Tag 8 - Mittwoch, 4. Januar 2017: The long Good bye - Von Geschichten und Abenteuern
      Das Auto
      Fazit

      Nun freue ich mich auf ein paar Mitfahrer. ;ws108;
      LG, Betty aka "DA - Immobilien-Maklerin"

      Bettys Homepage

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von betty80 ()

    • ach richtig, da gab's ja noch keinen Bericht.
      Sylvester in London ist ne priiiima Idee ;)
      Da komm ich mal mit.
      sportlich entspannte Grüsse

      Markus
    • WeiZen schrieb:

      betty80 schrieb:

      Ein blauer Mercedes.
      :EEK: Elchtest gemacht? Oder was größeres?
      Nö, keinen Elch gesehen. :MG:

      Sommarvisa schrieb:

      , Silvester ich sollte dringend mal Pläne machen...
      Hör bloß auf. Wenn ich denn schon könnte.

      Sommarvisa schrieb:

      Aber derweil fahre ich gern mit
      :wink4:

      illimaus schrieb:

      Dann rückt mal alle ein bißchen zusammen, ich komme auch noch mit ;ws108;
      :wink4:

      malenz schrieb:

      ach richtig, da gab's ja noch keinen Bericht.
      Nee, ich hänge etwas hinterher. Danach kommt Maui. :gg:

      malenz schrieb:

      Sylvester in London ist ne priiiima Idee
      Mmmm, ich weiß nicht, allein war irgendwie gesünder. Wenn auch nicht viel. :MG:

      malenz schrieb:

      Da komm ich mal mit.
      :wink4:

      Fritz & Buddy schrieb:

      das war doch was... ;,cOOlMan;:
      Ja, irgendwas war da. ;][; Kann mich ganz dunkel erinnern. :MG:
      Du erinnerst dich sicher nur an Nr. 1. Bei Nr. 2 warst du doch halb im Delirium. :EEK:
      LG, Betty aka "DA - Immobilien-Maklerin"

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    • Tag 1: Mittwoch, 28. Dezember 2016
      London Calling - Ein traumhafter Start


      "I like to be a free spirit. Some don't like that, but that's the way I am." - Princess Diana

      Vier Tage vor dem Jahreswechsel beginnt sie, meine 12. Reise auf die Insel. 1996 war ich zum ersten Mal in London, damals zum ersten und einzigen Mal nicht mit dem Flugzeug, sondern mit der Fähre von Hoek van Holland nach Harwich. Inzwischen habe ich nicht nur die Hauptstadt kennengelernt, sondern bin von John O'Groats bis Lizard Point, von Anglesey bis Yarmouth gefahren. Doch im Winter war ich bisher nie hier, nur zwischen Mai und August. So bin ich also doch gespannt was mich in der nächsten Woche erwartet.

      Erstmal ist alles wie immer, nur das es draußen kalt und ungemütlich ist so früh am Morgen. Es ist noch stockfinster als ich den Flughafen erreiche und auch beim Boarding ist noch kein Sonnenstrahl in Sicht. Pünktlich steigen wir ein, doch dann steht die Maschine erstmal am Gate und es passiert nichts. Aus dem Cockpit heißt es, dass wir wegen Nebel in London nicht starten können, dort würden wir nicht landen können. An Bord wird es unruhig, denn wir haben etliche Umsteiger an Bord. Nach einer knappen Stunde setzen wir dann doch zurück und fahren zur Startbahn. Endlich hebt die Eurowings in Berlin Tegel ab und bringt mich in rekordverdächtigen 75 Minuten nach London. Erst kurz vor dem Ziel wird es langsam hell, doch draußen ist nur eine geschlossene Wolkendecke zu sehen. Sollte es sich wieder nicht auszahlen, dass ich mich extra rechts in der Maschine am Fenster platziert habe?


      Ich gebe die Hoffnung schon fast auf, doch noch etwas sehen zu können, doch was ist das? Plötzlich reißt der Nebel unter mir auf und was ich sehe, verschlägt mir fast den Atem. Die Wolkenlücken entstehen nicht etwa irgendwo, sondern genau über der Londoner Innenstadt. Als bald kann ich die Themse, die Docklands und die City erkennen.


      Und es wird noch besser. Aus dem Cockpit kommt die Durchsage, dass wir ein paar Warteschleifen fliegen müssen. Na gerne doch, solange wir uns hier über der Londoner Innenstadt drehen. Es wird immer besser, mit jeder Minute verschwindet mehr Nebel und gibt den Blick auf die Stadt frei. Ich erkenne die Brücken, die Gebäude, die Parks, so tief fliegen wir bereits.


      Da ist das London Eye zu erkennen, The Shard und sogar die Tower Bridge sowie der Tower of London. Das ist einfach unglaublich und mir tun die Leute leid, die das nicht sehen können. Auf meiner Seite klebt jedenfalls jeder mit der Nase am Fenster. Hat es sich also diesmal wieder gelohnt rechts zu sitzen.


      Dann meldet sich der Kapitän wieder, dass wir jetzt zur Landung ansetzen können, doch momentan fliegen wir gen Osten. So machen wir plötzlich eine 180 Grad Wendung und ich habe das Gefühl die Häuser der Docklands fast berühren zu können. Nur einmal hatte ich bisher einen solch irren Landeanflug auf London. Ja klar, gesehen habe ich öfter was, aber normalerweise fliegt man dann doch nicht so lange über der Stadt herum.


      Schließlich geht es doch gen Westen. Ich kann den Buckingham Palast erkennen, genauso wie Big Ben und den Westminster Palace, weiter geht es vorbei am Hyde Park, wo derzeit das Winterfest gefeiert wird, und den Kensington Gardens. Sogar die Royal Albert Hall kann ich entdecken. Kurz vor der Landung halte ich dann noch Ausschau nach Osterley House und auch das sehe ich im leichten Nebel an uns vorbeirauschen.


      Nach einer sanften und sogar fast pünktlichen Landung fahren wir quer über den Flughafen, um zum Gate zu kommen. Unterwegs kreuzt dann noch dieser 3 Jahre alte Airbus 320 der British Airways unseren Weg. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, dass ich nur wenige Tage nach der Rückkehr von dieser Reise meinen allerersten Flug mit British Airways buchen würde.


      Gegen 8 Uhr Ortszeit erreichen wir schließlich den Terminal 2. Hier ist momentan fast die ganze Bandbreite des Lufthansakonzerns angedockt. Swiss, Austrian und auch Eurowings entladen schon ihre Passagiere, wir parken gleich nebenan.


      Dank den E-Gates, der elektronischen Passkontrolle für Reisepässe von EU Bürgern, bin ich innerhalb weniger Minuten eingereist und stehe am Gepäckband. Auch hier muss ich nicht lange warten und halte bereits 20 Minuten nach dem Aussteigen mein Gepäck in der Hand.


      Mein nächster Weg führt mich wieder einmal zu der mir bereits bekannten Gepäckaufbewahrung, denn den Mietwagen habe ich erst ab heute Abend reserviert. Vorher will ich noch ein paar Stunden in die Londoner Innenstadt fahren und da wäre mein Koffer nur hinderlich.

      Weiter geht es auf direktem Weg zur Tube und hier empfangen mich die altbekannten Menschenaufläufe. Vor jedem Automaten und jedem Schalter stehen mindestens 30-40 Leute an. Gut, dass ich das nicht mehr brauche, hoffe ich zumindest, denn ich will etwas Neues ausprobieren. Ich hatte zuvor auf der Homepage von Transport for London gelesen, dass man jetzt auch einfach mit der Kreditkarte zahlen könne, ohne vorher ein Ticket zu kaufen. Man legt die Karte genauso auf das Lesegerät wie ein Ticket, jeweils beim Betreten und Verlassen der Station. Teurer soll es auch nicht sein, denn überschreitet man den Preis eines Tagestickets, fährt man einfach gratis weiter. Dasselbe funktioniert bei einem längeren Aufenthalt auch mit der Wochenkarte. Soweit in der Theorie. Fragen kann ich niemanden und so wage ich mich einfach vor. Was soll schon passieren? Einzig die Sperre könnte zubleiben und ich müsste mich dann doch anstellen. Mutig bahne ich mir einen Weg durch die Massen. Ich ernte viele böse Blicke und einige Leute denken gar, ich wolle vordrängeln. Dann zücke ich meine Master Card (ich hatte gelesen, dass die bei Ausländern besser geht als Visa), lege sie auf den Kartenleser und die Sperre öffnet sich tatsächlich. Tata, ich fahre zum ersten Mal U-Bahn ohne ein Ticket gekauft zu haben. Was für ein geniales System. Ich brauche mich nicht mit Zonen und Tarifen beschäftigen, sondern nutze einfach die Kreditkarte. Fantastisch. Ich bin begeistert.

      Ich fahre bis zur Station Green Park, wo ich aussteige. Inzwischen hat sich der Nebel komplett verzogen und die Sonne lacht vom blauen Himmel, zumindest in der City of Westminster, wie ich später feststellen werde. Da macht es kaum etwas, dass das Thermometer gerade mal 5 Grad anzeigt, in der Sonne fühlt es sich viel wärmer an. Ich laufe quer durch den Green Park in Richtung Canada Gate. Unterwegs begrüßen mich diese Zwei in London.


      Das Canada Gate bildet den prunkvollen Eingang zum Green Park, gleich gegenüber des Buckingham Palace. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Gedenken an Queen Victoria errichtet und die Tore waren ein Geschenk Kanadas, um dessen Beitrag zum britischen Empire zu zeigen. In den Toren sind die Wappen einiger Provinzen zu finden.






      Auch anderer ehemaliger Kolonien wird durch Gedenksäulen rund um den Platz vor dem Buckingham Palace gedacht.


      In der Mitte befindet das prächtige Queen Victoria Memorial. Das 26 Meter hohe, ganz aus Marmor erbaute Monument, steht auf einer Sichtachse am Ende des Prachtboulevards "The Mall".

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      Im Mittelalter standen auf diesem Gelände Maulbeerbäume zur Seidenraupenzucht, doch als das nicht ertragreich war, wurde 1703 ein Landhaus errichtet. 1763 kaufte schließlich die Königsfamilie das Grundstück und ließ das Landhaus zu einem Palast, dem heutigen Buckingham Palace, ausbauen.


      Gleich neben dem Buckingham Palace befindet sich die Queens Gallery, die Schätze aus dem britischen Königshaus in Wechselausstellungen zeigt. Ich will heute aber nur schnell in den Shop, um zu sehen, was es neues gibt. Das Foyer wird, passend zur Weihnachtszeit, von dieser prächtigen Tanne geschmückt.


      Bei diesem schönen Wetter entschließe ich mich einfach weiterzulaufen. Am St. James Park vorbei geht es bis zum Palace of Westminster mit dem Big Ben. Hier ist leider momentan viel eingerüstet und das wird in den kommenden Jahren noch mehr werden, denn es ist eine dringende Grundsanierung notwendig. Am nördlichen Themseufer laufe ich weiter und schaue eine Weile dem sich drehenden London Eye zu. In wenigen Tagen wird hier die große Silvesterparty stattfinden. Absperrungen gibt es aber bisher noch nicht.


      Am Victoria Embankment erreiche ich Cleopatra's Needle, einen von zwei ägyptischen Obelisken, die seinerzeit nach London und New York transportiert wurden. Von Thutmosis III. im 15. Jh. v. Chr. in Heliopolis vor dem Tempel eines Sonnengottes errichtet, wurden die Obelisken einige Jahrhunderte später nach Alexandria verbracht. Selbst als Napoleon Bonaparte 1799/1800 in die Stadt kam stand eine der Steinnadeln noch aufrecht, die andere war im Sand versunken. 1819 wurde die umgestürzte Säule durch den damaligen Herrscher Muhammad Ali an das britische Empire verschenkt. Aufgestellt wurde sie jedoch erst 1878, denn England weigerte sich, für den Transport aufzukommen. Diese Kosten übernahm schließlich Sir James Wilson, sodass der Obelisk auf einem eigens dafür gebauten Schiff nach London gebracht werden konnte. Umrahmt wird er vor zwei Sphinx Figuren, die durch eine deutsche Bombe im ersten Weltkrieg beschädigt wurden. Diese Einschläge sind noch heute zu sehen.


      Als nächstes erreiche ich das Shell Mex House, das 1930/31 im Art Deco Stil errichtet wurde. Bekannt wurde es durch Big Benzene, die größte Uhr im Vereinigten Königreich. Viele Jahre war das Gebäude die Zentrale des britischen Ablegers von Shell und BP, bis sich deren Wege 1975 trennten. Shell nutzte das Haus bis in die 1990ziger Jahre weiter. Heute beherbergt es Büros verschiedener Unternehmen und wurde 2007 zum letzten Mal für die Summe von 500 Millionen Pfund verkauft.


      Nur unweit entfernt ist die riesige Fassade des Somerset House zu sehen. Einst als Residenz erbaut wurde es später als Regierungsgebäude genutzt. Heute ist es ein Kunst- und Kulturzentrum, in dem viele Wechselausstellungen stattfinden, aber auch Restaurants und Geschäfte untergebracht sind.


      So langsam werde ich aber doch etwas Fußlahm und so beschließe ich an der Station Temple wieder die U-Bahn zu benutzen. Ich fahre bis zum Tower, doch was ist das? Als ich nach oben komme, sehe ich vor lauter Nebel fast nichts. Wie geht denn das? Ich bin doch nur ein paar Stationen gefahren. Aber hier will ich so nicht bleiben, also zurück in die U-Bahn und kehrt gemacht.

      Ich fahre zurück bis nach Kensington High Street, wo auch wieder die Sonne scheint, und laufe von dort aus zum Kensington Palace. Der Palast am Rande des Kensington Parks ist nur zum Teil ein Museum. In anderen Gebäudeteilen leben auch heute noch Mitglieder der königlichen Familie und so ist das Gebäude auch nur über einen Zugang erreichbar. Sir Christopher Wren gestaltete das Landhaus im Jahr 1689 für King William III. und Queen Mary II. zum Schloss um, später wurde es mit Prunkräumen ausgestattet. Nach dem Tod von King George II. im Jahr 1760 verlor der Palast jedoch an Bedeutung und seitdem lebte nie wieder ein regierender Monarch hier, wohl aber zukünftige Monarchen. 1819 wurde Queen Victoria hier geboren und von 1981-97 hatte Prinzessin Diana hier Appartements. Seit 2013 besitzen auch Prinz William und seine Frau hier eine Wohnung.


      Das letzte Mal, als ich hier war, gab es noch eine Princess Diana Ausstellung, doch die ist leider schon lange Geschichte. Zuletzt hatte ich sie 2013 in den USA gesehen, bevor die Exponate an die Söhne der Prinzessin ausgehändigt wurden. Viele Jahre sind also seit meinem letzten Besuch vergangen und es wurde einiges umgebaut und erneuert. Der gesamte Eingangs- und Besucherbereich ist neu und auch einige Ausstellungen kamen hinzu. Jetzt in der Weihnachtszeit ist hier traditioneller Schmuck zu sehen und es finden Konzerte in einigen der historischen Räume statt.


      Hauptanlass für meinen Besuch war die Ausstellung "Fashion Rules Restyled", die hier bis zum 5. Januar 2017 für ein Jahr zu sehen war. Gezeigt wurden Kleider der Queen, von Prinzessin Margret und Prinzessin Diana, viele von ihnen weltberühmt, weil millionenfach über Fotos verbreitet. Während Margret zur Fashion Ikone der 1950ziger wurde, war Diana die der 1990ziger Jahre. Im Kontrast dazu stehen die Kleider von Queen Elizabeth II., die nicht mit Mode spielen konnte, denn als regierende Monarchin musste sie immer passend gekleidet sein. Glücklicherweise darf ich hier, im Gegensatz zu Windsor Castle, fotografieren.


      Das Abendkleid von Ian Thomas aus dem Jahr 1974 wurde von Königin Elizabeth zu mehreren Anlässen in den Jahren 1976-82 getragen. Das schwarze Abendkleid wurde 1985 von Bruce Oldfield für Prinzessin Diana entworfen. Auch das nächste Kleid gehörte der Prinzessin und wurde 1991 von Catherine Walker, einer der Lieblingsdesignerinnen von Diana, geschaffen. Das türkise Kleid ist wiederum von Ian Thomas für die Queen anlässlich eines Staatsbesuches in Kuwait 1979 gefertigt worden.


      Ebenfalls von Ian Thomas und für die Queen entstand dieses grüne Kleid. Das Taillenbetonte schwarze Kleid schuf Norman Hartwell 1951 für Prinzessin Margaret. Das auffällige orangene Kleid trug die Königin selbst im Jahr 1979. Es stammt von Hardy Amies.


      Das nächste Kleid ist eine weitere Robe desselben Designers und wohl eines der bekanntesten Kleider weltweit. Die Queen trug es 1977 für das offizielle Portrait anlässlich ihres 25-jährigen Thronjubiläums. Das mittlere Kleid stammt von Norman Hartwell aus dem Jahr 1949. Damals wurden gerade die Rationierungen infolge des Krieges aufgehoben und deshalb weite, ausladende Kleider geschneidert. Prinzessin Margret trug das Kleid zu vielen privaten Anlässen. Das orangene Ensemble stammt schließlich einmal mehr von Catherine Walker und wurde 1993 für Prinzessin Diana entworfen.


      Neben den Kleidern selbst sind an den Wänden auch viele Zeichnungen der Entwürfe zu sehen.


      Das schwarze Abendkleid wurde ebenfalls von Catherine Walker für Prinzessin Diana entworfen. Das gelbe Kleid trug die Königin 1978 anlässlich eines Staatsbesuches in Deutschland. Zu einer Zeit, wo nun überall Farbfotografie Einzug gehalten hatte, sollten die Kleider der Königin besonders hervorstechen. Ian Thomas zeigte sich für viele dieser Kleider verantwortlich. Das grüne Abenddress ist ein weiteres Kleid von Catherine Walker, das Princess Diana 1993 anlässlich des Staatsbesuches aus Malaysia trug. Auch das nächste Kleid gehörte der Prinzessin, wurde jedoch 1985 von Zandra Rhodes entworfen und anlässlich eines Staatsbesuches in Japan getragen.


      Das gelbe Kleid stammt von einem unbekannten Designer und wurde 1995 von Prinzessin Margret getragen als sie ihre Schwester, die Königin, zu einem Konzert begleitete. Auch das weiße Kleid gehörte der Prinzessin. 1952 von Christian Dior entworfen, trug sie es zum Pferderennen in Ascot. Prinzessin Margret war seit 1949 eine der berühmtesten Kundinnen von Christian Dior und trug Kleidung aus dem Modehaus bis zu ihrem Tod. Das orangene Kleid trug die Prinzessin 1993 zu einem Besuch bei Bernadette Chirac.


      Schließlich erreiche ich auf meinem Rundgang die berühmte Kings Staircase. Das riesige Gemälde stellte William Kent 1724 fertig. Es zeigt den königlichen Hofstaat von King George I. und zeigt mitunter auch recht eigenwillige Gestalten, die damals am Hofe unterwegs waren.




      Die letzte Ausstellung, die ich besuche, ist die über Queen Victoria. Die junge Prinzessin wurde 1837 nach dem plötzlichen Tod ihres Onkels zur Königin gekrönt. 1819 erblickte sie hier auch das Licht der Welt, zog aber am Tage ihrer Krönung sofort aus, denn die Erziehung war streng und die Prinzessin hier nie glücklich.


      Leider ist die Ausstellung sehr schwer zu fotografieren, da es viele kleine Stücke und Bilder gibt und die Lichtverhältnisse oft schwierig sind. Besonders beeindruckend fand ich jedoch die Kleider der Königin, die gut zeigen, wie klein sie wirklich war. Fast wirken die Roben wie Kindergrößen.


      Auf meinem Rückweg zur U-Bahn laufe ich durch die High Street in Kensington, wo mir dieses Gebäude ins Auge sticht. Es ist das ehemalige Kaufhaus Barkers und wurde 1870 von John Barker und James Whitehead, dem späteren Londoner Bürgermeister, gegründet. 1957 wurde es an die Kette House of Fraser verkauft und 2006 geschlossen. Heute befindet sich im Erdgeschoss ein Whole Foods Market.


      Am späten Nachmittag fahre ich schließlich zurück nach Heathrow. Im Terminal 2 hole ich mein Gepäck aus der Aufbewahrung und begebe mich zum Schalter von Europcar. Hier teilt mir ein Mitarbeiter mit, dass mich vor der Tür gleich ein Shuttlebus abholen wird. Wenige Minuten später ist dem auch so und wir fahren zum Verleiher. Die meisten großen Firmen sind an der Bath Road angesiedelt und so fühle ich mich schon gleich wie zu Hause, denn hier habe ich schon öfter gemietet, die letzten Male allerdings immer bei Enterprise. Nun gut, diesmal hatte Europcar das bessere Angebot. Am Schalter geht alles ganz schnell und kurze Zeit später bin ich auf dem Weg zum Parkplatz #19, wo mein Auto stehen soll. Dort finde ich diesen fast neuen Mercedes vor.


      Ich verlade mein Gepäck und wenige Minuten später bin ich auch schon an der Ausfahrt. Die ersten Minuten Linksverkehr sind immer etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen bin ich routiniert und so geht die Umstellung schnell. Viel Zeit zum Nachdenken hat man hier auch nicht, denn es kommen gleich mal ein paar Kreisverkehre und die mehrspurige Bath Road.

      Viel habe ich heute nicht mehr vor, nur die Fahrt nach Croydon ins Hotel. Das heißt eine viertel Umrundung Londons auf der M25. Erstaunlicherweise klappt das recht zügig und bis auf ein kurzes Stop and Go komme ich gut durch. Nach einer Stunde erreiche das Hilton Croydon. Das Hotel ist nicht mehr das Modernste, aber ich habe es für den Wahnsinnspreis von 57 Pfund pro Nacht buchen können und das über Silvester. Parken ist auch noch frei, als Diamond Member das Frühstück gratis und Hilton Honors Punkte sammle ich ebenfalls. Da habe ich nicht lange überlegt. Und ja, es könnte eine Renovierung vertragen, aber es war sauber und das Bett komfortabel.


      Nach einer Weile auf dem Zimmer wurde mir jedoch recht frisch. Ich hatte die Heizung aufgedreht, aber irgendwie wurde es nicht warm. Draußen war die Temperatur auf den Gefrierpunkt gesunken und hier drinnen auch nur etwa 16-18 Grad. Das geht gar nicht, also rufe ich die Rezeption an. Man verspricht sich zu kümmern. Kurze Zeit später steht ein Mitarbeiter mit einem portablen Heizer vor der Tür. Die würden sie momentan überall an die Gäste verteilen. Na gut, nehme ich den und probiere es. Und tatsächlich, kurze Zeit später ist das Zimmer mollig warm. Na also, geht doch und ich kann zufrieden ins Reich der Träume entschwinden.

      Meilen: 45
      Wetter: -1 - 10 Grad, sonnig
      Hotel: Hilton Croydon


      LG, Betty aka "DA - Immobilien-Maklerin"

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    • PhilippJFry schrieb:

      Naja, ein paar unqualifizierte Zwischenrufe werd ich schon hinbekommen.
      :D

      Kann ja auch nicht jeder Hunderte Kilometer an jedem Flüsschen langradeln und kaputte Steinhaufen anschauen. ;) Da müssen Ulli und ich uns schon mal ab und zu unterscheiden, auch wenn wir an einer Menge Orte beide waren. :D

      PhilippJFry schrieb:

      Ich war übrigens 1993 zum ersten Mal im UK. Weiß leider nicht mehr sicher, mit welcher Fluglinie
      Ich 1996. Aber ohne Flugzeug, sondern mit Bus und Fähre von Hoek van Holland nach Harwich. Danach 2002 mit LH. ;;NiCKi;: Von THF nach LCY. Non-stop. :D
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    • Puhh, Betty, bei Deinen Tempo bleibt mir gar keine Zeit zum Luft holen ... :gg:
      Gerade heute hatte ich mir vorgenommen, Deinen GB Bericht nachzulesen, nun sitze ich dank Jetlag noch in der Küche und will damit anfangen - was sehe ich??
      Deine Nachlese von letzten Silvester...

      Also ziehe ich mir gerade die London-Aus- und Ansichten rein und bewundere alle Kleider im Kensington Palast ... bestaune Deinen Mercedes und überlege, warum das so Hilton günstig war ...
      Nun weiß ich auch das und jetzt sage ich Gute Nacht .... mal schauen, ob ich die nächsten Tage dran bleiben kann, versprechen tu ich besser mal .. nix ;ws108;
      Liebe Grüße
      Anne

      ... nach der Reise ist vor der Reise ;)
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