Old England - Mostly Sunny Roads to the Past - Session 3 - Volume One

    • Caerphilly - Longtown Castle - Clun Castle - Stokesay Castle - Wroxeter


      Der Wetterbericht hatte Recht, in der Nacht hatte es geregnet und am Morgen ist es Grau in Grau. An das Frühstück habe ich keine bleibende Erinnerung, also wird es nicht schlecht gewesen sein. Wir bekommen noch alles trocken ins Auto, aber kaum rollen wir vom Hof, fängt es an zu tropfen. Hoffen wir mal, das der Wetterbericht für heute auch wieder stimmt. Nach 41 km fahr ich an der Abzweigung zum 1. Ziel vorbei und kann erst nach 4km ein Dreherle machen. Immer wieder fahren wir mal in Wales und mal in England. Nach knapp 58km stehen wir auf dem Parkplatz von Longtown Castle, für mehr als 2 Autos ist hier auch kein Platz.

      Longtown hat nicht die typische Entwicklungsgeschichte, man vermutet, das hier zuerst die Römer Erdwälle mit Holzpalisaden errichteten, auf denen Hugh de Lacy dann seine ungewöhnliche normannische Burg mit drei Innenhöfen 1175 erbaute, um im Auftrag von Henry II. die englischwalisische Grenze vor den bösen Waliser zu schützen. Wie alle normannische Burgen erst aus Holz auf Erdwällen, dann später aus Stein neu errichtet, allerdings nicht mit dem typischen normannischen eckigen Wohnturm, sondern mit einem runden Turm, wie er typisch für die Welsh Marches ist. Nach der Eroberung Wales durch Edward I. verlor die Burg an Bedeutung, wechselte öfters den Besitzer, wie den Despensers, den Beauchamps, bis sie im 15. Jh. an die Herren von Abergavenny fiel, denen die Burg bis 1970 gehörte. Im englischen Bürgerkrieg wurde sie dann geschleift, wie die lokale Überlieferung zu berichten weis. Es wurden Häuser in und an die Burgmauern gebaut, die alle wieder entfernt wurden, als die Burg nach 1970 von English Heritage übernommen und restauriert wurde.







      Ich warte derweil auf die sonnigen Abschnitte, die angekündigt waren. Lange muss ich das nicht tun, denn nach wenigen Minuten reist die Wolkendecke für ein paar Minuten auf.














      Gesehen. Über schmale einspurige Straßen, die wir so mögen, fahren wir weiter und erreichen nach 18km im Regen Arthur's Stone, eine 5000 Jahre alte ehemalige Grabkammer (neolithischer Dolmen vom Typ Cotswold Severn Tomb), vor der nur noch die Steine übrig sind, der Grabhügel ist längst verschwunden, auch der 25 Tonnen schwere Deckstein ist gebrochen. Es gibt fünf weitere Gräber in der Umgebung und bei schönem Wetter hat man von hier oben auch eine nette Aussicht auf das Golden Valley, bei der sich CS Lewis Inspiration für seine Chroniken von Narnia holte.


      Der Name bezieht sich auf Legenden um König Artus. So besagt eine Sage, das der Stein den Ort einer von Artus Schlachten markiert, andere das Artus hier einen Riesen erschlug, der auf den Stein fiel, ihn zerbrach und hier begraben liegt und wieder andere, das Artur selber hier begraben liegt.

      Keine Legende ist die Geschichte, das King Charles I. am 17. September 1645 hier seine Armee um sich sammelte und an diesem Stein sein Dinner hatte.







      Wir holen uns unsere Inspiration lieber woanders und fahren weiter durch das walisische Grenzland der Sonne entgegen.






      Gruß
      Ulrich

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.


    • Caerphilly - Longtown Castle - Clun Castle - Stokesay Castle - Wroxeter


      Gegen 13:30 Uhr erreichen wir uns nächstes Ziel, Clun Castle im gleichnamigen Ort Clun.




      Es gibt einen Parkplatz für den Besuch der Burg, der hat nur einen Nachteil, es ist kein Platz frei :EEK:
      Am Up to Date Klohäuschen kann es nicht liegen, da ist alles frei. :nw:





      Dann wohl am freien Eintritt? Schon ehr, wunderbares Hundigassigehen Areal. Wir haben Glück ein Herrchen kommt gerade zurück und schwups stehen wir in der Parklücke.





      Die Wartezeit auf die sonnigen Abschnitte verkürzten wir mit dem Lesen der Infotafeln.

      Clun Castle wurde neben einem Dorf unserer sächsischen Vorfahren Ende des 11 Jh. von den Normannen Robert de Say am Ufer des Rivers Clun gegründet. Wie Longtown Castle diente es der Sicherung der walischen Grenze gegenüber den aufmüpfigen Walisern, die sich einfach nicht mit der Herrschaft der Engländer anfreunden konnten. Als die Burg aus Stein neu errichtet wurde, baute man gleich ein neues Dorf samt Stadtmauer daneben. Dafür mussten die Bewohner Miete zahlen, und das sicherte den Lords ihr Einkommen. Und der Wollhandel. Durch die Heirat von Isabella de Say mit William Fitzalan, den Lord of Oswestry, gelangte es in den Besitz der Fitzalan Familie für die nächsten 400 Jahre. Nach dem Tod ihres ersten Mannes, heirate Isabella noch zweimal, so schuf Isabella aus dem Zusammenschluss der beiden Herrschaften Clun und Oswestry den Beginn einer mächtigen Adelsfamilie. Der 3. Ehemann lies dann die heutige Burg mit Donjon erbauen, eine Mischung zwischen militärischer Festung und komfortablen Wohnens.





      1244 erbte John FitzAlan die Burg von seinem Vater und gelangte zudem durch Heirat an Arundel Castle. Letzteres war etwas komfortabler und so wurde Arundel zum 1. Wohnsitz. Clun wurde zum Jagdschloss mit Lustgarten umgestaltet, die Pferdezucht blieb aber auf Clun Castle. Mit dem Tod des 20. Earl of Arundel ging die Burg an den 1. Earl of Northampton, Henry Howard. Obwohl nicht in die Kämpfe des englischen Bürgerkrieges verwickelt, wurde Clun Castle auf Befehl des Parlaments geschleift.
      1894 erwarb ein Nachfahre der ursprünglichen Familie,
      Henry Fitzalan-Howard, 15. Duke of Norfolk die Ruine um sie in ihren Zustand zu bewahren. Verwaltet wird sie indes von English Heritage.

      Endlich kam Abwechslung in den Himmel. Was man auf den Bilder nicht sieht: bei angenehm warmen Temperaturen fegten die Wolken über den Himmel und deren Schatten über das wogende Grün unter uns. Da das Gras zudem vom Wind gebeutelt wurde, sahen die Wiesen fast aus wie vom Sturmwind gepeitschtes grünes Wasser. Konnte man Stundenlang zuschauen, doch dann comes the sun.














      Nach 75 Minuten saßen wir wieder im Auto und zuckelten unserem letzten Ziel entgegen, diesmal mit der Sonne im Schlepptau. Die interessanteste Ansicht von Clun ist die Westseite, aber für diesen Marsch durch die Prärie fehlte uns die Motivation und die Zeit.

      30 Minuten später standen wir auf dem Parkplatz von Stokesay Castle.
    • Caerphilly - Longtown Castle - Clun Castle - Stokesay Castle - Wroxeter





      Stokesay Castle ist keine Burg, sondern ein befestigtes Herrenhaus von Laurence of Ludlow, seiner Zeit der Wollhändler in England. Errichtet am Ende des 13. Jh. hat es sich nahezu unverändert über die Jahrhunderte in unsere Zeit gerettet. Es ist eines der besterhaltenen befestigten Herrenhäuser Englands.
      Die Errichtung dieses sicheren Wohnhauses durch Ludlow sollte auch Einkommen durch Landwirtschaft erzielen. Bis zum Ende des 16. Jh. blieb es im Besitz der Familie, dann wurde es weiterverkauft und ging durch verschiedene Hände. 1641 gehörte Stokesay Castle William Craven, dem ersten Earl of Craven und Unterstützer von Charles I. 1645 standen dann auch hier die New Model Army vor der Tür und zwang die Garnison nach kurzer Belagerung zur Übergabe. Auch Stokesay sollte geschleift werden, es wurden jedoch nur geringe Schäden angerichtet. 1813 war Stokesay aufgegeben, vernachlässigt und rottete so vor sich hin. In 1830er und 1850er wurden vom 2. Earl of Craven erste Restaurierungsmaßnahmen unternommen, die der Industrielle John Derby Allcroft nach dem Erwerb in den 1870er fortführte. Unüblich für die damalige Zeit, es wurde nichts an der Bausubstanz verändert. Für Allcrofts Nachfahren wurde es im 20. Jh. immer schwieriger die Bausubstanz zu erhalten. Erst 1986 erklärte sich Allcroft bereit, Stokesay unter die Verwaltung von English Heritage zu stellen und nach seinem Tod ging Stokesay ganz an die Organisation über, allerdings ohne Möblierung. Verschiedene Konzepte wurde diskutiert und verworfen, man entschied sich schließlich die Anlage so zu erhalten, wie man sie bekommen hatte.









      Adam & Eva




      Der Teufel


      der Rittersaal, entstanden um 1280


      der Rittersaal



      Der Solar. Dieser englische Begriff lässt sich wohl am besten mit den privaten Gemächern des Hausherrn übersetzen. Sind es die Gemächer der Dame des Hauses, findet sich dafür im deutsch der Begriff Kemenate. Die Vertäfelung aus dem 17. Jh. ist ohne Nägel angefertigt.


      der geschnitzte Kamin, ursprünglich bemalt





      Zuletzt erklimmen wir den fünfeckigen Südturm.





      2 Stunden halten wir uns hier auf, wir finden sogar noch Zeit für den "Tearoom" dessen Kuchen wir draußen auf der Bank am Torhaus zu uns nehmen. Dann fahren wir weiter zu unserem The Wroxeter Hotel am Rande von Shrewsbury, unsere Bleibe für die nächsten 2 Nächte. Wir checken schnell ein und fahren dann gleich wieder los um noch was zu Essen zu bekommen. Nach einer Ehrenrunde durch Shrewsbury fällt unsere Wahl auf den Pub The White Horse. Eine gute Wahl, wir werden morgen hier wieder einfallen.

      Auf dem Rückweg zwingt uns ein Regenbogen bei den römischen Ausgrabungen Wroxeter Roman City zum Anhalten. Blöd nur, das wir nichts zum Knipsen dabei haben. Da fällt Frau B die Fotofunktion des Möchtegernsmartphone ein, besser als nichts, in seiner ganzen Schönheit passt er allerdings nicht aufs Bild. :nw:





      Zurück am Hotel ist der Regenbogen zwar immer noch zu sehen, aber halt nicht mehr ganz rund. :nw:


      :GN: :schlaf:


      The Wroxeter Hotel
      SY5 6PH Wroxeter | Shrewsbury | £100 inkl. Frühstück für zwei Nächte
    • WeiZen schrieb:

      Da das Gras zudem vom Wind gebeutelt wurde, sahen die Wiesen fast aus wie vom Sturmwind gepeitschtes grünes Wasser. Konnte man Stundenlang zuschauen, doch dann comes the sun.
      Das habe ich zum ersten Mal letztes Wochenende gesehen. Es sieht so genial aus.

      WeiZen schrieb:

      Auf dem Rückweg zwingt uns ein Regenbogen bei den römischen Ausgrabungen Wroxeter Roman City zum Anhalten. Blöd nur, das wir nichts zum Knipsen dabei haben. Da fällt Frau B die Fotofunktion des Möchtegernsmartphone ein, besser als nichts, in seiner ganzen Schönheit passt er allerdings nicht aufs Bild.
      Was für ein klasse Bild! Schade, dass er nicht ganz aufs Bild passt - aber das ist immer noch viel besser als gar nichts =)

      Bei deinem Bericht verstärkt sich mein Verdacht, dass ich die Insel auch mal intensiver bereisen muss...
    • betty80 schrieb:

      huch, es geht ja weiter.
      ;;NiCKi;: gerade noch rechtzeitig aufgesprungen. Gleich gehts wieder weiter.

      betty80 schrieb:

      Du hattest also auch die Hoster Krankheit? Faszinierend.
      Ja aber anders, die Firewall hat mal wieder zu gemacht und über die Benutzerverwaltung ging sie nicht wieder auf. :wut1:

      betty80 schrieb:

      Ansonsten kenne ich gerade nix. Ich bin da irgendwie anders gefahren.
      Das ist ja auch mal was. ;;NiCKi;:

      betty80 schrieb:

      Aber was war das für ein Telefon?
      Du fragst Sachen.
      Ein Samsung, Farbe ist gelb. :nw:
    • Radtour Wroxeter - Ironbridge - Wenlock Priory - Wroxeter



      45 km - Rundkurs
      Höhendifferenz

      190 Meter (Höhe von 41 Meter bis 231 Meter)
      Gesamtanstieg 626 Meter
      Gesamtabstieg 626 Meter
      Gruß
      Ulrich

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.


    • Radtour Wroxeter - Ironbridge - Wenlock Priory - Wroxeter



      Der Grund für die 2 Übernachtungen in Wroxeter war der, das man von hier 3 Ziele bequem mit dem Rad anfahren kann. Nur die Wetterprognosen hielten nicht ganz das, was sie bei der Buchung versprachen. :wut1: Nun gebucht ist gebucht und stornierbar ist die Zimmerrate ja auch nicht, daher hatte ich mich auch brav in der Nacht bemüht, die zu fahrende Strecke auswendig zu lernen, damit ich nicht ständig anhalten muss, um auf das TomTom zu schauen, zudem die Akkuleistung ja auch nicht weit her ist.


      Wieder erwarten war dann heute morgen schönes Wetter, erst einmal. ;,cOOlMan;:


      Kann ich ja beruhigt frühstücken gehen. Im Gegensatz zu anderen, wurden wir prompt bedient und wir bekamen die Karte - und die Cola. ;,cOOlMan;: Es gab alles und wir wählten das Full Continental, einmal mit Käse, einmal mit Räucherlachs, und das war tatsächlich wie ein deutsches Frühstück. :EEK:

      Wir essen zwar brav unsere Teller leer, aber genützt hat es nix, draußen hatte es sich derweil zugezogen. Egal, nur die harten kommen in den Garten, oh yes!!
      Nach knapp 10km die erste Pause in Little Wenlock, da gab es eine nette Bank mit View, wenn es denn View gehabt hätte. X(




      Während es bis her immer taff bergauf ging, folgt nun der rasante Downhill nach Coalbrookdale. Für diese alte Hüttenstadt lieferte derweil das Wetter auch das passende triste Ambiente. Es hat zu nieseln begonnen.

      Hier ist es also passiert, der wichtige Schritt der Industriellen Revolution, hier wurde erstmals Eisenerz mit Steinkohle, statt mit Holzkohle verhüttet und die Eisenbahnschiene erfunden. 1709 pachtete Abraham Darby I das hiesige Hüttenwerk. Er stellte dann irgendwann in den nächsten Jahrzehnten die Verhüttung auf Steinkohle um, damit war die industrielle Massenproduktion möglich. Sein Enkel erbaute dann die erste Brücke aus Gusseisen.
      1767 gab es Absatzprobleme und so goss ein anderer Hüttenbetreiber am Ort Gusseisenbarren in Plattenform auf Lager. Um diese inzwischen sinnvoll nutzen zu können, ersetzte er damit verschlisse Holzbohlenschienen der Hüttenbahn, die Geburtsstunde der Eisenbahnschiene.

      Der alte Hüttenofen ist als Ruine erhalten, das Schutzdach auf dem folgenden Bild unter der Brücke so gerade noch zu erkennen.







      Die beiden Oldtimer trugen wesentlich zur grauen Stimmung bei und halfen uns sich in die Zeit zurück versetz zu fühlen, nur die Luft war besser als damals. ;)
      Wir rollten weiter bergab und trafen im Örtchen Ironbridge auf die Gusseisenbrücke von Darbys Enkel. Dankenswerterweise hörte der Niesel auf und es wurde etwas heller.
      Seit 1779 steht sie hier und überspannt mit ihren 30 Meter den River Severn, die erste Gusseisenbogenbrücke der Welt. Als Werbung für die Brücke, wurde sie nicht nur Ironbridge genannt, sondern auch das Tal in Ironbridge Gorge umbenannt. Uneigentlich heißt sie Coalbrookdale Bridge, auch heute noch. ;,cOOlMan;: Es gibt hier auch ein Museum, das Ironbridge Gorge Museum, waren wir aber nicht drin, nur die Brücke knipsten wir von allen Seiten.

      Da man keine Ahnung im Eisenbrückenbau hatte, baute man sie halt so, wie Zimmerleute das machen. Der BBC lies 2001 die Brücke in einem Modell in halber Größe nachbauen um die Konstruktionsmethoden zu erforschen.
      Bereits 1802 traten Risse im Fundament des südlichen Pfeilers auf, an seiner Stelle wurde schließlich ein eiserner Bogen gesetzt.
      Der Autoverkehr über die Brücke wurde bereits 1934 eingestellt und die Fußgänger mussten noch bis 1950 Brückenzoll entrichten!

















      Wir rollten weiter und bogen nach 3km auf den Parkplatz von Buildwas Abbey ab. Hier lernten wir etwas neues kennen.
      Montag ist zu
      und gleich noch was: Dienstag ist auch zu!! :wut1:
      Heute war Montag ;:ba:;

      Seitdem achten wir ab den Midlands darauf, ob Montag und Dienstag geöffnet ist.

      Kann man machen nix. :nw:
      Die gute Nachricht, der wieder einsetzende Niesel hatte aufgehört, es regnete nun richtig. :EEK:
      Also nix wie weg hier. Zu allem Überfluss ging es nun auch noch die nächsten 6 km bergauf und damit nicht genug, Ich fuhr auch 1 km zu weit den Berg rauf, am Ziel vorbei. Umgedreht, untergestellt, dann schüttete es richtig. :EEK:

      Wir haben Wenlock Priory erreicht.
      Während es so vor sich plätscherte hatte ich mal Muße mir den Audioguide zu Gemüte zu führen.

      Wenlock Priory ist alt. Nicht die heutige Ruine, auch wenn die auch alt ist, der Ort an sich. Die heutige Klosterruine ist eine clunistische Gründung um 1200 (Cluniazensische Reform = eine Reformbewegung der katholischen Kirche, ausgehend vom burgundischen Benediktinerkloster Cluny), von Roger de Montgomery, der nach der normannischen Eroberung auf den Fundamenten des alten Kloster ein neues errichten lies. Es war unter den ersten Klöster die Henry VIII auflöste, mit den kleinen fing man ja an. Einzig das Haus des Priors überlebte, da es in ein Herrenhaus umgewandelt wurde. Der Rest des Kloster ging in den Farmen der Umgebung auf.

      Aber zurück zur Gründung.
      Merewalh, König von Magonsaete gründete also das Kloster um 680 und seine Tochter Mildburh (Milburga) wurde später Äbtissin des Klosters. Sie war die älteste von drei Schwestern die mit den drei christlichen Tugenden verglichen wurden, Glaube (Milburga), Hoffnung(Mildgytha) und Barmherzigkeit (Mildrith).

      Milburga wurde begehrt von einem Prinzen der Umgebung und wenn sie nicht freiwillig in die Heirat einwilligt, dann halt mit Gewalt. Milburga flüchtete über den Fluss, der nach ihr zu einem reißenden Strom an schwoll, und es so dem Prinzen unmöglich machte, den Fluss zu durchfurten. Milburga rettete sich ins Kloster, trat dem Benediktiner Orden bei, wurde in Frankreich ausgebildet und später Äbtissin in Wenlock. Legenden erzählen, das sie es gut mit Vögeln konnte, wenn sie zu ihnen sprach ließen sie vom Getreide ab. Oder das sie Quellen sprudeln und Gerste besser wachsen lassen konnte. Und natürlich Heilerin. Sie verkörperte die Verschmelzung des Heidentums mit dem Christentum in dieser Gegend. Sie starb am 23. Februar 725 und wurde heilig gesprochen. Ein Einfall der Dänen zerstörte später das erste Kloster.

      Als die Benediktiner Mönche aus Cluny eintrafen und das Kloster neu erbauten, fanden sie Milburgas sterbliche Überreste, bzw. was sie glaubten es wären Milburgas Knochen. Darauf basisierend entwickelten die Mönche Wenlock als Pilgerstätte für Leprakranke. Amen.

      Ihr seid erlöst, der Regen hat aufgehört.


























      Eine Stunde blieb es trocken von oben, dann wurde der Regenmacher wieder aktiv. Zusammen mit dem Regen rauschten wie die nächsten 6 km die Hügel hinunter, zum Leidwesen der Autofahrer, die uns nicht überhohlen konnten. Dann verließen wir die A458. Zu faul das TomTom zu befragen, verlies ich mich auf meine Erinnerung. Naja ganz funktionierte sie nicht, wie man der obigen Karte entnehmen kann, aber schließlich landeten wir wieder am Hotel. Da es nach dem Verlassen der A458 auch aufhörte zu Regnen, war der Schlenker auch nicht weiter tragisch.
      Wir drehten im Zimmer die Heizung auf, und hängten die Hosen darüber. Dann fuhren wir wieder zum White Horse zum Abendessen. Zurück im Zimmer empfing uns eine schwüle Hitze, aber die Hosen waren trocken, Heizung reduziert und Fenster aufgerissen.
      Game over für heute.
      :GN: :schlaf:

      The Wroxeter Hotel
      SY5 6PH Wroxeter | Shrewsbury | £100 inkl. Frühstück für zwei Nächte
    • WeiZen schrieb:

      Nach knapp 10km die erste Pause in Little Wenlock, da gab es eine nette Bank mit View, wenn es denn View gehabt hätte.
      Schönes Foto, das beschreibt so ein wenig den Tenor des Tages: Im Regen (stehen).

      WeiZen schrieb:

      nur die Luft war besser als damals.
      ;haha_

      WeiZen schrieb:

      Die gute Nachricht, der wieder einsetzende Niesel hatte aufgehört, es regnete nun richtig.
      Naja, wenigstens klare Verhältnisse ;haha_
      Marc.
    • Skuromis schrieb:

      Schönes Foto, das beschreibt so ein wenig den Tenor des Tages: Im Regen (stehen).
      ;;NiCKi;:

      Skuromis schrieb:

      Naja, wenigstens klare Verhältnisse
      ;;NiCKi;:

      Sommarvisa schrieb:

      Du wirst vermutlich erfolgreich sein
      :EEK: ;ws108;

      Sommarvisa schrieb:

      Die Radtour bei diesem Wetter - Ich glaube, meine Laune wäre ziemlich gekippt.
      Ja die Zeiten gab es auch mal. Ist aber eine Ausnahme, normalerweise machen wir das auch nicht sehen Auges freiwillig.
    • Die Gegend ist wunderschön :clab: , aber ich hätte euch besseres Wetter zum Erkunden gewünscht. Aber das satte Grün muss ja irgend woher kommen ;,cOOlMan;: .

      Du schleppst ganz schön an deiner Kamera. Zumindest die Holztreppen hoch machtest du einen angestrengten Eindruck ;) :gg: .

      Das Regenbogenbild vom Möchtegernsmartphone ist nicht mal schlecht..
      Liebe Grüße

      Ilona



      "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)


    • WeiZen schrieb:

      Nur die Wetterprognosen hielten nicht ganz das, was sie bei der Buchung versprachen
      Waaaaaas????? Ihr habt dort oben keinen blauen Himmel?????
      Spaß beiseite, der Tag war zumindest von den Bildern her echt schön. Alle Achtung, dass Ihr auch bei solchem Wetter den Drahtesel bemüht.
      Herzliche Grüße
      Michelle
    • Bin auch wieder hinterhergehechelt. .puh!;

      WeiZen schrieb:

      Stokesay Castle
      Kommt mir irgendwie bekannt vor, aber woher nur? ;][; ;;MfRbSmil# ;) Gefällt mir jedenfalls sehr gut. ;;NiCKi;:
      Kenn' ich, das kommt bei Game of Thrones auch öfter vor. :gg: :SCHAU:

      WeiZen schrieb:

      Auf dem Rückweg zwingt uns ein Regenbogen bei den römischen Ausgrabungen Wroxeter Roman City zum Anhalten. Blöd nur, das wir nichts zum Knipsen dabei haben.
      :ohje: Totale Fehlplanung. :p Aber trotzdem genial. :!!
      Viele Grüße
      Claudia

      (a.k.a. Wildfire Woman ;;;MN;: a.k.a. Miss Chaco )
    • Saguaro schrieb:

      Die Gegend ist wunderschön
      Nicht unnett. ;;NiCKi;:

      Saguaro schrieb:

      Aber das satte Grün muss ja irgend woher kommen .
      Aber doch nicht, wenn just dort sind. ;)

      Saguaro schrieb:

      Du schleppst ganz schön an deiner Kamera. Zumindest die Holztreppen hoch machtest du einen angestrengten Eindruck
      Das täuscht, ich schaue immer so.
      Anstrengend wird es bei steinernen Wendeltreppen. .puh!;

      Saguaro schrieb:

      Das Regenbogenbild vom Möchtegernsmartphone ist nicht mal schlecht..
      Stimmt.

      Canyonrabbit schrieb:

      Waaaaaas????? Ihr habt dort oben keinen blauen Himmel?????
      :sens: :sens:

      Canyonrabbit schrieb:

      Alle Achtung, dass Ihr auch bei solchem Wetter den Drahtesel bemüht.
      Ich erkenne mich selbst nicht mehr wieder.

      Raven schrieb:

      Bin auch wieder hinterhergehechelt.
      :clabhands: :clabhands:

      Raven schrieb:

      Kommt mir irgendwie bekannt vor, aber woher nur?
      Am Teufel kann es nicht liegen. ;) ;;MfRbSmil#

      Raven schrieb:

      Kenn' ich, das kommt bei Game of Thrones auch öfter vor.
      :idee:

      Raven schrieb:

      Totale Fehlplanung. Aber trotzdem genial.
      Regenbogen lassen sich so schwer planen. :nw:
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