Jarbidge Canyon Pinnacles, NV

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    • Jarbidge Canyon Pinnacles, NV

      Der Name Jarbidge kommt von den Shoshone, was soviel wie "Devil" bedeutet. Die Shoshone Indians glaubten, dass ein großes Monster "Tsawhawbitts" im Canyon lebte und Krieger entführte. Sie jagten das Monster in eine Höhle und verschlossen diese. Eine andere Geschichte erzählt, dass die Shoshone irgendwann genug von den Angriffen hatten und sie zogen weg aus dem Canyon. Der Name "Tsawhawbitts" änderte sich zu "Jahabich" und dann zu "Jarbidge."







      Jarbidge ist ein kleiner Ort im Elko County, Nevada, am Rande der Jarbidge Wilderness, ein paar Meilen südlich der Idaho/Nevada Grenze und ist bekannt für seine Abschiedenheit. Nach Jarbidge kommt man entweder von Rogerson, Idaho, so wie ich gefahren bin, oder auf einer 80 Meilen lange Gravel-/Dirt-Road über die Berge. Diese Road ist aber in der Regel von Oktober bis Juni wegen Schnee gesperrt, ein 4WD ist dort ratsam.

      Der Weg von Norden ist fahrtechnisch ziemlich einfach - Asphalt und die letzten ca. 18 Meilen durch den Jarbidge Canyon sind eine gute Gravelroad.


      Die nächsten größeren Orte sind Wells in Nevada und Twin Falls in Idaho. Ich bin von Twin Falls aus nach Jarbidge gefahren - ca 95 Meilen.

      Achtung - die Fahrt durch den Jarbidge Canyon ist ein Zeitfresser, denn man muss alle paar Meter anhalten, um die großen und tollen Pinnacles zu fotografieren.

      In Ghost Town Internetseiten wird Jarbidge als Ghost Town geführt, aber die paar Einwohner verneinen, das Jarbidge eine Ghost Town ist und sie wollen auch nicht den Status eine Ghost Town haben.

      1909 wurde in der Nähe von Jarbidge Gold gefunden und löste damit einen der letzten Gold Rushes im amerikanischen Westen aus. Bis 1911 wuchs die Bevölkerung bis auf 1200 Einwohner an, nahm dann aber wieder kontinuierlich ab. Der Goldabbau kam 1932 zum Erliegen und die meisten Einwohner verließen Jarbidge. Heute wird die Einwohnerzahl, die ständig hier leben auf unter 20 geschätzt und die meisten leben vom Tourismus (im Sommer) und von den Jägern, die vor allem im Herbst nach Jarbidge kommen. Auf der Karte habe ich gesehen, dass es um Jarbidge viele Minen geben soll. Inwieweit die noch in Betrieb sind bzw. "Privat Property" sind weiß ich leider nicht.

      In Jarbidge gibt es auch das Outdoor Inn - eine Bar, Cafe und das dazugehörige Motel. Es hat im Sommer und Herbst geöffnet. Es wäre ideal, um die vielen Minen zu erkunden.




      Etliche Häuser sind nicht mehr bewohnt, aber dazwischen gibt es auch immer wieder bewohnte Häuser.




      Am Ortsrand die Trading Post:



      Aber zurück zu den Pinnacles im Jarbidge Canyon. Die einfache Anfahrt ist von Rogerson, ID an der US 93. Bis zum Jarbidge Canyon sind es etwa 46,5 Meilen, alles Asphalt. Teilweise geht es durch eine ganz leicht hügelige Landschaft, teilweise ist es wirklich flaches weites Land mit fast keinen Höhepunkten, wenn man einmal von der Weite des Landes absieht. Man kann sich nicht vorstellen, dass tiefe Canyon das Owyhee Upland durchziehen, wenn man durch dieses flache weite Ebene fährt.






      Und dann ganz plötzlich steht man vor einem Canyon, den Jarbidge Canyon. Die Road führt in den Canyon hinein und ist ab hier eine Gravelroad bis Jarbidge.




      Dann geht es im East Fork des Jarbidge Canyon etwa 4,3 Meilen in nordwestliche Richtung. Hier vereinen sich der East Fork des Jarbidge River und der Jarbidge River. Wer weiter im Jarbidge Canyon nach Nordwesten hinein will, der muss ab hier zu Fuß gehen. Einen Wanderweg soll es nicht geben, man muss sich den Weg selber suchen. Ich habe aber gehört, dass es reichlich viele Klapperschlangen im Canyon geben soll.




      Von hier führt die Road durch den Jarbidge Canyon nach Süden. Der Weg dorthin ist das Ziel, denn in diesem Canyon gibt es etliche interessante Felsformationen - die Jarbidge Pinnacles.

      Bis nach Jarbidge sollte es laut Map von hier aus noch knapp 13 Meilen sein. Dafür habe ich etwas über eine Stunde gebraucht. Nicht was man jetzt eventuell vermutet, die Road war in einem sehr guten Zustand und man kam auch fast überall an einem entgegenkommenden Fahrzeug vorbei. Aber die Felsen an den Canyonwänden halten einen so lange auf. Am Anfang ist es zwar auch schön durch diesen Canyon zu fahren, aber etwas Besonderes gab es nicht zu sehen. Das änderte sich schlagartig, auf der Westseite tauchten die ersten Felsformationen auf. Je weiter man fuhr, desto mehr bekam man von den Spires und Pinnacles zu sehen. Immer wieder muss man an schönen Stellen anhalten und Fotos machen. Irgendwann überquert man auch die Grenze nach Nevada, denn Jarbidge liegt in Nevada. Aber ein Schild "Welcome to Nevada" wie sonst üblich sieht man hier nicht. Die tollen Pinnacles aus Basalt und Rhyolite findet man auf etwas mehr als 3 Meilen auf beiden Seiten der Road.

      Ein paar Bilder:














      Kurz vor Jarbidge hörten die Spires und Pinnacles fast schlagartig wieder auf und der Canyon wurde auch etwa breiter.

      Auf der Rückfahrt durch den Jarbidge Canyon habe ich wieder etliche Bilder gemacht, irgendwie sah es ganz anders aus als bei der Hinfahrt.


      Weitere Bilder vom Jarbidge Canyon und von Jarbidge.
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