Erfahrung mit Ausgleichzahlungen gemäß EU-Fluggastrechten (Lufthansa)

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    • Erfahrung mit Ausgleichzahlungen gemäß EU-Fluggastrechten (Lufthansa)

      Hallo liebe DA-Forumsgemeide,

      nachdem wir bei dem letzten USA-Flug schon eine Zusatznacht in London verbringen durften, hat uns die Lufthansa jetzt noch eine in Singapur bescherrt und nachdem wir die BA-Geschichte aus dem Oktober, die uns eigentlich nach Aussagen der Crew ganz klar erschien, jetzt wohl an einen Anwalt übergeben müssen, wollten wir mal hören welche Erfahrungen es hier mit Lufthansa schon gibt.


      Unsere Maschine sollte eigentlich um 23:55 am Donnerstag gehen. Gegen 1:30 Uhr nachdem das Gate eigentlich schon offen war, kam dass die Auskunft von der Pilotin, dass die A380 defekt sei, erstmal ein Techniker von Frankfurt eingeflogen werden müsse und wenn überhaupt frühestens Freitag 23:55 Uhr gestartet werden kann. Umbuchungen auf andere Airlines waren angeblich nicht möglich. Da in der Stadt wegen des anstehenden Neujahrsfestes alles ziemlich ausgebucht war sah sich die Stationscrew nicht in der Lage sich um Unterkunftsmöglichkeiten zu kümmern. Es wurde gebeten, dass selber zu tun oder Decken angeboten.

      Wir haben dann, angesichts der späten Uhrzeit und der Tatsache, dass wir wohl noch einen ganzen Tag zur Verfügung hatten ein Zimmer in dem Hotel in dem wir vorher waren gebucht. Vor Ort sagte man uns, dass die 350 € angesichts der Buchungslage und Umstände wohl in Ordnung gehen und sicher erstattet werden. Ganz glauben kann ich es noch nicht.

      Am Ende wurden wir, dank Status, zum Glück auf eine Nachmittagsmaschine von Singapur Airlines umgebucht, so hatten wir am Ende nur 15 Stunden Verspätung. Informiert darüber wurden wir allerdings auch nur per Mail keine 3-Stunden vor dem Abflug. Zufall das wir die überhaupt gesehen haben. Vorher wurden wir nämlich immer über SMS informiert.

      Hat jemand Erfahrung mit einem diese Flugrechteservice aus dem Internet oder einen Tipp für einen Anwalt im Kölner Raum? :)
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      Grüße Michi
    • rababa schrieb:

      Hat jemand Erfahrung mit einem diese Flugrechteservice
      Ich selber noch nicht, aber meine Tochter bereits zweimal, und zwar mit flightright. Das hat beide Male super funktioniert. Falls ihr ne Rechtsschutzversicherung habt, die solche Fälle abdecken, könnt ihr natürlich auch einen Anwalt nehmen, denn dann bekommt ihr die ganze Entschädigung. Flightright behält im Erfolgsfall 25%. Dafür hat man aber auch nichts mit der ganzen Sache zu tun, ausser sie bei flightright zu melden.

      EDIT: auf der Webseite von flightright kann man auch die Daten eingeben und bekommt gleich zu sehen, ob einem ein Geldbetrag zusteht oder nicht.
    • Wir haben relativ häufig damit zu tun.
      Nach meiner Erfahrung bekommt man ohne Anwalt oder Flightrights - nichts!!
      Die Mail an Lufthansa kann man sich getrost sparen

      rababa schrieb:

      Vor Ort sagte man uns, dass die 350 € angesichts der Buchungslage und Umstände wohl in Ordnung gehen und sicher erstattet werden.
      Auf solche Aussagen von vor Ort würde ich leider gar nichts geben ;,cOOlMan;:
      sportlich entspannte Grüsse

      Markus
    • Danke euch Beiden schon mal.

      malenz schrieb:


      rababa schrieb:

      Vor Ort sagte man uns, dass die 350 € angesichts der Buchungslage und Umstände wohl in Ordnung gehen und sicher erstattet werden.
      Auf solche Aussagen von vor Ort würde ich leider gar nichts geben ;,cOOlMan;:
      Ja, dass ist zu erwarten. Das war uns aber in dem Moment auch egal. Wir waren den ganzen Tag unterwegs und stehend KO als wir um 3:00 Uhr endlich im Hotel waren und schlafen konnten. Ich denke die Lufthansa ist immerhin verpflichtet uns den Betrag für einen "angemessene" Übernachtung zu zahlen und die Taxikosten und auch wenn wir nur die Fluggastentschädigung bekommen ist das in Ordnung. Wenn wir nichts bekommen ist das auch kein Drama, immerhin hatten wir einen tollen Urlaub, aber so ein bißchen geht es auch ums Prinzip.
      Sich so gar nicht kümmern zu können, fand ich ziemlich schwach. Die wirkten als hätten Sie gar keinen Plan für so einen Fall.
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      Grüße Michi
    • Skuromis schrieb:

      Was ist denn das Problem? Will Lufthansa keine Kosten für die übernachtung erstatten?
      Das wissen wir noch nicht. Wir versuchen gerade zu entscheiden ob es Sinn macht das selber mit der Lufthansa zu klären oder ob wir das gleich zusammen mit unserem anderen Fall an einen Anwalt oder Dienst weiter geben der sich für uns kümmert.

      In den Facebook-Besucherbeiträgen z.B. liest man viel über wochenlange Wartezeiten bis man überhaupt eine Bearbeitungsnummer bekommt.
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      Grüße Michi
    • rababa schrieb:

      Hat jemand Erfahrung mit einem diese Flugrechteservice aus dem Internet oder einen Tipp
      Wenn Du dir fast keine Arbeit machen möchtest, kann ich dir "Flightright" empfehlen. Wir hatten die Firma im Mai 2016 bevollmächtigt für uns gegen Condor eine Forderung zu stellen und nach 3 Wochen hatten wir schon € 843,- auf unserem Konto. Die Firma behält nur eine Provision, die in diesem Fall dann € 357,- war, weil uns € 1200 zugesprochen wurden.
      Flightright prüft zunächst nach deinen Angaben, ob es überhaupt Sinn macht zu klagen und gibt dir dann Info. Falls nicht, ist der Service vollkommen kostenlos.
      Viele Grüße Jörg
    • Skuromis schrieb:

      Ausgleichszahlung ja, aber nur wenn die Airline auch was dafür kann, eben wie bei überbuchen. Da hab ich sogar unaufgefordert die Documente bekommen um meine 300 Euro einzufordern.
      Falsch, die Airline kann was dafür, weil eben das Flugzeug kaputt war. Und deshalb hätten sie auch ein Hotel, Transport und Verpflegung stellen müssen. Habe ich in den USA auch bekommen, als ich in New York festsaß. Die haben es sich da einfach gemacht. Das geht gar nicht. Ihnen steht hier nicht nur Erstattung, sondern auch Entschädigung zu, denke ich.

      Entschädigung gibt es nur nicht, wenn es auf Grund von Wetter etc. passiert. Hier liegt die Schuld aber eindeutig bei der Airline.

      Das ist der einzige Vorteil, wenn man mit einer EU Fluglinie fliegt. Ansonsten greift die Entschädigung nämlich nicht.
      LG, Betty aka "DA - Immobilien-Maklerin"

      Bettys Homepage
    • Wir haben beste Erfahrungen gemacht mit flug-verspaetung.de
      Es kostet 25% von der Erstattung.
      Keine Erstattung, keine Kosten.
      Nach einreichen de Unterlagen gibt es kurzfristig eine Aussage zu den Erfolgsaussichten.
      Defekter Flieger ist zumindest kein Grund, um die Zahlung zu verweigern.

      Gruß, Wolfgang
      Besucht mich hier: hiking-southwest.de
    • betty80 schrieb:

      Falsch, die Airline kann was dafür, weil eben das Flugzeug kaputt war. Und deshalb hätten sie auch ein Hotel, Transport und Verpflegung stellen müssen. Habe ich in den USA auch bekommen, als ich in New York festsaß. Die haben es sich da einfach gemacht. Das geht gar nicht. Ihnen steht hier nicht nur Erstattung, sondern auch Entschädigung zu, denke ich.
      Hotel und Verpflegung ist keine Frage, das müssen sie machen. Entschädigung glaub ich aber nicht. Dazu müsste die Airline ja Versäumnisse aufweisen.
      Was ich noch nicht so ganz verstehe: In diesem konkreten Fall, weigert sich Lufthansa oder wurde noch gar nicht angefragt?
      Marc.
    • Skuromis schrieb:

      Entschädigung glaub ich aber nicht. Dazu müsste die Airline ja Versäumnisse aufweisen.
      Eigentlich schon, denn die kaputte Maschine ist ein Versäumnis der Airline. Das liegt in ihrer Verantwortung. Dadurch ist ja die Verspätung entstanden. Wann soll es denn sonst greifen?

      Hier steht es auch nochmal ganz genau, dass ein technischer Deffekt ein Grund für Entschädigung ist. KLICK

      Kann sein, dass das in der Schweiz anders ist. Weiß ich nicht. Ist ja eine EU Verordnung.

      EDIT: In den USA habe ich auch nur Verpflegung, Hotel und Transport bekommen. War halt mein Pech, dass es eine US Airline war.
      LG, Betty aka "DA - Immobilien-Maklerin"

      Bettys Homepage
    • betty80 schrieb:

      Kann sein, dass das in der Schweiz anders ist. Weiß ich nicht. Ist ja eine EU Verordnung.
      Eigentlich genau gleich, da die auch EU Verordnungen anwenden.
      Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, nur wenn dort trotz fristgerechter Wartungen ein Verschleissteil o.Ä. ausfällt sehe ich das ein wenig Zwielichtig an. Dann wird man es wohl per Gericht klären (oder sonstige Wege). Von meiner Erfahrung (leider hab ich da ein paar), Zahlen die Airlines bei offensichtlich ihren Fehlern meist ohne Aufforderung, bzw. händigen die nötigen Papiere dazu aus.
      So hatte ich immerhin schon einen ersten Klasse Flug, Frankfurt Bangkok + 600 Euro und (weil der Koffer nen Tag länger brauchte) noch nein Einkaufstaschengeld :D
      Marc.
    • Skuromis schrieb:

      (weil der Koffer nen Tag länger brauchte)
      Da hast du aber Glück gehabt. Ich habe mit der LH kämpfen müssen, weil sie mein Gepäck nicht von FRA nach Dublin schaffen konnten.

      Ich muss dazu sagen, dass ich da mit US Airlines viel bessere Erfahrungen gemacht habe. Anscheinend haben die mehr Angst vor Klagen. Dort habe ich jedenfalls schön öfter irgendeinen Ausgleich bekommen, obwohl sie das nicht müssen. War übrigens mal ein Flug IAD-ZHR. :D
      LG, Betty aka "DA - Immobilien-Maklerin"

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    • betty80 schrieb:

      Eigentlich schon, denn die kaputte Maschine ist ein Versäumnis der Airline. Das liegt in ihrer Verantwortung.
      Da hast Du vollkommen recht.

      In unserem Fall ging die Toilette auf dem Rückflug kaputt, und wir mussten zur Reparatur in Island zwischenlanden. Dadurch landeten wir 5 h später in Frankfurt und bekamen auch Entschädigung.
      Viele Grüße Jörg
    • Wir hatten das Problem mal mit Icelandair.
      Maschine konnte auch wegen technischen Defekts nicht starten.
      Wir haben es auch erst über die Airline versucht, aber da kam gar nichts.
      Gott sei Dank haben wir ne Rechtschutzversicherung (sogar ohne Selbstbehalt) und siehe da, innerhalb von 10 Tagen war das Geld auf unserem Konto. Waren aufgrund der Distanz (USA - Island - Holland) und der großen Verspätung 600 Euro x 3 Personen + Auslagen die wir hatten.

      Gruß
      Eva
      Gruß
      Eva :wink4:
    • Danke für eure Kommentare.

      Wir werden es jetzt ersteinmal mit der Lufthansa direkt versuchen und schauen ob wir auch Taxi und Hotel und eine Gutschrift für die kostenpflichtige Notausgangssitzreservierung bekommen. Wenn das nichts bringt schauen wir mal weiter.

      Wir haben jetzt auch mal eine Rechtschutzversicherung abgeschlossen. Falls uns sowas nochmal passiert.

      betty80 schrieb:

      Falsch, die Airline kann was dafür, weil eben das Flugzeug kaputt war. Und deshalb hätten sie auch ein Hotel, Transport und Verpflegung stellen müssen.

      Das sehe ich auch so und ich fand die haben es sich mit der Argumentation, dass es um die Uhrzeit und der Buchungslage in der Stadt zu schwierig ist Unterkünfte zu finden, zu einfach gemacht.

      Insgesamt wirkte das ganze als gäbe es keinen Notfallplan wie man in so einer Situation handelt. Auch so relevante Informationen wie man an sein Gepäck kommt und dass man nochmal durch die Immigration muss usw. wurden nicht richtig wiedergegeben. Erst hieß es z.B., dass die die in Singapur leben schon direkt gehen können und ihr Gepäck abholen können. Dann (nachdem viele schon weg waren), dass man sich in eine Liste eintragen muss in der man angegiebt ob man das Gepäck jetzt mitnimmt oder da läßt usw. ... Schriftliche Bestätigungen oder verbindliche Aussagen über akzeptable Hotelkosten waren auch nicht zu bekommen. Klar ist Singapur nicht der "Heimatflughafen", aber ein bißchen Struktur hätte ich ehrlich gesagt schon erwartet.

      Skuromis schrieb:

      Zahlen die Airlines bei offensichtlich ihren Fehlern meist ohne Aufforderung, bzw. händigen die nötigen Papiere dazu aus.
      Mit Lufthansa haben wir da keine Erfahrungen gemacht, bei BA waren sie leider anders. Bei unserem verspäteten Flug aus LA baten uns die Flugbegleiter uns mal mit Nachdruck bei der Airline zu beschweren, weil es auf dieser Strecke immer Probleme mit Verspätungen gibt und die Groundtime zu kurz ist. Regelmäßige Verspätungen auf der Strecke bestätigten auch andere Mitreisenden und wir hatten im Jahr vorher mit diesem Flug den Fall, dass unser Gepäck den Weiterflug nicht geschafft hat, weil es so knapp war.

      Klar hat man auch Verständnis für die Airlines. Bei dem USA-Flug ist auch unser Hinflug einem Unwetter in London zum Opfer gefallen. Da kann man nichts machen. Aber bei schlechter Planung oder Defekten von denen ich nicht weiß inwieweit die vermeitbar gewesen wären dann ist das Verständnis nicht mehr ganz so groß.
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      Grüße Michi
    • rababa schrieb:

      Wir werden es jetzt ersteinmal mit der Lufthansa direkt versuchen
      Hmm. ich befürchte, da wirst Du in 6-8 Wochen eine Absage erhalten oder Du bekommst € 23,80 als Entschädigung angeboten... :rolleyes:
      Würde mich aber in dem Fall sehr freuen, wenn ich falsch liege ;;NiCKi;:
      sportlich entspannte Grüsse

      Markus
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