The Grange at Northington

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    • The Grange at Northington




      Wir haben noch Zeit für eine weitere Besichtigung, zudem liegt es mehr oder weniger auf dem Weg. Die Zufahrt ist außergewöhnlich: Ein Feldweg. Sachen gibt es. Durch Felder und Wiesen





      schlängelt sich der Weg zur Wiese, die als Parkplatz des Northington Grange führt.









      Die Geschichte des Hauses beginnt 1662 als Robert Henley das Land samt einem bescheidenen Haus darauf kauft. 1665 wird es durch einen vierstöckigen Ziegelbau ersetzt. 1787 stirbt sein Sohn kinderlos und seine Schwester verkauft das Haus an die Banker Familie Drummond.





      1804 angaschierte Henry Drummond einen Architekten um das Haus nach den letzten architektonischen Schrei, dem Greek Revival Style, umzubauen. Das Brandenburger Tor gehört auch in die Kategorie. The Grange war das erste Gebäude in Europa in diesem Baustil. Die Säulenhalle stellt eine Kopie des Theseion in Athen dar. Das alte Haus wurde mit Römischen Zement verkleidet.









      Das Ergebnis wartete Drummond nicht ab, es gefiel ihm nicht und so hat es schon verkauft bevor es fertig geworden ist, an den Nachbarn.





      Die verkauften es später an Charles Wallach, der die Idee hatte, das Haus mit Kunstschätzen zu möblieren und sie dann dem Staat und der Nation zu schenken. Ein gute Idee, doch der Staat lehnte ab. Darüber war Wallach die nächsten 30 Jahre bis zu seinem Tod verbittert. Während des 2. Weltkriegs wurden die Kunstschätze zum großen Teil ausgelagert, weil andere meinten, sie wären hier nicht sicher vor deutschen Luftangriffen. Und so kamen sie in ein Lagerhaus nach Southhampton, wo sie dann durch einen Bombenangriff restlos verbrannten. Am 24 März 1944 trafen sich hier Winston Churchill und U.S. General Dwight D. Eisenhower um über die Invasion in der Normandie zu reden. Wallach bewohnte nun nur noch den Verbindungsflügel des Anwesens mit dem Rest der Gemäldesammlung bis zu seinem Tod 1964.

      Nach seinem Tod kauften es wieder die Nachbarn und wollten es Sprengen, was eine Bürgerinitative ausgelöst durch einen Zeitungsartikel in der Times verhinderte.
      Nun gehört es der English Heritage und in der ehemaligen Orangerie findet nun die 'Grange Park Opera' statt. (Wobei ich den Saal nicht so feudal in Erinnerung habe, wie auf dem Foto auf der Webseite. ;,cOOlMan;: )






      Der Flügel im Hintergrund, die Orangerie







      Im Boden ist eine Modelleisenbahn eingebaut.

















      Die Ausfahrt führt dann beim Nachbarn vorbei und ist geteert.




      Lost Heritage / England's lost country houses
      Gruß
      Ulrich

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