"Change of Plans" - Südwesttour September 2015

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    • :)

      USSPage schrieb:

      Wir, also eigentlich bin ich die Bremse :schaem: , wandern auch sehr gerne, allerdings keine so riesige Touren wie ihr.
      Bei uns bin ich auch (normalerweise) die Bremse. Mein Lebensgefährte ist sehr sportlich. Zum Wandern hat mich überhaupt erst unsere erste Südwestreise 2006 gebracht. Damals waren Touren zu Cedar Ridge im Grand Canyon oder Hike zur Wave, die Emerald Pools im Zion ... noch total herausfordernd und an meinem körperlichen Limit. Dannach wollte ich unbedingt fitter werden um die Touren mehr genießen zu können und habe Blut geleckt. Inzwischen machen wir fast nur noch sportliche Urlaube. Skifahren, Wandern, Klettersteige, Rennradfahren auf Mallorca ... Hätte mir einer das vor 10 Jahren gesagt ich hätte es nicht geglaubt.

      Es kommt auch nicht auf die größe oder Schwierigkeit der Tour an, aber für mich ist das was man wandernd oder spazierend erlebt viel intensiver als das Dinge die ich im Vorbeifahren mitnehmen könnte. Der Riverside Walk im Zion z.B. ist einer meiner liebsten Wege überhaupt. Wenn man ihn nicht gerade mit 5 asiatischen Busladungen teilen muss.
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      Grüße Michi
    • rababa schrieb:

      Zu REI haben wir es diesmal gar nicht geschafft, aber das merke ich mir mal. :)


      Ich vergaß zu erwähnen, dass es einmalig $ 20 Aufnahmegebühr kostet. Sobald man mehr als $ 200 da gelassen hat, lohnt es sich aber. Dafür bist Du dann sowas wie Miteigentümer und darfst den Vorstand mitwählen.


      rababa schrieb:

      Wir hatten viele Merinosachen mit


      Ist das schwerer oder leichter als Funktionswäsche?


      pupsilienchen schrieb:

      Jedes g macht sich bemerkbar. ;)


      Oh ja.


      rababa schrieb:

      Campen ist für uns noch ein recht neues Thema und wir sind da noch so ein bißchen im Findungsprozess was nötig ist und was verzichtbar.


      Das ist ein ständiger Lernprozess. Wir haben da auch schon einiges an Lehrgeld bezahlt. Aber man wird immer besser und die Ausrüstung auch (und immer mehr). Das ist einer der Gründe, warum wir auch in letzter Zeit immer BA fliegen, da kann man so schön viel Handgepäck mitnehmen.
    • PhilippJFry schrieb:

      Ist das schwerer oder leichter als Funktionswäsche?
      Da kommt drauf an. Das gibt in verschiedenen Dicken. Ich habe z.B. ein 150er Merino-TShirt von Icebreaker das 100g wiegt und ein vergleichbar dickes Funktionshirt von Meru, dass 90g wiegt. Ein Ziphoodie mit einer Komibination von Lycra und Meriono wiegt ungefähr 100g weniger als das vergleichbar warmhaltende Powerstretch-Fleece.

      Merino hat für mich den Vorteil, dass es wirklich kaum Gerüche annimmt, das ist gerade bei Socken von Vorteil. Es riecht allerdings selbst ein bißchen nach Schaaf enn man bei sehr heißen Bedingungen wandert. Man sagt auch, dass es nass wärme halten soll als Funktionsfaser. Da bin ich nicht so sicher ob ich das wirklich so empfinde. Funktionsfaser trocknet auf jeden Fall wieder schneller. Auf anstrengenden Touren in den Alpen wo es kalt und windig ist nehme ich immer noch lieber Funktionswäsche. Merino nehme ich eher beim gemütlichen Skifahren und im Sommer.

      PhilippJFry schrieb:

      Das ist ein ständiger Lernprozess. Wir haben da auch schon einiges an Lehrgeld bezahlt. Aber man wird immer besser und die Ausrüstung auch.
      Das glaube ich auch. In dem Urlaub haben wir schon einiges an neuen Erkenntnissen gesammelt und ein bißchen was neu eingekauft was auch mit zurück nach Deutschland gekommen ist.
      Die erlaubten 23kg bei BA sind auf jeden Fall ein gutes Argument.
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      Grüße Michi
    • PhilippJFry schrieb:

      Das ist ein ständiger Lernprozess. Wir haben da auch schon einiges an Lehrgeld bezahlt. Aber man wird immer besser und die Ausrüstung auch (und immer mehr). Das ist einer der Gründe, warum wir auch in letzter Zeit immer BA fliegen, da kann man so schön viel Handgepäck mitnehmen.


      Bei uns ist es u.a. deswegen meistens AA - dort ists ja ähnlich.

      Schmunzeln mußte ich bei dem BA-Passus:

      (sinngemäß): in der Lage sein selbstständig :MG: das Handgepäck ins Overheadbin zu hieven ... ;,cOOlMan;:

      Glaub konkret gibts da gar keine konkrete Gewichtsbeschränkung. ´übsch!
    • rababa schrieb:

      Es kommt auch nicht auf die größe oder Schwierigkeit der Tour an, aber für mich ist das was man wandernd oder spazierend erlebt viel intensiver als das Dinge die ich im Vorbeifahren mitnehmen könnte. Der Riverside Walk im Zion z.B. ist einer meiner liebsten Wege überhaupt. Wenn man ihn nicht gerade mit 5 asiatischen Busladungen teilen muss.
      Das hast du schön gesagt. ;;NiCKi;: Letztes Jahr ging es mir ähnlich. Ich wollte auch fit werden, um die Wanderungen besser genießen zu können und dann bin ich im Chester Park auf´s Knie geflogen und seit dem ist einfach der Wurm drin. ;te: Im Moment wäre ich froh, wenn ich zur Wave kommen würde..... also immer vorausgesetzt wir hätten überhaupt ein Pernit. :gg: :gg:
      Schöne Grüße
      Ursula
    • pupsilienchen schrieb:

      in der Lage sein selbstständig :MG: das Handgepäck ins Overheadbin zu hieven ... ;,cOOlMan;:
      Es reicht auch wenn man einen Mann dabei hat der das für einen tun kann. ;) Zur zweiten Gepäckcontrolle musste ich mein Handgepäck allerdings selber tragen, dass war der Mitarbeiterin zu schwer.

      USSPage schrieb:

      und dann bin ich im Chester Park auf´s Knie geflogen und seit dem ist einfach der Wurm drin.
      Gute Besserung. Manchmal ist einfach der Wurm drin.
      Das schöne in den USA ist aber imho, dass man immer auch eine Alternative findet, auch wenn es manchmal traurig ist, dass das was man sich vorgenommen hat nicht schafft. Als wir in einem Park jemanden mit seinem Rollstuhl an einer kleinen Baustelle auf den Spazierweg geholfen haben ist mir mal wieder bewußt geworden wie behindertenfreundlich vieles in den USA ist und das man auch eingeschränkt viele schöne Dinge sehen kann.
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      Grüße Michi
    • OK, vielleicht probier ich das Merinozeugs mal aus.

      Da fällt mir ein, ich hab ein paar Wollsocken von REI, vielleicht sind die Merino? ;][;


      pupsilienchen schrieb:


      Glaub konkret gibts da gar keine konkrete Gewichtsbeschränkung. ´übsch!


      Doch, 23 kg. Zwei Mal.

      Schon ein großer Vorteil gegenüber z.B. AB und LH.


      USSPage schrieb:

      Chester Park


      Tim?
    • PhilippJFry schrieb:

      Doch, 23 kg. Zwei Mal.

      ... und mit Silver Status bei BA kann man sogar 2 x 23kg aufgeben für alle Passagiere auf der Buchung bzw. 1x bis 32kg für den Karteninhaber.

      Bei uns hat sich allerdings hat sich die Vermutung bestätigt, dass weniger mehr ist wenn man mit einem Midsize SUV und Campingaustrüstung unterwegs ist. Je mehr man dabei hat umso schwieriger ist es im Auto organisiert zu bleiben. Mich nervt ständiges rumsuchen total an und ich habe es gerne ein bißchen strukturiert. Auf dem Rückweg haben wir allerdings 15kg mehr aufgegeben als auf dem Hinflug. :schaem:
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      Grüße Michi
    • USSPage schrieb:

      Im Moment wäre ich froh, wenn ich zur Wave kommen würde..... also immer vorausgesetzt wir hätten überhaupt ein Pernit. :gg: :gg:
      ;haha_ ;haha_ ;haha_
      Sorry Uschi, der war echt gut!!!


      Euer erster Tag gefällt mir sehr gut. Na gut, krank sein im Urlaub braucht echt keiner! Und der DA-Bein/Fußfluch hat dich auch getroffen? :kT:
      Im Yoshi waren wir leider noch nicht, aber du machst mir mit den Fotos echt den Mund wässrig! Man, ist das schön dort. :HERZ4;
      Ihc KAn nshcneller tippne als ein KOlibri mti dne Fügeln shaclgenk ann1!I ;;NiCKi;:

    • Hallo Michi,
      ich werde sporadisch auch dabei sein. Da ich allerdings noch diverse andere Berichte zu Ende lesen muss, werde ich wohl eher wenig posten.

      Wenn du Lebensmittelunverträglichkeiten hast, kannst du bei BA unter sehr viel verschiedenen Menues auswählen. Ich mache das immer, da ich meist keine Lust auch Chicken or Pasta haben. ;)
      Meist bestelle ich mir ein HIndu-Menue, aber man kann auch Laktosefrei usw. wählen.

      Eure ersten Tage fand ich recht gemütlich :!! Das aufgeriebene Knie hätte nicht unbedingt sein müssen X( aber solange es nur Schrammen sind, ist es ja nicht sooooo schlimm :lls:
      Ciao beate :songelb:



      Die Reiseberichte "Irland 2017 und Teneriffa 2017" sind online


      beate-unterwegs.de
    • Mel B schrieb:

      Und der DA-Bein/Fußfluch hat dich auch getroffen?
      Hätte ich mal vorher gewußt, dass es denn gibt. Später traf es es noch so richtig, aber dazu kommen wir noch ...

      beateM schrieb:

      Wenn du Lebensmittelunverträglichkeiten hast, kannst du bei BA unter sehr viel verschiedenen Menues auswählen. Ich mache das immer, da ich meist keine Lust auch Chicken or Pasta haben. ;)
      Meist bestelle ich mir ein HIndu-Menue, aber man kann auch Laktosefrei usw. wählen.
      Schön, dass Du dabei bist. Die Spezialmenüs bestelle ich eigentlich fast immer. Vor den ganzen Unverträglichkeiten war ich Vegetarier. Es ist ganz praktisch, dass man das Essen immer vor der normalen Verteilung bekommt.

      Diesmal war es echt schwierig. Fuktosefrei gab es nicht. Vegan ist eigentlich lecker, wollte ich aber nicht nehmen weil da oft so viele Hülsenfrüchte, Pilze usw. sind bei empfindlichem Darm ganz kritisch. Ich hatte mich dann für laktosefrei entschieden, weil Laktose vertrage ich auch nicht.
      Allerdings hatte ich auf dem Hinflug einen Eintopf mit weißen Bohnen, dazu einen Bohnensalat und ein Dessert dessen Hauptzutat High-Fructose-Corn-Sirup war. Bei der zweiten weiß ich nur noch, dass die Hauptzutat Pilze waren und auf dem Rückflug hatte ich als Abendessen Nudeln ohne Soße aber mit reichlich Bohnen und Pilzen und Manderinen die in Cornsirup eingelegt waren und zum Frühstück Bohnen und Pilze in Tomatensoße. Meine Wahl war also ein voller Erfolg. :D
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      Grüße Michi
    • 12.09 - JT/Sedona: Fahrtag durchs Niemandsland

      Der Plan:
      Früher Aufbruch in Yucca Valley --> direkte Fahrt über die Interstate weiter Richtung Prescott --> ein paar Stunden wandern um den Watson Lake --> Tuzigot NM (wenn noch Zeit)--> Fotostopp in Jerome (wenn noch Zeit) --> hotelnah zu Abend essen

      Die Wirklichkeit:

      Nachdem wir am Vortag wieder so früh ins Bett gegangen sind, war es nicht weiter verwunderlich, dass wir auch früh wach waren. Warum also nicht den Tag nutzen? Schon um 5:45 Uhr saßen wir im fix und fertig gepackten Journey und machten uns auf die Weiterreise. Ursprünglich war geplant die Interstate außen rum zu nehmen, aber nachdem uns gestern ein Ranger beim Passkauf unbedingt dazu riet die Südausfahrt zu nehmen und es uns gestern im Park so gut gefallen hat, machten wir uns auf in Richtung. So richtig wach waren wir anscheinend nicht, denn wir verpassten die Einfahrt in Yucca Valley und probierten stattdessen aus ob es über die Zufahrt aus Twentynine Palms schnell ist. Für die Key Views Road, zu der wir wollten, war es das absolut nicht, dafür stoppten wir ungeplant zuerst beim Skull Rock und das konnte sich auch sehen lassen.

      Diesmal waren wir zur perfekten Zeit da. Der Park lag zu großen Teilen in wunderschönem Licht und wir haben ganz oft gehalten, sind auf Felsen geklettert, haben Steine, Kakteen, Bäume und uns selber fotografiert und den Park quasi ganz für uns alleine. Das Aufstehen hat sich absolut gelohnt.
















      Durch die ungeplante Fahrt zum Südausgang hatten wir nochmal die Gelegenheit den Cochola Garden in goldenem Morgenlicht zu sehen. So gefiehl er uns richtig gut und wir verbrachten viel Zeit mit schauen und fotografieren.







      Zwischendurch gabs zum Frühstück Müsliriegel und Bananen. Auf den ersten Kaffee mussten wir warten bis wir die langen 40 Meilen zum Südausgang geschafft und wir auf der Interstate waren. Der war typisch amerikanisch dünne Plörre und nicht sein Geld wert, aber ich hatte ein bißchen Koffein um nicht am Steuer einzuschlafen. Heute stand der längste Fahrtag der Tour mit über 600km an.

      Die nächsten 200 Meilen waren so typisch amerikanisch wie der Kaffee: Straßen die gefühlt 100km gerade aus gehen, karge eher unaufregende Landschaften und kaum andere Autos unterwegs. Zwischendurch höchstens mal ein Schulbusstopp oder eine Briefkastensammlung am Wegesrand, bei denen man sich fragt: "Wer um Himmels Willen lebt hier?".





      Das Bild änderte sich als Markus das Steuer übernahm. Keine 10 Meilen später fühlten wir uns ein bisschen wie auf einer Passstraße in den Alpen. Die US89 führte in kurvigen Serpentinen stetig bergauf und es wurde immer grüner und kühler. Waren es unten auf der Interstate noch über 35°C waren es zwischenzeitlich gerade mal 20. So viele Harleyfahrer wie auf dieser Strecke und in den Örtchen unterwegs, habe ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Kein Wunder. Es ist richtig schön hier.

      Gegen Mittag meldet sich mein Magen lautstark zu Wort und wir stoppten in Prescott. Da war ganz schön was los. Es fand gerade eine Open-Air-Veranstaltung statt bei denen man Jugendlichen erzählte wie böse Alkohol und Drogen sind. Wir liefen ein bißchen umher und haben in einem urigen Saloon, richtig gute Pulled Pork Sandwiches gegessen. Also eigentlich nicht im Saloon, sondern der etwas ungemütlicheren Hinterhofterasse. Der kranke Markus fröstelte und wollte lieber draussen im Warmen sitzen. Auch etwas das für uns typisch für die USA ist: Frostbeulen müssen im Sommer das Jäckchen überziehen wenn es nach Drinnen geht.

      Eigentlich glauben wir, dass wir an diesem Tag unterwegs jede Menge Fotos gemacht haben. Trotz durchforsten aller Speicherkarten, Notebooks und Handys sind für den restlichen Tag nur ein Essensfoto, ein schiefes Salonschild und 2 - 3 weitere Fotos aufzufinden. Es geschehen merkwürdige Dinge manchmal.







      Unser nächster Stopp war der Watson Lake, den ich erst durch Reiseberichte hier im Forum "entdeckt" habe. Auch hier war mächtig was los. Wir fanden nur schwer überhaupt einen Parkplatz. Unten am See waren viele Picknick-Pavillions, Hüpfburgen und Rutschen aufgebaut und weiter oben wo man loswandern konnte, war eine größere Gruppe mit Drohnen unterwegs. Nachdem es sich zwischenzeitlich ziemlich zugegezogen hatte und Markus schwächelte, liefen wir nur ein kleines bißchen herum und ein Stück herunter zum Ufer, sahen uns die interessanten Felsen und Buchten an, brachen aber bald wieder auf. Wir waren uns einig, dass sich aber ein Abstecher hierher lohnt, wenn er in die Route passt. Im warmen Vor- oder Nachmittagslicht sehen die Felsen bestimmt wunderschön aus und auch eine Kanutour könnten wir uns vorstellen. Prescott als Städchen gefiel uns und trotz des Getümmels auch gar nicht mal so schlecht.







      Weiter ging es über die US89 in Richtung Sedona. Zu Tuzigot konnte ich Markus nicht motivieren, er wollte lieber gleich nach Sedona und in den Red Rock State Park. Die Strecke war weiterhin ganz schön kurvig und bewaldet und es machte Spass hier zu fahren. In Jerome wollten wir kurz für ein paar Fotos stoppen, aber auch hier war richtig viel los und Parkplätze Mangelware, so dass wir einfach durchgefahren sind.

      Kurz vor 16:00 Uhr näherten wir uns Sedona und bogen rechts ab Richtung Red Rock State Park. Dort erlebten wir eine Überraschung: Am Kassenhäuschen teilte uns der Ranger mit, dass man um 17:00 Uhr schließe. Meinen Einwand, dass es ja noch eine bis dahin Stunde ist und wir uns zumindest noch ein bißchen umschauen könnten, wies er mit dem Hinweis ab, dass das viel zu kurz sei. Ok, wenn er einschätzen kann was sich für uns lohnt, dann halt nicht. :rolleyes: Das Naturparks Öffnungszeiten haben, sind wir nicht gewohnt und das wir nicht mehr reinkonnten ist uns nur einmal bei Devils Postpile passiert, wo wir zu spät für den letzten Shuttlebus waren.

      Aber wir ärgern uns nicht lange. Für einen Fahrtag war der bisherige Tag wirklich abwechslungsreich. Wir nutzten die freie Zeit um Erkältungsmedikamente einzukaufen und sind dann zum Hotel damit der kränkelnde Mann sich noch ein bißchen ausruhen konnte, bevor wir uns ins Nachtleben stürzen wollten. Im Zimmer herrschten gefühlt arktische Temperaturen und wir überlegten schon ob wir die Daunenschlafsäcke mitnehmen sollten, dachten dann aber, dass bei über 30°C Außentemperatur bestimmt auch ein Abschalten der Klimaanlage ausreichend ist. Manchmal muss man es ja nicht unnötig kompliziert machen ;)

      Das Days Inn hatte ich mir ausgesucht, da ich im Internet las, dass es gut gelegen und Restaurants und Kneipen schön nah dran wären. Markus hatte ich versprochen, dass wir den Wagen stehen lassen und zu Fuß zum Essen gehen gehen können. Aus dem Grund hatten wir uns dann auch gegen Camping in Sedona entschieden. Tja sagen wir mal so. Nah dran ist in Amerika relativ. Wir sind ganz optimistisch zu Fuß losmarschiert und als es nach 10 Minuten immer noch nicht so aussah als ob wir uns einem Ortskern nähern sind wir wieder umgekehrt um das Auto zu holen. Weise Entscheidung. Bis nach Uptwon, wo man zumindest ein bißchen das Gefühl hatte in einem Ort zu sein, waren es noch 4 Meilen und das war selbst uns zu weit. So richtig begeistert war ich ehrlich gesagt nicht. Ich hatte aus den Fotos geschlossen, dass es eine Art richtiges Stadtzentrum gibt und eher sowas wie in Prescott erwartet. Am Ende war es nur eine kleine Ansammlung von Restaurants und Läden, die so gar nicht mein Ding waren.

      Nach ein bißchen rumlaufen entschieden wir uns für die Pizza Company. Hier gab es dann noch einen Punkt, bei dem es in dieser Tour Optimierungsbedarf gab: Wir hatten mal wieder vergessen wir groß die amerikanischen Portionen oft sind und bestellten viel zu viel. Unsere Pasta, Salat und Pizza hätten für 1 - 2 Mitesser gereicht. Vollgegessen wie wir waren, war es höchste Zeit für das nächste Nickerchen in unserem inzwischen zum Glück angenehm temperierten Zimmer.

      Unterkunft: Days Inn, $115
      gefahrene Meilen: ca. 390

      13.09 - Sedona: Positive Energie
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      Grüße Michi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rababa ()

    • So einen langen Fahrtag hat fast jeder im Programm und wenn man sich dann auch noch nicht einmal wohlfühlt, geht einem schnell die Puste aus ;;NiCKi;: ;;NiCKi;:

      Ihr habt die Strecke ja gut gemeistert :!!
      Um Tuzigot ist es etwas schade, aber man muß natürlich auch ein bißchen Interesse an Ruinen haben :gg: ;)

      Ich hoffe, der Funke für Sedona springt noch über, denn die Landschaft ist wirklich traumhaft dort ;dherz;

      Durch Jerome sind wir heuer auch nur durchgerauscht, mit einem kurzem Fotostopp, bei uns war auch Parkplatzmangel ;haha_
      liebe Grüße

      Ina

    • rababa schrieb:

      Prescott als Städchen gefiel uns und trotz des Getümmels auch gar nicht mal so schlecht.

      Sag ich doch ;;NiCKi;:

      rababa schrieb:

      Ich hatte aus den Fotos geschlossen, dass es eine Art richtiges Stadtzentrum gibt

      Definiere "richtig"?

      rababa schrieb:

      und eher sowas wie in Prescott erwartet

      Prescott ist "alt", Sedona nicht

      rababa schrieb:

      und bestellten viel zu viel. Unsere Pasta, Salat und Pizza hätten für 1 - 2 Mitesser gereicht.

      Da habe ich meine Zweifel.... bei mir bleibt nie was übrig ;) :gg:

      rababa schrieb:

      Unterkunft: Days Inn, $115

      Welches Days Inn?

      Ina schrieb:

      Durch Jerome sind wir heuer auch nur durchgerauscht, mit einem kurzem Fotostopp, bei uns war auch Parkplatzmangel

      Hab ich schon mal gefragt.... der riesig gr Parkplatz hinter dem Feuerwehrhaus.... da ist immer noch Platz!
      Warum wart ihr da nicht? :nw:
      Alf

      Leave nothing but footprints
      take nothing but Pictures
      kill nothing but time
    • Ina schrieb:

      Ich hoffe, der Funke für Sedona springt noch über, denn die Landschaft ist wirklich traumhaft dort
      Die Landschaft fanden wir auf jeden Fall überzeugend.

      alf99 schrieb:

      Definiere "richtig"?
      Ich muss zugeben, dass ich nicht so ganz genau geschaut hatte bei der Buchung wo das Hotel ist. Unseres war wenn man über den HW89 aus Richtung Prescott kommend in den Ort rein fuhr. Ganz am Anfang und nicht so weit weg vom Eingang zum Red Rock State Park. Gibt es mehr als eines?

      Was ich eigentlich sagen wollte: Eine richtige Stadt habe ich nicht erwartet, eher so was wie z.B. Springdale (am Zion) in größer oder Jackson Hole und ich hatte die naive Vorstellung, dass wir vom Hotel aus zu Fuß schlendern können und dann alles irgendwie an der 89 ist. Am Ende war es nicht wirklich dramatisch. Wir waren ja wegen der Landschaft da.

      alf99 schrieb:

      der riesig gr Parkplatz hinter dem Feuerwehrhaus.... da ist immer noch Platz!
      Soweit haben wir gar nicht geschaut.
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      Grüße Michi
    • alf99 schrieb:

      Sag ich doch ;;NiCKi;:
      Jetzt fällt mir wieder ein, dass ich in Deinem Reisebericht gelesen hatte, dass Prescott sehenswert ist. Markus fragte noch: "Sollen wir dort halten zum Essen, lohnt sich das?" und ich :"Glaube schon, einer im DA-Forum fand es gut dort und hat was von einer Whiskey Row berichtet."

      Er dankt Dir also für sein Pulled Pork Sandwich. Das war sein kulinarisches Urlaubshighlight uns er hat es jedes Mal erwähnt wenn wir abends essen waren. :)


      Als ich das gerade nochmal nachgelesen habe fiel mir auch nochmal der "This is not a drive trough Park"-Spruch des Rangers im Red Rock SP auf. Vielleciht hatten wir den gleichen und der mochte Texas nicht, Unser Journey hatte nämlich auch ein texanisches Kennzeichen. :D
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      Grüße Michi
    • rababa schrieb:

      Jetzt fällt mir wieder ein, dass ich in Deinem Reisebericht gelesen hatte, dass Prescott sehenswert ist

      :gg: :!!

      rababa schrieb:

      einer im DA-Forum fand es gut dort

      Wenigstens bin ich "einer" ;,cOOlMan;:

      rababa schrieb:

      Er dankt Dir also für sein Pulled Pork Sandwich

      Gern geschehen!
      Schön, wenn ich etwas bleibendes zu eurer Tour beitragen konnte :gg: ;)

      rababa schrieb:

      der "This is not a drive trough Park"-Spruch des Rangers im Red Rock SP auf

      Das waren exakt seine Worte.... ;;NiCKi;: ;;NiCKi;:

      rababa schrieb:

      Unser Journey hatte nämlich auch ein texanisches Kennzeichen

      :ohje: Dann lag es wohl daran! :gg:
      Alf

      Leave nothing but footprints
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      kill nothing but time
    • 13.09 - Sedona: Positive Energie

      Der Plan:
      WANDERTAG! - Vormittags Devil's Bridge, Nachmittags Soldier Pass oder Airport Mesa, Abends Oak Creek Brewery


      Die Wirklichkeit:

      Heute haben wir endlich länger geschlafen und hatten die Gelegenheit im Motel zu frühstücken.

      Leider fühlte sich Markus immer noch nicht fit und wollte keine größere Wanderung machen. Wir schauten in den Übersichtsplan den wir an der Rezeption bekommen hatten und mir fiel der,"Bell Rock Pathway" ins Auge. Ich glaubte mich zu erinnern, davon gelesen zu haben und hatte einen schönen Spazierweg mit Aussicht im Hinterkopf und so machten wir uns auf den Weg.

      Die Strecke führte uns einmal komplett durch Sedona und belustigt haben wir die ganzen Esoläden registriert, in denen man seine Aura fotografieren lassen konnte. Der folgende Highway 179 führte durch richtig tolle grüne und rote Landschaft.

      Auf dem Parkplatz war schon mächtig was los als wir ankamen, aber die meisten hielten nur an, um vom Parkplatz aus ein paar Fotos der zugebenermaßen wirklich guten Aussicht zu machen:



      Belustigt beobachten wir eine Gruppe Asiaten sich abmühte und bestimmt 20 Versuche brauchte um ihr RV einzuparken. Es sprangen 6 Leute raus, machten ein Foto am Parkplatz und schon gings weiter. Naja nachdem man es dann wieder geschafft hatte auszuparken. Wir haben unsere Wanderschuhe geschnürt und uns auf den Weg gemacht. Was es hier eigentlich zu sehen gab, wußten wir nicht so richtig, aber manchmal muss man sich einfach überraschen lassen.

      Der Trail führte leicht bergauf um den Courthouse Butte und den Bell Rock herum, über sandige Pfade und Slickrock. Im Gegensatz zum Colorado Plateau ist hier zu den roten Felsen alles ziemlich grün und es gibt reichlich Kakteen, Bäume und Sträucher.









      Mir hat es total gut gefallen. Das ist auch ein toller Weg zum Mountainbiken, wenn man (wie ich) noch nicht so gut ist:




      Markus war allerdings ziemlich ... sagen wir mal müde und jammrig. So kennt man ihn normalerweis nicht. Eigentlich ist er nie krank und durch fast nichts zu stoppen. Heute war er aber arg am Schwächeln und wollte nicht mal fotografieren. Zu seiner Erkältung kam hinzu, dass es heute ziemlich heiß und schwül war. Eigentlich wollte ich noch auf dem Rückweg auf den Bellrock aufsteigen, aber Markus war echt nicht fit und so beschlossen wir irgendwann umzukehren. 5 -6 km sind wir immerhin gelaufen.

      Am Parkplatz haben wir beratschlagt was man noch unanstrengendes tun könnte und mir fiel ein, dass ich in einem Reisebericht gelesen hatte, dass man an in der Cresent Moon Area im Oak Creek baden kann und es einen schönen Blick auf den Cathedral Rock hat. Das klang als wäre es genau richtig für uns.

      Auf dem Weg dorthin haben wir noch schnell bei Safeway belegte Baguette und Melone gekauft und uns dann in dem State Park ein schönes, schattiges Plätzchen am Fluss zum picknicken gesucht. Dabei fiel mir das Erkältungsmedikament ins Auge, das Markus sich schon im Walmart in Yucca Valley gekauft und tagsüber brav alle 4 Stunden einnahm. Es verwunderte es mich jetzt nicht weiter, dass er die letzten Tage so müde war: Das tolle Zeugs aus dem Hause seines Arbeigebers war ein für nachts und schlaffördernd. Ab jetzt gabs nur noch das gestern gekaufte Ibuprofen und Nasenspray.

      Außer uns hatten an diesem Sonntag noch ganz viele die Idee am Creek zu entspannen und es war ganz schön was los. Viele hatten Badesachen mit und nutzten das Wasser um sich abzukühlen.








      Ich habe mich darauf beschränkt ein bißchen durch das Flüsschen zu laufen. Die Kamera und alles was nass werden konnte habe ich bei Markus gelassen. Das war ganz schön klitschig und nachdem wir viele, komplett nasse und mit rotem Schlamm beschmierte Menschen gesehen haben, die wohl reingefallen sind, wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen. Zu den geschicktesten Menschen gehöre ich leider nicht.





      Meine neuen grünen Wassersandalen, die ich mir für die geplanten Touren im West Fork of Oak Creek, Narrows und Subway extra angeschafft habe, haben ihren ersten Test erfolgreich bestanden.



      Später sind wir noch zusammen Richtung Cathedral Rock gelaufen und Markus fühlte sich schon wieder so fit, dass wir doch noch wandern wollten.





      Auf dem Rückweg zum Auto zog es allerdings ziemlich schnell zu und es
      fing an zu gewittern. Der vorher übervolle Parkplatz leerte sich in
      Windeseile.

      Die Wanderpläne wurden wieder verwofen und wir sind zurück ins Hotel zum Duschen und Umziehen. Bevor wir aus Langeweile dann doch zum Aura fotogafieren mussten und weil Sonntag Nachmittag war, sind wir zu Kaffee und Kuchen zu Starbucks.







      Währenddessen hörte es auf zu regnen und wir beschlossen spontan noch was zu machen, auch wenn wir weder Wanderschuhe noch die "gute" Kamera dabei hatten. Zuerst sind wir bei der Midgley Bridge gelandet und dort einen kleinen Trail runter zum Fluss gelaufen.






      Zum Sonnenuntergang sind wir noch weiter zur Airport Mesa. Der Aussichtspunkt ganz oben, der schon recht voll war, gefiel uns nicht so richtig und wir sind wieder zurück zu einer anderen Stelle die wir vorher im Vorbeifahren gesehen haben.

      Normalerweise lästern wir immer über die Amerikaner die nur in Flip Flops auf felsigen Wegen wandern. Diesmal habe ich mich mit eingereiht und bin mit meinen Sandälchen auf einen kleinen Gipfel an der Airport Mesa Loop hochgekraxelt. Aber wir sind ja bergerfahren und trittsicher. Also alles kein Problem ;) Der Overlook ist gleichzeitig auch ein Vortex und als wir dort ankamen lagen schon einige Menschen auf dem Gipfel um die Energie aufzusaugen. Wollte ich dann auch mal versuchen, aber außer einen schönen Blick auf die Wolken habe ich nichts gemerkt.





      Keinen Energieschub, aber eine wirklich schöne Aussicht und einen tollen Sonnenuntergang haben wir noch mitgenommen.






      Immer noch satt von den riesigen Baguettes, die wir zum Mittagessen hatten, beschlossen wir nicht mehr essen zu gehen. Nach einem Bierchen und einem belegtem Brot gingen wir zufrieden mit dem Tag ins Bett und freuten uns auf morgen, wenn unser kleines grünes Zelt endlich das erste Mal aus der Tasche durfte.

      Unterkunft: Days Inn, $115
      gefahrene Meilen: ca. 50

      Abkürzung: 14.09 - Sedona/Grand Canyon: Teufelsbrücken und Gewitterstürme
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      Grüße Michi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rababa ()

    • Armer Markus, so ein Mist im Urlaub krank zu sein :rolleyes:

      rababa schrieb:

      Es verwunderte es mich jetzt nicht weiter, dass er die letzten Tage so müde war: Das tolle Zeugs aus dem Hause seines Arbeigebers war ein für nachts und schlaffördernd. Ab jetzt gabs nur noch das gestern gekaufte Ibuprofen und Nasenspray.
      ;haha_
      Herrlich, da muß man sich echt nicht wundern, dass er andauernd müde ist

      rababa schrieb:

      Bevor wir aus Langeweile dann doch zum Aura fotogafieren mussten und weil Sonntag Nachmittag war, sind wir zu Kaffee und Kuchen zu Starbucks.
      Schade, so ein " Aurafoto" wäre echt was Neues hier gewesen :gg: ;)

      rababa schrieb:

      Der Overlook ist gleichzeitig auch ein Vortex und als wir dort ankamen lagen schon einige Menschen auf dem Gipfel um die Energie aufzusaugen. Wollte ich dann auch mal versuchen, aber außer einen schönen Blick auf die Wolken habe ich nichts gemerkt.
      Vielleicht hätte Markus das eher versuchen sollen, so müde wie er war :gg: :gg: ;)

      Wie gefällt es euch denn jetzt so in Sedona?
      liebe Grüße

      Ina

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