Amerikanische Trucks

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    • Haiko, das ist ja klasse. Ich habe dien Thread gerade erst entdeckt. Und das muss ich mir alles mal in Ruhe durchlesen!

      Vielen, vielen Dank!

      Bettina
    • Teil 3 Amerikanische LKW

      Hier habe ich mal eine kleine Zusammenstellung der erlauben Trailer Kombinationen in den einzelnen Staaten.

      1. Erlaubte Trailer auf allen Straßen in diesen Staaten. Klick zum Vergrößern.



      2. Erlaubte Trailer auf ausgewiesenen Straßen wie Maut Strecken oder Schnellstraßen.


      Es wird immer das, was man daraus macht .

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    • Danke fürs Vorstellen, denn Trucks (amerikanische) gefallen mir auch. Schöne, wenn man dort auch ungestört fotografieren kann, denn als ich im Mai in Kingman auf einem großen Truck Parkplatz fotografiert habe - die Farben nebeneinander stehender Trucks gefielen mir - wurde ich des Platzes verwiesen. Die Eigentümer der dazugehörigen Tankstelle hatten zwar Verständnis für meine Freude an den Trucks, aber einige Truckfahrer hatten sich beschwert.

      Also auf nach Panguitch :!!
      Gruß aus München

      Rainer

    • Echt Rainer ? :EEK:

      Ich hatte bisher nie Probleme. Egal ob vorher gefragt oder nicht gefragt.
      Ganz im Gegenteil. Die Fahrer freuen sich fast immer und zeigen mir dann die Kabinen und Führerhäuser.
      Etwas gefachsimpelt und schon komme ich nicht mehr weg.
      Viele Fahrer sind ja selbstständige Fahrer und Besitzer der Fahrzeuge. Oft Wochenlang von zu hause weg.
      Die freuen sich immer, wenn sich nun jemand für die Fahrzeuge und Sie interessiert.

      Wer weis was Du da grad fotografieren wolltest. ;) :D
      Es wird immer das, was man daraus macht .
    • Ein Trucker, der gerade aus der Dusche zurück kam, sprach mich etwas unfreundlich an, ob ich etwa die Leute (Trucker) in ihren Kabinen fotografieren würde. Ich verneinte und sagte nur, dass mir die Trucks gefallen und ich die fotografiere. Vielleicht war dieser A.... es, der die Eigentümer der Tankstelle aufgehetzt hat. :pipa:
      Gruß aus München

      Rainer

    • Teil 4. Amerikanische LKW

      gelibird schrieb:

      diese Trucks

      Ich finde sie übrigens total schön- ein Stück Amerika eben. Hoffentlich verschwinden sie nie von den Highways! Dann würde echt was fehlen!


      Na dann kann ich Dich eventuell ein wenig beruhigen.

      Die meisten verbinden eine Fahrt auf den amerikanischen Interstate oder Highway mit bulligen, eckigen LKW mit langer Haube.



      Leider sieht man in den letzten Jahren immer weniger von diesen tollen Fahrzeugen.
      Die meisten noch in Betrieb befindlichen Fahrzeuge sind in privater Hand. Meist also selbstständige Fahrer, die sich von ihrem alten Fahrzeug nicht trennen wollen oder können.
      Die Speditionen haben schon längst auf neue Modelle umgestellt. Diese haben nicht nur die neuste Technik an Bord, sondern sind recht rund gelutscht und haben entweder eine kurze Haube oder eine kurze Schräghaube.
      Für den cw Wert sicherlich gut geeignet, aber für das Auge eben nicht .Zumindest nicht für Fans der Eckigen Langhauber Fahrzeuge.



      Der größte nordamerikanische LKW Hersteller ist nach der Fusion von Western Star Trucks und Freightliner 1981 und dann nach der Fusion Freightliner und Daimler Benz 2000 die Daimler Benz AG.
      Allerdings wird weiterhin unter dem Namen Freightliner produziert.

      Während auf dem deutschen und europäischen Markt weiterhin die Plattnasen LKW fahren, wurde nun dem Wunsch der amerikanischen LKW Fahrer zugestimmt.
      Neben den neuen Modellen mit kurzer Haube wie hier zu sehen,



      wird das Modell Freightliner Coronado modifiziert und mit der neusten Technik aber mit Langhaube auf unbestimmte Zeit weiter produziert.
      Die Form wird der Moderne angepasst und Ecken und Kannten werden runder.
      Aber dennoch werden sich Fans der Langhauber und die Trucker darüber freuen .

      Hier ein Foto des Coronado.

      Freightliner Coronado
      Es wird immer das, was man daraus macht .

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    • Haiko schrieb:

      Der Aufbau der amerikanischen Fahrbahnen ist nicht annähernd so gut wie der in Deutschland.
      Der Unterbau fällt viel dünner aus und darum halten die amerikanischen Straßen auch nicht so viel Gewicht wie die deutschen Straßen aus.


      .



      Hallo Haiko,

      das ist ja ein Superbericht von Dir. Klasse.
      Nun hab ich als Straßenbauer mal eine Frage an den Fachmann.
      Warum wird in Europa bei den Aufliegern auf den Tandemreifen verzichtet und stattdessen kommt fast nur noch der Super-Single-Reifen zum Einsatz?

      Dieser Super-Single-Reifen hat nämlich einen riesigen Nachteil der uns Steuerzahler teuer zu stehen kommt.
      Ein amerikanischer Sattelzug mit fünf Achsen verteilt seine 36 to auf 18 Reifen. Ein europäschier Sattelzug verteilt 40 to auf 12 Reifen. Dazu herrscht im Super-Single-Reifen ein höher Druck als im Tandemreifen. Und wenn dann die drei Achsen des Aufliegers hintereinander und in Spur über die Straßen rollen ergibt dies die von allen geliebten Spirrinnen. Dazu kommt, dass der Super-Single-Reifen wegen seines hohen Innendruckes eine regelrechte Asphaltfräse ist.
      Bei einer großen Mineralölgesellschaft habe ich in Hamburg mal eine Versuchsreihen dazu gesehen. Dort wurde in einem 40 m langen Versuchsgerät auf der einen Seite ein Super-Single-Reifen und auf der anderen Seite eine Tandemreifen eingespannt. Beide wurden dann mit der gleichen Last auf die Versuchstrecke aus normalen Straßenasphalt gedrückt. Nach einer gewissen Überrollung (ich glaube 20000 Überrollungen) sah der Asphalt unter dem Tandemreifen noch recht gut aus. Unter dem Super-Single-Reifen war die Hälfte der obersten 4 cm (Deckschicht) förmlich rausgefräst.
      Und da die Lkw-Maut ja für alles eingesetzt wird, nur nicht für den Straßenbau, dürfen alle Steuerzahler den Super-Single-Reifen bezahlen.
      Und da Rohöl immer teurer wird und das daraus destillierte Bitumen (Bitumen + Gemisch aus Steinen = Asphalt) proportional dazu ebenfalls im Preis steigt, können wir uns immer seltener die Straßenreperaturen leisten.
      Doch warum ist das so? Warum setzt man in Europa nicht auch auf die Tandemreifen?
      Unsere Straßen würden jedenfalls besser aussehen.
      Und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

      Bernd

    • Meine Erklärung dafür wäre der erhöhte Rollwiderstand und damit höhere Verbrauch. Dafür sieht man hier in der Mehrzahl dreiachsige Auflieger, in den USA sind diese die Seltenheit. Der Tragfähigkeitsindex der Reifen erfordert dies vermutlich, ist aber ausreichend, dass auf eine Zwillingsbereifung verzichtet werden kann (die meintest Du auch oder?).

      Insgesamt muss man jedoch sagen, dass die Straßen hier meist noch weit besser aussehen, als in Usa. Trotz höherem Verkehrsaufkommen hierzulande.
      Lieben Gruß,

      Simon
    • Hüsch schrieb:

      Zwillingsbereifung verzichtet werden kann (die meintest Du auch oder?).

      Insgesamt muss man jedoch sagen, dass die Straßen hier meist noch weit besser aussehen, als in Usa. Trotz höherem Verkehrsaufkommen hierzulande.


      Ja, die meine ich.
      Die Reparatur der amerikanischen Straßen erfolgt auch sehr schnell. Da wird einfach eine Lage Splitt aufgestreut, dahinter kommt ein Tankfahrzeug und streut verdünntes Bitumen drauf. Dann rollt mal eine Walze das Ganze kurz ab und fertig. Das sind Wanderbaustellen und so schaffen die am Tag mehrere Kilometer. Der Verkehr kommt direkt wieder auf die neue, noch nicht abgebundene, Schicht. Jedenfalls hab ich das mal so in Utah und in Oregon gesehen. Und unser weißes Auto sah auch so aus.
      In Deutschland muss mal zuerst eine teure Genehmigung zur Verkehrsregelung eingeholt werden. Dann wird der alte Belag, je nach Schädigung, abgefräst. Bei großen Schäden wird auch noch der Unterbau des Asphaltes aufgenommen und erneuert. Dann kommt neuer heißer Asphalt drauf (mindestens zwei Lagen, bei starkbefahrenen Straßen drei) und wenn die ausgekühlt sind wieder ein Auto fahren.
      Unsere Straßenreparatur kostet somit ein Vielfaches von der amerikanischen Art. Allerdings fließt bei uns auch kein verdünntes Bitumen irgendwo ins Erdreich. Und, unsere Straßen werden nicht "dicker". In den USA geht es ja an manchen Fahrbahnränder ganz schön steil ab. Das kommt davon, wenn man immer nur drauf baut.

      Vom allgemeinen Zustand her habe ich eigentlich keine großen Unterschiede gesehen. Und wenn man sieht, wie oft z.B. der Kölner Autobahn Ring saniert wird....
      Da gibt es keinen Tag in den letzten 20 Jahren ohne Baustelle.
      Und das kommt in Köln nicht vom vielen Frost oder dem Pkw-Verkehr.
      Und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

      Bernd

    • BA64 schrieb:

      Hallo Haiko,

      Hallo Bernd :wink4:

      BA64 schrieb:

      Nun hab ich als Straßenbauer mal eine Frage
      Warum wird in Europa bei den Aufliegern auf den Tandemreifen verzichtet und stattdessen kommt fast nur noch der Super-Single-Reifen zum Einsatz?


      Hättest Du mir damals als Prüfer die Reifenfragen gestellt, wäre ich sowas von dankbar gewesen. War zur Prüfung die leichteste Karte ;;NiCKi;:
      Aber heute ?
      Ok, dann versuche ich mich mal daran.

      Zuerst zum Super Single Reifen.
      Meines Wissens, gibt es keinen Super Single Reifen für die Standart Auflieger.
      Der in Deutschland und Europa meist verbreiteste Reifen auf den Aufliegern ist der 385/65 R 22,5
      Die Maße für einen Tandemreifen liegen meist bei 315/80 R 22,5

      Hier sieht man schon einen Unterschied. Rechnet man 2 Zwillingsreifen zusammen, kommt man auf 630 mm.
      Dem gegenüber stehen die 385 mm des Standart Aufliegerreifen.
      Der heutige Standart Reifen hat also eine kleinere Auflagefläche und somit einen geringeren Rollwiederstand, was sich dem zufolge bei 6 Rädern auf 3 Achsen bemerkbar macht.
      Die Tragkraft des 385 entspricht in etwa der von Zwillingsreifen a 315.
      Zusätzlich zur Sprit Ersparnis kommt noch der geringere Anschaffungspreis des 385 hinzu.
      Rechnerisch für die Spediteure durchaus lukrativ. Ob und wie die Reifen der Fahrbahn schaden, ist erst mal nebensächlich.
      Allerdings kann man sich die prozentuale Belastung schnell selbst ausrechnen, wenn man sieht, dass die gleiche Last nun nicht auf 12 mal 315 mm sondern auf 6 mal 385 mm aufliegt.

      Es gibt noch die Aufliegergröße in 425 mm. Diese sieht man aber eher selten.

      Wir hatten in unserm Fuhrpark damals eine Spezialanfertigung. Einen Jumbo Auflieger mit 3 Achsen.
      Zielstellung war folgende:
      Wir wollten den Auflieger viel tiefer als gewöhnlich, um mehr Ladehöhe zu bekommen.
      Also wurde der ganze Auflieger neu konzipiert und zusätzlich die Räder mit kleineren Durchmessern verbaut.
      Nachteil war nun aber, dass die herkömmliche Reifenbreite nicht möglich war.
      Auf Grund des kleineren Durchmessers, mussten nun extrem breite Reifen aufgezogen werden um die geforderte Traglast zu erreichen.
      Diese waren recht teuer.
      Eigentlich sollte dieser Auflieger fast nur auf der Autobahn rollen und nur große Firmen mit großen Wenderadien anfahren.
      Leider war dieses nicht gegeben und somit wurden die breiten Reifen wie Radiergummi beim Drehen oder Wenden abgeraspelt und geschlachtet.
      Also wurden die nächsten Fahrzeuge als Tandemzüge oder höhere Auflieger gekauft.

      Der Super Single Reifen mit der Größe 495/45 R22,5 wurde für die Antriebsachse der Zugmaschinen entwickelt.
      Dieser sollte die beiden Zwillingsreifen auf der Antriebsachse ablösen.

      Zwar war der Reifen günstiger als als 2 Zwillingsreifen bei gleicher Traglast und hatte einen geringeren Reibungswiderstand und eine Gewichtsersparnis, dennoch wurde Er nie recht akzeptiert oder angenommen.
      Manche LKW Fahrer meinten er würde sich im Leerzustand des Fahrzeuges schlechter fahren.
      Hauptgründe waren aber .

      1. Geringe Laufleistung
      2. Kein passendes Ersatzrad an Bord. Und die Notlaufeigenschaften haben keinen so richtig überzeugt
      3. Man hatte kein passendes Konzept im Fahrzeugbau um das eingesparte Gewicht mit höherer Zuladung auszugleichen

      Angeblich soll er aber wieder im Gespräch sein .
      Es wird immer das, was man daraus macht .

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    • gelibird schrieb:

      Was ist denn unter der Haube? Hat das irgendwelche Vorteile???


      Huhu Angelika

      Dazu hatte ich ja schon was geschrieben.
      Leider sind meine LKW Ordner beim großen Festplattencrash zerstört wurden.
      Somit kann ich keine Fotos dazu einstellen und auch nicht weiter über die Kabinen usw schreiben.
      Aber im Dezember mache ich wieder neue Fotos.

      Habe mich mal ein wenig umgehört und es soll nicht all zu weit von Köthen 2 original USA Trucks geben, welche angemeldet und im Einsatz sind.
      Am Wochenende gehe ich dem auf den Grund.
      Letzte Woche war ich mal wieder beim Köthener Abschleppdienst.
      Habe mich mal über den Volvo Hauber hergemacht.





      Es wird immer das, was man daraus macht .
    • Haiko schrieb:

      wird das Modell Freightliner Coronado modifiziert und mit der neusten Technik aber mit Langhaube auf unbestimmte Zeit weiter produziert.
      Die Form wird der Moderne angepasst und Ecken und Kannten werden runder.
      Aber dennoch werden sich Fans der Langhauber und die Trucker darüber freuen .
      Im letzten Jahr war ich ja in Los Angeles bei einer Freightliner Niederlassung um mir den neuen Coronado anzuschauen.
      Leider war kein Modell auf dem Gelände und mir wurde gesagt, dass es von den Firmen kaum Bestellungen für den Coronado als Sattelzugmaschine gibt. Die meisten Firmen bestellen den Cascadia als Sattelzug.
      Der Coronado wird vorzüglich als Baustellenfahrzeug eingesetzt. Zb. 3 Axen Kipper.

      Hier nun aktuell in Kanada konnte ich den neuen Coronado als Sattelzug im Einsatz sehen. ;;NiCKi;:





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