Kanarra Creek, UT

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    • Kanarra Creek, UT

      Edit carovette: Bitte die Neuerungen für den Kanarra-Creek (permits) beachten ab 01.05.18: KLICK

      Wo die Wanderung im Reisebericht von Katja ja auf großes Interesse stieß, kann ich hier mit einer Beschreibung dienen:

      Glasklares Wasser, rote Felsen, rauschende Wasserfälle, wundersam geformte Auswaschungen, kein Mensch weit und breit - der Kanarra Creek bietet alles, was der Canyonfan begehrt. Leicht erreichbar bietet er sich als nettes Ausflugsziel ab St. George an und lässt sich prima mit einem Besuch des Kolob Canyon kombinieren, dem nördlichen Teil des Zion Nationalparks.

      Wie kommt man hin? Einfach die Interstate 15 Richtung Cedar City an der Ausfahrt Kanarraville verlassen. In dem kleinen Ort ist ein Parkplatz am Trailhead "Kanarra Falls" ausgeschildert. Den scheint die Gemeinde ziemlich neu angelegt zu haben und verlangt 10 Dollar dafür. Andernfalls drohen gleich mehrere Schilder mit dem Abschlepp-Dienst. Wir wollen uns mal nicht lumpen lassen und hinterlegen das Geld. Mit diesen Dorfbewohnern weiß man ja nie. Wer das Geld nicht ausgeben will, aber dafür länger laufen mag, kann in der Ortsmitte parken.

      Die Weiterfahrt (früher möglich) wird durch dieses Tor versperrt:



      Zunächst geht es auf der gesperrten Dirt Road an Wassertanks vorbei, dann ist bereits das erste Mal der Kanarra Creek zu queren. Das geht nicht ohne nasse Füße. Ist aber auch egal, denn in den nächsten Stunden werden wir noch unzählige Male ins eiskalte Wasser steigen.





      Der Trail wird bald schmaler und folgt einfach dem Bach. Verlaufen kann man sich hier nicht, auch wenn der Pfad manchmal nur schwer zu erkennen ist. Im Zweifel muss man eben mal die Seite wechseln. Nach etwa einer halben Meile kommen wir in die Narrows, hoch aufragende Sandsteinwände, die nicht mehr als drei, vier Meter auseinander stehen und durch die der Kanarra Creek fließt. Der ist ab jetzt der Weg. Wir sind schwer beeindruckt von diesem Ort!





      An einem wunderschönen Wasserfall helfen uns an einen Baumstamm geschlagene Holztritte weiter. Dahinter wird das Tal wieder breiter - aber nicht minder spektakulär. So einen tollen Canyon hätten wir hier nicht erwartet. Eine Wasseramsel schaut uns interessiert beim Überklettern der Hindernisse zu.





      Schließlich kommen wir an die nächste Engstelle. Hier geht das Wasser bis übers Knie, dazu sind die Felsen sehr rutschig. Conny schafft es noch über die erste knifflige Passage, kurz darauf folgt allerdings ein weiterer, größerer Wasserfall, den man früher wohl mit Hilfe eines Baumstamms und eines Seils durchsteigen konnte. Beides ist allerdings verschwunden. Ab und an scheinen nette Menschen hier die Steighilfen zu erneuern, es ist allerdings Glückssache, ob die am Platz sind oder bei der letzten Flut weggeschwemmt worden sind. Für uns ist hier jedenfalls Ende.

      Der Rückweg ist dann überraschend schnell absolviert. Auf dem Weg canyonaufwärts haben wir wohl sehr viel Zeit mit Staunen und Fotografieren verbracht. Nun sind wir nach etwa 45 Minuten zurück am Auto und wechseln in trockene Schuhe. Insgesamt haben wir drei Stunden am und im Kanarra Creek verbracht. Es hat sich gelohnt.

      Infos & Karten: klick

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von OliH ()

    • Zu der schönen Beschreibung hier noch meine Karte dazu ;)

      Liebe Grüße und viel Freude bei dieser schönen Wanderung -

      sie ist vor allem im Hochsommer ein Genuss, weil es dann im Canyon schön schattig und kühl ist ...

      Angelika

      Wilderness is not a luxury but a necessity of the human spirit

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      Reiseblog Wild Places - Natur erleben weltweit
    • Vielen Dank Oli und Angelika für die tolle Beschreibung mit tollen Bildern und der Karte :clab:
      Somit ist mein St. George-Tag mit Kolob Canyon und Kanarra Creek richtig schön ausgefüllt ;;PiPpIla;;
      Wandert man hier am besten mit Sandalen oder alten Wander- bzw. Turnschuhen?

      Liebe Grüsse, Moni
    • Hallo Moni -

      für solche Wanderungen nehme ich immer meine alten Desert Boots - die gibt es aber leider nicht mehr X(

      Im Hochsommer, wenn der Wasserstand niedrig und das Wasser selbst nicht mehr so kalt ist, kann man die Tour in Trekkingsandalen machen, ansonsten tun es auch alte Turnschuhe - aber möglichst mit gutem Profil und rutschfesten Sohlen - weil die Steine im Wasser oft glitschig sind und man möchte ja nicht ausrutschen...

      Was auch ganz hilfreich ist, sind Trekking- oder Wanderstöcke. Als ich dort war, hat mir ein netter älterer Mann, der dort am Ortsrand wohnt, einen schönen geschnitzten Wanderstab mitgegeben - das fand ich total nett und ich konnte ihn dann unterwegs auch gut gebrauchen.

      Liebe Grüße

      Angelika
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    • Aus dem Reisebericht:

      Bei Kanarraville fahren wir ab und folgen den Schildern zu den Kanarra Falls.


      Auf dem Parkplatz zahlen wir die verlangten $10 Gebühr, und gegen 10 Uhr starten wir unsere Wanderung. Heute laufen wir in unseren Sandalen. 30 Minuten geht es auf einer Dirt Road Hügel rauf und Hügel runter bis zu einem Wassertank.



      Dann folgen wir einem schmalem Pfad immer am Kanarra Creek entlang über Steine und durch Gebüsch, und zum Teil geht es quer durch den Bachlauf. Das Wasser ist eisig kalt, man hält es nur kurz darin aus, so dass wir von Stein zu Stein hüpfen, wo es nur möglich ist. Nach insgesamt einer Stunde stehen wir vor einem wunderschönen Slot Canyon. Das Licht ist gerade noch gut zum Fotografieren, bevor man zu starke hell/dunkel-Kontraste hat.









      Nun geht es im Creek weiter. Schließlich müssen wir eine abenteuerliche Leiter neben einem Wasserfall hochklettern. Es folgen noch ein paar weitere Wasserfälle. Das Wasser ist immer noch eiskalt, aber man gewöhnt sich ein wenig daran, oder wird es im Laufe des Tages wärmer? Aber immer noch nutzen wir jeden größeren Stein im Bachbett.







      Der Bachlauf wird tiefer. An einer Stelle geht uns das Wasser bis zum Oberschenkel. Schließlich erreichen wir den Umkehrpunkt an einem schönen Wasserfall mit einer Leiter, über die man noch weiter hochklettern könnte. Die Leiter wurde allerdings während der letzten Regenfälle stark in Mitleidenschaft gezogen.







      Um 12.20 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Nach und nach wird es immer voller entlang des Kanarra Creeks.



      Um 13.40 Uhr sind wir wieder auf dem Parkplatz
    • Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung und die tollen Fotos.
      Der Thread kommt die genau richtig für unsere Tour im Herbst. :!!
      Grüße Michaela

      :ilbr:

      9.4. - 30.4.2016 Aloha Hawaii - Oahu, Big Island, Maui u. Kauai
    • Wird man auf der Wanderung klatschnass, oder läuft man nur durch Wasser? Könnte man daraus eine Tagesordnung machen? Morgens in St. Georg los, kanarra creek Wanderung, dann weiter zum César Breaks nur zum schauen, evtl. Kurzer Spaziergang. Dann wieder zurück nach St. Georg. Wäre das machbar?
      Gruß Gabriele
    • Huhu.

      Ich kann Dir leider nur meine Erfahrung vom Mai sagen.
      Ich bin zurück fast nur durch den Bach/Fluss gelaufen, weil es sich besser und schneller lief als auf den Wegen links und rechts davon.
      Das Wasser war im Schnitt 10 -30 cm tief.
      Leider bin ich nicht bis zum Schluss der netten Wanderung gekommen, wegen der im schlechten Zustand befindlichen Baumleiter.
      Da ich aber am Tag vorher im Cedar Breaks war und dort die Viewpoints sowie eine kleine Wanderung gemacht habe, würde ich sagen so wie Du sagst ist es gut machbar.

      1,5 Stunden Fahrt bis Cedar Breaks
      2 -3 Stunden schauen
      1,5 Stunden zurück
      3 Stunden Kanarra Creek.

      Wegen dem Licht solltet Ihr glaube erst zum Creek
      „ Je weiter sich die Gesellschaft von der Wahrheit entfernt desto mehr hasst sie die, die die Wahrheit aussprechen“
    • Katja schrieb:

      Was heißt kühle Jahreszeit? Im heißen September sind uns fast die Füße abgefroren!

      Katja

      Und mir im Mai erst. :D
      Aber ohne Spezialsocken überlebt.
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