Hells Backbone Road

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    • Hells Backbone Road

      Hallo,

      ich bin am Überlegen, ob ich nächstes Jahr über die Hells Backbone Road zum Capitol Reef fahre.
      Wie anspruchsvoll ist diese Strecke?
      Was bietet sich landschaftlich?
      Die SR 12 ab Boulder bis zum Capitol Reef gefällt mir persönlich nicht so.
      Also hätte ich als Alternativen Burr Trail + Notom Road (kenne ich vom letzten Jahr) oder eben die Hells Backbone Road. Nur wenn die Hells Backbone Road landschaftlich eher mit der SR 12 verglichen werden kann, dann würde ich den Burr Trail wieder vorziehen.
      Kann mir jemand bei meiner Entscheidung weiterhelfen?
      Liebe Grüße
      Silke

      Westernlady's World
    • Hi Silke!

      Strecke ist leicht, keinerlei Schwierigkeiten, auch für PKW und
      kleinere Womos!

      Strecke geht meist durch Wald (klasse im Herbst), Höhepunkt ist die
      Ecke um die Hells Backbone Bridge mit fantastischer Aussicht.

      Streckenlänge ca. 38 Meilen, Zufahrt zu vielen Seitenstrecken und
      Campgrounds!

      Strecke für Wiederholungstäter!

      Joe
      Signatur wurde gelöscht.
    • RE: Hells Backbone Road

      Hallo Silke,

      Die Hells Backbone ist eigentlich keine Verbindungsstraße zum Capitol Reef. Eher die klassische dirt road Strecke von Escalante nach Boulder oder umgekehr.
      Wenn du die Hells Backbone fährst, muss du nach 54 km rechts abbiegen auf die Posy Lake Rd, die zur Forest Rd 154 wird. Die FR 154 führt mit einigen ups und downs durch Wald und an Seen vorbei . Mit jedem Auto zu fahren wenn gutes Wetter. Die Zivilisation erreichst du ein paar Kilometer östlich von Bicknell an der UT 24.


      Mfg Günter
      :rad:
    • Danke für die Infos!
      Das man auf die Posy Lake Road muss, hatte ich sogar irgendwann mal gelesen, das war mir aber gar nicht mehr so in Erinnerung.
      Hm, welcher Strecke soll ich denn nun den Vorzug geben? Burr Trail etc. oder Hells Backbone ?(
      Wie würdet Ihr Euch entscheiden?
      Liebe Grüße
      Silke

      Westernlady's World
    • Hallo Silke,

      machs doch einfach vom Wetter abhängig. Wenn es sehr heiß ist, nimm die Route durch die kühlen Berge zumal du ja den Burr Trail schon kennst.(Obwohl, den kann man ja viel öfter fahren). Kommt natürlich auch drauf an, welche Richtung du den Burr Trail schon gefahren bist. Wenn du ihn jetzt die andere Richtung fahren müsstest,nimm den Burr Trail. Sieht ganz anders aus wenn man die andere Richtung fährt.

      Mfg Günter
      :rad:
    • Hallo

      Hells Backbone ist wenig spektakulär. Außer die Zufahrt zur Hells Backbone Bridge ganz oben.
      Interesant sind im Frühjahr die silbrig weißen Birken. Das ist ein ungwöhnliches, bizarres Bild.

      Ich gehe mal davon aus Du meinst den Burr Trail von Boulder Richtung Torrey/ Capitol Reef.Die lassen sich doch beide verbinden
      Mark

      USA - Forever Vacation Country Number One
    • Ich bin mal die Hälfte der Strecke gefahren, dann ging es wg. Übeschwemmung der Strasse nicht weiter. Ganz nett, viel grün, ein See, aber nicht, was man unbedingt gesehen haben muss. Für einen einstündigen Umweg aber ganz brauchbar...
    • Hallo,

      ich fand die Strecke nicht besonders eindrucksvoll. Die meiste Zeit fährt man im Wald und sieht nichts ausser Bäumen. Nur am höchsten Punkt gibt es einen ganz interessanten Ausblick. Ich würde die Strecke nicht unbedingt fahren, denn sie wird schon 2 Stunden Zeit kosten.

      Raigro
      Gruß aus München

      Rainer

    • Gerade eben war die Suchfuntion mein Freund :gg:

      Da haben wir doch tatsächlich Bilder von der Strecke:

      Original von DocHoliday
      1.11. Escalante

      Volles Programm heute, also früh raus aus dem Bett, auch wenn's schwer fällt. Um 7:30h war ich „on the road“.
      Erster Programmpunkt heute – die Hells Backbone Road. Gleich am Ortsausgang von Escalante links ab. Erst asphaltiert durch ein Wohngebiet und vorbei an einer Ranch, dann als gut ausgebaute Gravelroad langsam in die Höhe. Im ersten Teil hatte man eine schöne Aussicht auf diverse Sandsteinformationen.



      Dann ging es immer höher und die Straße führte durch einen Bergwald aus Aspen und Nadelbäumen. Nach etwa 15 Meilen habe ich den Abzweig Richtung Lake Posey genommen. Ein schöner, einsamer Bergsee mit einem kleinen Campigplatz, der um diese Zeit leer war. Die nördlichen Teile des Sees waren bereits zugefroren, auf dem offenen Wasser schwammen diverse Wasservögel. Alles sehr malerisch. Eigentlich wollte ich dort einen kurzen Trail zu einem Aussichtspunkt laufen aber den scheint es nicht mehr zu geben. Der Hinweis auf dem Wegweiser war übermalt und den Weg habe ich auch nicht gefunden.



      Was soll's, weiter geht’s. Zurück auf der „Hauptstraße“ ging es jetzt über diverse Serpentinen immer höher bis auf etwa 2800m die Hells Backbone Bridge erreicht war. Dabei handelt es sich um eine schmale, einspurige Brücke über eine tiefe Schlucht namens Death Hollow. Rechts und links ging es einige 100m tief runter. Nichts für Menschen mit Höhenangst!
      Dort oben habe ich einen längeren Fotostop eingelegt. Die Aussicht war einfach atemberaubend.
      Die Abfahrt Richtung Boulder war dann nicht mehr ganz so interessant. Alles in allem ein sehr schöner Trip. Vor allem im Sommer sicher sehr empfehlenswert, um der Hitze mal für ein paar Stunden zu entgehen.







      Quelle: Docs Holiday 2006

      Sieht doch ganz nett aus und ist vielleicht wirklich ne Alternative für die SR 12.
      Liebe Grüße
      Silke

      Westernlady's World
    • Die Hells Backbone Road habe ich diesmal auch im Programm.
      Irgendwo hat mich Michi darauf gebracht. Der ist schon daher
      gefahren und Doc hat mit bestärkt, auf der Rückfahrt von Moab
      diese Variante zu wählen.

      Auf der Hinfahrt geht's über die 12. Ich könnte auch sagen, auf der
      Hinfahrt gibt's eins auf die 12.:MG:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yukon1 ()

    • Original von Westernlady
      Habt Ihr ein paar Eindrücke, was einen entlang der Strecke erwartet?
      Die Bilder von Günter existieren leider nicht mehr, ich habe die leeren Links gerade entfernt.


      Ein eher langweilige Strecke mit nur wenigen interessanten Punkten. Wahrscheinlich zum richtigen Zeitpunkt im Herbst ganz nett, wenn sich aspen färben, aber so viele gibts nun da auch wieder nicht. Im sommer kann man sicher der Hitze der tieferen Regionen entfliehen.

      Das eigentliche Highlight, die Brücke über den Grat - Hells Backbone eben! - ist nett, aber ob sie den nicht unerheblichen umweg lohnt? IMHO nicht wirklich.

      Am interessantesten erscheint mir persönlich die Historie der Route. Eine schöne Geschichte aus den letzten Tagen des Old West!

      Gruss

      Rolf
    • also Rolf, ich möchte auch die Geschichte hören.

      ich glaube, ihr werdet mir zustimmen, das wir vom Capitol Reef zum Bryce Canyon den Burr Trail nehmen sollten, den kennen wir nocht nicht, auch wenn mich die Bilder von Doc doch schon beeindruckt haben.
      Bye Dieter

    • Also gut! ;)

      Eigentlich gehts ja um Boulder - der letzten Town in den lower 48, die die Post per Maultier geliefert bekam. Die Town lag wirklich in the Middle of Nowhere. Keine der heute bekannten Strassen existierte bis in die 30er Jahre. Man war im Winter monatelang von der Aussenwelt abgeschnitten.

      Zwar gab es Telefon, aber das System hatte ebenfall ungewohnten Charakter. Man war ja schon froh, überhaupt eine Verbindung hergestellt zu haben. So konnte man es sich nicht leisten, jeden Anschluss separat zu verdrahten. Alle Apparate hingen an einem Strang, klingelten somit auch parallel! Wie wussten die Leute nun, wer gemeint war?

      Wenn jemand anrief, musste das Gespräch handvermittelt werden. das Fräulein vom Amt sandte eine vorgestimmte Anzahl Klingeltöne auf die Leitung. Die Empfänger zählten mit und erkannten so, wem der Anruf galt. Typisch pragmatisch amerikanisch!

      Leider wurde die auf Poles hängende Leitung im Winter oft durch Stürme und Schnee heruntergerissen. Reparaturtrupps waren so bald nicht zu erwarten, also griffen die Rancher zur Selbsthilfe. Telefonleitungsdraht hatte man nicht, dafür aber ausreichend Stacheldraht, der zum Flicken verwendet wurde. So bekam die Telefonleitung den Nickname "barbed wire line".

      Auch das erste Auto kam nicht ganz auf dem normalen Weg nach Boulder. Ein Pickup wurde angeblich in Bicknell in seine Einzelteile zerlegt und per Pack Train über den Boulder Mountain transportiert. Das Fahrzeug soll jahrzehntelang ohne License Plate und Insurance im Einsatz gewesen sein. Das Auge des Gesetzes schaute geflissentlich weg. Keine Ahnung, wie Treibstoff beschafft wurde.

      Erst in den 30er Jahren baute das CCC die heutige Hells Backbone Road inklusive der bekannten Brücke. Leider keine befriedigende Lösung, denn aufgrund der grossen Höhe, die die Road erreicht, war sie im Winter weiterhin unpassierbar. Man hatte sich nicht getraut, durch tiefer liegende Gebiete zu bauen - zum einen, weil diese zu wenig bekannt waren, zum anderen wegen der Kosten.

      Erst 1940 entstand die heutige Verbindung von Boulder nach Escalante, als das CCC sich von Escalante zum Calf Creek hinuntersprengte. Nach Norden und Osten gab es weiterhin keine richtige Strassenverbindung. Das änderte sich in den 1950er Jahren, als das BLM die Road durch den Long Canyon baute, um mögliche Uran-Vorkommen zu erschliessen.

      Die Road - heute UT 12 - über den Boulder Mountain nach Torrey entstand aus Trails, erweiterte sich im Laufe der Zeit. Wann das letzte Stück geteert wurde ist mir nicht bekannt, aber 1987 waren Teilstücke noch Gravelroad.

      Gruss

      Rolf

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hatchcanyon ()

    • Tja folks,

      es ist eben immer wieder spannend, die lokale Literatur zu lesen. Da steht 100 mal mehr drin als in allen Reiseführern. ;)

      Wenn wir irgendwo hinkommen wird immer geschaut, was es da gibt.

      Ich glaube es schon erwähnt zu haben: eine wahre Fundgrube in dieser Hinsicht ist das John Wesley Powell River Museum in Green River, UT.

      Als zweite Quelle wäre das Dan O'Laurie - Museum in Moab zu nennen, als dritte das Visitor Center und Museum in Blanding.

      Gruss

      Rolf
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