Berlin & Union, NV

    • Berlin & Union, NV

      ;hhw: Berlin & Union ;hhw:



      Lage
      Zentralnevada





      • ca. 59 Meilen (via SR21) bzw. 112 Meilen (via SR844, Hwy23, US50) von Austin, NV, entfernt
      • ca. 76 Meilen von Hawthorne, NV, entfernt
      • ca. 94 Meilen von Tonopah, NV, entfernt
      (Diese Orte sind auch die nächstliegenden Möglichkeiten für eine Motel-Übernachtung.)



      History
      In den westlichen Ausläufern der Shoshone Mountains, gab es im Jahr 1863 die ersten Bergbauaktivitäten, als im Union Canyon Silber entdeckt wurde. Die „Atlantic and Pacific Mining Company“, gründete im Jahr 1865 den Union Mining District, zu dem die Siedlungen Union, Ione und Grantsville gehörten.

      Aus dem benachbarten Berlin Canyon gab es 1869 die ersten Schürfberichte und auch dort entstand eine keine Ansiedlung, die ebenfalls dem Union Mining District angschlossen wurde. In den folgenden Jahren wäre Berlin jedoch fast vor dem Aus gestanden, denn die Mine warf zu wenig ab und das Unternehmen geriet in finanzielle Schwierigkeiten.

      Erst als Goldsucher in den Hügeln rund um Berlin reiche Goldvorkommen entdeckten, wurde die Siedlung wieder zum Leben erweckt und 1897 zur Stadt Berlin ernannt.

      In den Jahren 1904/1905 erreichte die Stadt den Höhepunkt seiner Existenz. Während dieser Zeit hatte Berlin eine Bevölkerung von ca. 300 Personen. Es gab mehr als zwanzig Gebäude, darunter das Rathaus, ein Schulhaus, einen Warenladen und zwei Mühlen.

      Als im Jahr 1907 die Bergleute für höhere Löhne streikten, führte dies zum Bankrott der „Atlantic and Pacific Mining Company“ und die Mine wurde geschlossen. Rasch wanderten die Menschen ab - Berlin und Union wurden zu Ghost Towns.

      Der Zahn der Zeit und leider vor allem Vandalismus hat von Union fast alle Spuren verwischt. Aber man kann dort Überreste anderer Art besichtigen: 1928 wurden auf dem Gelände des ehemaligen Ortes Union Fossilienfunde von Fischsauriern (Ichthyosaurier) gemacht und die University of California führte von 1953 bis 1957 umfangreiche Grabungsarbeiten durch.

      Die heute von einem Haus geschützte Fundstätte der Fossilien (Fossile Shelter) und die Ghost Town Berlin erhielten 1957 den Status Berlin-Ichthyosaur State Park. (Würde somit also eigentlich zu den Parks gehören - aber der Ghost Town Charakter überwiegt doch eindeutig, daher habe ich dies bei den Ghost Towns gepostet.)

      Von Berlin existieren heute noch einige Gebäude. Pittoresk flankieren von Sagebrush umgebene Holzhäuser die alte Goldmühle, den ehemaligen Maschinenraum, das Pulvermagazin, den Bergwerksstollen und verschiedene Maschinenteile.

      Der State Park ist ganzjährig geöffnet, der Eintritt beträgt 7 $ pro Person und er ist mit normalen PKWs erreichbar.

      Besichtigung / Besichtigungs-Touren im State Park


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      • Berlin: Self Guided Tour

      • Mine: 2 Guided Touren täglich freitags und am Wochenende

      • Fossile Shelter Tour: 2 Guided Touren täglich von Memorial Day bis Labor Day, samstags und sontags 3 Touren. Außerhalb dieser Touren kann das Gebäude nicht betreten werden und durch die Fenster sieht man nur wenig von der Ausgrabungsstätte.


      Für die geführten Touren ist eine extra Gebühr zu entrichten.

      Offizielle Webseite













      Panoramabild (kann angeklickt werden)







      Liebe Grüße
      Silke

      Westernlady's World
    • utahjoe schrieb:

      Liegt der Schnee immer dort? Der macht sich gut.

      Also wenn ich mir überlege, dass ich am 29. Mai dort gewesen bin, dann möchte ich fast glauben, dass dort ganzjährig Schnee liegt :gg:

      Im ersten Moment hab ich mit mir gehadert: Schon wieder ne Ghost Town, auf die ich mich so gefreut hatte und dann schon wieder Schnee. Aber ich war dann doch recht schnell versöhnt, es hatte einfach was =)

      Mein Auto sah danach übrigens so aus:
      Bilder
      • berry01.jpg

        80,81 kB, 700×467, 9 mal angesehen
      • berry02.jpg

        86,35 kB, 700×467, 6 mal angesehen
      Liebe Grüße
      Silke

      Westernlady's World
    • Westernlady schrieb:

      Im ersten Moment hab ich mit mir gehadert: Schon wieder ne Ghost Town, auf die ich mich so gefreut hatte und dann schon wieder Schnee. Aber ich war dann doch recht schnell versöhnt, es hatte einfach was

      Der Schnee ist super, find ich. Und du musstest ja nicht meilenweit durch den Schnee hatschen wie auch schon.
      8.9. - 30.9.2017: USA Südwest mit Frau H., Tochter und deren Freund :traen:
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      Ich hab ein paar kleine Deals mit Namibia aufgemacht. Wer also Hotels/Lodges dort buchen will, kann sich gerne melden.
    • :EEK: Da hattest Du aber nicht so'n schönes Wetter, sieht aber interessante aus.

      Ich war im Herbst 2009 dort und hatte Sonnenschein, es lag auch kein Schnee. ;)

      Hier ein paar Bilder:











      Von Union ist nicht mehr viel übrig geblieben.


      Eigentlich nur das William Henery Joseph Home


      und ein paar Überreste der Mill, die auf Privatgelände liegt.

      Ansonsten gibt es ein paar Hinweistafen mit Infos an den Stellen ehemaliger Häuser.
    • desert-Gerd schrieb:

      Ich war im Herbst 2009 dort und hatte Sonnenschein, es lag auch kein Schnee.

      ... und somit fehlt der Kontrast ;) :gg: . Super Bilder, Silke und Gerd :clab: .

      LG,

      Ilona
      Liebe Grüße

      Ilona



      "Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)


    • Tolle fotos, finde ich mit Schnee sogar noch interessanter. Möchte aber auch hier noch einmal festhalten, dass es in Berlin schneefreie Zeiten gibt und nicht nur "zerfallene Häuser"!
      Bye Dieter





    • Auszug aus Reisebericht:

      Immer wieder fallen auch ein paar Regentropfen, doch es wird nicht mehr und so wage ich mich auch auf die Gravel Road, die mich zum Berlin-Ichthyosaur State bringen soll. Etwas holprig ist sie an einigen Stelen, aber sonst recht gut zu fahren.





      Am Tor des State Park angekommen, verschlechtert sich das Wetter allerdings kurzzeitig. Es regnet und wird plötzlich ganz windig. Ich bin schon kurz davor abzubrechen, da kommt ein weiteres Auto hinter mir und ich komme mit dem Fahrer ins Gespräch. Während wir uns unterhalten und überlegen, ob es sich lohnt in den Park zu gehen, verzieht sich der Regen wie durch Geisterhand und der Wind lässt nach. So entscheide ich mich, es zu probieren und zahle mein Eintrittsgeld.



      Als im Union Canyon 1863 Silber entdeckt wurde, begannen die ersten Bergbauaktivitäten hier in den Ausläufern der Shoshone Mountains. Auch im nahen Berlin Canyon wurde 1869 begonnen nach Silber zu schürfen, doch die Vorkommen waren sehr gering und das Gebiet wäre fast wieder aufgegeben worden. Doch dann wurde rund um Berlin Gold entdeckt und die kleine Siedlung erwachte erneut zum Leben. 1897 wurde Berlin zur Stadt ernannt.







      1905 lebten schließlich um die 300 Menschen in Berlin, doch bald darauf erlebte die Minengesellschaft, durch einen Streik der Arbeiter für höhere Löhne, ihren Niedergang. Berlin wurde zur Geisterstadt. Seit 1957 ist das Gebiet nun als State Park geschützt.









      Zur Stadt gehört auch ein kleiner Friedhof, der über einen kurzen Trail zu erreichen ist.







      Nachdem ich die kleine Ghosttown ausgiebig untersucht habe, fahre ich noch die schmale Gravelroad zum Dinosauriermuseum. Das kann man jedoch nur mit Führung besuchen und so drehe ich, nach einem Blick durch die Fenster, wieder um. Auf dem Rückweg kommt mir ein Rangerfahrzeug entgegen. Wir stoppen nebeneinander und der Ranger fragt mich, ob ich denn nicht an der Saurierführung teilnehmen will. Die würde in 15 Minuten beginnen und sehr interessant sein. Ich überlege kurz und entscheide mich dann dazu, noch einmal umzukehren.







      1928 wurden hier auf dem Gelände der ehemaligen Siedlung Union Skelette von Ichthyosauriern gefunden. In den 50ziger Jahren führte dann die Universität von Kalifornien umfangreiche Grabungen durch. Auf dem Parkplatz ist an einer Mauer ein lebensgroßes Bild dieses Sauriers zu sehen. So kann ich mir vorstellen, wie diese Urtiere einmal ausgesehen haben.



      Die eigentliche Ausgrabungsstätte ist durch ein Haus geschützt und nur mit einem Ranger zu besichtigen. Heute wird die Tour von Ranger Robin geleitet, der unsere kleine Gruppe ganz enthusiastisch begrüßt.



      Zuerst einmal lernen wir, wie das Wort Ichthyosaur eigentlich ausgesprochen wird.



      Neben den Sauriern sind hier übrigens auch noch andere Fossilien ausgestellt.



      Das Hauptaugenmerk liegt aber doch auf den Ichthyosauriern. Dieser Abdruck eines Skeletts hat dabei mal wieder einen deutschen Hintergrund. Einer der wohl größten Funde von diesen Fischsauriern wurde in Holzmaden in Baden-Württemberg entdeckt und einige dieser Fossilien landeten im Museum in Ontario, Kanada, von wo dieser Abdruck stammt.



      Dann gehen wir zur eigentlichen Fundstätte. Hier erklärt Ranger Robin genau, was da eigentlich entdeckt wurde. Das ist schon interessant, auch für die anwesenden Kinder, denn Ranger Robin schafft es mit seiner Art, alle in seinen Bann zu ziehen.







      Insgesamt 37 Exemplare der Fischsaurier wurden hier gefunden. Wie es zu dieser Anhäufung gekommen ist, ist jedoch bis heute nicht geklärt. Besonders auffällig ist, dass 7 Skelette fast parallel zueinander liegen. Unter den Skeletten ist übrigens auch der größte in den USA gefundene Fischsaurier.





      Nach einer interessanten Stunde ist die Führung dann vorbei und ich fahre zurück zum Ausgang. Dabei durchquere ich nochmals Berlin, bevor ich wieder die Gravelroad erreiche. Ein letzter Blick nach hinten und dann geht es weiter, neuen Abenteuern entgegen.



      Der Ausflug nach Berlin hat sich für mich wirklich gelohnt und ich kann einen Besuch absolut empfehlen.
      LG, Betty aka "DA - Immobilien-Maklerin"

      Bettys Homepage
    • Wir waren im Juni während unserer Nordwest-Reise unter anderem in Nevada unterwegs. Dabei haben wir uns auch Berlin angesehen. Für den Besuch des Dinosauriermuseums waren wir leider zu spät dran, wir hätten dafür allerdings auch keine Zeit gehabt, denn wir hielten uns recht lange in der Ghosttown auf.

      Hier ein paar Eindrücke:
























      Uns hat es super gefallen und der Besuch hat sich absolut gelohnt.
    Das Nordamerikaforum mit Herz und Verstand
    Mbo Forum Discover America 2005-2017