Indian Road 12 (IR 12), Arizona/New Mexico

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    • Indian Road 12 (IR 12), Arizona/New Mexico

      Eine weiter interessante Scenic Road ist die Indian Road 12 im Nordosten Arizonas / Nordwesten New Mexicos.

      Start Indian Route 12: (N35 20 17.9 W109 04 07.5)
      Die Route startet an der Interstate 40 (Exit 357) bei Lupton, Arizona und führt nach Norden über Window Rock bis nach Round Rock an der US191. Die gesamte Fahrstrecke auf der IR12 beträgt ca. 100 Meilen, nicht eingerechnet sind die Fahrten auf den Backroads.



      Indian Route 12 auf einer größeren Karte anzeigen


      Tea Pot Rock: (N35 22 52.1 W109 04 35.9)
      Etwa nach 3 Meilen Fahrt kann man einen interessanten Felsen (Sandstone Formation) mehrere hundert Feet hoch oben am Rand einer Mesa sehen - der Tea Pot Rock. Unterhalb des Tea Pot Rock ist ein riesiger Alkoven. Ich denke, es ist ein mindestens ein Fotostopp Wert.


      Tea Pot Rock (Leider im Gegenlicht)

      Auf der weiteren Strecke bis zur AZ264 gibt nichts spektakuläres zu sehen. Erwähnenswert ist eventuell Harper Point kurz vor erreichen der AZ264.


      Harpers Point

      Etwa nach 23,6 Meilen erreicht man die AZ264, biegt rechts ab und fährt bis Window Rock, der „Hauptstadt“ der Navajo Nation Reservation.


      Navajo Nation Museum: (N35 39 52.6 W109 03 03.2)
      In Window Rock ist das Navajo Nation Museum noch erwähnenswert. Ich habe zwar schon bessere/schönere Indian Museen gesehen, aber mir gefiel hier die Fotoausstellung. Leider habe ich keine Fotos gemacht.


      Window Rock: (N35 40 57.2 W109 02 56.4)
      Window Rock wurde nach den Arch benannt (Spannweite:19,8m; Lichte Höhe:19,8m), der sich nördlich der Town befindet.


      Window Rock

      Beim Window Rock steht auch ein Denkmal zur Erinnerung an die Navajo Code Talker. Der Navajo-Code war eine während des Pazifikkriegs der USA gegen Japan ab 1942 eingesetzte Verschlüsselungsmethode. Navajos übersetzten die militärischen Anweisungen jeweils in ihre Muttersprache, die zur Sprachfamilie Na-Dené gehört. Diese ist mit keiner europäischen oder asiatischen Sprache verwandt und machte den Navajo-Code so undurchdringlich.


      Navajo Code Talker


      In Window Rock findet Anfang September die Navajo Nation Fair statt. Ich hatte mir 1991 das Spektakel einmal angeschaut: Umzug, Rodeo, Indian Dances, …… Eigentlich wollte ich mir das noch einmal anschauen, habe es aber bisher nicht mehr geschafft. Vielleicht ist es gut so, denn damals war es noch nicht so kommerziell.


      Blue Canyon: (N35 45 02.6 W109 05 14.8)
      Westlich von Fort Defiance liegt der kleine Blue Canyon. Er ist nicht spektakulär und lohnt nur wenn man sehr viel Zeit hat.


      Blue Canyon


      Red Rocks: (N35 49 34.4 W109 01 42.3)
      Ab Fort Defiance verläuft die Road entlang der Grenze Arizona/New Mexico weiter nach Norden. Östlich der Road fährt man an interessanten Red Rocks entlang.


      Red Rocks


      Indian Route 31: (N35 56 14.8 W108 58 26.7)
      Eine landschaftlich schöne Backroad (IR31) zweigt bei dem kleinen Ort Navajo nach Osten ab. Vor allem die ersten paar Meilen sind interessant. Nach ein paar Meilen kann man die Venus Needle auf der anderen Seite eines breiten, tiefen Wash (Tohdildonih Wash) sehen, von der IR31 kommt man aber nicht direkt zur Venus Needle.


      IR31


      IR31, Venus Needle


      Weiter im Osten der IR31 gibt es nur noch wenige rote Felsen. Sie führt weiter in die bewaldeten Chuska Mountains.


      Red Lake: (N35 55 43.7 W109 02 16.0)
      Nördlich von Navajo liegt auf der Westseite der Red Lake.


      Red Lake



      Green Knob: (N35 57 07.9 W109 01 46.3)
      Wenn man von Navajo weiter nach Norden fährt, dann erlebt man eine plötzliche farbliche Änderung der Landschaft. Nachdem man etliche Meilen an dem roten Sandstein entlang gefahren ist, tauchen auf der Ostseite der Road grüne Felsen auf, der Green Knob. Danach wird es wieder rot.
      Es ist ein vulcanic Plug, der aus ferromagnetischen Mineralien und Olivin (daher die grüne Farbe) besteht. Der Halbedelstein Peridot besteht aus solchen Materialien.
      Der Green Knob ist ein „highly sacred place“ für die Navajo. Man darf dort nicht herum klettern bzw. von dort Gestein mitnehmen.


      Green Knob



      Venus Needle: (N35 56 40.3 W108 58 51.3)
      Cleopatra's Needle: (N35 57 43.4 W108 59 07.5)
      Gleich nach dem Green Knob zweigt eine Asphaltstraße (IR9602) nach Osten ab. Von hier kann man zur Venus und zur Cleopatra's Needle fahren. Die Road verläuft etwa 1,5 Meilen nach Osten und biegt dann nach Südosten ab. Von der Road kann man auf der linken Seite (Ostseite) die Cleopatra's Needle sehen.
      Nach 1,5 Meilen endet die Asphaltroad. Zur Venus Needle geht eine Fahrspur weiter geradeaus. (Achtung: hier lag an der Seite der Road ein Baumstamm. Ich vermute, dass damit die Road gesperrt wird. Zumindest konnte man Schleifspuren erkennen.)
      Nach ca. 0,6 Meilen sieht man die Venus Needle auf der linken Seite der Fahrspur. Einfach den Wagen hier parken und die 150 Meter zur Needle laufen.


      Venus Needle


      Dann fährt man wieder zurück. Kurz vor der Asphaltstraße zweigt eine Fahrspur (schlecht zu erkennen) zur Cleopatra's Needle ab. Man kann aber nur bis zu einem Wash fahren. Dort stellt man den Wagen ab und läuft ca. 500 Meter bis zur Needle. Sie ist eingezäunt, weil ein paar Kletterer ohne Genehmigung hier geklettert sind.


      Cleopatra's Needle


      Danach geht es zur IR12 zurück. Die Landschaft ändert sich jetzt, die roten Felsen bleiben zurück. Auf der Weiterfahrt gibt es markante Landschaftsformationen.

      Little White Cone: (N36 08 00.2 W109 01 19.5)





      Falling Iron Cliffs: (N36 09 43.2 W109 02 48.7)





      White Cone: (N36 11 14.7 W109 04 56.9)





      Wheatfields Lake: (N36 12 20.5 W109 05 43.9)
      Östlich der IR12 liegt der Wheatfields Lake, von dem ich aber keine Fotos gemacht hatte. Er ist beliebt bei Fischern und Campern. Colonel John Washington kam 1849 durch diese Gegend und sah dabei viele Wheat Fields. Der bekam der Lake seinen Namen.


      Black Pinnacle: N36 15 08.3 W109 09 25.1)
      Die Black Pinnacles sind eine markante vulkanische Landmarke. Ich hatte damals nichts von den Pinnacles gewusst und bin daher daran vorbei gefahren.


      Tsaille Dine College: (N36 17 35.6 W109 12 57.9)
      Am Abzweig der IR64 liegt der Ort Tsaille. Hier befindet sich das Tsaille Dine Collage - das erste College in den USA, das von Natives verwaltet wurde. Es soll ein interessantes Museum haben. Bisher hatte ich noch keine Zeit dafür gehabt.


      Canyon de Chelly NM: (N36 09 58.1 W109 24 58.6)
      Auf der AZ64 gelangt man zum Canyon de Chelly.


      Canyon de Chelly NM


      Indian Route 13: (N36 24 38.3 W109 15 08.4)
      Bei Lukachukai zweigt die Indian Road 13 ab, die über die Chuska Mountains nach Shiprock/Farmington führt. Hier trifft man wieder auf die roten Sandsteinfelsen.


      bei Lukachukai


      Ende Indian Route 12: (N36 30 32.7 W109 28 22.5)
      Bei Round Rock endet die IR12 an der US191. Markant ist hier der Round Rock: (N36 30 08.6 W109 33 09.9)


      Round Rock


      In der Umgebung von Round Rock sind noch interessante Location, wie:

      Dancing Rock: (N36 39 51.2 W109 35 13.9)




      Los Gigantes Buttes: (N36 35 34.9 W109 24 05.7)




      Los Gigantes Arch: (N36 37 25.1 W109 17 16.8)





      Weitere Bilder kann man in meinem Fotoalbum sehen.


      Weitere Infos und Bilder sind Willkommen.
    • Super Gerd :clab:

      Hab mir direkt mal einige Punkte rausgeschrieben, die wir vielleicht dieses Jahr noch anschauen können auf dem Weg von Chinle nach Holbrook :!!

      Ist der Red Lake wirklich so rot, wie er auf dem Foto ausschaut?
      LG Ilka :wink4:
    • Danke für die Komplimente. :schaem: Solche Location wie z. B. die beiden Needles teile ich sehr gerne mit Euch.

      Grille schrieb:

      Ist der Red Lake wirklich so rot, wie er auf dem Foto ausschaut?

      Ich war jetzt drei Mal dort, immer bei Sonnenschein und der See war immer so rot gewesen. Es war aber nie in der Mittagszeit, da sind die Farben sicherlich nicht so intensiv, und bei Wolken sicherlich auch nicht.

      Yukon1 schrieb:

      Gerd, das war eine wunderbare Beschreibung einer schönen Strasse, die nicht jeder (auch ich nicht) einfach so fährt.

      Ich mache so etwas immer wieder gerne, einfach eine Road fahren, die man sonst kaum oder gar nicht fährt. Dabei schaue ich auch öfters nach rechts und links. Manchmal ist die Road ein Flop, manch mal - so wie die IR12 - einfach schön.
    • Hallo Gerd,

      auch ich wollte mich für die Info´s bedanken. Super. Ich glaube nicht, dass ich die Strecke von mir aus gefahren wäre. Der Los Gigantes Arch war auch auf meiner To-Do-Liste. Ist er schwer zu finden bzw. zu errechen?

      Gruß Holger
    • Holger schrieb:

      Hallo Gerd,

      auch ich wollte mich für die Info´s bedanken. Super. Ich glaube nicht, dass ich die Strecke von mir aus gefahren wäre. Der Los Gigantes Arch war auch auf meiner To-Do-Liste. Ist er schwer zu finden bzw. zu errechen?

      Gruß Holger

      Nein, der Los Gigantes Arch ist nicht schwierig zu finden. Das Problem ist nur, dass er auf privatem Gebiet liegt, man muss über einen Zaun klettern. Der Hike ist auch nur kurz. Ich hatte damals die Genehmigung von den Locals (Navajos), die dort wohnen, bekommen.
    • Hallo Gerd

      vielen Dank für die sehr schöne und interessante Aufstellung - :clab: Tolle Fotos.

      Wir fangen gerade mit Planung unserer nächsten Tour an und hatten die IR schon auf dem zettel. Jetzt werden wir sie auf jeden Fall einplanen

      Eine Frage noch : waren die Strassen in einen Zustand, den man auch ohne 4WD bzw. HC bewältigen kann ?

      Danke und Gruß

      Katharina
    • Vielen Dank, freut mich, dass euch die IR12 gefällt.

      Brodel schrieb:

      Eine Frage noch : waren die Strassen in einen Zustand, den man auch ohne 4WD bzw. HC bewältigen kann ?


      Die IR12 ist asphaltiert, auch der Abstecher zum Canyon de Chelly. Die anderen Backroads bzw. Dirt Roads waren teilweise in einem guten Zustand und man hätte auch z. B. zu den Needles mit einem Pkw fahren können. Zum Los Gigantes Arch wäre es mit einem Pkw grenzwertig gewesen. Aber bei Backroads kann man keine genau Auskunft geben. Bei Regen darf man nie auf Backroads fahren und nach einem heftigen Gewitter kann die Road auch schon einmal weggespült worden sein. Eigentlich sollte man sich vor Ort immer erkundigen oder man fährt solange wie es geht und macht den Rest zu Fuß.
    • Ich war im Mai dieses Jahr auch wieder auf der IR12 unterwegs, dieses Mal von der I-40 bis zur AZ264, der Teil, der noch fehlte.
      Es gibt auf dem Stück nach meiner Meinung wenig spektakuläres bis auf den Tea Pot Rock.


      Leider war ich zur falsche Tageszeit (morgens) dort und hatte Gegenlicht.
      Kurz vor der AZ264 ist eventuell noch Harpers Point erwähnenswert:


      Ich habe das ersten Posting entsprechend angepasst.
      Weitere Bilder von der IR12 kann man in meinem Fotoalbum sehen.
    • Indian Route 31: (N35 56 14.8 W108 58 26.7)
      Eine landschaftlich schöne Backroad (IR31) zweigt bei dem kleinen Ort Navajo nach Osten ab. Vor allem die ersten paar Meilen sind interessant. Nach ein paar Meilen kann man die Venus Needle auf der anderen Seite eines breiten, tiefen Wash (Tohdildonih Wash) sehen, von der IR13 kommt man aber nicht direkt zur Venus Needle.

      Bin verwirrt muß das von der IR13 nicht von der IR31 heißen?
      Gruß
      Ulrich

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