Chiricahua NM, AZ

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    • Moin!

      War von Euch schon mal jemand im Winter dort? Ist der Echo Canyon auf Grund der Höhe des Parks überhaupt möglich? Oder ist der Winter ein absolutes no-go? Wir kommen auf dem Weg von Tucson nach Alamorgodo dort vorbei. Eine Übernachtung in Willcox oder auch Lordsburg oder Silver City ist möglich.

      Dankeschön!
      Herzliche Grüße
      Miss K :wink:
    • Auf der Parkseite steht folgendes:



      Chiricahua National Monument is open all year. The Visitor Center is open daily 8:00 a.m. to 4:30 p.m. Mountain Standard Time. It is closed Thanksgiving Day and December 25. Remember most of Arizona does not use Daylight Savings Time. Sometimes the scenic drive will be closed beyond the campground due to snow, ice, or fallen rocks.
      :smisa:
    • Faraway Ranch

      Fast wie eine Fata Morgana erscheint es dem Wanderer, der im Chiricahua National Monument unterwegs ist - das orange-grüne Ranchhaus der Faraway Ranch. Doch hinter dem Anwesen verbirgt sich die Geschichte dieses Ortes, der ohne die Siedler, die hier wohnten, nie zu dem geworden wäre, was er heute ist - ein National Monument im Südosten Arizonas.



      Etwas Märchenhaftes hat er an sich, der Name Faraway Ranch, doch entstanden ist er ganz anders. Eine der Erickson Töchter beschwerte sich eines Tages, dass ihr Haus "So God-awful far away from everything." ist und so war der Name "Faraway Ranch" geboren.



      Neil und Emma Erickson siedelten hier als Erste und bauten sich ein Haus am Eingang des Bonita Canyon. In den 80ziger Jahren des 19. Jahrhunderts kamen sie aus Schweden hierher. Die ersten Jahre waren nicht einfach für die junge Familie, denn um Geld zu verdienen war Neil oft monatelang unterwegs und Emma musste sich um ihre drei Kinder, das Vieh und die Ranch allein kümmern.

      Als Neil dann 1903 einen Job beim US Forest Service bekam, konnte er endlich von zu hause arbeiten. Doch genau dieser Job war es auch, der die Ericksons letztendlich 1917 von hier wegbrachte. Die Ranch wurde dann von den drei Kindern übernommen.



      Während ihre Geschwister in späteren Jahren heirateten und wegzogen, blieb Lillian auf der Ranch. Sie heirate Ed Riggs, den sie schon aus Kindertagen kannte. Schon bald begannen die Beiden immer mehr von ihrem "Wonderland of Rocks" zu erkunden und boten auch Gästeunterkünfte auf ihrer Ranch an. Außerdem waren sie maßgeblich daran beteiligt, dass dieses Gebiet unter Naturschutz gestellt wurde.



      Kurze Zeit nach dem Tod der Geschwister erwarb der National Park Service 1979 die Faraway Ranch. Das Ranchhaus wurde renoviert und möbliert. So erscheint es heute wie in den 30ziger Jahren, als die Faraway Ranch als Gästeranch florierte.



      Viele der hier ausgestellte Stücke gehörten den Nachkommen der Ericksons und den Riggs, die sie dem National Park Service zur Verfügung stellten.









      Die Gästezimmer der Ranch lagen im oberen Stockwerk und waren über eine Außentreppe zu erreichen. Neben Wanderungen und Ausritten hatten die Besucher auch die Möglichkeit im Pool zu schwimmen, ein Picknick zu genießen oder Lillian Riggs zuzuhören, wenn sie Geschichten aus dem "Wonderland of Rocks" erzählte.





      Von innen zu besichtigen ist das Ranchhaus nur auf einer geführten Rangertour. Ein bis zwei Mal am Tag starten die Touren am Tor zum Ranchhaus und kosten derzeit $5.



      Das Außengelände und die Nebengebäude können jederzeit besucht werden. Schautafeln erklären hier die Geschichte.



      Gleich hinter der Einfahrt zum Chiricahua National Monument liegt übrigens auch ein kleiner Friedhof, auf dem einige Familienmitglieder beigesetzt sind.

      Der Besuch der Ranch lohnt sich auf jeden Fall. Die traumhafte Lage der Ranch und die Geschichte, die hier erzählt wird, gehören zu einem Besuch im Park einfach dazu.



      Und wer heute aufmerksam die Straße zum Chiricahua National Monument entlang fährt und die Namen an den Toreinfahrten der Ranches liest, dem wird schnell klar, dass die Riggs hier noch immer zu Hause sind und das Land um den Park bewirtschaften.
      LG, Betty aka "DA - Immobilien-Maklerin"

      Bettys Homepage

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    • Ich sah wo arm aus, als wir 2009 mit den Gören dort waren, wir hatten die Führung gratis.

      Es gab auch zumindest ein Gästehaus noch auf der Ranch, was auch heute noch steht.
      Und ich hatte nun gehofft, das Du noch was zu den "technischen" Details schreibst, die ich vergessen hatte. Da hatte ich schon nach gesucht, als ich den RB von 2008 geschrieben habe und hatte auf den NPS Seiten nix gefunden.
      Gruß
      Ulrich

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
      Youtube Kanal

    • Wir haben den Park am 16. Oktober 2014 besucht. Hier ein Ausschnitt aus unserem Reisebericht.

      Großer Loop im Chiricahua NM, 14,4 km, 600 Höhenmeter; Dauer der Wanderung ca. 7 Stunden. Wir sind allerdings nicht sehr schnell gelaufen, weil ich ab ca. der Hälfte der Strecke starke Knieschmerzen hatte. :nw:

      Die Wanderung war irgendwie anders wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich dachte man würde die ganze Zeit mehr oder weniger durch die Felslandschaft laufen. Aber so war das nicht. Die Dame am Visitor Center hatte uns geraten den Loop im Uhrzeigersinn zu laufen. Hinterher stellte sich heraus, dass das nicht so eine tolle Idee war. Andersrum hätte es uns vielleicht besser gefallen, denn da hat man gleich am Anfang im Echo Park ganz tolle Felsformationen. So mussten wir uns erst mal ewig durch den Wald kämpfen. Wir sind folgende Kombi gelaufen:

      Vom Trailhead geht es ein paar 100 m bergab bis man zum Ed Riggs Trail kommt.





      Ed Riggs Trail, es geht moderat bergab. Man läuft unterhalb der Felsen auf einem guten Waldweg. Die Bäume sind relativ licht, man sieht die Steine oberhalb recht gut.







      Mushroom Rock Trail, es geht fast die ganze Zeit durch den Wald. Den Mushroom Rock sieht man nur, weil er beschriftet ist, zwischen den Bäumen durch. Der Trail geht bergab und ist relativ stark ausgewaschen, deswegen recht uneben.







      Balanced Rock Trail, der Trail geht uneben weiter, erst noch ein wenig bergab, dann bergauf und kurz vor dem Balanced Rock wird er eben. Bis kurz vor dem Balanced Rock läuft man durch den Wald bzw. durch abgebrannten Wald. Man sieht kaum Felsen, man hat Ausblicke in die Ebene. Ab dem Balanced Rock bis zum nächsten Trailabschnitt ist der Weg interessanter, weil hier die Felsen beginnen.

























      Heart Of Rocks Loop Trail, hier heißt es ständig hoch und runter zu klettern. Stufen und Absätze sind zu überwinden. Allerdings sind hier die Felsen sehr schön und man vergisst so ein wenig den Weg. ;;NiCKi;:













      Sarah Deming Trail, der längste Trailabschnitt geht die ganze Zeit bergab. Es geht fast die ganze Zeit durch den Wald. Ab und zu hat man einen schönen Ausblick auf die Felsen. Am Ende des Trails hat man den tiefsten Punkt der Wanderung erreicht.



      Upper Rhyolite Trail, hier geht es wieder nach oben. Auch wieder durch den Wald. Man muss auch einige male ein Flussbett überqueren. Dies ist wegen der großen Steine recht mühsam.









      Echo Canyon Trail, das ist für mich der schönste Teil der Wanderung. Neben dem Hart of Rocks sind hier die schönsten Steinformationen. Der Trail führt die ganze Zeit bergauf. Na ja, zumindest aus dieser Richtung. :gg: ;)




      Wer erkennt diese Pflanze?









      Fazit: Einmal ein ganz anderer Park. Schon interessant, aber meiner Meinung nach muss man nicht unbedingt die 15 km laufen um sich einen Eindruck zu verschaffen. Die 5 km Runde hätte sicher auch gereicht und hätte mein Knie geschont. :nw:

      Letztlich bin ich schon froh, dass wir den Loop gelaufen sind und ich war auch ein wenig stolz auf mich, dass ich es geschafft habe. Nochmal werden wir das aber wohl nicht machen. Alles in allem hat uns das Chiricahua NM schon gefallen, aber zu unseren Lieblingsparks zählt er trotzdem nicht.
      Schöne Grüße
      Ursula
    • Gerne! :wink4: Ich stöbere ja immer mal wieder ein bißchen bei American Southwest, da habe ich schon viele Trails entdeckt, von denen ich vorher nie was gehört hatte.

      Dann drücke ich mal die Daumen für November, Nadine. Wenn es klappt, wäre es natürlich klasse, wenn du uns dann ein paar Impressionen spendierst. ;;NiCKi;:
      Viele Grüße
      Claudia


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    • Ich hatte ja versprochen, über den Sugarloaf Mountain Trail zu berichten. =)

      Wir haben uns für diesen Trail und für den Echo Canyon Loop entschieden. Beide Trails haben uns sehr gut gefallen. Ich finde, man kann sie gut kombinieren, da sie recht unterschiedlich sind. Während der Echo Canyon Loop in den Canyon runter führt, läuft man beim Sugarloaf Canyon auf den namensgebenden Sugarloaf Mountain, der im Sommer immer noch als Fire Lookout benutzt wird.

      Der Trail führt auf 7.300 Fuß hoch und bietet einen tollen Blick auf den Chiricahua Park und die umliegende Natur.

      Der Sugarloaf Mountain vom Massai Point aus gesehen:




      Der Trail führt stetig bergauf und bietet schon schnell tolle Ausblicke:









      Am Vormittag liegt der Trail noch die meiste Zeit im Schatten. Wenn man die letzten Meter zum Fire Lookout Tower läuft, läuft man in der Sonne.










      Nach etwa 45 Minuten kommen wir beim Tower an und werfen einen Blick hinein.






      Der Blick von hier gefällt uns ausgesprochen gut. ;;NiCKi;:




      Auf dem Rückweg treffen wir noch ein Vogelspinnchen, die aber deutlich kleiner war, als es das Bild vielleicht vermuten lässt.



      Für den Rückweg brauchen wir eine gute 1/2 Stunde. Insgesamt sind wir knapp 1 1/2 Stunden unterwegs und sind 3,2 km gelaufen mit 350m Höhendifferenz.
      Viele Grüße
      Nadine
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