Grand Canyon - Bright Angel Trail

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    • Original von driver

      Mein Ansporn: Runter schauen Millionen, rauf u. runter an einem Tag machen nur die aller-allerwenigsten.

      Grusz
      d


      Geht es hier im Sport Höchstleistungen???

      Kann es mir nicht verkneifen.... die
      aller-allerwenigsten.
      sind aber die Vernünftigsten!

      Kleine Episode: Wir haben bei unserem GC-Besuch mal einen Parkranger gefragt, ob es machbar sei, zum Colorado an einem Tag zu gehen!
      Seine Antwort: " Das fragen eigentlich immer nur Deutsche oder Engländer"! Sagt eigentlich alles!!!

      Er rät jedenfalls davon ab!!

      Ich bleibe entschiedener Gegner (auch wenn ich es als Sportler selbst schaffen würde!), denn diese "Hetzerei" wird dem grandiosen Grand Canyon nicht gerecht!
      Wenn ich lese, wir waren in "3 Stunden unten", kriege ich nen "Hals"! Wir haben, um die Landschaft richtig zu geniessen, nur für den Abstieg 6 Stunden gebraucht!
      Gruß Matze
    • Hi Matze
      Prinzipiell wuensche ich Dir:
      a) dasz Dir der Hals wieder abschwillt
      b) so viel Urlaub und Kohle, dasz Du Amerika erwandern u. geniessen kannst.
      Ansonsten ueberlasse ich es jedem selbst wie er seinen Urlaub verbringt, ich selbst bin jemand der nur in Ausnahmefaellen wandert, in der Regel genuegt mir ( und Millionen anderen Touris) der Viewpoint.
      Fuer mich sind sind unter anderem wichtig:
      der suedlichste Punkt der USA
      der tiefste Punkt der USA
      GC an einem Tag
      Der hoechste Punkt (Berg) des afrikanischen Kontinent (Kili) ist aber in der Zwischenzeit ueberholt ( ist jetzt Afro -eur -asien und der Everest ist mir doch um 2Km zu hoch)
      Abschliessend; auf Grund Unserer unterschiedlichen Meinungen wird sich nichts wesentliches aendern in Unserem Leben und am Lauf der Dinge aber wir werden weiterhin Unseren USA Urlaub geniessen( auf verschiedene Arten)

      Grusz
      d
      viel fahren viel sehen
    • Original von Matze
      Kleine Episode: Wir haben bei unserem GC-Besuch mal einen Parkranger gefragt, ob es machbar sei, zum Colorado an einem Tag zu gehen!
      Seine Antwort: " Das fragen eigentlich immer nur Deutsche oder Engländer"! Sagt eigentlich alles!!!


      Hallo,

      man sollte sich vielleicht auch mal den Durchschnitts-Amerikaner anschauen, dann kann man die Aussagen der Ranger verstehen.

      Ich bin auch der Meinung, dass die Wanderung an einem Tag nun überhaupt nichts mit Durchrasen oder so zu tun hat, sondern damit den Canyon zu erleben. Ich muß nicht dauernd stehen bleiben, um die Natur genießen zu können, sondern das geht auch beim Gehen.

      Natürlich sollte man sich und seine Kondition einschätzen können, aber die unzähligen "Deutschen und Engländer", die sich nicht haben abhalten lassen, sprechen eigentlich auch gegen das vermeintlich Unmachbare.

      Bei vielen Reiseplanungen höre ich oft die Ratschläge: "Wenn du nicht in den Canyon wandern willst, reicht ein halber Tag". Das nenne ich abhaken, durchrasen oder was auch immer. Wenn man sich einen ganzen Tag für den Canyon Zeit nimmt (und z.B. runter wandert), dann erlebt man ihn recht intensiv, im Vergleich zu den Millionen an den Viewpoints. Natürlich wäre es besser, man hätte mehr Zeit und könnte unten übernachten, aber neben logistischen Problemen (bekomme ich ein Permit), spielt eben leider bei uns von Weit Angereisten auch die verfügbare Zeit eine Rolle. Außerdem hat die Tageswanderung einen gewaltigen Vorteil gegenüber dem Camping: man muss kaum Gepäck mitschleppen. Im Grunde genügt eine Minimalausrüstung, da es ab Colorado immer genug Wasser gibt, wenn man den BAT raufgeht.

      Jeder soll es machen wie er es kann oder wie er Zeit hat, aber ich möchte mir auch ungerne vorwerfen lassen, dass ich durch die Gegend rase oder mich ihr nicht widme.
      Gruß aus München

      Rainer

    • Hallo alle miteinander :wink4:,
      ich sehe die Sache so wie Rainer. Grundsätzlich muss jeder selbst für sich einschätzen, wie und auf welche Art und Weise er für sich am besten und am liebsten Natur erlebt. Indem man sich auf zwei Beinen durch die Natur bewegt kann man auch bei zügigem Vorangehen mit den Augen sehen und genießen. Und sicher wird Zeit bleiben zum Stehenbleiben, zum Ausruhen etc. Und wenn man körperlich fit ist und Spaß daran hat, neben dem Geist auch den Körper zu fordern, dann stelle ich mir den GC-Trail auch an einem Tag grandios und für alle Sinne erlebnisreich vor. Aber fit muss man natürlich sein, das ist klar, denn wenn ich mich bei jedem Schritt quäle dann bleibt natürlich der Genuss in jedem Falle auf der Strecke.

      Auch das Argument von Rainer, dass man bei einem One-Day-Trail nur relativ wenig Gepäck mitführen muss ist ein Argument, das Gewicht hat. Mit weniger Gepäck am Rücken bleibt mir wieder ein Mehr an anderen Ressourcen.

      Es ist halt wie bei allem. Was für den einen gut ist, muss für den anderen nicht unbedingt das richtige sein. Doch der Austausch hier und die differenzierten Sichtweisen sind es allesamt wert reflektiert zu werden, und so denke ich, werden wir dann auch vor Ort die für uns richtige Entscheidung treffen.

      Vielen Dank für Eure Meinungen :clab: und allen noch ein schönes, bei uns leider mal wieder völlig verregnetes Wochenende :wut1:.
      Viele Grüße von Lu
      :smcar: :wink4: raylu-unterwegs.de
      :sonn:penthouse-andaluz.com
    • Hallo alle zusammen, =)

      dann möchte ich doch auch mal noch meinen Senf zu diesem Thema dazugeben ;)

      Wir waren im Juni 2008 am Grand Canyon und haben dort ebenfalls eine Wanderung gemacht.

      Leider (mir fällt der Grund dafür nicht mehr ein ?( ) haben wir den "Fehler" gemacht und sind sowohl nach unten über den Bright Angel Trail und auch wieder rauf. Wie ich hier lese, wäre wohl der South Kaibab Trail besser gewesen. Nächstes mal machen wir es besser =)

      Gestartet sind wir um 6.30 Uhr bei angenehmen Temperaturen von der Bright Angel Lodge (dort auch übernachtet), somit direkter Einstieg in den Wanderweg.

      Wir waren recht flott unterwegs und bereits um ca. 7.45 Uhr beim 3-Mile-Resthouse. Dort haben wir dann erst mal eine längere Pause eingelegt - es hatte um 8.00 Uhr morgens "interessante" 40 Grad Celsius. Daher haben wir uns dann entschieden den Rückweg anzutreten.

      Wir bzw. eigentlich ich hatte zwar das "Ziel" den Colorado River zu sehen, aber bei diesen Temperaturen wollte ich das meinem Körper nicht zumuten. Die Fitness hätte zwar auf alle Fälle gestimmt, aber ein gutes Gefühl hatte ich dabei nicht mehr.

      Um ca. 10 Uhr waren wir dann wieder oben angekommen und dementsprechend fertig und auch froh, nur noch wenige Schritt zu Bett und Dusche zu haben.

      Erwähnen möchte ich noch ein paar Punkte:
      a) ich bin mit 1,60 m nicht die Größte und es war für mich mit meinen kurzen Beinen sehr anstrengend die hohen Stufen des Trails zu bezwingen...der Weg war sehr "ausgewaschen".
      b) die Mulis waren sehr nervig, staubig und geruchsintensiv da man ständig stehen bleiben musste um sie vorbei zu lassen
      c) zu zweit haben wir mehr als 5 Liter getrunken und selbst das hat uns eigentlich nicht wirklich gereicht
      d) zu empfehlen sind die am Grand Canyon erhältlichen Elektrolyt-Pulver die man einfach ins Wasser kippt um den Körper mit Mineralstoffen etc. zu versorgen. Schmeckt überraschend lecker.

      Ja, das war also mein Wandererlebnis "Grand Canyon". Wiederholt wird das ganze auf jeden Fall da es einfach wunderschön ist, aber nur zu einer anderen Jahreszeit um das Erlebnis besser genießen zu können und auch mehr Fotos dieser wunderschönen Gegend machen zu können.

      Liebe Grüße, Bea.
    • Grundsätzlich soll wirklich jeder für sich entscheiden, wie er den GC erlebt/geniesst/erwandert!
      Habe es glaube auch niemanden vorgeschrieben - nur meine Meinung und Einstellung dazu geschrieben!
      Übrigens habe ich auch nirgends geschrieben, dass es nicht "machbar" ist (würde es mir ja selbst zutrauen!) - halte es aber nach wie vor für nicht sinnvoll!

      Und wenn ich lese, wir waren
      recht flott unterwegs
      dann ist das für mich "in den Canyon" hetzen! Sorry, möchte niemanden zu nahe treten, ist nur meine Meinung!

      Und das sehe ich dann eben auch anders!
      zügigem Vorangehen mit den Augen sehen und genießen.


      Aber natürlich achte ich auch hier die andere Sicht - es muß aber erlaubt sein, dazu eine andere Sicht zu bringen!
      Gruß Matze
    • River Trail und Bright Angel Trail - von unten nach oben

      Wenn man von der Phantom Ranch oder dem Bright Angel Campground vom Boden des Grand Canyon wieder nach oben will, bietet sich der Bright Angel Trail an. Der ist nämlich nicht so steil wie der South Kaibab Trail und außerdem gibt's da zuverlässige Wasserquellen - jedenfalls im Sommer. Um zum Bright Angel Trail zum kommen, muss man allerdings erst ein Stückchen den River Trail entlanglaufen.

      Noch ein Auszug aus meinem Reisebericht. Wer den Reisebericht schon kennt, für den gibt es hier nix neues.

      Hoch ging es am 02.Juni 2011


      Um vier Uhr früh ging der Wecker. Grrr. X( Ich versuchte noch ein wenig die harte Realität zu verdrängen. Aber es half ja nichts. Wer runter geht, muss auch wieder hoch. Um 4.20 Uhr sind wir also aufgestanden. Es wurde schon hell, naja fast. Zuerst viel essen und viel trinken. Zelt abbauen. Rucksäcke packen. Campsite sauber machen. Wasser auffüllen. Wir hatten jeder knapp 1 Gallone dabei. Mal sehen, ob's reicht. Um 5.20 Uhr sind wir aufgebrochen. Fast die Hälfte der anderen Camper war schon weg.


      Wir überquerten die Silver Bridge. Ein letzter Blick zurück.




      Unglaublich, aber wahr: Früher spülte der Colorado hier pro Tag 380.000 tons (345.000 metric tons) an Sedimenten durch. Daher kommt auch der Name des Flusses, von der Farbe, die er von dem Sediment hatte. "Too thin to plow, too thick to drink" (zu dünn zum Pflügen, zu dick zum Trinken), sagte man damals über den Colorado. Aber jetzt wird das fast alles vom Glen Canyon Dam zurückgehalten und füllt langsam aber sicher den Lake Powell. Inzwischen sind es nur noch 40.000 tons pro Tag. Daher verschwinden auch allmählich die ganzen Sandbänke am Flussufer. Auch die zwei Flutungen des Glen Canyon Dams haben da nur kurzfristig was gebracht.

      Tja, der Colorado ist echt nicht mehr das was er mal war. Aber wenigstens wurden die Pläne, Riesenstaudämme im Grand Canyon zu bauen, nicht verwirklicht. Wäre fast so weit gekommen. Das gab damals in den 60ern eine riesige öffentliche Auseinandersetzung zwischen dem Bureau of Reclamations (eine Riesenbehörde, die für die Wasserressourcen und insbesondere die Staudämme zuständig ist) und dem Sierra Club (eine Art Greenpeace für Hasenfüßige, statt sich an Wale zu ketten, schreiben die Briefe an Abgeordnete und schalten Zeitungsannoncen). Das war vor allem der Kampf zwischen dem Chef des Bureau of Reclamations, Floyd Dominy und David Brower, dem Vorsitzenden des Sierra Club. Die beiden konnten sich nicht leiden. Brower hatte damals erlebt, wie durch den Lake Powell der schöne Glen Canyon geflutet wurde und hatte über den Lake Powell gesagt: "Putting water in the Cathedral in the Desert was like urinating on the crypt of St. Peter's." (Wasser in diese Kathedrale in der Wüste zu füllen ist, als ob man in die Gruft des Petersdoms uriniert.) Er hatte sich geschworen, nicht zuzulassen, dass den Grand Canyon das gleiche Schicksal ereilt. Aber Dominy wollte unbedingt seine zwei Dämme im Grand Canyon. Damit wäre Marble Canyon und der gesamte untere Teil des Grand Canyon, einschließlich Havasu Creek, unter den Stauseen verschwunden. Dominy versuchte die Öffentlichkeit zu überzeugen: Das wäre doch viel besser für die Touristen, dann könnten sie alle ohne Anstrengungen mit Motorbooten den Canyon entdecken. Brower schlug mit ganzseitigen Anzeigen in allen großen Zeitungen zurück: "Should we also flood the Sistine Chapel, so tourists can get nearer to the ceiling? (Sollten wir dann auch die Sixtinische Kapelle fluten, damit die Touristen die Decke aus der Nähe betrachten können?) Damit war die Sache gelaufen. Lastwagen voller empörter Briefe erreichten die Abgeordneten. Die Dammgeschichte im Canyon war gestorben.

      Egal, wir stampften weiter. Durch Sand. :EEK:




      Blöder Sand. Jetzt könnte man schon einen Stausee und ein Motorboot brauchen ;). Das ist wirklich einer der beiden unangenehmsten Abschnitte des Trails. Wir kämpften uns durch den Sand, aber bald waren wir durch. Der Weg ging langsam aber stetig aufwärts.

      Schon seit heute morgen war es völlig bewölkt. Blöd, weil es nicht schön zum Fotografieren war. Sehr finstere und düstere Stimmung.







      Aber toll, weil es dadurch deutlich kühler war. Knapp unter 80 Grad.

      Blöd war auch, dass es nach einiger Zeit plötzlich wieder bergab ging. Was soll das denn? Da schleppt man sich nach oben und dann geht es wieder runter und man muss die Höhenmeter doppelt laufen. :rolleyes: Naja, da kann man jetzt auch nichts machen.

      Nach ca. 1,5 Meilen war es Schluss mit am Fluss entlanglaufen. Hier geht der River Trail in den Bright Angel Trail über. Ab jetzt geht es bergauf. Steil bergauf.

      Wir liefen eine kurze Strecke am Garden Creek entlang, das wir immer wieder überqueren mussten.





      Und das war nicht überall so schmal wie hier. Aber ins Wasser gefallen sind wir trotzdem nicht. Nach kurzer Zeit konnte man schon den Rim sehen. Na, dann haben wir es ja gleich geschafft. ;)




      Aber zuerst muss man durch Devils Corkscrew. Enge und steile Serpentinen durch die dunkle Vishnu Schist.




      Zum Glück war's immer noch bewölkt, da war es nicht so heiß. Glück muss man haben. Und das Ende der Inner Gorge war schon in Sicht. Die Tapeat Sandstones.




      :laola:

      Auf dem Weg kamen wir an irgendwelchen vertrockneten Sinterterassen vorbei.




      Ungefähr an dieser Stelle kam uns übrigens zum ersten Mal "Gegenverkehr" entgegen. Ein Hiker auf dem Weg nach unten. Wo der wohl herkommt? Wahrscheinlich aus Indian Garden, weil der Rim ist ja doch noch ein ganz schönes Stückchen weg und es war gerade mal kurz nach sieben. Aber warum spekulieren, ich fragte einfach nach. "From the rim" war die Antwort. Wahnsinn. :EEK: Er sei Triathlet und trainiere hier gelegentlich. Auf dem Weg nach oben hat er uns dann überholt. Zwischen Indian Garden und dem Three Mile Resthouse.

      Wir trafen hier aber auch immer mehr andere, normale Hiker, die mit uns unterwegs nach oben waren. Manche überholten wir und sahen sie nie wieder. Andere überholten uns und sahen uns nie wieder. Aber einige trafen wir immer. Mal überholten wir die, mal überholten die uns. Mit der Zeit erkannte man sich und kam immer wieder ins Gespräch. Nach dem soundsovielten Mal wurde das dann auch etwas mehr als der übliche Smalltalk.




      Schließlich wurde die Gegend immer grüner.




      Um 7.50 Uhr kamen wir an diesem Schild an.




      Beim ersten Hinschauen bekam ich erst mal einen kleinen Schock. :EEK: Können die den blöden Punkt nicht ein bißchen größer und deutlicher machen! :wut2:

      Aber halb so schlimm, acht Minuten später waren wir da. In Indian Garden. Ca. zweieinhalb Stunden waren wir jetzt unterwegs. Zeit für ein zweites Frühstück. Aber vor der Pause nach den Temperaturen geschaut.




      Pfft, das ist ja richtig kühl hier. So ein Kindergeburtstag die Wanderung. Das Schild unter dem Thermometer "This is your brain on sun" war neu, den gab es vor einem Jahr noch nicht. Die lassen sich doch hier immer wieder war Neues einfallen.

      Am Platz um die Wasserstelle war schon ein bißchen was los. Schubweise trafen immer mehr Hiker von oben ein.




      4,5 Meilen zum Rim. Sehr schön, gut die Hälfte hatten wir hinter uns. Bevor es weitergeht, erst mal die übliche Prozedur. Trinken, Essen, mit den anderen Hikern quatschen.

      In Indian Garden war früher ein Fotostudio der Brüder Kolb. Damals gab es am Rim noch kein gescheites Wasser und die mussten deshalb hier die Bilder entwickeln. Die haben dann oben die Touris auf den Mulis geknipst, sind schnell runtergerannt, haben die Bilder entwickelt und sind dann wieder hochgerannt, um gleichzeitig mit den Touris auf den Mulis wieder da zu sein und denen dann die Bilder für $1 pro Stück zu verkaufen.

      Übrigens, wir waren auf den Tag genau vor genau einem Jahr schon einmal hier unterwegs gewesen, allerdings vom Rim zum Plateau Point. Aber da gehen wir heute nicht hin. Letztes Jahr war es wärmer hier. Da waren keine Wolken. Apropos Wolken, so langsam brachen die auf und die Sonne kam raus. Jetzt aber nichts wie weg, bevor die Hitze kommt.

      Also noch schnell die Kleidung in Wasser getränkt und dann los. Es war jetzt kurz nach halb neun. Aber bevor es richtig los geht, schnell noch die Mulis vorbeilassen. Damit die unsere Postkarten hochtragen können.





      Gleich nach Indian Garden kommt eine der schönsten Stellen des Bright Angel Trails. Jedenfalls im Frühjahr. Lauter Blüten.




      Dieses Mal weniger Kakteen, aber dafür lauter andere Pflanzen, die letztes Jahr um diese Zeit schon nicht mehr geblüht hatten. Toll. Obwohl der gleiche Tag, die Natur war letztes Jahr weiter. Dieses Jahr blühte noch viel mehr. Muss am langen Winter und den Wetterkapriolen liegen.

      Der weitere Aufstieg war unspektakulär. Am One and a Half Mile Resthouse waren wir kurz nach 11 Uhr. Da saß so eine Bazillenschleuder auf dem Ast wie ein Papagei auf der Stange.



      Blick zurück auf den Trail vom One and a half Resthouse:



      Indian Garden kann man sehr schön sehen.

      Im Übrigen kommt jetzt der zweite unangenehme Teil des Trails. Ab dem One and a Half Mile Resthouse ist die Hölle los. Da sind lauter Verrückte unterwegs. Z.B. die Typen, die einem von oben entgegenkommen und nicht ausweichen, sondern fast in einen reinrennen, wenn man nicht unter Aufbietung der letzten Kräfte auf die Seite springt. Durch das ganze Ausweichen kommt man manchmal ganz schon aus dem Rhythmus. Abgesehen davon, dass hier oben kaum noch einer grüßt. Am schlimmsten sind da die Franzosen, gefolgt von den Japanern, die grüßen nicht mal zurück. Ich frag mich immer, woher dieses Gerücht mit der fernöstlichen Höflichkeit kommt.

      Auch wenn es viele nicht verstehen, für mich ist auch der Bright Angel Trail ein schöner Weg. Wegen der Oase Indian Garden. Wegen Devils Corkscrew. Wegen der steil abfallenden Canyonwände, zwischen denen man hindurchgeht. Aber zwischen dem Rim und dem One and a Half Mile Resthouse macht das zur Mittagszeit keinen Spaß. Lauter Bekloppte.

      Na egal, gleich haben wir es geschafft. Wird auch Zeit, es wurde immer heißer. Die letzte halbe Meile zieht sich dann ein wenig. Kurz vor ein Uhr waren wir dann oben. Geschafft. Yipiee! 4380 Füße Höhenunterschied, 9,6 Meilen und ca. 7,5 Stunden nach dem Aufbruch.

      Blick zurück vom Trailhead aus:

    • Oh wie schön, der Bright Angel Trail. Danke für den Bericht.

      Den Trail hatten wir uns bei unserer allerersten USA-Tour vorgenommen.
      Vor Ort wollten wir ein Permit für den Campground erhalten, blöde Idee, trotz Hochsommermonat Juli war alles voll und wir hätten uns auf der Warteliste in aussichtsloser Position eintragen können.

      Na dann eben in einem Tag runter und wieder hoch (*psst*, verratet das den Rangern nicht ;) ).
      Aber von der Klimaanlage im Auto hatte ich mir quasi über Nacht eine Erkältung eingefangen und war nicht in Form. So bin ich etwas angeschlagen und geschwächt immerhin bis Indian Gardens und wieder hoch gelaufen.
      Das war eine der bis dato anstrengensten Wanderungen im Leben die wir gemacht hatten (die anstrengenste bis dato war der Half Dome Trail, 3 Wochen vorher ;) ).

      Trotz der vielen Menschen ist der Bright Angel Trail für mich ein besonderer Trail. Es war eine der ersten Begegnungen mit dem Canyon (den Grand View Trail waren wir am Vortag ein kurzes Stück gelaufen, aber nicht sehr weit).
      Und bis heute sind die Canyontrails im Nationalpark für mich eine schöne Erinnerung.
      Der South Kaibab Trail folgte einige Jährchen später - und im direkten Vergleich finde ich persönlich den South Kaibab Trail schöner, da man offener in den Canyon blicken kann als auf dem BAT. Aber missen möchte ich keine der beiden Wanderungen.
      Und wenn ich eines Tages nochmal zum Grand Canyon komme, will ich gerne von Rim to Rim (aber nicht im Hochsommer).
      Gruss Kate
      +++++++++
      On Tour:
      2000-09: 7xUSA West & Kanada
      2000-10: D,F,I,GR,MC,E,AND,L,A,HR
      2011: D, GB, HR-MNR-BiH, I
      2012: Inselhopping HR (Pag, Rab, Cres, Losinj)
      2013: Dalmatien & BiH im Mai/ Süd-Norwegen im Juli/August
    • Canyoncrawler schrieb:


      Vor Ort wollten wir ein Permit für den Campground erhalten, blöde Idee, trotz Hochsommermonat Juli war alles voll und wir hätten uns auf der Warteliste in aussichtsloser Position eintragen können.


      Ich weiß gar nicht, ob ich das im Juli machen wollen würde. :nw:


      Canyoncrawler schrieb:


      Na dann eben in einem Tag runter und wieder hoch (*psst*, verratet das den Rangern nicht ;) ).


      Ich werd nichts verraten. ;)



      Canyoncrawler schrieb:


      Aber von der Klimaanlage im Auto hatte ich mir quasi über Nacht eine Erkältung eingefangen und war nicht in Form. So bin ich etwas angeschlagen und geschwächt immerhin bis Indian Gardens und wieder hoch gelaufen. Das war eine der bis dato anstrengensten Wanderungen im Leben die wir gemacht hatten (die anstrengenste bis dato war der Half Dome Trail, 3 Wochen vorher ;) ).


      Ohje, mit Erkältung muss das die Hölle sein.


      Canyoncrawler schrieb:


      Trotz der vielen Menschen ist der Bright Angel Trail für mich ein besonderer Trail. Es war eine der ersten Begegnungen mit dem Canyon (den Grand View Trail waren wir am Vortag ein kurzes Stück gelaufen, aber nicht sehr weit).
      Und bis heute sind die Canyontrails im Nationalpark für mich eine schöne Erinnerung.
      Der South Kaibab Trail folgte einige Jährchen später - und im direkten Vergleich finde ich persönlich den South Kaibab Trail schöner, da man offener in den Canyon blicken kann als auf dem BAT. Aber missen möchte ich keine der beiden Wanderungen.
      Und wenn ich eines Tages nochmal zum Grand Canyon komme, will ich gerne von Rim to Rim (aber nicht im Hochsommer).



      Das geht mir ganz genauso. Der South Kaibab ist schöner, aber den Bright Angel mag ich auch. Ich hatte auf dem auch meine ersten Erfahrungen mit dem Canyon - im Jahr zuvor, bis zum Plateau Point. Rim to Rim möchte ich auch unbedingt noch irgendwann einmal machen.
    • Kann nicht vergleichen, aber den Bright angel Trail fand ich schon ok, vor allem sehr früh am Morgen, war bei mir 5.30 Uhr. Hat man dann bis auf die Rehe fast für sich alleine. In der heißesten Mittagshitze habe ich mich dann bei Indians Garden aufgehalten, bevor ich so gegen drei wieder nach oben bin. War schon heftig warm Ende Juli.
      Bye Dieter

    • Apropos Wasser...
      stimmt es, daß das Wasser an den Rastplätzen am Bright Angel Trail im Herbst abgedreht wird?
      Wir sind der Meinung das mal gelesen zu haben, finden die Seite aber nicht mehr.

      Wenn ja, weiß jemand ab wann?

      danke schon mal
      Unsere Hikes und Wanderungen finder Ihr auch unter: hikers-paradise.de
    • Cruiser69 schrieb:

      Apropos Wasser...
      stimmt es, daß das Wasser an den Rastplätzen am Bright Angel Trail im Herbst abgedreht wird?

      Ja, wegen Frost. Wasser halt. :nw:
      Indian Garden hat immer Wasser, nur nicht 1,5 Mile, 3 Mile Resthouse und am Plateau Point. (Seit wann gibt es dort Wasser? :EEK: )

      Edit: Andre war schneller :nw:
      Gruß
      Ulrich

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
      Youtube Kanal

    • Ich hab mal die Beiträge zum Thema Wasser am Bright Angel Trail hier her verschoben.


      Was mir noch eingefallen ist: Ich würde bei längeren Wanderungen im Canyon immer was zum Aufbereiten von Trinkwasser mitnehmen. Wenn nämlich mal ein Rohrbruch ist, kann ganz schnell passieren, dass es an der einen oder anderen sonst "sicheren" Wasserstelle nix gibt.
    • Bright Angels Trail im September 2008

      Man ist dass schon wieder lang her.

      Kleiner Auszug ohne Fotos.
      Damals war ich noch jung und knackig. Heute bin ich nur noch und. :nw:




      6.30 Uhr Früh . Oh dieses Handy Aber was solls es ging los. Schnapp dir den Canyon Tiger.
      Irgendwie war ich immer der Erste unterwegs.

      Na dann mal los. Ca 90 Km lagen zwischen Hotel und Canyon. Die Fahrt bot landschaftlich nix besonderes.
      Ich kam am kleinen Flugplatz vorbei, von wo man die Canyonflüge startete. Ja das hätte mir auch gefallen aber ich hatte keine Zeit dafür.
      Dann ging es durch den Wald und da war die Einfahrt in den Park. Ist schon komisch, da denkt man immer das Bergmassiv steht plötzlich vor einem und dann gehts auf einmal 1500 m abwärts.
      Habe mir an der letzten Tanke vor dem Park noch Getränke geholt und ein paar Brötchen und 3 Snickers zum Frühstück.
      Diese waren bestimmt schon 20-mal geschmolzen und wieder gekühlt wurden. Bin später fast verhungert beim auswickeln.

      Jetzt musste doch bald dieser Canyon kommen!

      8.30 Uhr noch richtig schön ruhig hier am Parkeingang.

      Mein erster Blick in den Grand Canyon. Man der ist ja wirklich riesig. Etwas diesig neblig war es. Das Rot der Felsen kam leider nicht so schön zur Geltung.
      Der Tag hatte gerade erst begonnen und ich war schon sackig. Man warum war das denn hier so diesig verdammt. Nicht ein gescheites Foto habe ich hin bekommen.

      Nachdem ich einige Pärchen fotografiert hatte kam ich mit einem ins Gespräch. Diese beiden kamen aus Magdeburg. Na und wie es halt so ist, haben wir uns festgequatscht.
      Er meinte nur zu mir ich kann froh sein solch ein gutes Wetter erwischt zu haben. Sie waren schon einmal hier und da war der Canyon kpl zu mit Wolken und Nebel.
      Im Gespräch kamen wir auch auf Havasu City. Und nun wurde ich erst mal aufgeklärt, warum keine Flaggen an der London Bridge hingen. Genau ------ ich war am 11 September dort gewesen.
      Nun teilte ich ihnen meine Tagesaufgabe mit. Runter zum Colorado und zurück. Er meinte ich sei viel zu spät und an einem Tag sei es viel zu anstrengend.
      Na was solls, dass musste ich doch selber entscheiden

      Halb 10 Uhr stand ich nun am Einstieg des Bright Angel Trail. Schnell die Wandersocken angezogen und die Wanderstiefel.
      Hatte mich für die gepolzterten Carbon Einlegesohlen entschieden, da der rechte Fuß noch Probleme machte.
      Ich entschied mich für leichtes Gepäck. 2mal 700ml Flüssigkeit, da es auf der Strecke ja 3
      Trinkwasserstellen geben sollte. Die Brötchen falls sich der Magen meldet. Ein Wechsel T-Shirt und Sonnencreme. Natürlich Stativ und Kamera und als Sonnenschutz das Cap.
      Bis zum Indian Garden, meinem Zwischenstop waren es nur 7,4 Km. Zum River 12,5 Km. Der Höhenunterschied 1370 Meter.
      Eine normale Strecke . Da ich seit Jahren große Touren in Österreich - Kreta - Teneriffa unternehme sollte diese hier kein Problem darstellen.
      Am Anfang des Jahres hatte ich noch einige Langtouren auf Madeira absolviert.
      Und ich kann jetzt schon sagen, dass die Königstour auf den Pico Ruivo mehr an Kondition verlangte als hier zum River!
      Start genau 9.40 Uhr und 18 C°.

      Am Anfang war das Getümmel noch recht groß. Jeder wollte ein Stück in den Canyon hinein. Aber schon nach einigen hundert Metern wurde es lichter.
      Der Weg war überraschend gut ausgebaut und doch recht breit.
      Da der Untergrund aber sehr locker war (abwechselnd Schotter, sandig, staubig) ging der Abstieg doch nicht so zügig voran wie ich dachte.
      Bei schnellem Schritt kam ich doch recht oft ins rutschen.
      Eigentlich wollte ich ja mit den Telestöcken los. Diese passten aber auch im kpl zusammengestecktem
      Zustand nicht in die Reisetaschen. Ich muß sagen, dass die Stöcke für diese Strecke eh unbrauchbar sind.

      Die Sonne stand günstig, so das ich einige Passagen der Strecke im Schatten unterwegs war. Natürlich wirkte sich
      das schlecht auf das Fotografieren aus.

      Nun wurde es immer ruhiger und ich war echt überwältigt von der super Aussicht. Immermal kamen mir
      einige kleine Wandergruppen schnaufend entgegen. Man die sahen sowas von fertig aus. Manche waren bepackt
      wie für eine Wochentour. Hochalpine Rucksäcke knackevoll. Eingesetzte Wasserkanister mit Schläuchen die
      direkt zum Mund führten. Hightech Telestöcke die mehr behinderten als entlasteten. Also man kann es
      auch übertreiben. Aber es waren auch noch einige Turnschuh Touristen unterwegs. Da frage ich mich
      natürlich auch immer...................
      Die steilen Felswände stiegen dicht neben einem hoch hinauf. Und alle paar Meter wechselten sie ihre
      Farbe. Der Weg schlengelte sich dicht an den Felsen entlang und oft konnte man ihn nur einige Meter
      voraus erkennen und den weiteren Verlauf nur erahnen.

      Überall sah man diese süßen kleinen Squirrel Ratten.

      Die Temperatur stieg nun langsam an. Ich hatte mich auf ca 40 C° eingestellt. Wobei mir hohe
      Temperaturen besser liegen als wenn es zu kühl ist. Das Fotografieren hat wieder sehr viel Spaß gemacht.
      Ich ließ das ausgezogene Stativ mit Kamera die ganze Tour in der Hand. Was bei den anderen Touris die sich
      mit den Telestöcken abmühten teils für Kopfschütteln sorgte. Warum auch immer In der höher
      stehenden Sonne leuchteten die Felsen in den schönsten Rottönen

      Der Blick auf "Indian Garden "

      Oberhalb von Indian Garden Befindet sich diese Ranger Station. Welche auch als Wetterschutzhüttegenutzt wird. Erste Hilfe Set, Funkgerät und Trinkwasser Stelle vorhanden. Der Ranger fragt jeden einzelnen
      Wanderer nach Wasser und Essenvorräte und gibt Auskunft über das Wetter aber auch zur Tierwelt und
      allen Fragen über den Canyon. Einige hundert Meter davor gibt es stationäre Toilettenanlagen.

      Die Felsen sahen im Sonnenlicht immer so aus, als seien sie feucht. Und die großen glatten Flächen
      erinnern immer an das Monument Valley. Aber da komme ich ja noch hin.

      Der letzte Fotostop vor Indian Garden. Man was für eine Felswand! Der Wegverlauf war von hier unten
      nicht einmal zu erahnen. Schon ein komisches Gefühl vor ca einer Stunde noch dort oben gewesen zu sein.

      Der Eingang zu Indian Garden ist erreicht.
      Ein großes grünes Plateau lag vor mir. Mitten im Canyon eine große grüne Oase. Die Zeit 11.35 Uhr.
      Es kam mir hier nicht so vor, dass ich gerade 1000 Höhenmeter absolviert hatte. Das Knie schmerzte sehr.
      Dieses Absteigen ist echt Gift. Ich steige lieber Bergauf. Wobei man ja dann auch wieder runter muß.
      Kurz gerechnet- Abstieg mal 1,5. Ok ich hatte keine Sorge vor dem Dunkel werden wieder oben zu sein.
      Temperatur war mit 34 C° voll ok.
      Etliche Fotos gemacht und nun schnell weiter. 5 km kein
      Thema.

      So hier mal ein paar Bilder von der Beschaffenheit des Weges. Läuft sich hoch sehr viel besser als runter.
      Bergauf kann man sich gut an den Steinen und Stämmen abschieben und bekommt ein gleichmäßigeres
      Schrittbild. Bergab mit großen Schritten kommt man sehr oft ins rutschen.

      Der Boden im Indian Garden war steinig trocken und hart. Und trotz dieser Beschaffenheit und der Hitze
      wuchsen hier nicht nur Gräser, Sträucher und Kakteen sondern auch etliche große Bäume. Ein kleiner Bach
      floss um den Garten teils unterirdisch und schien dieses Plateau mit Leben zu versorgen.

      Mit schnellem Schritt ging es weiter. Bis auf das Knie gabs keine Probleme. Die Temperatur war ideal. Aber
      die kurze Nacht spürte ich doch etwas.
      Vor mir 2 Pferde Touri Gruppen. Man das nervt vielleicht. 1. kommen die nicht aus die Hefe (zu Fuß
      mindestens 4-mal so schnell) und 2. fand ich es echt ne Quälerei für die Pferde. Die sind mehr abgerutscht
      und umgeknickt als gelaufen. Also ich würde diese Touren verbieten. Na was solls. Mal kurz Querfeldein
      und vorbei war ich. Und auf und davon.

      So der letzte Abstieg steht bevor. Etwas trinken und los gehts. Kamera und Stativ hatte ich nun
      verpackt. Und das letzte Teilstück ging fast im Dauerlauf bergab.

      Unten angekommen ging es fast ohne Gefälle weiter. Die Felswände erhoben sich steil empor. Einige kleine
      Bäche na eher Rinnsäle kreuzten den Weg und dann lag er vor mir der Colorado. Na gut er lag nicht direkt
      eher floss er so vorbei
      Eine braune dickflüssig anmutende Brühe. iiiiiiiiii nee zum baden war das nix. Eher geeignet für eine
      Schlammpackung. Meine persönliche Meinung! Gut die hohen Felsen durch die sich der Fluß seinen Weg
      bahnt sind schon gigantisch. Aber die Landschaft an sich war für mich nicht so der Bringer.
      Da habe ich schon schönere Flußlandschaften im Gebirge gesehen. Aber das Ziel ist geschaft und nur das zählt.

      Nach einer 20 minütigen Pause machte ich mich auf den Rückweg. Soweit war alles in Ordnung nur das Knie
      schmerzte sehr. Ich rechnete damit, dass ich die 1.5 fache Zeit benötigen werde für den Aufstieg. 13.20 Uhr
      ging es los. Es waren keine Pferde mehr unterwegs und bis Indian Garden auch keine Wanderer. Mit kurzen
      schnellen Schritten ging ich voran. Erst mal Zeit gut machen, wer weiß wie anstrengend es doch noch wird.
      Und ich muss sagen es lief sich richtig super. Ohne größere Pause nur ab und zu ein Blick zurück kam ich
      schnell wieder am Indian Garden an. Die 39 ^Grad waren zu ertragen. Hier tummelten sich zahlreiche Touris unter den Bäumen. Ich habe
      nur eine Wasserflasche aufgefülllt und das Gesicht abgekühlt und bin gleich weiter. Wenn ich einmal am
      Laufen bin kann und darf ich nicht verweilen sonst komm ich nicht mehr in die Gänge. Nächster Stop das
      Rangerhaus. Dort einen ganz kurzen Plausch mit dem Ranger und gleich weiter. Da ich beim runter gehen
      die Landschaft genossen und alles fotografiert hatte wollte ich mich nun nur noch auf den Aufstieg
      konzentrieren. Man ich habe da Leute überholt, die gar nicht mehr so gut aussahen und teils auf dem
      letzten Loch gepfiffen haben.
      17.10 Uhr war ich oben. Man und ich gebe zu ich war kaputt. Die Füße 3-mal so groß und das Knie 4-mal so
      dick.
      Habe noch eine kleine Rundfahrt im Park gemacht und dann am Rand des Canyons gesessen und die
      Aussicht genossen. Nun bekam ich Hunger und natürlich gibts auch im Park ein Mc- Doof. Und natürlich
      gabs dort mein Abendessen
      Da mir das Knie so sehr weh tat, entschloss ich mich gleich danach zum Hotel zu fahren, denn jemand hatte
      dort die Tabletten vergessen
      Auf der Fahrt zum Hotel habe ich nochmal an der Tanke angehalten. 2 Eis als Belohnung für die Lange Tour
      und eine große Portion an Schokolade und Gummitiere und Chips.
      Am Hotel angekommen noch 2 kalte Cola und Eis fürs Knie aus den Automaten und dann für die Nachtruhe
      die Stecker gezogen
      Es wird immer das, was man daraus macht .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Haiko ()

    • Zur Zeit wird der Trailhead des Bright Angel Trails neu gestaltet.

      Wenn es fertig ist, wird das ungefähr so aussehen:






      Zur Zeit sieht es allerdings nur so aus:




      Denn während der Bauarbeiten sind einige Wege am Rim in der Nähe des Trails sind gesperrt:



      Man kommt also nicht mehr von Osten über den Rim Trail an den Bright Angel Trail, sondern muss um die Bright Angel Lodge herum einen Umweg machen.

      Negativer Nebeneffekt ist, dass während der Bauarbeiten auch viele Parkplätze im Umkreis der Bright Angel Lodge wegfallen.


      Die Bauarbeiten sollen bis Ende April 2013 abgeschlossen sein.
    • Den Beitrag von Haiko lese ich ja jetzt erst. :wow: Tolle Leistung!

      Und danke fürs Mut machen. Ich denke ja auch, dass das machbar ist, wenn man fit und trainiert ist. wobei ich sicher etwas früher losgehen und mir mehr Zeit lassen würde. Und für den Abstieg würde ich den South Kaibab vorziehen.

      Und danke, André, für die Information. Das heißt aber nicht, dass der Bright Angel Trail gesperrt ist bis Ende April?

      Gruß

      Bettina
    • PhilippJFry schrieb:

      Negativer Nebeneffekt ist, dass während der Bauarbeiten auch viele Parkplätze im Umkreis der Bright Angel Lodge wegfallen

      Die fallen doch wohl ehr komplett weg :EEK:
      Ich finde das blöd, sehr blöd sogar, extrem blöd.

      Das hatte bisher noch sowas von Ursprünglichkeit, rustikel. Wenn das so klinisch geleckt aussieht wie am Mather Point oder am El Tovar Hotel, ist das ehr Stadtpark Atmosphäre.
      Der einzige rustikale Ort ist also nun nur Hermits Rest.

      Extrem blöd, saublöd etc. pp.
      Gruß
      Ulrich

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