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Thursday, May 6th 2010, 12:52pm

Etwas Allgemeines zu La Palma.

La Palma wird von Nord nach Süd durch eine Vulkankette durchzogen, was für eine Sonnige Westseite sorgt, während der Passat an der Ostseite der Bergkette die feuchte Luft zu Wolken auftürmt. Auf der Westseite gibt es zwei Touristische Orte mit Strand, einmal Puerto de Tazarcorte und noch Puerto de Naos. Je mit ein paar Hotels und einer Promenade. Auf der Ostseite ist es Los Cancajos, gelegen zwischen Flughafen und St. Cruz, während dort vor 16 Jahren noch relativ nette Hotels standen, ähnelt das ganze heute mehr Ruinen.............
Aber der Hauptteil der Touristischen Unterkünft liegt eh in privater Hand.
Den nördlichen Teil der Insel dominiert die Caldera de Taburiente. Der riesige Krater entstand durch Einsturz und Erosion eines Vulkandoms, der sich in prähistorischer Zeit möglicherweise bis zu 3.500 Meter über den Meeresspiegel erhob. Der Durchmesser der heutigen Caldera beträgt neun Kilometer, ihr Umfang 28 Kilometer und der Höhenunterschied vom Kraterrand bis zur Sohle bei Dos Aguas beinahe zwei Kilometer. Die Caldera bildet damit den größten Senkkrater der Welt. Ein Ring aus Gipfeln mit Höhen von 1.700 bis 2.400 Metern umgibt den Kraterrand. Hier befindet sich auch die höchste Erhebung der Insel, der Roque de los Muchachos mit 2.426 Metern. Am Gipfel befindet sich das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium. Nach Westen entwässert die Caldera durch den Barranco de las Angustias, die enge „Schlucht der Todesängste“, auf deren Grund ein Wanderweg verläuft.
Am Gipfel des Roque de los Muchachos gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Observatorien, der Grund liegt in der freien Sicht auf die Sterne, da es selten Wolken in dieser Höhe gibt, zum anderen liegt es an der heute weit verbreiteten „Lichtverschmutzung“, die es auf La Palma nicht gibt. Es ist also stockfinster in der Nacht, die vorhandene Straßenbeleuchtung darf nur ein Gesetzlich geregeltes Maximum an Lichtstärke haben, muss Grundsätzlich nur nach unten abstrahlen, Leuchtreklamen sucht man vergebens auf La Palma (übrigens auch McDonalds und Burger King, die gibt es da nicht).
Ab und zu werden auch Führungen in der Observatorien angeboten.

Der letzte Vulkanausbruch auf La Palma war 1971, der Teneguía am Südende der Insel. Man kann heute dort entlang wandern, es riecht hier und da noch nach Schwefel, und der Lavastrom hat die Insel damals ein bißchen vergrößert. Und man stelle sich vor, es grünt hier und da schon.

Ich erinnere mich, anläßlich des Tsunamis in Indonesien und Thailand an Weihnachten 2005, da ging ja so vieles durch die Presse. Und man berechnet und erwartet den Weltweit verherendsten Tsunami ausgelöst auf La Palma. Ja, ich war damals auch erstaunt, aber ich erinnere mich an diesen Bericht. Es gibt Theorien, daß die westliche Flanke der Cumbre Vieja bei einem erneuten Vulkanausbruch instabil werden und ins Meer abrutschen könnte. Dieser gewaltige Erdrutsch würde wahrscheinlich eine riesige Flutwelle auslösen, die sich an der Ostküste des amerikanischen Kontinents bis zu 150 Meter hoch auftürmen könnte. Nun ja, die einen sagen so, die anderen sagen ist Quatsch. Aber ich traue der Natur unwahrscheinliches zu, und welch ein Glück, bleibt die Natur und die Erde unberechenbar.

Das La Palma eine Wanderinsel ist, dürfte jedem schon mal untergekommen sein, und heute ist das Wanderwegenetz perfekt ausgeschildert. Es gibt neben vielen ausgedehnten Tageswanderungen auch einen kompletten Wanderweg rund um die Insel, der verläuft auf den alten, teilweise noch erhaltenen Verbindungswegen der einzelnen Ansiedlungen. Allerdings..................logischerweise rauf und runter.
Wir pflegen sowohl auf Madeira wie auch La Plama dem Rother Wanderführer zu folgen, nur die darin enthaltenen Zeitangaben überschreiten wir erheblich, ich schiebe es mal auf die unterschiedliche Definierung des wanderns: „Genüßlich oder Sportlich“

Wichtig bei der Planung der Täglichen Wanderung ist einfach, wie ist das Wetter, auf welcher Seite der Insel und in welcher Höhe. Auf der Ostseite der Insel macht es an vielen Tagen einfach keinen Sinn, Wanderungen über 700 Meter Höhe zu unternehmen. Der Passat sorgt bereits am frühen Morgen für sich auftürmende Wolken. Damit würde man dann den ganzen Tag in den Wollen herum wandern was a.) keinen Spaß macht und b.) auch recht feucht ist. Auf der Westseite kann es auch ab einer Höhe von 500 bis 700 Metern zu Wolkenbildung kommen, während Richtung Meer in den meisten Fällen Sonniges Wetter ist. Die Caldera füllt sich meistens ab Mittag mit weißen Wolken, oben auf dem Roque de los Muchachos ist dann strahlender Sonnenschein und man wandert oberhalb eines weißen Wattemeeres.

Wie in allen Regionen dieser Welt gibt es natürlich beworbene „Wanderhighlights“, dort geht es dann zu wie auf dem Münchener Stachus, aber man kann ja dem auch ausweichen, wir sind bei unseren Wanderungen so vielen Menschen begegnet wie man an einer Hand abzählen kann. Fahrradfahren ist auch in auf La Palma, kann man wie das wanderen auch als Gesamtpaket buchen. Ok, ein jeder nach seinem Gusto, dort wieder jeder glücklich denn es ist nach wie vor ein sehr eingeschränkter Tourismus aufgrund der nicht so hohen Bettenzahl.

La Palma, wie auch El Hierro und La Gomera, die Nachbarinseln, kamen in den 60zigern und Anfang 70ern zur Geltung, die ersten Aussteiger suchten dort ihr Glück, manche sind fündig geworden....................und einen Haufen Alt-Hippies trifft man immer noch. Touristisch kam allerdings bis in die 80er La Palma auf keinen grünen Zweig, erst ab Mitte der 80er setzte vermehrt Tourismus ein auf der Insel.

Die ersten Siedler auf La Palma waren die Guanchen, heute lebt die Insel Hauptsächlich vom Bananenanbau. Sind klein und sehr süß. Haben nix gemeinsam mit ihren Brüdern aus Südamerika, die wir Notgedrungen und Gesetzlich verordnet in den Deutschen Geschäften kaufen müssen. Tourismus spielt ebenso eine Rolle, ist aber bei rund 8.000 Betten überschaubar.

Auf der Insel gibt es verschiedene Autoverleiher, und der kleinste Wagen ist grad groß genug, Hauptsache einige PS unter der Haube, denn es ist sehr kurvig und bergig. Das Busnetz ist auch sehr gut, da rund um die Insel die Hauptstraße verläuft, ist es auch relativ einfach von A nach B mit dem Bus zu kommen. Allerdings ger größeren Flexibilität wegen, und weil es auch nicht die Welt kostet, nehmen wir ein Auto.

Es gibt eigentlich nur zwei Hauptverkehrsadern auf der Insel, einmal die Straße rund um die Inasel, ca 160 Kilometer, dann quer von West nach Ost (St. Cruz – Los Llanos de Aridane) eine Querverbindung, und dann noch die Straße auf den Roque de los Muchachos, auch von Ost nach West oder je nach Sichtweise von West nach Ost. Eine schöne Aussichtsstraße, wenn..................keine Wolken vorhanden sind.

Klimatisch kann man das ganze Jahr dort in angenehmer Temperatur Urlaub machen, wobei die feuchtesten Monate zwischen November und Ende März sind.

Was gibt es Ernährungstechnisch gesehen besonderes?

Traditionelles Grundnahrungsmittel der Kanaren ist seit Jahrtausenden das so genannte Gofio, ein Mehl aus gerösteten Mais-, Weizen- oder Hirsekörnern. Meist wird es als pelle serviert, einer Brotartigen Masse aus Gofio, die in Scheiben geschnitten wird. Empfehlenswert ist besonders Gofio escalado, eine dünne Fischsuppe mit Kräutern und Kartoffeln, die durch das beigemischte Gofio zu einem sämigen Brei angedickt wird.
Mojo gehört fast ebenso zu allen Gerichten. Mojo rosso, aus roter Peperoni, Öl und Knoblauch und Mojo verde, der mit grüner Peperoni und viel Petersilie zubereitet wird. Beide sind sehr scharf (Ansichts- und Geschmackssache)
Für mich ein Highlight sind immer die Papas arrugadas. Übersetzt bedeutet dies etwa „verschrumpelte Kartoffeln“. So auch in manchen Restaurants in Deutsch auf der Menükarte zu lesen. Sie sind eine besondere Züchtung, die außen sehr dunkel und innen sehr gelb ist. Die Kartoffeln werden in einer (Meer)Salzlake gegart und immer mit der Schale gegessen. Und dazu natürlich, kann man sich denken, Mojo rosso oder Mojo verde.
Potaje canario, eine kräftige Gemüsesuppe mit Mais, Kichererbsen und Kartoffeln und den Potaje de Berros, einen milden Kresseeintopf, in dem Speck, Kartoffel und Kürbis eingekocht werden.

Ein sehr guter Wein wächst rund um den Volcano Teneguia, mir schmeckt er besonders in rot. Auf der Insel gibt es verschiedene Bodegas, dort kann man a.) den Wein verkosten und b.9 dort direkt kaufen. In Tamanca gibt es auch ein Weinmuseum, wo man sich alles Wissenswerte über den Weinanbau zeigen lassen kann, und wen wundert es, diesen Wein dann ebenfalls kosten und kaufen kann. In diesem Zusammenhang möchte ich dringend darauf hinweisen, die Polizei ist permanent präsent und auch nicht grade zimperlich mit den Autofahrern. Nur so am Rande erwähnt, bezieht sich auch auf die Straßenverkehrsordnung Allgemein, also immer schön brav sein, gelle, sonst hat man schneller in allen Farben blinkende Lampen hinter und vor sich wie man überhaupt nur a sagen kann.

Ein wenig Kopfschmerzen bereitet mir der Müll, La Palma hat nach wie vor keine Mülltrennung, auch wenn man verschiedentlich schon Glas- und Papiercontainer findet. Ok, es geht halt nicht Alles auf einmal.

Eine Unterkunft sucht man sich am besten Online und möglichst Privat, man findet für jeden Geldbeutel und in jedweder Qualität etwas.

Ein paar der Highlights der Insel ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Roque de los Muchachos
La Palmas höchster Berg.

Las Nieves
Die Jungfrau vom Schnee mit einem Kleid aus Silber und Edelsteinen ist die Schutzpatronin der Insel

Mirador El Time
Der Blick über die Ebene im Südwesten der Insel ist atemberaubend

Los Tilos
Wo La Palmas Flora noch ursprünglich ist: die Farn- und Lorbeerwälder von Los Tilos

Santa Cruz
Eine in Jahrhunderten gewachsene kanarische Stadt

El Faro
Der alte Leuchtturm an der Südspitze, daneben die Salinen

Vulkane San Antonio und Teneguía
Seit seinem Ausbruch 1971 ist es hier und da noch heiß

El Tablado
Ein kleines pittoreskes zwischen Bergen und Meer

La Cumbrecita
Aus 1300 m Höhe sieht man hinab in den großen Erosionskessel der Caldera de Taburiente (die Zufahrt ist auf eine bestimmte Anzahl Pkw beschränkt, am Visitor Center (El Paso direkt an der Straße nach St. Cruz) gibt es eine Liste in die man sich eintragen muss und bekommt dann eine Genehmigung. Viele versuchen es trotzdem ohne, der mit einem Kontrolleur besetzte Schranken nach ca 3 Kilometern zwingt dann allerdings zur Umkehr. Entweder früh am Morgen, oder spät am Mittag, ist die beste Zeit, da Cumbrecita ausser einigen heftigen Wanderungen auch einen, wie ich sagen würde, Panorama Rundgang anbietet, und so fahren viele dorthin um einen Spaziergang zu machen.

Nun denn, das war was Allgemeines zu La Palma, wichtig ist, wir sind mal da.
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Bernd


Yukon1

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Thursday, May 6th 2010, 2:55pm

Klasse Zusammenstellung, Bernd. :!!

Da hat man doch gleich einen guten Überblick

bikejoe

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Thursday, May 6th 2010, 8:13pm

Tolle Zusammenfassung! :!!

Weckt Erinnerungen und macht Lust, da mal wieder hinzugehen. Wer weiß, wenn der $ weiter steigt....
Schöne Grüße
Johannes
 

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Thursday, May 6th 2010, 9:07pm

Quoted

Original von bikejoe
Tolle Zusammenfassung! :!!

Weckt Erinnerungen und macht Lust, da mal wieder hinzugehen. Wer weiß, wenn der $ weiter steigt....


Geh fott, mir wird grad schlecht...............er isr genug gestiegen
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Junior Trapper

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Saturday, May 8th 2010, 9:37am

Eine kleine Ausfahrt nach Süden von La Palma

Nach einem guten Frühstück (jedenfalls für mich) haben wir dann ein wenig den Südteil der Insel erkundet. Zuerst einaml nach Los Llanos, welches die größte Stadt auf La Palma ist, nicht wie fälschlicherweise vermutet die Hauptstadt St. Cruz. In den Neunziger Jahren hatte Los Lllanos mehr Einwohner als St. Cruz, und so ist das bis heute geblieben. Im Ortskern gibt es sogar eine Fußgängerzone, rund um die Plazza die dreischiffige Pfarrkirche Nuestra Señora de Los Remedios aus dem 17. Jahrhundert und das Rathaus. Aus der Kirche kam ein unwahrscheinlicher Weihrauchduft, die Messdiener übten wohl grade Weihnrauchfass schwenken. Die „Plaza de España“, natürlich mit dem dazugehörigen Kiosco, unter uralten Bäumen, wir haben in den nächsten Tagen dort manches Tässchen Barraquito getrunken.
Ich bin eigentlich nicht so sehr der Freund von „gemixten“ Getränken, aber das ist etwas besonderes, ein Kaffee der besonderen Art. Wird serviert in schmalen, etwa 3 Zentimeter Durchmesser und 6 Zentimeter hohen Gläsern. Natürlich, wie so vieles, con oder sin. Wir nehmen ihn immer „con“ (mit Kaffeelikör)

Dickflüssige gesüsste Kondensmilch
Spanischer Likör "43"
Heisser Espresso
Schaumig gerührte Milch
Etwas Zucker
Etwas Zimt
Kleines Stück unbehandelte Zitronenschale

So lässt sich leben. Dazu eventuell ein Glas Rotwein.

Weiter fahren wir Richtung Meer nach Puerto de Tazacorte, unterwegs steht am Abzweig nach Puntagorda eine kleine Kirche.


Auf dem Weg nach Puerto de Tazarcorte

Puerto de Tazacorte liegt am Ende des Barranco de las Angustias, dem Abfluss aus der Caldera de Taburiente.


Blick auf Puerto des Tazarcorte und das Meer

Auf der einen Seite begrenzt durch eine 600 Meter hohe Steilwand, in der auch heute noch in , in den Berg gebaute Häuser, Menschen leben. Ich bin mir nicht sicher ob es Elektrizität und Wasser gibt, aber mühsam ist das schon, der Weg ist heftig steil. Auf der anderen Seite nach Süden hin reiht sich dann eine Bananenplantage an die andere.
Puerto de Tazacorte hat einen netten kleinen Strand, schwarzer Sand, künstlich aufgeschüttet, ein paar nette Restaurants am Meer und wunderschön bunte Häuser. Manch einer würde sagen, im Baumarkt waren grade Farben im Ausverkauf, mich jedoch erinnert das ein wenig an Burano in Venedig. Und auch hier, auf der kleinen Plaza direkt am Meer, der unvermeidliche Treffpunkt, der Kiosco. Die „Plaza de Castilla“. Ich weiß nicht, die ziehen mich immer magisch an, hat einen besonderen Flair.
In Puerto de Tazarcorte gibt es auch einige gute Fischrestaurants, direkt am Meer.


Puerto de Tazarcorte


In diese Steilwand hat man Felsenwohnungen gebaut


Ist ein recht steiler Weg nach Hause



Ja, da wohnen wirklich Menschen drinnen, kann man sich als verwöhnter Hausbesitzer gar nicht so vorstellen


Wir fahren weiter Richtung Süden, durch Tazarcorte, weiter durch Bananenplantagen, dann wieder herunter ans Meer nach Puerto Naos. Bevor man Puerto Naos erreicht, zweigt vorher rechts eine Straße ab mit Hinweisschild Bombilla. Dieser Straße folgend, nach Durchfahrt einiger Bananenplantagen, erreicht man eine Ansiedlung kleiner Häuser, Hütten, Buden, wie immer man die Behausungen definieren mag, direkt am Meer gelegen, dort auch der unvermeidliche Kiosco, ein Stück weiter am Ende des Weges (der unbefestigt ist) dann ein weiteres Restaurant, Thailändisch, aber doch Spanisch, Palmerisch. Direkt am Wasser, kleine Terrasse mit 3 Sitzgelegenheiten, passt, die Sonne scheint, wir haben Urlaub und genießen das Spiel der Wellen.
Ein kleiner Abstecher nach Puerto Naos, am Ende der Promenade 2 Hotels, idyllisch und ruhig, so ist Tourismus auch zu haben.
Weiter fahren wir Richtung Südspitze, durch die Allgegenwärtigen Bananenplantagen, es beginnt die Gegend des Teneguia, man sieht nur noch Lava.


Erkaltete Lava, so weit das Auge reicht


Man könnte ja meinen, es wäre eine Mondlandschaft, aber mich fasziniert immer wieder, wie doch so manches grün zu sehen ist, die vermeintlich „tote Landschaft“ wird von der Natur und somit vom Leben zurück erobert. Und da das Gestein sehr Wasserspeichernd ist und auch Wärmespeichernd, wächst darauf auch ein guter Wein. Der Kontrast schwarz zu grün, gefällt mir.
Wir fahren zum Südlichen Ende an den Faro, den Alten und daneben der neue Leuchtturm. In dem alten Leuchtturm ist heute in kleines Infocenter untergebracht, man hat entlang der Küste ein Naturschutzgebiet eingerichtet für die Unterwasserwelt, aber wie man an der momentanen Ölpest sieht, was nützt das alles bei vielen Problemen. Daneben befinden sich die Salinen, dort wird Meersalz gewonnen, man kann hinunter gehen und sich das ganze ansehen, wer will kann auch Meersalz dort direkt kaufen. Diese Saline krabbelt (finanziell) auch mehr Schlecht als Recht herum, der Besitzer möchte deshalb dort ein Infocenter über die Meersalzgewinnung einrichten plus ein Restaurant. Scheint irgendwie von der Regierung nicht gewollt, so wie ich gelesen habe.


Die Südspitze von La Palma mit den Leuchttürmen und den Salinen

Dann fahren wir zum Volcano Teneguia, dort ist ebenfalls ein Infocenter wo man sich über die Vulkane informieren kann. Hier gibt es neben der „Vulkanroute“ noch verschiedene andere Wanderungen, wie ich schon schrieb perfekt ausgeschildert. Vom Infocenter führt auch ein wenig über die Vulkane bis hinunter zu den Leuchttürmen und den Salinen, und auf einem anderen Weg wieder zurück. Recht anstrengend, dauert etwa 4 ½ Stunden, wenn ich aber diesen Weg gehen würde, dann zu den Leuchttürmen fahren, dort parken, dann geht es zunächst aufwärts Richtung Visitor Center, und der Rückweg führt dann Bergabwärts. Find ich Persönlich angenehmer. Wir jedoch fahren über eine „Back Road“ (und das mit einem Seat Ibizza) bis zu einem kleinen Parkplatz, von dort wandern wir ein wenig rund über die Vulkane, am Schluß steige ich noch hoch auf den Rand des Teneguia, von hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Südküste, die Leuchttürme und die Salinen glänzen weiß wie Schneefelder. Und auf dem erkalteten Lavastrom der hier bei dem letzten Ausbruch des Teneguia 1971 in das Meer floß, wachsen schon die Bananen.


Mondlandschaft, von wegen, überall beginnt es zu grünen


Hier wächst ein guter Wein, am Volcano de Teneguia

Zurück fahren wir dann weiter an der Ostküste bis Brenja Baja, von dort dann hinüber nach El Paso, und wir genießen ein wenig relaxen und schwimmen im Pool.

Für diese Woche genug, das Wochenende beginnt, am Montag geht es weiter auf La Palma.
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Yukon1

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Saturday, May 8th 2010, 10:47am

Eine schöne Tour war das.:!!

Puerto de Tazarcorte erinnert mich an Hundertwasser =)

Lavafelder finde ich sehr interessant. Man muss nur aufpassen, dass die
Schuhe nicht kaputt gehen. :wink4:

Matze

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Saturday, May 8th 2010, 4:17pm

Mal ein anderer, interessanter Blick - den man nicht so kennt.

Mal sehen, ob ich irgenwann auch noch auf diese Insel komme... :wink4:
Gruß Matze


Let's go to San Francisco


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Monday, May 10th 2010, 3:07pm

Etwas Wissenswertes zum wanderen auf La Palma.

Natürlich gibt es auch auf La Palma eine Vielzahl organisierter Wanderungen, die Anbieter sind fast nicht zu zählen. Und in Deutschland bieten viele Veranstalter bereits komplette Wanderwochen an mit Flug und Hotel, Wanderführer und einiges mehr. Ok, einem jeden das seine, meines / unseres ist das nicht, und wer in USA den Weg findet kann das auch auf La Palma. Individuelles wandern, so wie der ganze Urlaub.
Und wer schon einmal einer "Wandergruppe" egal welchen Alters begegnet ist, der weiß das kurzes duchschnaufen auch dieses "Massenhindernis" vorbei.......wandern lässt.

Seine Ausrüstung für die Wanderertouren kann man etwa so zusammenstellen wie für das europäische Mittelgebirge, bequem, leicht, Kleidung, die je nach Körper und Temperatur variiert werden kann. Bricht man von der Küste auf zu einer Tour in höher gelegenem Gebiet, sollte man auf wesentlich tiefere Temperaturen vorbereitet sein. Lange Hosen sind deshalb bei manchen Wanderungen kurzen vorzuziehen, auch hinsichtlich des Gestrüpps. Tagesrucksack, der sowohl eine kurze Hose, eine Wind- oder Regenjacke, die bei Bedarf in der Passatwolkenzone oder auf dem Gipfel übergezogen werden kann, als auch das Badezeug aufnehmen kann. Stabile Wanderstiefel sind für uns jedenfalls ein MUSS, egal wo auf dieser Welt wir wandern. Aufgrund des Gestrüpps und der Lava können Aufschürfungen an Beinen und Händen schon vorkommen; wenigstens ein Heftpflaster sollte der Rucksack auch enthalten. Zu den Allgemein bekannten Dingen wie Kopfschutz, Sonnenschutz und dergleichen mehr erspare ich mir die Worte, ich denke das weiß eh ein jeder zur Genüge. Da Einkehrmöglichkeiten auf La Palma unterwegs sehr selten sind, empfiehlt es sich Proviant und vor allem genügend Flüssigkeit mitzunehmen. Die beste Wanderzeit für La Palma ist wohl zwischen Anfang Januar und Ende April. Es ist nicht so warm wie im Sommer, meist sehr grün und die Blüte vieler Pflanzen und Bäume fällt in diese Jahreszeit. Mit Regen muss man eh allemal rechnen.

[list]Eine der kurzen Wanderungen die wir unter anderem gemacht haben PR LP 05.1 Cubo de La Galga

Zeitbedarf runde 3 Stunden, Höhenunterschied 500 Meter, zum einlaufen grade richtig. Es handelt sich um eine Rundtour. Startort ist La Galga, 19 Kilometer Nördlich von St. Cruz an der Straße LP 1 (der Parkplatz ist ausgeschildert, es befindet sich dort auch eine kleine Infromationsstelle).

Die Tour verläuft im Nordosten der Insel in einem wunderschönen Urwaldbarranco, je nach Witterung kann man im Cubo de La Galga (Talkessel) einen netten Wasserfall sehen. Die Tour setzt sich dann fort über eine Forststraße zum Mirador de la Somada Alta, von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf La Galga, Los Sauces und das Meer. Anschließend führt die Tour wieder herunter zum Parkplatz.[/list]
Hier einige der wichtigsten Wanderungen auf La Palma, wobei der GR 130 der bereits erwähnte Rundweg um La Palma ist, in verschiedene Etappen unterteilt. Er verläuft auf alten, teilweise noch erhaltenen Verbindungswegen zwischen den einzelnen Ansiedlungen. Er ist etwa 200 Kilometer lang, die einzelnen Etappen kann man sich natürlich einteilen nach eigenem Gusto-

Der GR 131 durchquert die Insel über den Hauptkamm von Ost nach West, etwa 100 Kilometer

Die Wanderwege sind nach den Normen der Europäischen Wandervereinigung markiert und ausgeschildert.

GR sind die Weitwanderwege und rot/weiß markiert
PR sind Ganztägige Wanderwege und weiß/gelb markiert
SL sind die regionalen Wanderwege und weiß/grün markiert, Länge im Höchtsfall 10 Kilometer

Für den GR 130 sieht die Beschilderung dann so aus:



Die jeweiligen rot/weißen Markierungen befinden sich dann jeweils an Steinen, Mauern, Bäumen und dergleichen.

• GR 130 Etappe 1. S/C de La Palma - Puntallana
• GR 130 Etappe 2. Wandern von Puntallana nach Barlovento
• GR 130 Etappe 3. Wandern von Barlovento nach Garafía
• GR 130 Etappe 4. Garafía - Tijarafe
• GR 130 Etappe 5. Tijarafe - Los Llanos de Aridane
• GR 130 Etappe 6. Los Llanos de Aridane - Fuencaliente
• GR 130 Etappe 7. Fuencaliente - Villa de Mazo
• GR 130 Etappe 8. Villa de Mazo nach Santa Cruz de La Palma

• GR 131 Etappe 1. Tazacorte - Roque de Los Muchachos
• GR 131 Etappe 2. Roque de Los Muchachos zum Refugio del Pilar
• GR 131 Etappe 3. Refugio de El Pilar nach Fuencaliente

• PR LP 01. Santa Cruz de La Palma - Tazacorte
• PR LP 02. La Tabladita nach Santa Cruz de La Palma
• PR LP 02.1. El Corchete
• PR LP 02.2. Ruta de Los Molinos
• PR LP 02.3. Durch den Barranco de La Madera
• PR LP 03. Pico de La Nieve - Santa Cruz de La Palma
• PR LP 03.1. Montaña de Tagoja - Santa Cruz de La Palma
• PR LP 03.2. Fuente Olén nach Casa del Monte
• PR LP 04. Carretera del Roque Los Muchachos - San Juan de Puntallana
• PR LP 04.1. Cruce de Tenagua - PR LP 4
• PR LP 05. Fuente Vizcaína - La Galga
• PR LP 05.1. La Galga
• PR LP 06. Los Sauces - Centro de Visitantes de la Reserva de la Biosfera
• PR LP 07. Pico de La Cruz nach Los Sauces
• PR LP 07.1. Las Cabezadas - Centro de Visitantes de Los Tilos
• PR LP 08. Pico de La Cruz - Barlovento
• PR LP 09. Los Andenes - Santo Domingo de Garafía
• PR LP 09.1 Roque del Faro
• PR LP 09.2. La Zarza
• PR LP 10. La Mata - Mirador de Hoya Grande
• PR LP 11. Roque de Los Muchachos zur Puntagorda
• PR LP 12. Roque de Los Muchachos - Tijarafe
• PR LP 12.1. Lomo de Las Piedras Altas - Tinizara
• PR LP 12.2. Tijarafe
• PR LP 13. Estación de guagua de Los Llanos de Aridane
• PR LP 13.1. MIrador de La Cumbrecita - Zona de acampada de Taburiente
• PR LP 13.3. Centro Visitantes Parque Nacional - Pico Bejenado - Centro Visitantes Parque Nacional
• PR LP 14. Refugio de El Pilar - El Paso
• PR LP 14.1. San Nicolás
• PR LP 15. Tigalate - Jedey
• PR LP 16. Refugio de El Pilar - Playa del Hoyo
• PR LP 16.1. Cruce con el sendero LP 16 - La Salemera
• PR LP 17. Refugio del Pilar nach Playa del Hoyo
• PR LP 18. Refugio de El Pilar - Los Guinchos
• PR LP 18.1. Los Cancajos - Cruz de La Pavona
• PR LP 18.2. La Calafata - Pista del Carbonero
• PR LP 19. San Pedro nach La Calafata
• PR LP 20. Cruce de Briesta - Barlovento

Einige der Wanderungen sind Gebührenpflichtig, jeweils am Parkplatz am Einstieg wird abkassiert. Und manche sind auch nur über Pisten zu erreichen (mit dem Auto), und so wie in USA ist auch auf La Palma das befahren von nicht asphaltierten Straßen mit dem Mietwagen verboten, so schaue ein jeder was ihm das Wert ist.
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Bernd

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Monday, May 10th 2010, 3:19pm

Ist zwar keine Insel für mich (zu klein), aber die Informationen, die du uns da präsentierst sind wirklich allererste Sahne. :clab:

Die ersten Blder geben schon einmal schöne Eindrücke wieder und ich bin wirklich gespannt, was wir noch alles zu sehen kriegen.


Joe
Schöne Bilder gesucht! Bitte mitmachen.

Du darfst keinen Augenblick verlieren, denn Du hast keinen zu verschenken.

Yukon1

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Monday, May 10th 2010, 3:46pm

Danke für die Infos. :!!

Peter S

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Monday, May 10th 2010, 4:58pm

RE: La Isla Bonita (die schöne Insel)

Hallo Bernd,

gerade erst bin ich auf deinen Bericht aufmerksam geworden und denke:
Reisebericht La Isla Bonita?, da bin ich natürlich dabei, denn am 29.6. werden meine Frau und ich ebenfalls nach La Palma reisen, gebucht ist bereits alles:
1. Flug - Condor
2. Auto - Oasis
3. Unterkunft - Jardin de Aridane - Apt. El Hierro

Na, das nenne ich mal Zufall.

Aber eure Anreise macht mir allerdings etwas Angst. Passiert das eigentlich oft?

Ich bleibe auf jeden Fall am Ball und hoffe noch viele gute Tips zu bekommen.

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Monday, May 10th 2010, 5:43pm

@Peter S

Condor ist eine gute Fluggesellschaft und kann für "Höhere Gewalt" nix, insofern kommt so was schon mal vor ( nach meinem Kenntnissatnd im Frühjahr 2010 14 x geschlossener Airport auf La Palma ).
Aber..................auf Teneriffa ist es ja auch nett, und kotzen kann manchmal auf der Fähre erheiternd sein. (Macht Plätze im Restaurant frei, und an der Theke bruacht man nicht so lange anstehen ;)

Oasis, gute Firma, billigster Preis, und nie ein Problem. Auf La Palma braucht man ein kleines, wendiges Auto, und das bekommst Du da.

Jardin de Aridane, na da kann ich nur sagen, erste Wahl, "Willkommen zu Hause". Bestelle bitte Michèle & Wolfgang & Othello viele Grüße.

El Hierro war unsere Wahl, wir haben uns die anderen Unterkünfte angeschaut, auch wunderschön, aber das Gefühl nach 3 Treppenstufen in den Pool zu fallen.....................Platsch, Urlaub.

Du/Ihr werdet es nicht bereuen.
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Bernd

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bikejoe

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Monday, May 10th 2010, 11:43pm

Tolle Infos! :clab: :clab:
Ich könnte glatt wieder schwach werden! :)
Schöne Grüße
Johannes
 

www.bikejoe.de


bicycle

Junior Trapper

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Wednesday, May 12th 2010, 12:37pm

Unser „Zu Hause“ auf La Palma

Nachdem wir einige Zeit im Internet gesucht haben, dabei die allseits bekannten Verdächtigen aussortiert haben (mit allseits bekannten Verdächtigen meine ich Portale auf denen Gewerbliche Vermittler für ihre Vermittlungen Provisionen kassieren) und uns auf den Bereich Los Llanos, Aridane Tal, El Paso eingerichtet hatten, wurden wir schnell fündig, die WEB Seite war ansprechend gestaltet, es gab keine offenen Fragen, der Preis war absolut in Ordnung, es war alles auf der WEB Seite zu finden was man an Informationen zu seinem Urlaubsdomizil benötigt. Eine Woche haben wir überlegt, das für und wieder besprochen, es gab nur „für“, also e-mail raus an Michèle, vielen Dank, Buchung steht, sind noch gute 9 Monate, na ja, dann freut man sich auch länger.

Jardín de Aridane ist eine kleine Ferienanlage mit zwei Ferienhäusern für 2 resp. 4 Personen und einem Studio für 1-2 Personen, freier Blick auf das Aridane Tal und das Meer, alle Annehmlichkeiten und absolut nette Besitzer, ein Pool dazu direkt vor der Tür, was will man mehr.

Willkommen zu Hause, willkommen im Jardim de Aridane, willkommen bei Michele und Wolfgang, und auch Othello gehört zu den denen, die einen Willkommen heißen.

Michèle & Wolfgang
JARDÍN DE ARIDANE
Calle Tamarahoya 19
E- 38750 El Paso / La Palma
Tel.: +34 922 486027
info@jardin-lapalma.de
www.jardin-lapalma.de


Hier waren wir zu Hause, im Appartement El Hierro. Von der Terrasse des Appartements El Hierro könnte man direkt in den Pool springen, und schön warm war es auch, das Wasser.











Feel free in your soul and ride your bicycle up- and downhill

Bernd


utahjoe

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Wednesday, May 12th 2010, 12:40pm

Schöne Unterkunft.
Schnuckelig und intim.

Ist genau mein Geschmack. :!!


Joe
Schöne Bilder gesucht! Bitte mitmachen.

Du darfst keinen Augenblick verlieren, denn Du hast keinen zu verschenken.

Peter S

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Wednesday, May 12th 2010, 3:08pm

Schöne Bilder, da steigt doch gleich meine Vorfreude auf den Urlaub im "Jardin de Aridane". :clab:

Peter