Von Boston nach Seattle über Chicago, Las Vegas und 12 US Staaten

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    • Devils Garden war nicht mehr zu schaffen. Als wir in die Holle-in-the-Rock Road abbogen, setzte sich bereits die Sonne. Wir waren schon etwas erschöpft, physisch als auch emotional, und nach vielleicht 10 Minuten drehte ich zurück. Das wäre wirklich zu viel für einen Tag.



      In Escalante hatten wir in Circle D Motel ein Zimmer mit eine Mini Küchenzelle für $124 die Nacht. Über Kupons aus Forum als auch über Sinnatschke bieten sie ein Rabat in Höhe von 10%. Ich habe über die Web Seite des Hotels gebucht, aber wie man diese „Kupons“ verwendet, wusste ich nicht. Beim CheckIn stellte sich heraus, der Prei wurde bereits reduziert. Ich habe bei der Buchung im Kommentarfeld „how du you know“ beides, das Forum und Sinnatschke, angegeben, und der Besitzer reduzierte die Rate von sich aus.



      Aus dem Bericht von waikiki25 „Southwest-DA-Inspiration Tour 2014“ habe ich mir folgenden Satz notiert:
      Endlich kommen wir in Escalante im Circle D an. Das Zimmer ist wirklich o.k. - ich weiß gar nicht, warum das Motel so umstritten ist.


      Das weiß ich auch nicht. Circle D habe ich in Erinnerung als sauberes typischen „ein-Stock“ Motel. Unser Zimmer war komfortabel und das Bad sogar irgendwie luxuriös. Es gab sogar eine kleine „Bibliothek – Ecke“ mit den bekannten Büchern für Hiker von Michael Kelsey und Ron Adkison. Abends habe ich mir Zeit genommen ein wenig durch „Hiking Grand Staircase-Escalante …“ zu blättern. Etwas umstritten fand ich allerdings das Restorant Circle D Eatery. Es ist ja im gleichen Haus, man kann sozusagen in Pantoffeln hinüber latschen, und natürlich hatten wir da abends gegessen. Sie hatten auch bis 9 Uhr offen. Auf Yelp und Tripadvisor hat Eatery durchaus gute Bewertungen, mir hat es da wenig gefallen. Das moderne Mobiliar mit Metallstühlen und Tischen war schon gewöhnungsbedürftig. Im direkten Vergleich mit Slickrock Grill gestern Abend in Hanksville schnitt das Essen in Circle D Eatery nach meinem subjektiven Wahrnehmen schlechter ab. Die Portion Smoked Meat war in Hanksville deutlich besser und die Beilage größer. Und, last but not least, die automatisch in die Rechnung gestellten 17% Tipps sind zwar nicht unüblich, aber im Hanksville gab es das nicht.
    • Tag 15, Devil‘s Garden, kurzer Abstecher in Bryce Canyon und die Durchfahrt durch Zion National Park


      Wir wollen heute ein der populärsten und am leichtesten zu erreichen Ziele bei Escalante anschauen, Devil’s Garden. Für die berühmten Slot Canyons hatte ich keine Zeit. Für die Nach müssen wir nach St. George.Für den Tag nach Devil’s Garden hatte ich mehrere Optionen. Ich konnte theoretisch über Highway 89 fahren, oder die Cottonwood Canyon Road erkunden, in Kodachrome Basin State Park fahren, oder was weiß ich noch. Das wollte ich im Laufe des Tages entscheiden, je nachdem wie viel Zeit wir haben. Am Ende nahmen wir die „sicherste“ Route über Bryce und Zion. Die Cottonwood Canyon Road war mir doch zu abenteuerlich. Ich wollte nicht da im August nicht nachmittags fahren und eventuell in ein Gewitter geraten.

    • Devil‘s Garden auf der Holle-in-the-Rock Road

      Еscalante wurde in 1876 von den Mormonenpioniere (den Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage) gegründet, wie viele andere Kleinorte in Utah. Die Stadt trägt den Namen eines der Leiter der berühmten Dominguez–Escalante Expedition, den franziskanischen Priestern Silvestre de Escalante. Die Expedition hatte in 1776 die Aufgabe einen Landesweg aus Mexico nach Monterey, die neue spanische Kolonie, zu finden. Die "Crossing of the Fathers" Marble Canyon, wo sich frühe die Lees Fery befand und jetzt die Highway 89 über Navajo Bridge verläuft, heiß auch so zu ihren Ehren. Es gilt allerdings, die Expedition erreichte Escalante nicht. Ihr entferntester westlichster Punk war ungefähr die Cedar City. Der Name „Escalante“ ist eine Erfindung von Almon H Thompson. In Mai 1872 brach der John Wesley Powell aus Kanab mit seiner zweiten Expedition zum Grand Canyon. Thompson sollte mit einem Mitstreiter ein Boot einsammeln, das die Erste Expedition im Herbst davor beim Dirty Devils River verloren hat. Thomson ging übers Land. Als er das Aquarius Plateau bestieg, stellte er fest, dass Dirty Devils und Escalante zwei verschiedene Flüsse sind. Das heiß, der Fluss und das Plateau hatten damals noch keinen Namen. Thompson hat die dann vergeben. Er kehrte später ein paar Male in die Gegend zurück, und einige Jahre danach traf auf die mormonischen Pioniere hier. Sie haben hier just Escalante gegründet. Das heiß, eine Siedlung unter einem anderen Namen, falls der damals überhaupt existierte. Es existiert ein Eintrag aus Thompson‘ Notizbuch aus dem Tag, so etwa wie: „Heute begegnete ich den Lokals. Ich empfahl ihnen den Fluss und ihr Town ‚Escalante‘ zu nennen“. Die Mormonen hörten auf den Rat den gebildeten Herren. Wegen den üppig wachsenden Indianischen Kartoffeln nannten sie eigentlich die Gegend sehr prosaisch als Kartoffel Tal.


      Der größte Arbeitgeber in der Stadt in den 70-n war die Holzverarbeitungsindustrie. Nachdem zu 1980 nach Schätzungen des Kongress 400.000 Acres der ponderosa pine Wälder auf dem Kaiparowits Plateau (oder Fifty Mile Mountain, wie man es hier nennt) abgeholzt, wurde ein Moratorium verhängt. Holzen war ja auch nicht mehr profitable, und die Hoffnungen vielen rührten auf der reichsten Kohl Vorkommen da. Bill Clinton hat in 1996 mit der Gründung von b]Grand Staircase-Escalante National Monument[/b] eine Riegel vorgeschoben (und Trump wieder die Tür geöffnet). Die Stadt soll jetzt vor allem vom Tourismus leben, den einmaligen Naturschätzen der Escalante Canyons und in Holle-in-the-Rock Road Scenic Byway,



      Von Highway 12 biegt man auf die Hole-in-the-Rock Rd etwa 5 Meilen vor Escalante. Die Straße verläuft etwa 57 Meilen nach Südwesten, und endet an der Felswand des Glen Canyons – eben dieses The Hole-in-the-Rock. Wir hatte nur die Zeit uns den Devil Garden zum Füße der Straight Cliffs anzuschauen, das vergleichsweise am wenigsten zeitaufwendige der vielen Sehenswürdigkeiten entlang der Scenic Byway. Die etwa 12 – Meilen bis dahin fand ich im ausgezeichneten Zustand. Vielleicht etwas schlechter, als der Weg zum Moonscape Overlook, ein wenig „Waschbrett“ gab es da schon, aber viel besser als Caineville Wash Road в Cathedral Valley.

      Die ein paar Meter runter von HITRR zu Devils Garden waren sehr lustig. Den Wagen schaukelte es kräftig.


      Und nun sind wir da im Devil's Garden – einer Ansammlung von irrwitzigen Hoodoos, aller möglichen Form und Gestalten.






      Ich könnte nachvollziehen, warum der Devil's Garden in Arches so heißt, oder warum nur der Teufel in Tal des Todes Golf spielen würde. Aber warum nannte Edison Alvey, ein Naturforscher aus Escalante (e.g. Edison Alvey Museum), der Namen war sein Einfall, das Örtchen hier so, verstehe ich nicht. Einen "Cobold Garden" fände ich passender. Die Figuren erinnern mich sehr an unsere Gartenzwerge.







      Die Metate Arch, die bekannteste Formation im „Garden“.

      Metate Arch





      Die Mano Arch, die andere Arch hier. Die Мetate und Mano – sind die Indianische Steinwerkzeug für die Verarbeitung (mahlen) von Getreide und Saatgut.

      Mano Arch

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    • Holle-in-the-Rock Expedition Heritage Center


      Danach schauten wir bei Hole-in-the-Rock Heritage Center vorbei.



      Immer, wenn ich die Bilder von der Hole-in-the-Rock Road und dem eigentlichen „Loch“ in den Reiseberichten gesehen, und ein paar knappe Sätze über „die ersten Mormonische Pioniere“ gelesen habe, fragte ich mich, warum um alles in der Welt haben die es getan??! Warum sind die durch solch ein schwieriges Terrain mit ihren Wagen gegangen, um dann so von den hohen Klippen zu Colorado runter zu steigen?! Es waren doch bereits die Überführungen bekannt, etwa Crossing of Fathers?!

      Der offizielle historische Name ihrer Hole-in-the-Rock Expedition lautet San Juan Expedition. Die Wikipedia erzählt ihre Geschichte ausführlich. Aber das Thema ist natürlich in unzähligen Artikeln behandelt. Neben der Wikipedia fand ich hirf.org/index.asp hilfreich. Außerdem beziehe ich mich auf folgende Büchern
      • “Legends, Lore & True Tales in Mormon Country”, edited by Monte Bona
      • “The Proper Edge of the Sky: The High Plateau Country of Utah”, By Edward A. Geary
      • “They Called It Potato Valley: a history of Escalante”, Alvey, Edson B.



      Wenn man es kurz zusammen fast, die in 1879 von The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints (oder LDS Church, auf die Reihenfolge der Buchstaben achten! :-) organisierte Expedition war bereits die zweite in diese Gebiete. In 1870 war zwischen der USA Regierung und den Mormonen in Salt Lake City regelrechter Wettstreit über die Kontrolle über neue Territorien im Westen entbrannt. Bereits im April 1879 schickte LDS in das Gebiet zwischen Montesuma Creek und San Juan River die erste Erkundungsmission einer kleineren Gruppe der Pioniere. Diese umrundete den Grand Canyon von Süden, zunächst über Arizona, und dann wieder in nördliche Richtung etwa den modernen Highways 191,70 und 15 folgend. Die Route erwies sich als sehr schwierig. Die Pioniere gingen über trockene Gebiete, die von feindlich gesinnten Indianern bevölkert wurden. Sie musste permanent deren Angriffe erwehren und nach Wasserquellen suchen. In Kurz, sie haben nur knapp überlebt. Aber sie haben ihr Ziel erreicht und eine neue Siedlung „Montezuma Fort“ gegründet. Einige der Expeditionsteilnehmer blieben dort. Mit dem Versprechen, so schnell wie möglich mit Verstärkung und Proviant zurück zu kehren, nahmen die Anderen den Weg zurück nach Salt Lake City. Diesmal war das ein langer Umweg über Old Spanish Trail. Salt Lake City erreichten sie erst im September. Dem Aufruf seiner Anführer folgenden, kamen zu diesem Zeitpunkt bereits aus zahlreichen Mormonen Dörfern wie Parowan, Cedar City oder Oak City Familien zusammen. Die San Juan Expedition, die das neu erschlossene Gebiet besiedeln sollte, stand also. Man musste nur entscheiden, welche Route die nun nehmen soll.

      Silas S. Smith, der Halbbrüder der LDS Gründers, Joseph Smith Sr., führte sowohl die erste Erkundungsmission als die Hauptexpedition an.

      Man hat schnell die erste Route über Arizona als auch den Umweg über Old Spanish Trail verworfen. Mit 450 Meilen extra auf dem Old Spanish Trail würden die Pioniere den Weg nicht vor Anbruch der Winterzeit schaffen. Stattdessen entschied man sich für den direkten Weg über Escalante Desert. So sparte man, wie sie dachten, 250 Meilen. Wie Edward A. Geary schreibt, wusste man nämlich in Escalante über die Existenz eines Lochs in der Felswand des Glen Canyons, eben diese Holle-in-the-Rock. Auf die Anfrage aus Salt Lake City antworte man mit Zuversicht: „Obwohl es sicher schwierig wird, die Pferde und die Wagons runter zu Colorado zu bringen, die restlichen einigen Meilen bis San Juan sollten kein großes Problem darstellen“.

      Um jetzt auf die Frage „Warum“ zurück zu kommen. Ich denke, das war genau der Fehler, die zu der außergewöhnlichen Geschichte der Expedition führte. Warum man die oft als „ein der längsten und schwierigsten shortcuts in der Geschichte der Menschheit“ bezeichnet. Offenbar hat man auch die Schwierigkeit des Weges durch Escalante Desert unterschätzt. Holle–in-the-Rock wurde ja erst Mitte Dezember erreicht. Dass es bis zu Colorado nicht einfach wird, hat man erwartet. Dass es aber auf der anderen Seite von Colorado noch schwieriger wird, hat man nicht gewusst. Die Wagons über diesen "Uncle Ben's Dugway" herunter zur Colorado zu bringen war bestimmt nicht selbstverständlich. Aber die eigentlichen Probleme der Expedition begannen auf der anderen Seite. Den Weg konnte man nur mit reichlich Dynamite ebnen. Man musste es in Salt Lake City kaufen.


      Erst am 6 April 1880 года, nach 260 Meilen durch „baddest badlands on Earth“, die Expedition erreichte San Juan River.


      Etappen der Expedition:
      (1) Escalante Desert (2) Escalante River (3) Kaiparowits Plateau (4) Dance Hall/40 Mile (5) Fifty Mile Spring (6) Hole-in-the-Rock (7) Cottonwood Canyon (8) Cottonwood Hill (9) The Chute (10) Gray Mesa (11) Slick Rocks (12) Death Valley (13) Lake Canyon (14) Castle Wash (15) Clay Hills (16) Dripping Spring (17) Grand Gulch (18) The Cedars (19) Salvation Knoll (20) Owl Creek (21) The Twist (22) Comb Wash (23) San Juan Hill (24) Bluf City






      Panos “Descending the Hole-in-the-Rock” und “Last Wagon” by Lynn Griffin






      Ескаланте in der Ferne …






      Ich hatte vor, Devil's Garden würde uns insgesamt 2 Stunden kosten. Das heißt eine halbe Stunde hin, eine halbe Stunde zurück, und eine ganze Stunde dort … Wie immer mit uns, mit einer Stunde zwischen diesen wunderbaren Felsen war nichts zu machen. Aus dem Hotel waren wir um 8 Uhr raus. Escalante konnten wir erst um 11 Uhr verlassen. Ich habe dann entschieden meinem konservativen Plan „B“ zu folgen: weiter über UT-12 vorbei an den National Parks Bryce und Zion. Beide haben wir zwar schon gesehen, aber ich wollte wirklich nochmals hin.
    • Bryce Canyon National Park

      Weiter auf UT-12. Die Straße ist schön. Ich würde aber meinen, nicht mehr spektakulär wie davor. Vom The Blues, Powel Point Overlook, habe ich keine Fotos.





      In Bryce sind wir in 2014 gewesen. Aber einfach vorbei zu fahren war nicht möglich. In den ein paar Stunden, die uns zu Verfügung standen, wollte ich mal den Queen Garden Trail. Mittags gab es zum Parking beim Sunrise Point, wo der Hike beginnt, eine ganze Autoschlange. Achselzuckend stellte ich den Wagen unweit der Bryce Canyon Lodge ab. Interessant. Von Sunset Point zu Sunrise Point läuft man ja wie lange, nur 20 Minuten zu Fuß?! Bei der Lodge gab es reichlich Parkplätzte und niemand wollte dahin.

      Wir genossen eine Zeit lang die grandiose Aussicht am Sunrise Point, und gingen herunter. Bryce ist einfach unglaublich!!






















    • Eigentliche schwächelte ich seit dem Capitol Reef. Schon das Autofahren war nicht „ohne“. Die Woche war doch ziemlich erlebnisreich, und heute sollte bewusst ein Erholungstag werden. Meine Frau äußerte einen formaleren Protest mit der Eintragung in unser Logbuch gegen etwaige Hikes heute. Damit ich mich nicht zusätzlich belastete. Ich ließ mich aber nicht umstimmen und henkelte tapfer den Pfad herunter. Leider weit auf dem Queen Garden Trail schafften wir nicht. 2 Uhr mittags wäre normalerweise nicht die beste Zeit für Fotos. Aber der stark bewölkte Himmel sorgte für die richtige Stimmung. Nur bald kamen schon richtig dunkle Gewitterwolken, man hörte irgendwo donnern, und die ersten vereinzelten Tropfen fielen vom Himmel. Mein Abenteuer am Delicate Arch habe ich nicht vergessen, und war diesmal auch nicht allein. Den Optimismus der anderen, die völlig vom Wetter unbeeindruckt den Abstieg in den Canyon fortsetzten, teilte ich überhaupt nicht. Zu schlecht verschleierter Freude meiner werten Gattin kehrten wir um.





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    • Der Regen blieb allerding aus :- ( Das wurde aber erst in Bryce klar. Bryce scheint völlig an die Bedürfnisse der zahlreichen National Park Besucher zu orientieren. Die General Store fang ich schon bei ersten Besuch super. Der Lagen gehört (grenzt an) an das historische Ruby's Inn, jetzt ein Best Western. Wir übernachten allerdings in dem anderen BW, dem Bryce Canyon Grand Hotel. Das war aber super Hotel. Der Frühstuck war auf dem Niveau eines guten Urlaubsressorts. In USA habe ich vergleichbar nur in Best Western Grand Canyon gehabt. Dafür wertet Ruby's Inn mit einer besonderen Atmosphäre eines historischen altehrwürdigen Anwesens auf, mit Holzrezeption und Gemälden an den Wänden.








      In General Store ist man immer gut drauf :- )



      Um die praktische Aspekten zu erwähnen, in Ruby's Inn gibt es ein preiswertes Buffet zum Mittagessen. Diesmal aber nicht in Anspruch genommen.
    • Red Canyon




      Ein kurzer Stopp beim Redrock Canyon auf der UT-63. Ich gab mal den Link, weil ich eine Angewohnheit habe, ihn mit einem State Park zu verwechseln. So wie es ein Red Rock Canyon SP in Nevada und in Kalifornia gibt. Der in Uta ist aber weder ein State noch ein National Park?! Es gibt aber auch ein föderalen Visitor Center.

      Red Rock Canyon ist berühmt durch seine gelbroten Felsen aus Sandstein, mit den zahlreichen Hoodus, ähnlich wie in Bryce, aber nicht so ganz spektakulär. Wir gingen kurz in der Nähe des Hodoo Trail spazieren.





















      Red Rock Canyon war auch sehr schön. Schade, dass wir nicht viel Zeit für ihn hatten.

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    • Zion Canyon

      Unser nächster Stopp wäre auf UT-12 beim Zion National Park. Das ist, natürlich, nicht ganz korrekt. Nach dem Red Rock Canyon ist die UT-12 unweit von Panguitch zu Ende. Weiter sind wir über dem Highway 89 gefahren.

      Die zwei nächsten Fotos sind Video Screenshots. Unsere Reisen filme ich fast immer mit einer Action Cam, sehr primitive und einfach durch die Windschutzscheibe. Ihre Qualität ist schlecht, aber ich finde die Aufnahmen doch immer wieder interessant. Der Abschnitt der 89 bis zu Mt Carmel Junction würde ich nicht unbedingt als spektakulär bezeichnen. Unsere Fahrt damals schon. Das Wetter sorgte für einen sehr dramatischen Himmel. Die grauen und sehr dunkeln Wolken, die sich mit hellen sonnigen Einschnitten abwechseln. Sehr sehr faszinierend.







      Zion National Park besuchten wir ebenfalls in 2014, und damals ein der beliebenden Eindrücke hinterließ auf mich der SR-9 Highway, der Zion-Mount Carmel Highway. Damals musste ich denken, das war die schönste Straße, die bis dato gefahren bin. Ich tendiere etwas dazu, jede neue „sehr sehr schöne“ Straße so zu titulieren :- ) Aber SR-9 ist wirklich a0ßergewöhnlich.


      Zion-Mount Carmel Highway wurde wie UT-12 in 1933 von Civilian Conservation Corps gebaut. Dabei wurden lokaler Material verwendet. Warum der Asphalt rot verlegt wurde, weiß ich nicht. Das ist eine Besonderheit in Zion. In 2005, als die Straße modernisiert wurde, soll statt den roten der gewöhnliche schwarze Asphalt als Ersatz gekommen sein. Danach hat man aber wieder den ursprünglichen Anblick wiederhergestellt.




      Mit dem roten Asphalt kommen auch die außergewöhnlichen „Schach“ Felsen aus dem weißen Sandstein in Erscheinung. Die bekannteste ist die Checkerboard Mesa, der letzte Parking vorn der Einfahrt in den National Park. Die horizontalen Linien bildeten die verschieden Sandstein Schichten und der Wind. Die vertikalen Linien sind die Spuren von Regen und Erosion.



      Eine recht schmale Straße windet sich zwischen mächtigen Felswänden. Ich erinnere mich, wie mich schon beim ersten Mal nicht so viel die Felsen an sich beeindruckten, sondern die Art, wie sie so eng von beiden Seiten über der Straße herabwuchsen. Das machte einen besonderen Eindruck.











    • Die markanten weißen Felsen sind beim langen Tunneln (1,1) zu Ende. Da wo es noch zum Zion Canyon Overlook Trail hoch laufen kann. Der Tunnel kann theoretisch in beide Richtungen befahren werden. Wir mussten aber jedes Mal vor der Einfahrt auf den Gegenverkehr warten. Ich vermute, wegen der permanenten Camper hat man den Tunnel einspurig betrieben. Nach dem Tunnel gibt es eine kurze aber sehr beeindruckende Serpentine. Nicht weil es irgendwie gefährlich wäre, sondern der Aussichten wegen. Die Felsen sind hier ganz anders.










      Mit den Fotos in Zion ist mir ein Missglück wiederfahren. Die sind nämlich aller warum auch immer mit falscher Blende, und ich habe es nicht bemerkt.

      Bryce und Zion, auch trotzt allem, was wir gesehen haben, sind unglaublich. Sowohl damals beim ersten Besuch als auch jetzt gewesen.

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    • Um St George irgendwann vor 22 Uhr zu erreichen mussten wir weiter. Das Landschaff und der Himmel wurden nahezu apokalyptisch. Schwere dunkle Gewitterwolken jagten uns das Colorado Plateau herunter. Das Gewitter, deren Geburt wir in Bryce Zeuge wurden, entlud sich über dem Tal nieder. Pech schwarzer Himmel wurde immer wieder von riesigen Blitzen erleuchtet. Im Auto hörte wir kein Donner, und es hat noch nicht geregnet. Es war aber stark…. Wir versuchten beim Fahren das Naturschauspiel aufzunehmen.





      Der Regen fing just dem Moment an, als wir am unseren Hotel, Red Lion St George, ankamen. Gut, das unser Zimmer im ersten Stock war. Ich konnte „Ladeklappe zu Tür“ parken. Irgendwie haben wir unsere Sachen reingebracht. Dann ging der Feueralarm hoch. Das Personal versicherte, es besteht keine Gefahr. Auch andere Gäste wollten nicht unbedingt ihre Zimmer verlassen. Wir blieben auch da. In der Nacht gab es keine Zwischenfälle.
    • Tag 16, 22 August, Death Valley NP

      In St George übernachten wir in Red Lion St George in einer großen Suite für $116. Ein gewöhnliches Hotel. Das inbegriffene Frühstück war Ok, aber auch nichts Besonderes.



      Red Lion lag ein kommerzielles Gebiet gegenüber. In einem Big K Mart schauten wir in ihrer Apotheke vorbei. D.h. in ihrer Arzneimittelabteilung. Vieles, was bei uns nur in der Apotheke zu finden wäre, wurden da neben Lebensmitteln uns s.w. frei verkauft. Ich staunte wieder einmal über die Preise in der Drogerie. Die billigste Zahnpaste ab $5.

      Der Weg führte am Las Vegas vorbei, und heute war unser fest eingeplanter halber shopping Day. Ich wollte viel lieber in Valley of Fire. Aber was sein muss, muss sein. Eine andere Gelegenheit, die Outlets aufzusuchen, würden wir nicht haben. Also schleppten wir uns in Premium Outlets North, und verbrachten da etwa 2 Stunden, inclusive eines Mittagssnacks in einem der zahlreichen Fast-Foods dort. Ich war nun in allen drei großen Outlet Centern in Las Vegas, und kann bestätigen, was man bei TrippAdvizer und Co oft liest: der „North“ ist der beste von den drei.

      Zu der Tagesplanung kann ich nur hinzufügen, dass ich mir wegen des Death Valley Besuches im August unsicher war. Also wollte ich heute nur zum Dantes View und zum Sonnenuntergang am Zabriskie. Wegen der zu erwarteten Hitze plante ich vorsichtshalber nicht mit weiteren Aktivitäten. Im Nachhinein ein Fehler: Death Valley kann man auch im August besuchen.

      Eventuell würde die Strecke über Old Spanish Trail über Tecopa eine schönere Anreise bieten. Ich folge aber meinem Navi zu den Highways 95 und 373.
      Als 95 einspurig wurde, holten wir einen langen Autokorso hinter einem Militärkonvoy ein. Etwa 20—30 gleichen Lastwagen mit roten Containern und der Aufschrift „Explosive!“. Die fuhren in aller Ruhe so um 50 Meilen pro Stunde. Hinter sammelte sich eine Pkw – Schlange. Ich musste die alle nach und nach überholen.

      Die letzte Tankstelle vor dem Tal des Todes auf der Kreuzung von 95 und 373 in Amargosa Valley. Also, nicht die auf dem Foto. Das ist die andere Straßenseite.




      In Amargosa Valley sollte ja ein paar Hotels geben. Interessant, wo. Hier gab es nur dieses „Area 51“. Das berühmte Sperrgebiet ist ja irgendwo in der Area östlich.




      Die Grenze zu California….




      Und die Kuh - „Skulptur“ bei Longstreet Inn & Casino, die sich neben der Grenze befindet.




      Death Valley National Park

      Interessant… obwohl es die Einfahrt in die National Park ist, gibt es keine Rangers.


    • Aussichtpunkt Dante’s View

      Ein bekanntlich der besten Aussichtpunkte in Death Valley - Dante's View bei Black Mountains. Vielleicht der beste, dazu später noch.




      Von CA-190 führt eine 13-Meilen Seitenstraße hierher - Dantes View Road (Asphalt). Am Ende gab es eine kurze aber kurvige Serpentine. Deswegen dürfen die RVs auch nicht hochfahren, sondern müssen unten parken.





      Theoretisch sieht man von hier aus die Telescope Peak und Furnace Creek. Heute haben wir kein Glück mit dem Wetter. Wolken am Himmel und dichte Dunst über Badwater.



      Dante's View wurde in den 1920er Jahren entdeckt, als der große Bergbau-Boom vorüber war, und die rivalisierenden Unternehmen versuchten, den Tourismus im Death Valley zu fördern. Genau genommen war es der Herman „Bob“ Eichbaum, der als erster die Möglichkeiten des Tals des Todes als Freizeit – und Urlaubsort entdeckte. In 1926 baute er seinen Stovepipe Wells Resort (damals noch „Bungalow City“). Pacific Coast Borax Company zog mit Furnance Creek Inn in 1927 nach. Aber um die Touristen anzulocken brauchte man konkrete Ziele, am besten einen „Postkarten“ - Ausblick, den man in der Werbung verwenden könnte. Man suchte also nach einem zugänglichen Aussichtspunkt, am besten nicht nur mit einem umfassenden Blick auf das Tal und Badwater, sondern mit einem Blick auf die Berge. Auch auf Mt. Whitney. Das wäre eine Möglichkeit gleichzeitig den niedrigsten und den höchsten Plätz in den Vereinigten Staaten zu sehen - was für ein Nervenkitzel!

      Zu dieser Zeit versuchten einige Geschäftsleute aus Beatty, den Chlorid Cliff bekannt zu machen. In "Der Rand der Hölle" umbenannt nannten sie ihn „als der perfekte Aussichtspunkt“. Als die Union Pacific Eisenbahn erwog, Touren dorthin anzubieten, hatte man sogar den Gouverneur von Nevada Scrugham überredet, die Straße von Beatty nach Chloride Cliff (über die California-Grenze) zu verbessern. Im April 1926 kamen die Verantwortlichen von Pacific Borax, Union Pacific zusammen mit dem Scrugham vor Ort, um sich persönlich davon zu überzeugen, dass es sich tatsächlich um einen großartigen Aussichtspunkt handelte. Das wäre eine beschlossene Sache gewesen, wenn sie nicht auf dem Heimweg nach Los Angeles einen Halt in Shoshone machten. Sie trafen da zufällig auf den Charlie Brown, den Deputy Sheriff aus Greenwater, und fragten ihn, ob er nicht eine bessere Stelle kannte. Brown zuckte mit den Schultern und antwortete: „, Ich achte auf die Landschaft nicht so, aber es gibt eine View, die mich anhalten und gucken liest“. Und führte die Männer zu dem Aussichtspunkt, 30 Meilen nordwestlich von Shoshone. Alle stimmten sofort darin überein, dass war die spektakulärste Ausblick, die sie in Death Valley gesehen haben. Viel besser als Chloride Cliff. Sie tauften ihn als „Dante’s View“ (und nannten den Kliff gleich runter „Beatrice's Point“). Und der Rest ist Geschichte.



      In “Death Valley and the Amargosa” überlegt der Autor, warum die Namen in Death Valley so „makaber“ sind: Funeral Mountains, Coffin Peak … Schon der „Tal des Todes“ ist eine maßlose Übertreibung. Bei der Entdeckung in 1849-1850, als die Karawane der 49ers hier verirrte, starb lediglich eine Person, der Richard Culverwell aus der Bennett-Arcan Party. Der Text ist weitgehend auf dem Buch basiert.




      Wieder zurück auf die Dantes View Road.



      Die Aufname Dantes View Road: von CA-190 zu Dante’s View:

    • Twenty-Mules Canyon

      Ich überlege den Report zu Ende zu schreiben... Am besten sollte ich ich auf mein begleitendes „Bla-bla“ zu verzichten. Das bremst ja nur aus. Anderseits muss ich etwas zu den Fotos dazu schreiben. Ganz kurz, vielleicht zum letzten mal.

      20 - Maultier Teams, eine Erfindung von William T. Coleman und seiner Harmony Borax Works. Die gemischten Mannschaften von 18 Maultieren und 2 Pferden zogen großen Lastwagen, die Borax aus Death Valley heraus von 1883 bis 1889 transportierten. In 1888 ging die Harmony Borax Pleite, der Kongress hat die Besteuerung auf Borax- Importe beendet. Das Unternehmen wurde von Francis Marion Smith übernommen und in die Pacific Coast Borax Company umbenannt bzw. integriert. Sie war bis etwas die 30-e Jahre erfolgreich. Francis Smith begann, nicht nur die rohen Materialien zu fördern, sondern verwendete Borax zum Herstellen von Endprodukten, wie etwa die Seife „Twenty Mule Teams Borax“. Smith machte die „Twenty Mule Teams“ berühmt und zu einem erfolgreichen Brand. Die „Teams“ reisten zum Werbezwecken durch die gesamte USA und, zum Beilspiel, nahmen an St. Louis World's Fair in 1904 teil. Ich war überrascht zu lesen, dass für lange Zeit die „Twenty Mule Teams“ das Symbol der Death Valley schlechthin für viele waren.

      Die Einfahrt in den Twenty Mule Teams Canyon ist über eine graded gravel Einbahnstraße. Ihr Anfang ist an CA-190 näher an Zabriskie Point. Nach 1,7 Meilen kommt man an CA-190 wieder raus.






    • Zabriskie Point

      Zabriskie Point (Christian Zabriskie, Vice President und General Manager in der the Pacific Coast Borax Company ) am Top der Hügeln der Black Mountains. Wie auch Mesquite Flat Sand Dunes ein klassischer Sonnenuntergang-, und der ultimative Sonnenaufgang -Point.









      Der weltberühmte „Zack“ hier, der Manly Beacon ist wegen nach William L. Manly benannt. Der dürfte derjenige sein, der den Namen „Death Valley“ geprägt hat.










      Nach dem die Sonne untergangen war, sind wir zum Furnace Creek in unser Hotel The Ranch at Furnace Creek. Die Kosten pro Nach - Standrard Room für $176.

      Furnace Creek Inn wurde in 1927 von Pacific Coast Borax Company gebaut. Furnace Creek Ranch begann in 1929 als Zeltlager. Später wurden billig die Holzbaracken eingekauft, die in Boulder nach dem Fertigstellen vom Hoover Dam frei geworden sind.
    • Tag 17, 23 August, Death Valley National Park

      Sonnenaufgang am Zabriskie Point

      Der Sonnenaufgang war kurz nach 6. Ich bin früh aufgestanden und mein Wagen war, glaube, etwa der dritte am Parkplatz am Zabriskie Point. Ich erinnre mich nicht mehr, ob es oben bereits andere Leute gab. Ich wählte mir ein Plätzchen auf dem Hügel vor der Aussichtplattform aus und wartete auf die Sonne. Lange passiert nichts. Es wurde sehr langsam heller. Einmal drehe ich mich zurück zu der Plattform, und muss vor Verwunderung beinahe hochspringen. Inzwischen fanden sich auf dem Aussichtpunk etwa 20-30 Leute ein. Sie stehen alle entlang der niedrigen steinernen Begrenzung, ich als einziger vorne. Man starrt mich an.

      - Werte Herr, Sie stehen jetzt da. Wir möchten aber fotografieren. Sie sind uns im Weg.
      Ruft mir sogleich ein Mann zu. Sein Nachbar unterstützt ihn.
      - Seien Sie doch höfflich und respektieren Sie andere. Be polite.
      Touristen ... Dem Aussehen nach Südländer, vielleicht Italiener… Von oben fotografiert man aber nicht so gut. Die Erde rund das Plattform ist auch total zertrampelt. Es wäre schwierig die nicht auf die Fotos zu bekommen.
      - Ahm ... a ... wieso steht ihr denn da oben? Kommt dann auch runter!
      - Weil man hier zu stehen hat. Here is the place to be.

      Kennt ihr auch die eindrucksvollen Bilder von Sonnenaufgang an Zabriski mit den vielen Fotographen vorne?! Ich hab mal schnell ein Beispiel für so ein Foto gefunden. So ein Foto hing auch in der Rezeption in Furnace Creek Ranch. Jeder Gast von da sollte es gesehen haben. Ich weiß nicht, wo "the place to be" war, suchte kein Streit, und ging zu Seite. Und war ziemlich verärgert. Als die Sonne aufging, kamen mehr Leute hinzu, und begannen völlig undiszipliniert zwischen den faszinierenden gelben Hügeln umher zu wandern.

      Der Sonnenaufgang war fantastisch.











      Wir hatten kein Frühstück im Zimmerpreis, und sparten uns Zeit und Geld. Schnell etwas im Zimmer gegessen, gaben wir das Zimmer im Hotel ab und fuhren zum Badwater.
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