Kinlichee Ruins (Navajo Tribal Park), Arizona

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    • Kinlichee Ruins (Navajo Tribal Park), Arizona

      Leider gibt es nicht sehr viele Informationen von Kinlichee.



      Die Gegend soll schon in der spätarchaischen Zeit von Nomaden durchstreift worden sein. Erste Siedlungen stammen von Paleo-Indianern, die aber wohl nur zeitweise während der Jagd genutzt wurden. Das Normadentum wurde ab ca. 1800 v. Chr. langsam aufgegeben, als man mit der Landwirtschaft begann - Mais wurde angebaut.
      In den frühen Jahrhunderten des ersten Jahrtausends n. Chr. entwickelte sich die Anasazi Kultur, Villages aus der "Basketmaker" Periode sind an verschiedenen Orten der Gegend bekannt. Aus den kleinen Pithouse Siedlungen wurden dann kleine Adobe Pueblos.
      Kinlichee liegt ca. 8,5 Meilen östlich von Ganado, ca. 2,5 Meilen nördlich der AZ 264 und bedeutet in der Sprache der Navajo „Red House“. Die erste Besiedlung begann um ca. 800 n. Chr. (Pueblo I Phase). Das Pueblo bestand aus ca. 80 Räumen, die Kiva wurde 1087 errichtet. Um 1300 verließen die Anasazi die Gegend.
      Man vermutet, dass die ersten Navajos im 14. Jhdt. in diese Gegend kamen, archäologische Beweise fand man erst ab Mitte des 17. Jhdt. 1839 stahlen Navajos 40 Pferde von der mexikanischen Armee, die in der Nähe von Kinlichee kampierte.
      Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Kinlichee auch von den Hopis bewohnt war bevor sie vor ca. 400 Jahren in das jetzige Gebiet (First, Second, Third Mesa) zogen und es soll von Locals erzählt werden, dass bei Vollmond ein Geist in der Nacht in der Ruine erscheint. Wer der Geist ist habe ich aber nicht herausfinden können. Ob’s stimmt? :nw:
      Der Kinlichee Navajo Tribal Park ist 1964 eingerichtet worden, aber ob es heute noch den Tribal Park offiziell gibt, weiß ich nicht, er taucht jedenfalls in den offiziellen Listen nicht mehr auf.
      Auf der anderen Seite des Kinlichee Creek soll es auf einer Felskante eine weitere Ruine geben. Leider habe ich vom Pueblo keinen Fußweg hinauf auf das Rim gefunden und der Kinlichee Creek hatte reichlich Wasser.



      Das Pueblo wird heute kaum noch besucht. In den 1960er Jahren hat man ein paar Ausgrabungen gemacht und auch versucht die Kiva mit einem Dach zu schützen. Aber leider ist das Gerüst eingestürzt und hat dadurch einigen Schaden angerichtet. Ich finde es schade, dass man nicht versucht, das wenige, was von dem Pueblo noch übrig geblieben ist, zu erhalten.



      Ansonsten findet man nicht sehr viel, hauptsächlich Fundamente:





      und eine nicht ausgegrabene Kiva:

    • Hmmmmmm, das liegt ja fast auf dem Weg, wenn meine derzeit für Mai geplante Strecke so bleibt... ;][;

      Vielen Dank fürs Vorstellen, Gerd (wie immer ;) ). Wie sieht es denn mit dem Hinkommen aus, sind die Straßen gut befahrbar oder braucht man HC/4WD?

      Sieht jedenfalls sehr interessant aus - T-förmige Türen in einer so kleinen Anlage habe ich auch noch nicht oft gesehen, die kenne ich eher von größeren Pueblos. ;;NiCKi;:
      Viele Grüße
      Claudia

      (a.k.a. Wildfire Woman ;;;MN;: a.k.a. Miss Chaco )
    • Raven schrieb:

      Wie sieht es denn mit dem Hinkommen aus, sind die Straßen gut befahrbar oder braucht man HC/4WD?

      Überhaupt kein Problem, es geht eine gute Gravelroad direkt daran vorbei, HC ist sicherlich nicht erforderlich. Das Auto parkt man am Rand der Gravelroad, bis zur eingezäunten Site sind es nur ein paar Meter. Es gibt aber einen Durchgang im Zaun, man braucht nicht über einen Zaun klettern.

      Ulrich, ob man den Geist dann sieht oder hört bei Vollmond? Wenn man dort Stimmen hört, dann sind das sicherlich ein paar Navajos, die den Campern Angst machen wollen. ;) :gg:
    • desert-Gerd schrieb:

      Wenn man dort Stimmen hört, dann sind das sicherlich ein paar Navajos, die den Campern Angst machen wollen.

      Ich rauch doch immer Friedenspfeife. Dadurch bin ich kein Yankee, sondern ein braver Deutscher.
      Die Indians stehen sicher in Rauchsäulen-Kontakt mit den Commanchen aus Texas. ;;NiCKi;:
      Gruß
      Ulrich

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.


    • desert-Gerd schrieb:

      Überhaupt kein Problem, es geht eine gute Gravelroad direkt daran vorbei, HC ist sicherlich nicht erforderlich. Das Auto parkt man am Rand der Gravelroad, bis zur eingezäunten Site sind es nur ein paar Meter. Es gibt aber einen Durchgang im Zaun, man braucht nicht über einen Zaun klettern.

      Super, das höre ich gerne. :gg:

      Somit ist meine To Do-Liste für Mai gerade nochmal länger geworden. :rolleyes: ;) Auf dem Weg von Winslow via Homolovi zum Canyon de Chelly sollte das schon noch mit reinpassen. ;;NiCKi;:
      Viele Grüße
      Claudia

      (a.k.a. Wildfire Woman ;;;MN;: a.k.a. Miss Chaco )
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