Permit fürs Navajoland

    • Permit fürs Navajoland

      Eigentlich war es für mich immer klar:

      Wenn man im Navajo-Land wandert braucht man ein Permit, es sei denn man ist in Begleitung eines Navajo.
      Man braucht auch ein Permit, wenn man auf verschiedenen Backroads unterwegs ist.

      So steht es auf der Navajo-Webseite und so wird es von den "Permit-Gurus" (ich gehörte fast selber dazu ;)) immer und überall verkündet.

      Ich war in Window Rock, der "Hauptstadt der Navajos" und wollte mir für diverse Gegenden ein Backroad- bzw. Hiking-Permit ausstellen lassen. Schliesslich bin ich ja ein guter Tourist.

      Nachdem ich das richtige Gebäude gefunden hatte und meine Wünsche wie Gegend, Datum usw. aufgezählt und auf einer Map gezeigt hatte, bekam ich als Antwort:

      Tut mir Leid, aber ich kann ihnen kein Permit ausstellen. Wir sind dafür nicht zuständig.

      Bei der Gegend nördlich von Window Rock - dort wollte ich hin - wird anscheinend kein Permit ausgestellt. Dort ist fast alles in Prvatbesitz und ich sollte doch dort Fragen, ob ich auf dem Land herumlaufen darf. Und wenn keiner zu sehen ist, dann dürfte ich ruhig gehen. Es sei denn es stehen Schilder mit z. B. "Keep Off" oder es ist abgezeunt, das soll man natürlich respektieren.

      Mir wurde dann noch die Zuständigkeiten erklärt (Stand vom 04.05.2010):

      In Window Rock stellen sie Permits für das San Juan River Gebiet aus, also wenn man eine Boots-Tour auf dem San Juan River plant, dann braucht man ein Permit aus Window Rock.

      Wenn man in der Gegend um Cameron mit dem Wagen auf Backroads unterwegs ist bzw. wandern will, dann soll/muss man im Cameron Visitor Center nach einem Permit nachfragen.

      Für die Gegend um Page ist das Antelope Canyon Tribal Park Office zuständig.

      Für andere Gebiete ist anscheinend niemand zuständig, man muss dort wohl nur jemanden fragen, ob man dort herumlaufen darf. :pipa:


      Ich fühlte mich jedenfalls verars.....
    • Das ist wirklich bedauerlich und unpraktisch. Aber nach all dem, was man bisher so gelesen hat, ist es nicht wirklich überraschend.
      Wenn du 2 Tage später in das selbe Office marschierst und jemand anders Dienst schiebt, würdest du wahrscheinlich ne andere Version zu hören bekommen und man würde dir die gewünschten Permits verkaufen...

      Viel Spass weiterhin :wink4:
    • Hallo Gerd,

      guten Willen hast Du ja gezeigt. Wahrscheinlich sollte man sich ein Permit (ich hab eins vom Waterholes Canyon) kopieren und als Blankovollmacht zum selbstausfüllen mitnehmen. Die 5 $ Gebühr kann man ja ab und zu bei den Tribal Offices als Spende in den Briefkasten werfen.
      Gruß aus München

      Rainer

    • Danke für die Infos aus erster Hand, wobei ich auch fast befürchte, dass an einem anderen Tag, mit einem anderen Bediensteten Du vielleicht was anderes zu hören bekommen hättest. Auf jeden Fall hast Du als guter Tourist guten Willen gezeigt - das Du Dich auf den Arm genommen fühlst kann ich trotzdem gut verstehen.

      Gruß
      Eva
      Gruß
      Eva :wink4:
    • Scheint alles noch viel schlimmer zu sein.

      Bei diesem Erfahrungsbericht von Phillippe Schuler kann einem schon angst und bange werden. So etwas wie "Rechtssicherheit" gibt es dort offensichtlich nicht.
      Gruß

      Dirk
    • Hi.

      Ich für meinen Teil werde Indianerland in Zukunft meiden. Waren sowieso nie die freundlichsten Menschen, mit denen man es in den USA zu tun hatte.

      Und Willkür brauch ich schon mal erst recht nicht.

      Willi
      Es grüßt der Willi
    • Westernlady schrieb:

      Vor allem erschreckend, dass sich alles so auf eine Person konzentriert bzw. bei einer Person die ganzen Erfahrungen zusammen laufen :rolleyes:
      Solange sich alles Negative auf Philippe und seinen Allseits bekannten Umkreis erstreckt, kann es den anderen ja egal sein. Da will wohl wieder jemand den Leuten Angst machen, damit weiterhin in Ruhe die gut bezahlten geführten Touren zum BC gemacht werden können....
    • Lal@ schrieb:

      Da wohnt doch nen Fotograf ganz in der Nähe, nen Holländer oder so, der macht das ....



      Echt? Gibt es da einen Weblink zu? Würde mich mal interessieren.
      Und Herr Schuler kriegt da Prozente?
      Gruß

      Dirk
    • Ach Doc - ich glaub, da läuft viel "unter der Hand", so wie halt früher "Tausch-Geschäfte" =)

      Nen offiziellen Weblink... neee, ich glaube, den findet man im www nicht...

      Ob der Autor, auf dessen Posting Du Dich beziehst, Prozente bekommt, ich glaube, das ist nicht wichtig. Will er bestimmt auch gar nicht haben.

      Hier ein Erfahrungsbericht zum Thema "Weißer verlangt Permit für Blue Canyon":


      Wir erkundeten die Gegend ein bisschen als plötzlich ein weiteres Auto auftauchte. Wir dachten das können nur weitere Deutsche sein, aber es handelte sich um zwei Amerikaner die ihrerseits sehr verwundert waren uns anzutreffen. Sie quatschten uns schief von der Seite an was wir denn dort wollten und im ersten Moment waren wir etwas verunsichert ob die beiden irgendwas zu sagen hatten. Wir meinten nur fotografieren und daraufhin kam die Frage wo wir herkämen. Als wir sagten Germany wollten sie noch wissen woher wir etwas über den Canyon wüssten und als wir Internet sagten war für’s erste Ruhe. Später wollten sie noch wissen ob wir denn auch ein Permit hätten und wir behaupteten einfach mal dass wir das hätten.

      Quelle: Southwest Outdoor Adventures May 2008

      Aber es ist schön, dass Nicht-Navajos etc. so darauf achten. So handeln sie bestimmt auch hier in D, wenn da was nicht so gehandhabt wird, wie das eigentlich vorgesehen ist :!!
      Liebe Grüße
      Silke

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