Chaco Canyon National Historic Site

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    • WeiZen schrieb:

      Raven schrieb:

      war ich mindestens 5 oder 6 mal im Chaco

      Dann frag ich mal, welche Zufahrt ist mit WoMo angenehmer oder tun sich beide nix ?

      Die von der 590 fand ich in weit besserem Zustand.

      Lag aber vielleicht auch daran, dass mir an der anderen ein Grid den Reifen aufgerissen hat. Und ich dann mit Notrad unterwegs war. X(





      Joe
      Signatur wurde gelöscht.
    • Raven schrieb:

      Dieses Jahr habe ich mir übrigens endlich mal die lange Wanderung nach Penasco Blanco vorgenommen, nachdem ich alles andere schon kenne. Hat die schon mal jemand gemacht?
      Die Wanderung habe ich auch noch auf meiner List.


      WeiZen schrieb:

      Dann frag ich mal, welche Zufahrt ist mit WoMo angenehmer oder tun sich beide nix ?

      utahjoe schrieb:

      Die von der 590 fand ich in weit besserem Zustand.
      Joe, Du meinst bestimmt die US550. ;)

      Ich würde von der US550 nach Chaco fahren. Das ist die Hauptzufahrt und die wird auch regelmäßig gegradet. Der erste Teil ist sogar asphaltiert. Man kann den Chaco-Besuch auch mit den Lybrook Badlands verbinden, denn das erste Teilstück ist identisch mit der Zufahrt nach Lybrook.
    • utahjoe schrieb:

      WeiZen schrieb:

      Raven schrieb:

      war ich mindestens 5 oder 6 mal im Chaco

      Dann frag ich mal, welche Zufahrt ist mit WoMo angenehmer oder tun sich beide nix ?

      Die von der 590 fand ich in weit besserem Zustand.

      Lag aber vielleicht auch daran, dass mir an der anderen ein Grid den Reifen aufgerissen hat. Und ich dann mit Notrad unterwegs war. X(





      Joe

      Grrr, du warst schneller! :wut1: ;)

      Jo, die südliche Zufahrt über Crownpoint würde ich mit WoMo auch nicht machen wollen. Die ist wesentlich holpriger als die von der 550 aus, und obwohl ich mit Miet-SUV noch nie Probleme hatte, kann ich mich vage an ein paar Stellen erinnern, die für ein WoMo bestimmt grenzwertig wären.

      Gruß
      Raven
      Viele Grüße
      Claudia

      (a.k.a. Wildfire Woman ;;;MN;: a.k.a. Miss Chaco )
    • desert-Gerd schrieb:

      Ich würde von der US550 nach Chaco fahren. Das ist die Hauptzufahrt und die wird auch regelmäßig gegradet. Der erste Teil ist sogar asphaltiert. Man kann den Chaco-Besuch auch mit den Lybrook Badlands verbinden, denn das erste Teilstück ist identisch mit der Zufahrt nach Lybrook.

      Das klingt wiederum seeehr interessant, das muß ich dann wohl auch noch auf meine Liste setzen - allerdings wohl eher für ein anderes Mal, denn diesmal will ich morgens (wieder mal nach einer bestimmt sehr bequemen Nacht im Auto auf dem Chaco-Campground ;) ) über De-Na-Zin nach Bisti fahren und dann in Farmington oder Bloomfield (hier kann ich übrigens das Best Western wärmstens empfehlen) übernachten, und damit dürfte der Tag schon gut gefüllt sein (siehe der Thread in "Backroads").

      So wenig Zeit und so viel zu sehen, seufz...
      Viele Grüße
      Claudia

      (a.k.a. Wildfire Woman ;;;MN;: a.k.a. Miss Chaco )
    • desert-Gerd schrieb:

      Ich habe einmal eine Zusammenstellung (Links) der Badlands, Sehenswürdigkeiten im San Juan Basin erstellt, die findest Du hier.


      Genau das ist ja das Problem... Um die alle zu besuchen, bräuchte ich ein paar Monate Urlaub, und die kriege ich nicht. :traen: ;)

      Spaß beiseite - eine tolle Zusammenstellung, die mir so einiges an Stoff für die nächsten Trips liefert. :clab:
      Viele Grüße
      Claudia

      (a.k.a. Wildfire Woman ;;;MN;: a.k.a. Miss Chaco )
    • Roughneck schrieb:

      Wichtige Fotolocation, die Türen in Pueblo Bonito.
      Witzig, genau diese Perspektive hab' ich auch, nur bei anderem Licht. Aber ich glaube, die hat jeder. ;)



      Roughneck schrieb:

      Und auf jeden Fall die Ranger Tour durch Pueblo Bonito mitmachen, die war echt Klasse .
      Da gebe ich dir recht, auch wenn's immer auf den Ranger ankommt. Ich hatte da mal eine supernette ältere Dame, die das als Volunteer gemacht und sich redlich bemüht hat, aber im Endeffekt wußte sie leider nicht sooo gut Bescheid. Liegt wahrscheinlich auch daran, daß die Volunteers nicht so wirklich gut geschult werden.
      Viele Grüße
      Claudia

      (a.k.a. Wildfire Woman ;;;MN;: a.k.a. Miss Chaco )
    • desert-Gerd schrieb:

      Zitat von »WeiZen« Dann frag ich mal, welche Zufahrt ist mit WoMo angenehmer oder tun sich beide nix ? Zitat von »utahjoe« Die von der 590 fand ich in weit besserem Zustand. Joe, Du meinst bestimmt die US550.


      Ich hab' in meiner Fotosammlung noch ein Bild von der Zufahrt von der 550 gefunden:



      (wobei das, wenn ich mich recht entsinne, auf dem Rückweg geschossen wurde)

      Man sieht, es ist quasi eine vierspurige Autobahn, zumindest im Vergleich zu manch anderer unpaved road. ;)

      Bei oder nach Regen würde ich die allerdings auch nicht fahren wollen.

      Gruß

      Raven
      Viele Grüße
      Claudia

      (a.k.a. Wildfire Woman ;;;MN;: a.k.a. Miss Chaco )
    • Peñasco Blanco Trail

      Der Peñasco Blanco Trail wurde ja hier schon erwähnt, aber es gibt noch keine richtige Beschreibung, deshalb hole ich das mal nach. :gg:

      Vorab: es ist mit 7,2 Meilen (knapp 12 km) der längste und deshalb wohl auch anstrengendste Trail im Chaco Canyon. Obwohl nur ca. 200 Fuß Höhenunterschied zu überwinden sind, machen viele sandige Abschnitte und der Mangel an Schatten ihn vor allem im Sommer nicht gerade angenehmer.





      Unbedingt genug Wasser mitnehmen! Außerdem hat der NPS neuerdings ein paar kleine Umwege eingebaut, um die Vegetation zu schützen, d.h. man darf nochmal ein paar hundert Meter mehr einplanen.

      Laut der NPS-Info braucht man für den kompletten Trail 4-6 Stunden. Ich war mit viel Fotografieren und ein, zwei kurzen Päuschen ziemlich genau 5 Stunden unterwegs.

      Hier findet ihr eine grobe Karte des Trails. Mehr braucht man auch nicht, denn er ist gut beschildert und erkennbar.

      Es gibt auch die Möglichkeit, nur bis zu den Petroglyphs zu laufen, das sind dann nur 4 Meilen. Allerdings sind die beiden interessantesten Attraktionen, die Ruine von Peñasco Blanco und der Supernova Pictograph (dazu später mehr) nur zu sehen, wenn man den langen Trail läuft, der zur Ruine führt. Die Petroglyphs sind sicher auch interessant, aber sowas kann man anderswo auch sehen. Was ich damit sagen will: wenn man schon mal hier ist, sollte man auf jeden Fall den ganzen Trail machen.


      Wichtig: wie für die anderen Backcountry Trails im Chaco braucht man auch hier ein Permit. Dieses ist kostenlos entweder im Visitor Center oder am Trailhead Register zu erhalten. Ich habe mir in diesem Fall gleich im Visitor Center eines geholt, denn für diesen Trail (wie auch für den zu Pueblo Alto) muß man am Parkplatz von Pueblo del Arroyo parken, und das Trailhead Register ist ein (wenn auch kurzes) Stück entfernt. Holt man sich also erst am Register ein Permit, muß man damit zurück zum Auto (eine Kopie muß nämlich sichtbar auf dem Armaturenbrett plaziert werden) und läuft dann nochmal die selbe Strecke. Okay, das sind nur ein paar Meter, aber weshalb sollte man die Strecke doppelt laufen... :nw:

      Nun zum Trail selbst:

      Wer will, sucht noch kurz das Töpfchen auf, das sich kurz nach dem Trailhead links ein Stück unterhalb des Trails befindet. Auf der restlichen Strecke gibt's nämlich nur noch Büsche. ;)

      Als erstes kommt die Ruine von Kin Kletso, hinter der der Trail zum Pueblo Alto beginnt.





      Ein Stück weiter hat man kurz einen Hoodoo oben auf der Mesa im Blick...



      ... bevor man die Casa Chiquita (hat nix mit den Bananen zu tun!) erreicht.



      Beide Gebäude wurden Anfang des 12. Jahrhunderts quasi in einem Rutsch im McElmo-Stil errichtet - hat also etwas von "geplantem Wohnen", im Gegensatz zu den meisten Great Houses im Chaco, die über mehrere Jahrhunderte gewachsen sind.

      Mit ein wenig Glück bzw. zur richtigen Jahreszeit trifft man auf dem Trail auf die einheimische Flora und Fauna.







      Wieder ein Stück weiter zweigt rechts der Petroglyph Trail ab, der an der Wand der Mesa entlang führt, parallel zum Main Trail. Hier gibt es jede Menge Petroglyphs zu bewundern.















      Leider sind einige davon böse verunstaltet. :(







      Mittlerweile kann man oben auf der südlichen Mesa schon die Mauern von Peñasco Blanco erkennen:



      Ein gutes Stück nachdem man den Petroglyph Trail hinter sich gelassen hat, durchquert man den Chaco Wash (meistens trocken - wenn Wasser fließt, sollte man das lieber bleiben lassen):



      Von hier ist es nicht mehr weit zum Supernova Pictograph. Kleiner Tip am Rande, nachdem ich von einigen Leuten gehört habe, daß sie das Ding gar nicht gefunden haben: Augen nach oben. :gg: Es befindet sich nämlich an der Unterseite eines Felsüberhangs - hier gut zu sehen:



      Neben dem, was manche für ein Bild der Supernova von 1054 halten, andere wiederum für einen stinknormalen Stern bzw. die Venus, gibt's auch noch einen Halbmond und einen Händeabdruck...



      ...sowie ein paar Spiralen, mal als Pictograph, mal als Petroglyph. Kennt jemand den Unterschied nicht? Dann einfach fragen. :)





      Auch die Schwalben fühlen sich hier mehr als wohl. Offenbar entfernt der NPS öfter mal die Nester in unmittelbarer Nähe zu den Pictographs. Auf dem Bild weiter oben erkennt man das deutlich.



      Hier läßt sich übrigens gut pausieren, denn im Gegensatz zum Großteil des Trails gibt's hier Schatten. :)

      Anschließend kann man dann den Aufstieg zur Ruine von Peñasco Blanco in Angriff nehmen. Wie gesagt, es sind ca. 200 Fuß Höhenunterschied, also nicht mal 70 Meter, und das auch nicht besonders steil. Aber das Ganze zieht sich ziemlich. :rolleyes:





      Blick zurück in den Canyon:



      Wenn man's aber endlich geschafft hat, ist die Ruine wirklich beeindruckend. Es ist die drittgrößte im Chaco Canyon (nach Pueblo Bonito und Chetro Ketl), und sie hat einen ungewöhnlichen ovalen Grundriß, hier gut zu sehen.

      Da die Ruine nie offiziell ausgegraben wurde, sieht man in erster Linie einige noch halbwegs intakte Mauerreste und sehr hohe "Haufen", unter denen sich die übrigen Mauern befinden.













      Peñasco Blanco ist übrigens auch eines der ältesten Great Houses; es wurde ca. zwischen 1060 und 1100 erbaut. Insgesamt hatte es wohl ca. 300 Räume und 17 Kivas. Außer Tsin Kletsin ist es die einzige Ruine auf der Südseite des Canyon.

      Faszinierend fand ich hier oben vor allem die Einsamkeit. Ich hatte den Trail nach den Petroglyphs komplett für mich alleine... Offensichtlich war keiner außer mir so bekloppt, diesen langen Trail bei den Temperaturen zu machen. :rolleyes:

      Fazit:

      Für mich ist das einer der besten Trails im Chaco, wenn auch mit Abstand der anstrengendste (die anderen hatte ich im Herbst gemacht, als es kühler war). Auch wenn der Rückweg sich zog wie zäher Kaugummi, habe ich es wegen der schönen Petroglyphs, der einzigartigen Pictographs und der beeindruckenden Ruine von Peñasco Blanco (inkl. tollem Blick auf den Canyon) nicht bereut.
      Viele Grüße
      Claudia

      (a.k.a. Wildfire Woman ;;;MN;: a.k.a. Miss Chaco )
    • Wenn es mal als Radweg komplett freigegeben wird, komme ich da auch hin.
      So kenne ich es nur bis Casa Chiquita. Aufgrund der vielen Radfahrer im Mai, habe ich Hoffnung, das es eines Tages so seien wird. :!!
      Im Mai wärst Du da nämlich nicht allein gewesen. ;)
      Gruß
      Ulrich

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.


    • Claudia, Danke für die tolle Ergänzung. Ich war ja schon mehrfach im Chaco Canyon, aber nach Peñasco Blanco habe ich es bisher noch nicht geschafft. Jetzt habe ich schon zwei Sachen in Chaco, die ich mir anschauen muss bzw. dabei sein möchte.

      Raven schrieb:

      ..sowie ein paar Spiralen, mal als Pictograph, mal als Petroglyph. Kennt jemand den Unterschied nicht? Dann einfach fragen. :)
      Den Unterschied kann man hier im Forum auch nachlesen: Pictograph, Petroglyph ;)
    • WeiZen schrieb:

      Wenn es mal als Radweg komplett freigegeben wird, komme ich da auch hin.
      So kenne ich es nur bis Casa Chiquita. Aufgrund der vielen Radfahrer im Mai, habe ich Hoffnung, das es eines Tages so seien wird.
      Im Mai wärst Du da nämlich nicht allein gewesen.

      Na, dann hatte ich ja nochmal Glück! ;)

      Wijiji habt ihr dann sicher schon gemacht, oder?

      desert-Gerd schrieb:

      Claudia, Danke für die tolle Ergänzung. Ich war ja schon mehrfach im Chaco Canyon, aber nach Peñasco Blanco habe ich es bisher noch nicht geschafft. Jetzt habe ich schon zwei Sachen in Chaco, die ich mir anschauen muss bzw. dabei sein möchte.
      Gerne, Gerd. Ich hab' eigentlich bis auf den kompletten Pueblo Alto Loop schon alles "abgearbeitet" - was aber nicht heißt, daß ich nicht jederzeit wieder hin möchte. ;)

      desert-Gerd schrieb:

      Den Unterschied kann man hier im Forum auch nachlesen: Pictograph, Petroglyph
      :!!

      Hatchcanyon schrieb:

      Sehr schöne Beschreibung!
      Danke, Rolf. :)
      Viele Grüße
      Claudia

      (a.k.a. Wildfire Woman ;;;MN;: a.k.a. Miss Chaco )
    • Raven schrieb:

      Wijiji habt ihr dann sicher schon gemacht, oder?

      Nee. Habe ich als Wanderweg angesehen. Bis ich kapiert habe, das man dort mit dem Rad hinkommt war es zu spät. :wut1: :wut1:

      Raven schrieb:

      den kompletten Pueblo Alto Loop

      Den haben wir auch. :!! Sehr nett, sehr einsam, wenn man Bonito Overlook verlassen hat. ;)
      Gruß
      Ulrich

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    • Pueblo Alto Loop



      Wer für alte Steine weniger über hat, dafür aber gut zu Fuß ist, sei diesem Trail ans Herz gelegt. Alle anderen bekommen einen guten Überblick über die einzelnen Anlagen, deren Grundriss sich von oben hervorragend erschließt. Das kann man vor Ort gar nicht greifen. Auch erschließen sich von oben mit dem Tele Einblicke, die man von unten gar nicht hat. OK, letzterisch ist logisch. ;)
      Vom Licht her müsste man den Anfang des Trails eigentlich zweimal machen, aber man kann nicht alles haben.



      Der Trail ist 8,2 km (9,2km) lang und gliedert sich wie folgt:
      - Parkplatz Self Registration - Kin Kletso 0,5km
      - Kin Kletso - Pueblo Bonito Overlook 1,1km
      - Pueblo Bonito Overlook - Chetro Ketl Overlook ca. 1,3km
      - Chetro Ketl Overlook - Chacoan Stairway 2,5km
      - Chacoan Stairway - Pueblo Alto 1,5km
      - Pueblo Nuevo (New House) ca. 1km
      - Pueblo Nuevo - Pueblo Bonito Overlook 1,0 km
      - Pueblo Bonito Overlook - Parkplatz 1,6km

      Endweder besorgt man sich das kostenlose Permit im Visitor Center um sich die zusätzlichen Meter auf dem Parkplatz zu ersparen, oder man füllt das Permit, welches in 3facher Ausfertigung erstellt wird am Self Registration Booth aus und ist (früh) morgens dort. Zur Belohnung erhält einen Parkplatz in der ersten Reihe und einen kurzen Weg, denn ein Durchschlag des Permits ist im Fahrzeug zu hinterlegen, eins am Mann zu tragen und eins wandert in den Briefkastenschlitz.
      WoMolisten solten früh dort sein, wegen der Parkmöglichkeit oder mit dem Radel kommen, wenn sie morgens nicht rechtzeitig aus den Federn kommen.

      Wir sind um 9Uhr losgegangen, ich lebe immer nach Pacific Time, also war das für uns 8 Uhr morgens :ohje: :iknd:
      Nun aber los. Bis Kin Kletso bzw. bis Casa Chiquita darf man auch mit dem Rad fahren :!! , aber für 500 Meter bis Kin Kletso holen wir die nicht runter. :neinnein:





      Hinter Kin Kletso an der Nordseite folgt der erste und einzige nenneswerte Aufstieg des komnpletten Loops. Wer direkt zum Pueblo Alto Complex wandert, muss eine längere Strecke bergauf gehen.
      Der Einstieg in die Wand sieht aus, als wenn ein Riese mit der Axt in die Steilwand geschlagen hat, dieses Bild drängte sich mir zumindest auf.





      Man beachte zum Größenvergleich den Wanderer unten rechts. Der Aufstieg selber kann für Höhenängstler im unteren Teil eine Herausforderung sein. Hat man dieses Problem, immer schön auf den Boden schauen, dann klappt auch das, ist ja nicht wirklich weit. ;)
      Wegen einer Schulklasse im Rücken, schreiten wir zügig aus, gut das sie den direkten Weg nach Pueblo Alto nehmen. Danach treffen wir bis Alto nur noch eine Person. Nach 8 Minuten ist auch der langsamste oben,





      ein Bild vom Kin Kletso Klohäuschen darf in diesem Forum ja nicht fehlen. Wer ein dringendes Bedürfnis verspürt, hat hier die einzige Gelegenheit dazu. Über Slickrock geht es die nächsten Kilometer vorwärts und in der Nähe der Weggabelung nach Alto hat man die Gelegenheit Pueblo del Arroyo von oben in Augenschein zu nehmen, man muß dazu den Trail verlassen.



      Der Blick öffnet sich nach Süden, also keine gute Idee, den Trail später als um 10 Uhr zu beginnen, sonst hat man alles nur im Gegenlicht.

      Um kurz vor 10 Uhr, nachdem die Schulklasse verschwunden ist, sind wir oberhalb vom Pueblo Bonito angekommen. Hier wäre Abends der ideale Zeitpunkt, wenn die Sonne im Westen steht.





      Und noch einmal Pueblo del Arroyo aus einer anderen Perspektive,



      und wieder ein Stückchen weiter der Einblick in den Felssturz in das Pueblo Bonito.



      20 Minuten später (10:30 Uhr) ist man direkt oberhalb von Chetro Ketl,



      und wiederum 20 Minuten später hat man die V-förmigen Einschnitt umgangen





      und ist beim Chetro Ketl Overlook angekommen, im Hintergrund links der Steilwand, Pueblo Bonito, dann der Parkplatz und der Parkstraßen Loop.









      Und nun schön auf die Steinmännchen aufpassen um den Weg nicht zu verlieren, der nun ein wenig bergauf durch folgenden Einschnitt führt,







      schlanke Waden sind hier von Vorteil. Gut möglich das dies auch ein alter Chaconian Way ist. Wieder 20 Minuten (11:40 Uhr) erreicht man den Jackson Stairway Overlook (Charcoan Stairway). Wie man der ganz oben gezeigten Karte entnehmen kann, haben die Chacon People ihre Straße recht gradlinig über Stock und Stein gebaut und wenn es nach oben geht, eben Stufen in den Fels gehauen. So eine Treppe liegt nun vor uns. Zum Anschauen, nicht zum Gehen, keine Sorge also, da muß man weder rauf noch runter.








      Über die letzten Meter Slickrock, der übrigens überall diese (Eisen ?( ) Einschlüsse aufweist, nicht nur hier, landet man schließlich oben auf dem Plateau.









      High Noon (12Uhr) und in der Ferne grüßt Pueblo Nuevo (New House) herüber. Bei uns war der Pfad nicht sandig und ebenfalls gut zu laufen. Da er aber bereist tief in den Boden eingetreten ist, dürfte das nicht immer der Fall sein. 25 Minuten von dem Treppen Overlook entfernt erreicht man dann das noch nicht ausgegrabene Pueblo Alto. Für nicht Interessierte Stein halt :nw: für Interessierte ein wunderbarer Ort.








      Etwas greifbarer für Nichtruinenfans, das New House, welches man nach einem kurzen Abstecher erreicht. Merkwürdigerweise lässt sich von der (eine) Handvoll Leuten dort keiner bllicken.









      Somit der ideale Ort um Brotzeit zu machen und einfach die Seele baumeln lassen. ;)
      Exemplarischen für die alle die Blümschen am Wegesrand, man muß stellenweise nur etwas genau hinsehen ;) .





      Von nun geht’s bergab, an einem Stück Chacoan Roadway entlang, wenn da kein Schild stehen würde uns sie abgesperrt wäre, wär’s mir nicht aufgefallen. 30 Minuten später landet man wieder am Pueblo Bonito Overlook. Um 13 Uhr ist das Licht schon etwas besser, dafür liegt nun die hohe Wand im Schatten.



      Und wieder 20 Minten später hat man den Slot Canyon ähnlichen Einstieg erreicht, der einen wieder nach unten bringt.





      Ein gewisse Freude macht sich breit als wir an unserem fahrbaren Untersatz wieder ankommen. Wäre doch eine geniale Idee gewesen, mit den Rädern bis Kin Kletso zu fahren. :pfeiff:
      Knapp 5 Stunden haben wir im Schlürschritt gebraucht, mit zu ausgiebigen Fotopausen.

      Wer sich also die einzelnen Ruinen vor Ort ersparen will, bekommt hier auf dem Trail einen guten Gesamtüberblick, beides an einem Tag ist nur möglich, wenn man vom örtlichen CG startet und endet, mit Anfahrt von Farmington, keine gute Idee. Uns hats gefallen, ohne den Trail würde ich da nicht hinfahren wollen, zudem er gut zu laufen ist.

      Das Video hierzu reiche ich dann Sonntag nach. ;)

      Gruß
      Ulrich

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.


    • Vielen Dank für die genauen Beschreibungen, Claudia und Ulrich! :)

      Zum Chaco Canyon habe ich mich viel zu lange nicht hingetraut wegen der erforderlichen Dirt Roads, aber als ich dann 2008 dann doch zum ersten Mal dort war, hat es mir sehr gut gefallen. Die Ruinen sind in einem erstaunlich guten Zustand, wenn man bedenkt, wie alt sie schon sind.
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