Beverly Hills, 90210 & You know those constitutionals He likes to take?
10.06.2010 La Brea Tarpits - Beverly Hills - Santa Monica
Tja, der Aufenthalt in Hollywood geht heute morgen auch zu Ende. Hollywood war natürlich ein riesiger Reinfall. Entdeckt wurde keiner von uns beiden. Nix mit Star-Ruhm. Naja, die wissen gar nicht, was ihnen entgeht.
Bevor es weitergeht noch kurz ein Bildchen von dem Gäßchen vor unserem Hotel. War ja klar, wenn wir wegfahren, ist blauer HImmel.
Heute wollten wir es noch einmal etwas lockerer angehen lassen. Ein kleiner Spaziergang hier, ein kurzer Halt dort.
Erster Stop heute sind die La Brea Tar Pits. Warum um Himmels willen schaut man sich Teergruben an?, werden jetzt viele denken. Ganz einfach: Weil sie da sind.

Außerdem gibt es das nicht überall. Teergruben mitten in der Stadt. Sowas aber auch.
Der Teer dort stammt aus großen unterirdischen Vorkommen und tritt in mehreren Gruben mitten in L.A. und zwar im Hancock Park am Wilshire Boulevard an die Oberfläche. In den Gruben ist ein vollständiges Ökosystem aus der Zeit von vor 40.000 bis 10.000 Jahren konserviert, weil die Viecher damals alle so blöd waren und in die Gruben gesappt sind. Und dann kamen sie nicht mehr raus. Blöde Viecher, kein Wunder, dass die ausgestorben sind. Aber ein Paradies für Wissenschaftler.
Und damit heutzutage keiner reinfällt und unser Ökosystem nicht den folgenden Generationen in 10.000 bis 40.000 Jahren erhalten bleibt, sind die Gruben natürlich eingezäunt. Wär ja auch noch schöner, wenn wir unser Ökosystem kommenden Wissenschaftlergenerationen auf dem Präsentierteller konservieren. Sollen die doch selber forschen.
Damit man sich das ganze vorstellen kann, wird da eine Szene mit einem versinkenden Mammut nachgestellt.
Armes Mammut.
Hier riecht es übrigens sehr intensiv nach frisch gebauter Straße.
Schulklassen waren auch wieder unterwegs. Aber statt ins gleich daneben stehende Museum zu gehen oder sich die Gruben anzuschauen, ließen die sich lieber von einem Straßenmusikanten lustige Tänze beibringen. Erst zögerlich und verschämt kichernd, doch dann mit immer mehr Begeisterung. Süß.
Kein Sinn für Wissenschaft. Wo soll das bloß enden... Der Untergang des Abendlandes!
Bevor es weiter ging, noch ein bißchen die Straße angeschaut.
Hier werden also die ganzen Straßenlaternen gelagert. Ach ne, ist ja nur Kunst.
Ob das auch Kunst ist?
Dann sind wir die Melrose Richtung Beverly Hills gefahren. Aber am Melrose Place haben wir nicht angehalten. Obwohl Melrose Place besser als Beverly Hills 90210 war. Finde ich. Aber eigentlich beides Blödsinn.
Egal.
Angehalten haben wir am Rodeo Drive. Da wo die Reichen und Schönen einkaufen. Angeblich. Gesehen haben wir nur Touristen. Da wir weder reich noch schön sind, haben wir dort nix eingekauft sondern nur Touristen fotografiert.
Und zwar fotografierende Touristen. Neben Tiffanys zum Beispiel. Frühstücken hätte man hier übrigens auch können. Haben wir aber nicht gemacht.
Hier war ein teurer Modeladen neben dem nächsten. In denen herrschte aber überall gähnende Leere. Nur ein bis zwei gelangweilte Verkäufer drin, sonst niemand. Wie die wohl hier überleben? Naja, andererseits, bei den Preise hier reicht es wahrscheinlich, wenn die alle halbe Jahre ein Teil verkaufen.
Die Leute die hier unterwegs waren, sahen natürlich nicht so aus, als ob sie da zur Kundschaft gehörten.
Ich hab da eine Theorie. Tagsüber sind da nur Touristen und die Reichen und Schönen kommen erst raus, wenn die Sonne untergegangen ist. Wie die Vampire. Lichtscheues (und vor allem blitzscheues

) Gesindel.
Blutdiamanten gibt's hier auch, falls man gerade welche braucht. Dann hätte man was für immer. Haben wir aber trotzdem nicht gekauft.
Und falls jemand den Schritt in die Selbstständigkeit mit einem Klamottenladen plant, hier gäbe es ein nettes Ladenlokal zu mieten. In bester Lage. Klein aber fein.
Das scheint der letzte Schrei in Beverly Hills zu sein.
Komischerweise hab ich aber niemanden mit solchen Sachen rumlaufen sehen.
Is natürlich alles relativ nobel hier. Sogar die Hinterhöfe haben irgendwelche Torbögen und sind relativ sauber.
Nach 'ner Stunde hat's uns gereicht. Nicht unsere Welt. War vielleicht doch besser, dass uns in Hollywood keiner entdeckt hat. Obwohl, ein großer Verlust für das Publikum ist es ja schon.
Wir sind dann direkt ans Meer. Nach Santa Monica. Das gehört zwar nicht mehr zu L.A., aber das ist hier eigentlich nicht von Interesse. Jedenfalls ist das eine der besseren Gegenden. Mit teuren Autos.
So sieht es da aus, das Meer. Mit dem Santa Monica Pier im Hintergrund.
Bin ja keine Wasserratte, aber ab und zu das Meer sehen, das sollte schon sein.
Und so sieht es oben auf dieser Promenade aus.
Lauter Obdachlose inmitten der Touristen. Eine hat uns angequatscht, die schien uns nicht so ganz dicht, aber harmlos zu sein. Was sie wollte war uns leider nicht so ganz klar.
Dann ein kleiner Spaziergang durch die dortige Fußgängerzone. Eigentlich ganz nett. Blühende Bäumchen und so.
Und so komische Viecher. Dinos aus Bäumen oder was die darstellen sollten.
Und wieder Obdachlose mittendrin.
Wir waren noch eine Kleinigkeit essen und dann noch im dortigen Barnes&Nobles. Deutlich besser sortiert als der im Valley. Ist wohl doch eher die Gegend für Wissenschaftler. Ich hab dann auch das Comic gefunden, das ich gesucht hatte.
Dann sind wir runter an den Strand gefahren. Zunächst trafen wir eine alte Bekannte, die Route 66. Die hört hier auf. Mitten auf dem Santa Monica Pier.
Da gab es lustige Aufkleber. Über fischende Männer.
Dementsprechend gab es hier viele angelnde Typen. Zwar nicht in einem Boot, aber immerhin:
Und so sieht der Strand aus. Ganz schön was los.
Da gehen wir jetzt hin. Wochenlanger Strandurlaub ist überhaupt nichts für uns, aber mal ein, zwei Stunden am Strand ist schon OK.
Schade, dass es nicht mehr blau gibt. Aber der Himmel zog langsam zu.
Wir haben dann einfach ein wenig den Leuten zugeschaut. Warum auch nicht.
Und den Möwen, die gab es hier natürlich in Hülle und Fülle.
So nett die aussehen, aber in den kleinen Häusern da hinten möchte ich nicht wohnen, wenn ein Tsunami kommt.
Währenddessen übte die Jugend Fußball.
Diese riesige Walze mit der man den Stadtplan von L.A. in den Sand malen kann, war übrigens gesperrt. Wegen Bienen. Oder waren's Hummeln? Wie dem auch sei, die Insekten sind anscheinend richtig gefährlich, wenn das hier sogar polizeilich gesperrt ist.
Naja, nicht so schlimm, was will ich mit einem überdimensionierten Stadtplan im Sand. Der passt eh nicht ins Auto.
Mir wurde es aber bald zu langweilig am Strand und so bin ich noch einmal zum Pier. Da gab es lauter Zeug. Zum Amüsieren und zum Essen. Da ich eher der langweilige und todernste Typ bin, war das Amüsierzeugs natürlich nichts für mich und ich habe bloß ein Eis gekauft.
Da drin gab's Skee-Ball. Hab ich aber nicht gespielt. Womit bewiesen wäre, dass ich nicht Gott bin.
Gesehen habe ich Ihn auch nicht, wobei, vielleicht war er nur gut getarnt.
Bubba Gump gab es auch, aber da waren wir letztes Jahr schon in einem. Und außerdem hatten wir noch keinen Hunger.
Der Himmel wurde immer weniger blau,
und außerdem reicht's mir nach zwei Stunden mit Strand und so. Also sind wir weiter. Zum Hotel. Am Flughafen. Morgen geht's schließlich wieder nach Deutschland.
Auf dem Weg war viel Verkehr. Aber immerhin fuhren wir durch eine nette Gegend.
Das Hotel war nicht gerade in der interessantesten Gegend. Beim Flughafen halt.

Aber groß in der Gegend rumfahren um was zu Abendessen zu suchen wollten wir nicht. Daher waren wir im hoteleigenen Restaurant. Dann können wir wenigstens beide Bier trinken. So, letzter Abend, da muss es noch ein Steak geben. Gab es auch. War ok, aber nicht überragend. Erwähnenswert ist in erster Linie, dass sich irgendwie plötzlich zwei Waiter um unseren Tisch "stritten". Zuerst fühlten sich anscheinend beide zuständig, dann für eine gewisse Zeit keiner von beiden und am Ende doch wieder beide. Komische Sachen gibt's.